Konstantin Wecker: Freiheit für Uli Hoeneß

konstantin-weckerWo alle auf dem armen Uli Hoeneß herumhacken, muss einer aufstehen und mutig seine Wertschätzung für den Fußball- und Wurstgott bekunden. Diese Aufgabe übernimmt Konstantin Wecker gern. Mit schon an Shakespeare gemahnender Rhetorik macht er klar: Die Justiz in einem kapitalistischen System soll nicht entrüstet tun, wenn jemand nach dem Motto „Alles für mich, nichts für die Gemeinschaft“ agiert.

Bei Uli Hoeneß passt einfach alles. Er ist Wurstfabrikant, Spekulant, Präsident der derzeit spektakulärsten Fußballmannschaft der Welt und wohnt in einer Villa am Tegernsee. Er ist ein Bilderbuchkapitalist, hat steuervergünstigt Millionen gespendet und etliche Millionen mehr hinterzogen. Business as usual. Ein Bankensystem, das spezialisiert ist auf den Steuerbetrug superreicher Schwerverbrecher, hat es ihm leicht gemacht. Ich weiß nicht genau, was man als Hilfsarbeiter in einer Wurstfabrik verdient, aber man muss schon ein paar Stunden schuften, um sich ein Ticket in der Allianz Arena zu erarbeiten.

Nirgendwo in Europa klafft die Schere zwischen arm und reich so weit auseinander wie in Deutschland. Gut für Menschen wie Hoeneß, der sich seinen Reichtum ja auch hart erarbeitet hat. Zum Beispiel durch kräftezehrendes Zocken am Handy.
So funktioniert nun mal das System.

Der Uli ist ein ehrenwerter Mann. 82 Prozent der Deutschen wünschten sich noch vor zwei Jahren mehr Hoeneß in der Politik. Das sagt mehr über uns Deutsche aus, als die meisten soziologischen Abhandlungen. Ich habe ihn mal in einer Talkshow fragen hören, warum es denn überhaupt noch andere Parteien als die CSU brauche. Mehr Hoeneß in der Politik?

Dieser Mann – und das kann man ihm gar nicht übel nehmen, wenn man bedenkt, wie er jahrzehntelang hofiert und angeschleimt wurde – dieser Mann wird nie verstehen, dass er irgend etwas falsch gemacht haben soll. In seinem Universum hat er auch nichts verbrochen. So funktioniert nun mal das System, und der Uli ist ein ehrenwerter Mann.

Ich wünsche niemandem den Knast. Verständlicherweise. Und auch dem Herrn Hoeneß nicht. Warum auch. Der Mann ist sowieso nicht resozialisierbar. Ebensowenig wie seine Freunde von den Banken und Automobilkonzernen und Versicherungen.

Aber ich fordere ab sofort die Möglichkeit zur straffreien Selbstanzeige für alle Opferstockdiebe, Drogenkonsumenten, Bankräuber, Hausbesetzer, Demonstrationsvermummer, Sitzblockierer – ach, mir fielen noch viele ein.

Ich halte den Fussballmanager für nicht schuldfähig. Er ist wie das System, das er verkörpert, verteidigt und liebt.
Uli Hoeneß ist – und das trägt er schon lange zur Schau – der fleischgewordene Kapitalismus. Eine wandelnde Wurstfabrik. Und wenn man ihm eines vorwerfen kann, dann nur seinen sattsam bekannten vergeigten Elfmeter.

Wir linksradikalen Häuserbesetzer, Kryptokommunisten, Steinewerfer, Gutmenschen und Friedensdeppen sehen das eventuell anders. Aber für jeden aufrechten Kapitalisten gibt es nur einen möglichen Kampfruf:

Freiheit für Uli Hoeneß!

Showing 23 comments
  • eulenfeder

    …wers noch nicht weiss – wusste es gestern auch noch nicht –
    ich bekam spät in der nacht einen anruf vom oberstaatsanwalt beim landgericht münchen – die urteilsverkündung heute wurde mir angeboten, –
    als ein mann aus dem niederen volk soll ich recht sprechen – und ich habe zugesagt.
    meinen mitstreitern hier auf hds kann ich vorab schon das urteil verraten – vertrtaulich natürlich.

    ich verdonnere diesen schamlos sich bereichernden machtmenschen – nebenbei messenmörder an zich-millionen tieren – zum bau von 2.700 sozialwohnungen und unterkünften für obdachlose im winter, wobei er dafür keine miete verlangen darf, sich um die erhaltung dieser unterkünfte lebenslang kümmern muss.
    auch heizöl und strom wird er lebenslang bezahlen.
    im falle seines ablebens wird diese verpflichtung auf die erben übertragen – für mindestens zehn jahre.

