Michael de Ridder ist seit über dreißig Jahren Arzt, Internist, Notfallmediziner, Chefarzt im Berliner Vivantes- Klinikum Am Urban und Leiter der dortigen Rettungsstelle. In seinem jüngsten Buch »Wie wollen wir sterben« (DVA-Sachbuch) plädiert er für eine neue Sterbekultur und ärztliche Hilfe beim Sterben in Zeiten der Hochleistungsmedizin. (Quelle: Publik Forum)
http://www.publik-forum.de/f4-cms/tpl/pufo/op/archivartgrp/art/display.asp?cp=/pufo/op89740/aktuelleausgabe/art67249/

ein äußerst schwieriges Thema aber ein ganz wichtiges
Selbstbestimmt sterben!
also wenn ein Arzt so argumentiert wie der o.g. Herr Dr. de Ridder, so
sollte man doch sehr skeptisch sein. diese Argumente, wir können in der Medizin nicht alles haben und müssen daher Prioritäten setzen…
d.h. verzichten auf alles, was in seiner Wirkung auf Lebensqualität und
Lebensquantität nicht nachgewiesen ist und deshalb aus dem Katalog
der GKV gestrichen werden muss…! mich würde sehr interessieren,
welche Leistungen sie konkret meinen!? d.h. konkret streichen würden!
wenn Ärzte mit diesem korrupten und kriminellen Gesundheitssystem
doch leider noch ganz gut leben können auf Kosten der Kranken bei uns
dann sollte man echt wachsam und sehr vorsichtig sein, sich mit ihnen den Ärzten, den Mitgestaltern eines fragwürdigen und ungerechten
Gesundheitssystems sich auf Deals mit ihnen einzulassen.
das schöne Wort Eigenverantwortung hat mir hier übrigens noch gefehlt!
die letzte Lebensphase selbst gestalten können – na klar da bin ich sofort
dabei. aber was ist mit denen die das eben nicht mehr können oder konnten – für die gilt dann ein inhumanes Sterben!?? wie sie ja im Artikel ausgeführt haben. da es eben in den Krankenhäusern an z.B. Sterbezimmern mangelt. vom Personal will ich mal erst gar nicht reden.
die meisten patienten versterben aber leider im Krankenhaus und eben
nicht zu Hause bei ihren Liebsten. und darauf sollten u. müssen sich
Krankenhäuser einstellen. aber ein Sterbender hat seine Sterbephasen
und die Kosten Zeit und Personal. und da man beides nicht gewillt ist im
Krankenhaus zu leisten, schiebt man es mal wieder gern weit von sich!!!
und Wachkomapatienten kann man wenn ich sie richtig verstehe auch
gleich ins Jenseits befördern oder wie???? so können auch nur Ärzte argumentieren die der FDP Politik sehr nahe stehen. wahrscheinlich sogar Mitglied dieser Partei sind. verständlich bei der Klientelpolitik die
man u.a. für sie betreibt. ist ja nichts neues. aber erschreckend ist nur
das sie doch einmal den Hippokratischen Eid geschworen haben, und
vielleicht sollten sie sich diesen Eid noch einmal gut durchlesen. da steht
nämlich u.a. drin, der Arzt verpflichtet sich nur im Sinne des Patienten zu Handeln. und im Sinne der Patienten ist ihre Argumentation gewiss nicht.
vielleicht aber in ihrem Sinne…
sie sprechen von der Knappheit der Mittel im Gesundheitswesen. da muss
ich sie leider korrigieren. denn es mangelt nicht am Geld im Gesundheitssystem. es greifen sich nur wie in der Wirtschaft einige wenige das viele Geld ab und es kommt nicht oder oft nicht dort an wo es wirklich gebraucht wird. gutes Personal – muss auch entsprechend gut
bezahlt werden. und wenn ich mir die Bezahlung einer Krankenschwester
ansehe, so ist es eine skandalöse Vergütung und mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit. und ich habe vor dem Beruf größte Achtung!
