Unter dem unsäglichen Titel “Freiheit, die ich meine. Wiesbadener Diskurse” lädt Jörg-Uwe Hahns Ministerium für Justiz, Integrationsfragen und Europa den Aufsichtsrat der deutschen Bundesbank Thilo Sarrazin zu einem
Symposium “Chancen und Grenzen der Integration” nach Wiesbaden ein. Die Einladung Sarrazins zeigt: es geht dem Minister gar nicht um die Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus. Er beteiligt sich an der Stimmungsmache gegen Muslime in unserem Land. (Quelle: Neue Rheinische Zeitung)

Warum lädt man einen Aufsichtsrat der Bundesbank zu einem Gespräch über Integration ein? Doch nur weil dieser sich ganz im Interesse der neo-”liberalen” bisher durch Hetzreden gegen die Betroffenen geäußert hat.
Mit Sarrazin könnte man doch besser über die Grenzen der Freiheit sprechen, wenn es um Steuerhinterziehung geht und um Milliarden die irgendwo in Liechtenstein oder der Schweiz verschwinden.
Zur Thematik der Integrationspolitik hätte
Herr Hahn in Wiesbaden qualitativ hochwertigere Gesprächspartner bekommen konnen, wäre ihm denn an einer ernsthaften ergebnisoffenen Diskussion gelegen. Vor allem wäre es besser statt über die Betroffenen mit diesen zu reden.
Die unsägliche Hetze gegen Hartz IV Empfänger soll nun offensichtlich auf Migranten ausgeweitet werden. Es wird langsam Zeit die Westerwelle Jünger vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen.
Nachtrag
Das von Herrn Hahn geführte Justizministerium hatte 2009 die Erstellung von Logo und Werbematerial für die hessische Integrationskonferenz an die Wiesbadener Agentur Cicero, an der die FDP indirekt 47,5 Prozent der Anteile hält, ohne Ausschreibung vergeben. Bei einem zweiten Auftrag ging es um Dienstleistungen für die Vorbereitung der Veranstaltungsreihe “Wiesbadener Diskurse”. Beide Aufträge hatten laut Hahn einen Wert von insgesamt 10.700 Euro. Die mit der Vergabe betrauten Abteilungen des Ministeriums seien ebenso wenig über die FDP-Beteiligung informiert gewesen wie die für die Prüfung zuständige Abteilung der Oberfinanzdirektion Frankfurt.
Tja, Herr Hahn ist das die Freiheit die Sie und Herr Sarrazin meinen?