
Vietnamkongress mit Rudi Dutschke
Im Interview mit “economy austria” spricht der Künstler u.a. auch über eine zärtliche Gesellschaftsordnung, das Ende des Kapitalismus, die Berlusconisierung der Presselandschaft und den Wert so genannter “Naivität”. (Interviewer: Gerhard Scholz)
http://www.economyaustria.at/leben/ein-alt-68er-besucht-das-audimax
Dieser Beitrag wurde vor am Freitag, 16. April 2010 um 10:02 Uhr veröffentlicht und unter Konstantin Wecker, Politik (Inland) gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.
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Lieber Konstantin – mal wieder ein schönes Interview von Dir!
Wie auch das von neulich – mit der Graswurzelredaktion!
Eine herrschaftsfreie Gesellschaft – die Anarchie -
halte auch ich für die beste Gesellschaftsordnung! Ich hoffe wir werden dort einmal hinkommen..! Hast Du Rudi Dutschke eigentlich als Zeitzeuge (sieht man Dir aber gar nicht an..) ehrlich – eigentlich mal getroffen und oder
gesprochen?? – Ich wünschte es gäbe ihn heute noch! Dann hätte ich ihn bereits kontaktiert. Er hätte diese Gesellschaft von heute – ganz sicherlich
lautstark und unüberhörbar bekämpft und angeklagt! So wie Du es ja auch
machst Konstantin – nur anders halt – Du machst was und kämpfst! Prima
Mir fehlen aber leidenschaftliche und lautstarke Zeitgenossen wie Rudi..!!
Es gibt sicherlich ähnlich gute und sehr engagierte Studenten(innen) .
Nur die meisten kenne ich wohl leider nicht..Wenn Du sagst, die
Studenten von heute sind die Menschen die unsere Gesellschaft morgen prägen werden – dann hoffe ich auch wirklich sehr es werden menschlichere Akademiker! Unsere heutigen Akademiker (auch hier gibt es Ausnahmen)
halte ich für wenig weitsichtig und mitfühlend. Genau hier sehe ich deutlich
wie unsere Gesellschaft sich gegeneinander aufgestellt hat und es einfach kein miteinander ist. Und es vielleicht auch nie werden wird…weil das Bewusstsein hierfür nach wie vor nicht gegeben ist! Wie Du richtig sagst Konstantin – die Armut in Deutschland nimmt immer mehr zu und die Armen
kämpfen gegen die Reichen! Ich würde mir auch sehr wünschen – das sich
einmal mehr Akademiker und auch Künstler wie Du sagst für eine bessere u.
gerechtere Gesellschaft engagieren und sich mit den armen Menschen solidarisieren würden – anstatt sie im Stich zu lassen! Die Politik aber auch die einzelnen Menschen haben sich entsolidarisiert. Hierfür könnte ich etliche Beispiele nennen. Nur vielleicht einmal etwas zu den Ärzten bei uns.
Wenn ich Ärztevertreter wie z.B. ein Herrn Montgomery höre – dann geht es
ihm immer nur um die Vergütung der Ärzteschaft. Noch nie aber wirklich noch nie habe ich einmal vernommen – das sich die Ärzte die ihren hippokratischen Eid geschworen haben – im Sinne des Patienten und zwar nur im Sinne des Patienten zu handeln zu heilen. Nein so etwas hört man nicht von Ihnen. Es geht Ihnen in erster Linie um ihre Karriere ihr Honorar!!
Und dann kommt irgendwann einmal der Patient. Aber dann natürlich zuerst
der Privatpatient! Und wenn wir eine bessere und gerechtere Welt wollen
dann darf so etwas gar nicht sein! Ich könnte hier noch weiter fort fahren…!
Wollte hiermit nur mal kurz anreißen – das jede Gruppe in
unserer Gesellschaft eine Verantwortung und eine Verpflichtung dem
einzelnen Menschen und der ganzen Gesellschaft gegenüber hat! Wenn wir
ein liebevollere Gesellschaft wollen – dann müssen wir uns alle miteinander
verbunden fühlen. Und dann auch so handeln. Die Wirtschaft hat ja auch immer gedacht – wenn der Aufschwung erst einmal kommt – er kommt nicht
mehr..! Dann geht es uns auch wieder besser. Und sie haben hier die Menschen die Konsumenten vergessen und zurück gelassen – es war ihnen
egal. Tja doof – zu kurz gedacht – denn wir alle sind halt auch im Konsum
miteinander verbunden. Wer kein oder wenig Geld hat – der kann auch nur das Nötigste konsumieren. Und wenn die Wirtschaft ihren Arbeitnehmern solche Hungerlöhne zahlt – wenn überhaupt – dann kommt sein unsoziales
Handeln irgendwann auf ihn zurück. Denn er benötigt seine Konsumenten
damit auch er überleben und konsumieren kann. So einfach ist das alles!!
Der zärtlichere Umgangston kommt von uns Frauen – keine Frage!
Wir denken ja schon ganz anders als ihr Männer! Einfach total anders…
Wir denken und handeln ganzheitlich gesehen und die Männer denken und handeln meist nur kurzfristig – also hauptsache schnell u. lösungsorientiert -
dabei verlieren sie das Wesentliche aus den Augen. Aber Ausnahmen gibt es natürlich auch. Und es gibt natürlich auch andere Frauen. Frauen wie wir
sie in der Politik finden. Die scheinbar nur von Macht und Geldgier besessen sind. Ja das ist der Kapitalismus. Ich hoffe auch sehr das er am Ende ist!
Und die Wut der 68 er auf die Nazis – nur verständlich und nachvollziehbar -
ich wäre auch vor Wut geplatzt!
oh je – lieber Konstantin
muss hier noch unbedingt etwas klären – heute war eh nicht mein Tag …
bzw. gestern! und dann kommen solche Formulierungen zustande..
natürlich bist Du leidenschaftlich engagiert für unsere Gesellschaft also für eine bessere Gesellschaft! das da oben war im nachhinein gelesen
eine unglückliche Formulierung von mir allein schon Deine politischen und sozial engagierten Lieder!! Und Deine Demopräsenz u.n.v.a. mehr!!
ein Rudi fehlt bei den Studenten – die sind mir einfach nicht laut und genug – und so werden sie nicht ernst genommen! nicht wirklich von den
Politikern und der Presse – das ist meine Meinung u. meine Befürchtung!!
Und Du bist ein kluger und lautstarker politisch sozial gesellschaftlich engagierter Künstler und gehörst wie alle klugen Männer – natürlich zu den Ausnahmen!!!
nix für ungut
Wir haben überall System, das durch Lobby geschaffen wurde. Deshalb ist
es schwer zu durchdringen.