Krankenschwestern leisten im Dreischichtsystem psychisch u. physisch
eine Schwerstarbeit. sie gehen immer an die Grenzen der Belastbarkeit.
und diese Missstände führen dann irgendwann auch zu chronischen Erkrankungen von denen sie wohl sprechen. also dieses System produziert seine eigenen Kranken. ist doch echt krank!!! aber das ist nur
ein Missstand es gibt da noch viel mehr skandalöses.
ich kann ihen sagen wie wir das viele Geld im Gesundheitssystem gut
und effizient einsetzen können.
1. benötigen wir keine PKV neben der GKV
warum und mit welchem Recht überhaupt können sich Menschen die
über Geld verfügen, woher auch immer eine bessere medizinische
Versorgung erkaufen. sie zahlen nicht einen Cent in die GKV ein und
genießen aber die allerbeste bevorzugte Behandlung in der Medizin.
und das meistens dann noch in städtischen Krankenhäusern. sie
wünschen wollen und bekommen auch durch Ärzte wie sie eine
erstklassige medizinische Versorgung und nehmen die besten und
teuersten Medizinapparate die sich beispielsweise ein städtisches
Krankenhaus geleistet hat in Anspruch, obwohl sie sich mit der PKV
nicht an den Kosten der Anschaffung dieser Geräte beteiligt haben.
Wir brauchen in unserem Land keine Zweiklassenmedizin. Alles für
Alle – so funktionierts.
2. wir benötigen auch keine Komfortkliniken, wie es das Management
von Vivantes gerade umsetzt.
letzten Sonnabend bin ich im Norden von Berlin in das Humboldtkrh.
eingeliefert worden. nach der mediz. Versorgung in.d. Notaufnahme
hat man mich umgehend gefragt ob ich in die Komfortklinik verlegt
werden möchte. ich sagte nein. und hätte schon wieder ausflippen
können. also wenn sie von Einsparungen reden wieso leistet sich
ihr Arbeitgeber der Vivantes Konzern Komfortstationen. Diese
Komfortkliniken hat man auf Kosten des engagierten Pflegepersonals
vom Humboldtkrankenhaus entstehen lassen können. Durch einen
massiven Stellenabbau in der Pflege und durch Lohnverzichte hat
man vollkommen unnötige Stationen bzw. diese Komfortklinik
geschaffen. die Nöte bekommt der Patient natürlich zu spüren. da ich
früher dort selbst als Extrawache gearbeitet habe und nun auch als
Patientin gespürt habe, wie schlecht und skandalös sie die Ärzte mit
der Versorgung von Kassenpatienten umgehen. Kassenpatienten
dürfen sich mit einem Vierbettzimmer (grauenvoll) für die Gesundung
und grauen Wänden zufrieden geben. u. mit Betten die mindestens
40 Jahre alt sind, während sich Privatpatienten und Selbstzahler mit
Zimmern die einem 5 Sterne Hotel gleich kommen bestens versorgt
werden. von der Präsenz der Ärzte mal ganz abgesehen. also früher
gab es doch mal eine Visite – täglich. für Kassenpatienten gilt aber,
wenn die “kleine” Stationsärztin mal vorbei schaut, also überhaupt
sich mal sehen lässt, so kann man od muss man schon dankbar sein.
da ich ein wenig Ahnung habe, etwas vom Fach bin oder besser mal
wahr und körperlich hierzu auch noch in der Lage bin, habe ich mir
meine Untersuchungen die ich noch dringend für nötig abngebracht
hielt, beim Oberarzt eingefordert, aber auch nur weil er mir zufällig
über den Weg lief. die Stationsärztin wolllte mich mit halbherzigen
Befunden bereits am Montag wieder entlassen. also ich habe mir
meine Versorgung irgendwie selbst erkämpft. aber was machen die
hilflosen und kraftlosen Patienten..!??? die haben dann Pech gehabt??
so kann es nicht mehr weiter laufen im Gesundheitssystem. und
bevor sie werter Herr Dr. Ridder über Sterbekultur schreiben sollten
sie sich dringend um die Missstände kümmern die sie als Ärzte
hier mittragen auf Kosten der Patienten. das ist nicht in Ordnung!!!
ich könnte hier noch mehr schreiben, aber für jetzt ist es erst mal genug.