  • Clas Lehmann

    Moin, moin,

    Knast halte ich auch dann für barbarisch, wenn er einen fußballrelevanten Wurstfabrikanten betrifft, von dem ich ohne diese PR-Aktion nix gewußt hätte…

    Ob barbarische Strafen für offenbare Barbaren angemessen und wünschbar sind: Mit dem Gönnen hätte ich keine Probleme, aber es ist so sinnlos. Und eben unzivilisiert. Sozial in die Pflicht nehmen und am Geldbeutel zwagen: Das scheint mir sinnvoller. Dies nach Möglichkeit so, dass er Freude und Erleichterung dran erleben kann. Vielleicht irrt Konstantin ja doch mit seiner Sozialprognose…

    Resozialisierung würde ja zunächst eine später verloren gegangene Sozialisierung zur Voraussetzung haben… Ich denke, da liegt bereits der Keim.

    Gruß Clas

  • Hannes Nagel

    Eukenfeder, so ein ähnliches Urteil schwebte mir auch schon vor. Denn was nützt eine Strafe, die nicht den Schaden wieder gut macht? Gefängnis ist wirklich keine Wiedergutmachung. Wenn hinterzogene Steuern den Steuerzahlern gehören, dann sind aus diesen Mitteln unvezüglich steuerfinanzierte Sozialleistungen zu finanzieren. ICh denke da schon wieder an das Bedingungslose Grundeinkommen.

  • Piranha

    3,5 Jahre also.
    Was man feststellt:
    Inzwischen hat sich der Betrag auf 28,5 Mio € Hinterziehung erhöht.

    Peter Graf ist 1997 wegen 12,3 Millionen D-Mark Steuerhinterziehung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden.
    Zumwinkel für 1 Mio € 2 Jahre.

    Das höchste Strafmaß bei Steuerhinterziehung beträgt 10 Jahre.
    Was muss man tun, um auf 10 Jahre verknackt zu werden.

    Aber der absolute Hammer ist Anwalt Feigen:
    „mißglückte Selbstanzeige“
    Was bitte ist das denn? Eine Verniedlichung!
    Meines Wissens gibt es nur die Unterscheidung „wirksam“ und „unwirksam“.

    Und der Medienrechtsexperte Fricke: „Hoeneß verliert alles“
    WAS?
    Fricke außerdem: derjenige, der den Hoeneß „verraten“ hat, gehört ins Gefängnis.
    Na ja, denkt man sich, am besten zusammen mit Snowden, gell Herr Fricke.

    Denn so ist es Usus: nicht der Straftäter ist schuldig, sondern der, der es öffentlich macht.

    Und völlig unklar scheint zu sein, von wem das Geld eigentlich stammt.
    Nur kurz wurde der Name des Aktionärs Dreyfus genannt und dann sofort die Sendung unterbrochen, bzw, zurück ans Studio gegeben. (Phönix)

    „Der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus soll ihn mit Millionen unterstützt haben“ (NWZ online)

    Wie verwickelt ist der ganze Bayern-Verein?
    Am Ende wurde Aktionärsgeld zum Zocken genutzt???
    Wer weiß das schon.
    Und wieviel Kapital steckt dahinter, wenn 28,5 Mio allein die Steuern auf den Gewinn betragen

  • eulenfeder

    richtig Hannes –
    leute wie er bekommen im knast sonderbehandlung – grössere einzelzelle, fernseher, pc und die möglichkeit zu telefonieren.
    werden zudem hofiert von aufsehern und direktor, jeder lässt sich gerne schmieren, u.v.m….
    eine gerechte strafe wäre in etwa mein vorschlag gewesen – etwas gutes tun für arme und ausgegrenzte.
    so wie vor dem gesetz niemand gleich ist – so ist es auch im knast, ist auch nur ein staat im staate – das system bleibt das gkeiche.

  • Charlie

    Ich schrieb das bereits anderswo, wiederhole es aus gegebenem Anlass aber gerne:

    Was bei diesem Hype um den Wurstfabrikanten gerne vergessen wird: Hoeneß ist kein Superreicher. Er gehört – auch wenn sein ergaunertes Vermögen für „Normalsterbliche“ schon irrsinnig erscheint – allenfalls zu den Kartenabreißern, die die Portokasse der Superreichen bewachen dürfen. Zu einem solchen Bauernopfer, das einmal mehr von den wirklich üblen Schmarotzern in der kapitalistischen Räuberwelt erfolgreich und medienwirksam ablenkt, ist die „Elite“ natürlich jederzeit bereit.

