Die Übernahme des Bildes vom Konzentrationslager durch den Fastenprediger Barnabas beim Starkbieranstrich 2010 auf dem Münchner Nockherberg zur Kennzeichnung der Reden und Absichten von Westerwelle hat die übliche Reaktion ausgelöst: So etwas tut man nicht. Man darf weder die heutige Agitation mit Goebbels noch den Umgang unserer so genannten Eliten mit der Unterschicht mit den Verbrechen der Faschisten und Nazis vergleichen. De facto schützt dieses Verbot genau diese schrecklichen Methoden und führt nebenbei zur Zensur der Kritik. Ich plädiere dafür, dieses Verbot künftig zu missachten. (Albrecht Müller)
Westerwelle ist ein übler Mensch und ein schlimmer Politiker. Er wollte mit seinen Äußerungen die Armen gegen die Ärmsten aufhetzen und dadurch von anderen Themen (Finanzkrise, Steuerhinterziehung etc.) ablenken – leider ziemlich erfolgreich.
Aber ein Faschist ist deshalb noch nicht. Wie in der Geschichte vom Schäfer und dem Wolf wird man die wirklichen Faschisten dann nicht mehr erkennen. Hier stimmt einfach der Maßstab nicht. Albrecht Müllers Plädoyer halte ich deshalb für kontraproduktiv.