Archiv für Oktober 2010

Blaphemie-Verbote: Das pervertierte Menschenrecht

Freitag, 29. Oktober 2010

Trotz erheblicher Anstrengungen zu ihrer Definition weiß bis heute kein Mensch genau, was “religiöse Gefühle” eigentlich sind. Die Menschenrechtsorganisation Freedom House erforscht in ihrem aktuellen Bericht “Policing Belief” die Auswirkung von Gesetzen zum Schutz dieser undefinierbaren Gefühle. (Quelle: Telepolis)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33552/1.html

Freiheit, Gleichheit, Streikheit

Freitag, 29. Oktober 2010

Der Protest gegen die Ungerechtigkeit ist deshalb so schwach, weil er sich nicht verständlich machen kann. Ein Plädoyer für eine neue, progressive Sprache. (Quelle: Freitag)
http://www.freitag.de/wochenthema/1043-tappen-im-dunkeln

Verbarrikadierte Demokratie – Politik schafft sich ab

Freitag, 29. Oktober 2010

Stabilitätspakt, Dienst- und Niederlassungsfreiheit, Unabhängigkeit der Bundes- und Europäischen Zentralbank, Schuldenbremse, automatische Sanktionsmechanismus bei Verstößen gegen verschärfte Stabilitätsregeln, auch auf vielen anderen Feldern erleben wir, wie sich die Politik hinter unumstößlichen Prinzipien, unbeeinflussbare Verfahren oder zwingend umzusetzende Gesetze verbarrikadiert. Man erhofft sich damit die Begründung für unliebsame Entscheidungen ersparen und sich vor einer politischen Auseinandersetzung schützen zu können. (Quelle: Nachdenkseiten)
http://www.nachdenkseiten.de/?p=7222

Mappus-Opfer klagen

Freitag, 29. Oktober 2010

Gepflegte Diskussionsrunden mit Onkel Heiner und ein optistischer Blick in die Zukunft: Alles wird gut in Stuttgart. War da nicht noch was? Die Opfer des brutalen Polizeieinsatzes drohen in der Euphorie über eine neue Stufe der Demoraktie in Vergessenheit zu geraten. Wir dürfen nie vergessen, dass Polizeiterror die erste Wahl von Ministerpräsident Mappus war. Verhandeln ist seine zweite, er tut es nur notgedrungen mit Blick auf die Landtagswahl. Verletzte verklagen jetzt das Land Baden-Württemberg wegen des Polizeieinsatzes Ende September im Stuttgarter Schloßgarten. Ein Untersuchungsausschuß soll politische Verantwortung prüfen. (Quelle: Junge Welt)
http://www.jungewelt.de/2010/10-29/053.php

Rolling Stones: Street Fighting Man

Freitag, 29. Oktober 2010

Mit Musikern, die früher Drogen genommen haben, will unser sauberes Web-Magazin normalerweise nichts zu tun haben. Hier machen wir eine Ausnahme. Keith Richards legte jetzt seine Memoiren vor und enthüllte Unfassbares: “Mick war unerträglich”. Auch die Stones haben natürlich eine “Entwicklung” durchgemacht. Mick tummelte sich in der Kultur-Schickeria und Keith spielte in “Piraten der Karibik” mit. Die alten Revolutionshymnen allerdings machen immer noch Stimmung.
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Stuttgart 21: gigantisches Umverteilungsprojekt

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Der vorhandene oberirdische Kopfbahnhof soll in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden. Dazu ist unter anderem der Abbruch eines Teils des denkmalgeschützten Bahnhofgebäudes sowie die Abholzung hunderter uralter Bäume im angrenzenden Schlosspark – der grünen Lunge und Naherholungsgebiet der Stadt – nötig. Mit dem Verkauf der frei werdenden Flächen erhofften sich die Stadt und Investoren riesige Gewinne auf lange Zeit und die Selbstfinanzierung des Projekts. Der öffentliche Nah- und Güterverkehr spielte dabei eine untergeordnete Rolle. (Quelle: Graswurzelrevolution)
http://www.graswurzel.net/352/s21.shtml

Berlin: Wasserprivatisierung vor dem Ende?

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Was selbst Optimisten nicht für möglich gehalten haben, rückt in greifbare Nähe: Die zweite Stufe des Volksbegehrens »Schluß mit Geheimverträgen – Wir Berliner wollen unser Wasser zurück« steht kurz vor dem Erfolg. Nach Angaben der Initiatoren vom »Berliner Wassertisch« haben bis Mittwoch mehr als 265000 Menschen mit ihrer Unterschrift die Forderung nach Transparenz und einer Korrektur der Verträge zur Teilprivatisierung kommunaler Infrastruktur unterstützt. (Quelle: Junge Welt)
http://www.jungewelt.de/2010/10-28/031.php

Offener Brief an Alice Schwarzer

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Auch Alice Schwarzer tritt als Kritikerin des Islam auf, polarisiert – und treibt damit wie Sarrazin ihre Auflagen in die Höhe. Ihr problematisches Diskursverhalten wird in dem beiliegenden offenen Brief einer evangelischen Pfarrerin, Referentin für Islam, Migration, Integration im Kirchenkreis Duisburg, am Beispiel ihres Auftritts in “Menschen bei Maischberger“ vom 12. Oktober kritisiert. Ziel: Schwarzer und Anderen „nicht durchgehen lassen, wenn sie rechtspopulistische Stimmungen anheizen“ und „Diskussionen über ein demokratisches Miteinander angesichts von gesellschaftlichen Konflikten anregen – mit Allen, die im Land leben“. (Quelle: Neue Rheinische Zeitung)
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=15788

Banken: Schuld sind wieder die anderen

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Die Bankenbranche gerät in die Krise und führt ganze Gesellschaften an den Rand des Abgrunds. Stellen sich die ProtagonistInnen ihrer Verantwortung? Nein. Das zeigt ein Buch mit Porträts aus der Bankenwelt. (Quelle: WOZ)
http://www.woz.ch/artikel/2010/nr43/sachbuch/19954.html

Harry Belafonte: Try to remember

Donnerstag, 28. Oktober 2010

„Wir sind in einer dunklen Zeit angelangt, wo die neue Gestapo des Innenministeriums lauert, wo Bürgerrechte aufgehoben werden”, so Harry Belafonte 2006 – damals schon hoch betagt. Belafonte war ein aktiver Mitstreiter von Martin Luther King in den 60ern. Als einer der ersten schwarzen Superstars gehört er zur Kulturgeschichte der USA. Fast noch bemerkenswerter ist, dass Harry Belafonte offenbar bis heute nicht “zahm” geworden ist. Er setzte sich gegen den Hunger in Afrika ein, gegen Atromkraft, gegen den Vietnamkrieg ebenso wie gegen Bush und den Irak-Krieg. Man merkt auch bei diesem “sentimentalen” Lied, dass eine glaubwürdige Persönlichkeit dahinter steckt.
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