Die Frage nach dem »guten Leben« beschäftigt viele. Wer aber mit dieser Frage dem Thema »Wirtschaft« auf den Leib rückt, fällt in ein schwarzes Loch. Paradigmatisch geht es im gegenwärtigen Wirtschaftssystem um den Eigennutz, dem das gute Leben für alle folgen soll. Da sich dieses nur für wenige einstellt, muss das Paradigma falsch sein. Wie aber könnte eine Ökonomie des »guten Lebens« aussehen? (Quelle: oya)
http://www.oya-online.de/article/read/105.html
Leider reichen ein bisschen Windräder bauen und ein bisschen Kartoffeln verteilen nicht mehr aus, um unseren totkranken Patienten “Wirtschaftssystem” zu heilen.
Meiner Meinung nach sind 3 Hauptgründe für den Zustand des Todgeweihten verantwortlich:
1. Das Wirtschaftssystem ist auf dem Fundament von Zins uns Zinseszins aufgebaut. Mit diesem eingebauten Fehler kollabiert ein Finanzsystem nach spätestens 80 Jahren, weil die Schere zwischen arm und reich zu weit auseinanderklafft, weil die Geldmenge zu gross wird, weil die Zinslast zu gross wird, weil das Volk nicht mehr mit dem aufgezwungenen Konsumieren nachkommt, weil die Staatsschulden so gross werden, dass der Staat nicht mehr kreditwürdig ist usw.
2. Das Zuendedenken einer Demokratie mündet zwangsläufig in einer Diktatur von globalen Grosskonzernen. Der Staat ist finanziell erpressbar geworden und handelt immer mehr nach den Interessen der mächtig gewordenen Grosskonzerne. Also kann eine Demokratie die Entwicklung in einen finanziellen Kollaps nicht verhindern. Sie (die Demokratie) wird leider vielmehr zu dessen Wegbereiter geworden.
3. Trotz zeitweise verbesserten Konjunkturdaten haben die “führenden westlichen Industriestaaten” eine stetig wachsende Verschuldung der “öffentlichen Hand” (Gemeinden, Kantone/Bundesländer und der Bund). Bald ist ein Verschuldungsgrad erreicht, wo es einfach nicht mehr weitergeht, wie beispielsweise in Kalifornien. Die “reiche” Schweiz ist pro Kopf höher verschuldet als Deutschland. Eine Übersicht der Schuldenuhren, wo die Gesamtverschuldung sowie die pro-Kopf-Ver-
schuldung mehrer Länder ersichtlich ist, zeigt folgende Internetseite:
http://www.ag-edelmetalle.de/charts/schuldenuhr/
Mein Fazit: Es wird leider Krieg geben, nachher beginnt ein neues Finanzsystem von vorne. Hoffentlich irre ich mich.
Nicht das Zinswesen ist das Problem, sondern die Vermögens- und damit die Geldkumulation bei wenigen Menschen.
Nicht die Großkonzerne sind das Problem, sondern die Vermögens- und damit die Geldkumulation bei wenigen Menschen.
Wir sind blindlings in einen modernen Feudalismus geraten. Dieser ähnelt dem klassischen Feudalismus in sozialer und ökonomischer Beziehung so sehr, weil sie beide mit den gleichen Mechanismen Funktionieren. Ausführlich unter http://www.meudalismus.dr-wo.de
Die Heilung ist rechtlich ganz einfach http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/loesung.htm
Sehr schwer ist dagegen die politische Willensbildung. Denn unsere “Alpha-Tierchen” (unsere Prominenten und Eliten) sind noch nicht bereit, diese Lösung anzugehen.
@Dr.Wo
Sie schreiben, dass nicht die Zinsen (und Zinseszinsen) und nicht die Grosskonzerne das Problem sind, sondern die Vermögens- und damit die Geldkumulation bei wenigen Menschen.
Ich frage mich nun nur, welche Gründe dazu geführt haben, dass sich das Vermögen und das Geld bei wenigen Menschen kumuliert haben ?
Re:
Das ist wie mit der Medizin. In geringen Mengen ist sie heilsam, in großen ist sie tödlich. Der Oma das Sparbuch mit 10 oder 100 Euro Zinsen jählich madig zu machen, führt zu nichts.
Außerdem sind Zinsen faktisch nur ein kleiner Teil, der zur Vermögenskumulation beiträgt. Unter http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/zinskritik.htm#1 habe ich das mal dargelegt.
Wer Zinsen verbieten will, muss konsequenterweise auch Miet- und Pachtzinsen verbieten. Das wollen aber sogar die Zinskritiker nicht.
Schließlich kommt hinzu, dass die Vermögenskumulation auch dann stattfinden würde, wenn Zinsen verboten wären und daher nicht existierten: http://www.meudalismus.dr-wo.de/html/reichtum.htm So ist es auch beim Monopoly-Spiel!
Der Blick auf Konzerne – so gängig er auch ist – verstellt den Blick auf das Wesentliche: auf die Vermögensverhältnisse der Menschen. Gehörte ein Konzern allen Bürgern zu gleichen Teilen, könnte er noch so groß sein, seine Vorteile wären die Vorteile von allen. Gehört ein großer Konzern nur wenigen Menschen, dann wird’s brenzlig. Aber nicht, weil der Konzern ein Konzern ist, sondern weil seine Vorteile nur die Vorteile der wenigen Eigentümer und zugleich die Nachteile der übrigen Menschen sind.