    Dass Armut nicht erfolgreich bekämpft werden kann, ohne gleichzeitig den Superreichtum zu bekämpfen, ist zwar ein alter Hut – es ist aber dennoch gut und wichtig, erneut immer wieder darauf hinzuweisen, denn in unserer medialen Dauerpropaganda kommen solche Binsenweisheiten selbstverständlich nicht vor. Nicht auf den Kartenabreißern sollte der Fokus liegen (selbst dann nicht, wenn es sich um widerliche Habgierige handelt), sondern auf den Multimilliadären, deren vollkommen absurdes, ergaunertes Supervermögen locker ausreichte, um sämtliche finanziellen/materiellen Probleme der Menschheit auf einen Schlag aufzulösen.

    Liebe Grüße!

  • Karo

    Wecker schreibt: „Ich halte den Fussballmanager für nicht schuldfähig. Er ist wie das System, das er verkörpert, verteidigt und liebt.“

    Ich aber schon, denn er weiß und wusste, dass das, was er machte, hochgradig gefährlich war und hat, seiner Zockernatur gemäß, auch mit der Gefahr der Entdeckung, gespielt.

    Zudem, Hoeness kann nicht verlieren. Denn was wäre der FC-Bayern, wenn er nicht die besten Spieler der Welt abwerben und einkaufen könnte ? Dann wäre er ein ganz normaler Fussballverein, der durch Leistung jedes einzelnen Spielers glänzen könnte – aber doch nicht durch diese gekauften „Rennpferde“.

    Dieser Verein ist ein indirekter Betrug am Sport Fussball. Nicht Leistung machte in groß, sondern das Geld.

    Hoeness und mit ihm all seine Fans und Sponsoren haben sich in die Idee des besten Fussballvereins der Welt zu sein, verrannt, dabei haben sie NUR das meiste Geld. Gäbe es Grenzen, beim Kauf und Verkauf von Spielern, sähe die Sache nämlich anders aus.

    Hoeness praktiziert die neobliberale Wirtschaftsmacht im Sport. Sie kommt ihm gelegen, um seine Angst vor dem Verlieren zu verdrängen. Er kann sehr jähzornig werden, wenn der Verein verliert, was für ihn eine persönliche Beleidigung darstellt.

    Hoeness und der Knast ? er bekommt Vergünstigungen, wie einige hier schon schrieben und er hätte nichts gelernt.

    Im Grunde braucht er die Couch….

  • kahalla

    Vielleicht wären deftige Sozialstunden für den Herrn tatsächlich angemessener gewesen. Der Bau von Sozialwohnungen im Gegenwert von 110 Mio Euro (Spekulationsgewinne werden mit 25% besteuert) wäre eine Strafe die dem Staat keine Kosten verursacht sondern das geschröpfte Steuersäckel entlastet.
    Ich stelle hier den Kommentar ein den ich zum „Paukenschlag“ von E.W.Kreutzer über den obigen Artikel geschrieben habe.

    Sollte man wie Konstantin Wecker polemisch fragt, kleine Ladendiebe, nach Selbstanzeige und Reuegelübde laufen lassen? Oder die beiden Hänsel und Gertel knallhart verknacken?

    Ich möchte zur geschilderten Situation den Ausspruch eines mir namentlich entfallenen FDP Politikers hinzu fügen, der sich darüber empört, dass Arme womöglich bessere Wohnungen haben sollen als Reiche und damit die Auflösung der Sozialwohnungen rechtfertigt.

    Tatsache ist, dass eine Gesellschaft die wirklich gerecht sein will an großen Macht-(= Vermögens-)unterschieden zerbricht und unsere Gesellschaft ist gerade dabei, genau das zu tun. Während betuchte Menschen durch ihre Anwälte weitgehend vor staatlicher Willkür geschützt, sich für immun halten, haben Hänsel und Gertel mit einem Dauermobbing durch die Presse zu leben. Beide hintergehen den Staat, der aber die in den Sozialsystemen begründete Sorgepflicht gegenüber den Armen in eine zunehmende Überwachung und Reglementierung umwandelt. Gleichzeitig wird mit Rücksicht auf mächtige Privatinteressen die Steuerpflicht für besser Betuchte konsequent aufgeweicht. Theoretisch müsste man in beiden Fällen den Staat als Drahtzieher mit in die Pflicht nehmen. Schafft er doch hier wie da ein Ungleichgewicht zwischen Bürgerpflicht und Bürgerrecht. Aber der Staat saß natürlich nicht auf der Anklagebank.

