Eloas Lachenmayr: Freies Geld

Liedermacher Eloas Lachenmayr und seine Band „Die neuen Barden“ vor Burgkulisse in Überlingen (Bodensee). Das Thema des Lieds ist gewagt. Selbst von Kritikern des Kapitalismus hört man nur selten, dass der Zins abgeschafft werden müsse. Tatsächlich ist es aber absurd, übermäßig reichen Menschen über Steuern Geld abzunehmen, während man gleichzeitig zulässt, dass ihnen über das Zinssystem ständig noch mehr Geld zufließt. „Neues Geld“ wäre also zinsbefreit. Es gibt solche Modelle schon, etwa die zahlreichen Regionalwährungen. Zu Eloas Lachenmayr beachtet bitte auch die Rezension seiner neuen CD, etwas weiter unten auf dieser Seite.
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Showing 5 comments
  • Franz Fischer

    Hallo!

    Genial, ich neige mein Haupt vor Euch, denn es gehört großer Mut dazu, dieses Thema öffentlich – und dann noch in einer so gelungenen Art und Weise – anzusprechen. Ganz TOLL!

    Ich habe das Video auch in meinem Blog eingebunden, da auch ich diese Themen anspreche und bin dankbar, nun darauf in musikalischer Form verweisen zu können.

    Vielen Dank und viel Erfolg!

    Beste Grüße aus München
    Franz

  • Charlie

    Eloas Lachenmayr irrt, wenn er davon singt, dass die Reichen dem Staat Geld geliehen hätten. Tatsächlich ist es so, dass die Superreichen (die Banken) Geld aus dem Nichts erschaffen (das sie also vorher gar nicht besaßen), wenn sie einem Staat Kredit gewähren (vgl. http://narrenschiffsbruecke.blogspot.com/2011/01/das-fullhorn-der-banken-wie-geld.html ).

    Das erklärt auch die ansonsten unerklärliche Tatsache, dass kein Staat dieser Welt seit 1945 jemals irgendwelche „Schulden“ an die Banken zurückgezahlt, sondern sich stets nur neu verschuldet hat. Interessiert ist man auf der Bankenseite in diesem Fall nämlich nur an den (exponentiell steigenden) Zinszahlungen der Staaten. Man male sich nur einmal aus, welche Beträge da zusammenkommen, wenn man „nur“ die Zinsen, nicht aber die Schulden tilgt, die man im Jahre 1946, 1947, 1948, 1949 … und immer weiter bis ins Jahr 2011 und fortlaufend angehäuft hat.

    Die Zinsproblematik bleibt dennoch ein wichtiges Thema. Die Gelderschaffung aus dem Nichts ist aber das eigentliche Problem, das es anzugehen gilt. Es ist kafkaesk, dass sich die Staaten kontinuierlich bei privaten Banken (also bei sehr reichen Einzelpersonen) „verschulden“, die das in Rede stehende Geld vorher gar nicht besaßen – und dass diese „Schulden“ dann ebenso kontinuierlich und steigend über reine Zinszahlungen an diese Superreichen „zurück“gezahlt werden. Aus gutem Grund wollen die Banken die ursprünglichen „Leihbeträge“ gar nicht zurück haben – denn mit einer Tilgung würde der Rahmen des Geldsystems, der schon jetzt erkennbar in uferlosen Regionen jenseits der Milliärden und Billionen entschwindet, gesprengt. Die Geldmenge wächst ins Unendliche (-> exponentielle Kurve).

    Derweil diskutieren Politiker über 5 Euro mehr für die Ärmsten unserer Gesellschaft, über „Mindestlöhne“ in Höhe von 7,50 oder 10 Euro pro Stunde und anderen grotesken Unsinn mehr. Wenn diese Entwicklung so weitergeht und das System nicht vorher zusammenbricht (was vorhersehbar ist), wird die „Diskussion“ sich in einigen Jahren darum drehen, ob den Ärmsten 50 Cent pro Monat mehr zugestanden werden darf, während die Banken in Billiarden und Trillionen Euro rechnen.

    Bitte unbedingt den im oben verlinkten Beitrag erwähnten Text von Raimund Brichta lesen – es geht nicht nur „um die Wurst“, sondern ums Ganze.

  • Paster Adolf

    Eine sympathische junge Gruppe mit einem sehr sinnvollen Text, den man leider streckenweise nur schwer versteht. Aber sie haben einwandfrei begriffen, worum es in unserer Zeit geht. Und Musik ist super Transportmittel auch für solche Texte.

    Viel Erfolg für die Zukunft!
    Mit besten Grüßen aus dem Pielachtal
    Adolf Paster.

  • jens

    das Lied FREIES GELD gibt es auch als Download in einer studioversion oder auf der CD „friedvolle Krieger“ . Dor tist eine gute Textverständlichkeit gegeben auf der Seite http://www.dieneuenbarden.de gibt es auch den Text, so dass man sich darin vertiefen kann
    lg

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