    Es ist die Politik, die Weichen für solche Auswüchse stellt und die daraus entstehenden Lebenssituationen sowohl für Arme als auch Reiche machen kriminelle Aktionen einerseits möglich und andererseits nötig. Während viele Arme den Respekt vor den Gesetzen verlieren, da sie aus der Gesellschaft als unbrauchbar ausgegrenzt werden, glauben Menschen die reich oder reich geworden sind, jeder könne schaffen was sie geschafft haben und verstehen nicht, dass ihre Karriere nicht nur das Ergebnis ihrer eigenen Arbeit war, sondern dass sowohl ihre Eltern, als auch Förderer aus Schule, Beruf und Vereinen ihres getan haben um eine Karriere erst zu ermöglichen. Ich höre von Kindern reicher Eltern immer wieder, dass man mit seinem Geld anfangen könne was man wolle.
    Solidarisches Verhalten innerhalb der Gesellschaft ist heute als „sozialistisch“ verpönt, weshalb der Staat eher schlecht als recht für Gerechtigkeit sorgen muss, da ihm sonst die Gesellschaft um die Ohren fliegt. Wären sich also die Reichen und Superreichen in der Gesellschaft ihrer Verantwortung für dieselbe bewusst, gäbe es keinerlei Grund für die jetzt getroffenen und noch zu treffenden Maßnahmen. In dem man durch Zwangsmaßnahmen und Mobbing die Armen abwertet, zerstört man auch die Solidarität der größten Bevölkerungsgruppe mit dem Staat. Um das Wort eines umstrittenen Buchautors in den richtigen Rahmen zu stellen:

    Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern die Reichen empfinden die staatliche Ordnung als überflüssig und den Verstoß gegen seine Regeln als Kavaliersdelikt, während die Armen vom Staat immer nur höhere Steuern, Zwangsmaßnahmen und Repressalien zu erwarten haben. Das zunehmende Verschwinden der vollmundig als zunehmend behaupteten Arbeitsplätze, die die Lebensbasis für den größten Teil der ärmeren Bevölkerung darstellen, wird unter den Teppich gekehrt und der selbstgerechte Spruch, dass wer arbeiten wolle auch Arbeit finde, weißt den um ihre Lebensgrundlage Betrogenen auch noch die Schuld daran zu.

    Da gibt es ja noch den Mittelstand.. Stimmt. Dieser befindet sich zum großen Teil ebenfalls im freien Fall und verwechselt diesen mit einem Höhenflug. Er wird erst sehen was passiert, wenn er unten aufschlägt. Solange bleibt er politisch neutral und erfreut sich seiner abnehmenden Privilegien.

    Es scheint, dass die Idee des Nationalstaats, der Nation, ausgedient hat. Ebenso wie der Einfluss Roms die germanischen Kleinstämme und deren politische Strukturen zerstört hat, setzen Superreiche und ihre Helfer heute den Hebel an den Grundlagen der globalen menschlichen Gesellschaft an. Dass dabei nicht nur Menschenrechte, sondern auch die Lebensgrundlagen nicht nur für uns Menschen vernichtet werden, erachten diejenigen, die sich schon immer mal eben um die Ecke etwas kaufen konnten als nebensächlich.

    Letztlich hilft nur eins aus dieser Krise. Ein breiter Konsens aller Menschen, die Grenzen, die uns unser Planet setzt zu respektieren und zu einer nachhaltigen Lebensweise zu finden, die Wachstum einzig durch effizientere Nutzung unserer Ressourcen erzeugt. Davon sind beinahe alle Menschen auf der Welt noch meilenweit entfernt. Es mag für die einen ein gutes Zeichen sein, wenn die Regierung Merkel Hoeneß als Bauernopfer für sozialen Frieden ins Gefängnis schickt, das eben geschilderte globale Problem wird dadurch nur ein weiteres Mal ignoriert.

  • Helga Winter

    Ja, er soll in den Knast, denn leider ändern wir unser System in diesem Leben nicht mehr dahingehend, das er mit seinem gesamten Vermögen Buße tun müßte…..
    Vielleicht wirkt es ja doch abschreckend auf die noch amtierenden Steuerhinterzieher und sie geben freiwillig ihre ergaunerten Millionen her……kein Mensch kann mit eigener Hände Arbeit, ohne Hilfe anderer Menschen, Millionär werden, dann wäre ich es ebenfalls, denn ich arbeite seit meinem vierzehnten Lebensjahr jeden Tag hart.
    In meinem nächsten Leben werde ich Bankmitarbeiter und ich weiß genau, das ich es an die Stellen schaffe, die mir den nötigen Einblick bieten und ich hänge sie alle,alle hin,die Geldraffer, die hinterkünftigen und ich lasse mich nicht erwischen beim hinhängen, denn ich bin nicht gierig.
    …und noch eines weiß ich bestimmt-dieses kapitalistische Gaunersystem ändert sich nicht, auch nicht in tausend Jahren, falls es die Welt dann noch gibt.

  • eulenfeder

    …leider – Helga – ist der knast keine abschreckung, zumindest nicht für solche leute.
    dort wird er genauso elitär behandelt wie in freiheit. er wird dort geachtet als boss von bayern münchen und als einer der erfolgreich gezockt hat, kommt schon nach wenigen wochen in den offenen vollzug ( extra abteilung mit offenen türen und vergünstigungen ) , wird dann bei guter führung freigänger, kann zunächst jedes wochenende den knast verlassen und bei weiterer guter führung dann jeden abend.
    er wird dort hofiert als reicher und bekommt alles was er will, der direktor wird sich persönlich darum kümmern dass er mit der brutalen rechtlosigkeit ’normaler‘ knackis nix zu tun hat, u.s.w….
    das ist eine tatsache und so fuktioniert es dort, wer hat der ist besser gestellt – auch im knast.
    die 3 jahre ( bei guter führung wird ihm ein drittel erlassen ) sitzt er grinsend und ohne probleme auf einer arschback ab – die anderen haben es nicht so gut.
    auch wird er dort abgeschirmt vom normalen knastalltag.
    ich gönne grundsätzlich jedem knacki eine zeit die er ohne seelische schäden übertsteht – aber in diesem fall wäre eine andere strafe besser gewesen – eine wiedergutmachung im sozialen bereich, die ihm viele millionen gekostet hätte. das wäre lehrsamer gewesen und anderen nützlich.

  • rr

    Das Bezahlen von Steuern ist auch immer eine zweischneidige Sache. Stell Dir vor, Du würdest in einen Verein eintreten, für den ein Beitrag zu zahlen ist: ein Drittel geht an soziale Einrichtungen, ein Drittel wird unmittelbar in die Taschen von Reichen weitergeleitet, bei denen der Verein verschuldet ist, und ein Drittel geht in Waffenkäufe, in die Ausbildung von Menschen zum Töten und zum Sterben. Würdest Du eintreten und den Beitrag zahlen? Beim Staat sind wir dazu gezwungen, dem Verein anzugehören. Deshalb tut der Steuern Bezahlende immer zugleich etwas Gutes und etwas Schlechtes, und ebenso verhält es sich mit dem, der KEINE Steuern zahlt. Wenn Uli das Geld nur an Bedürftige gegeben hätte, statt sich grundsätzlich selbst als den Bedürftigsten einzuschätzen, hätte ich ja sogar Verständnis. Leider sind es nicht solche Überlegungen, die reiche Steuerflüchtlinge motivieren.

    Im übrigen bin ich doch etwas verwundert, wie geil manche Kommentatoren, auch aus der „linken“ Ecke sind, einen Menschen im Gefängnis zu sehen. Gefängnis ist psychische Folter, so „leicht“ es Hoeneß dort vielleicht auch gemacht wird, wenn ihm Wärter und Mitgefangene fußballselig auf die Schulter klopfen. Ich glaube, der Schuss könnte nach hinten losgehen, wenn sich jetzt allzu viel Schadenfreude breit macht. Staat und Justiz positionieren sich mit so einem Urteil gern publikumswirksam als streng und unerbittlich, was auch als Drohung gegenüber den ihnen Unterworfenen gedacht ist: „Wie das Downloaden von Schundfilmen ist auch Steuerhinterziehung kein Kavaliersdelikt. Wir sehen alles, wir finden alles raus, wir kriegen euch, und wir kennen keine Gnade.“ „Selbstparentisierung“ hat Holdger Platta das genannt: sich selbst zu Eltern ernennen und die Unterworfenen zu unmündigen Kindern. Haben sich „Härte“ und „Strenge“ erst mal als Kulturideal etabliert, kann und wird es auch andere Formen des Regelverstoßes treffen.

    Wachsende Strenge ist auch eine Folge des beständigen Aderlasses der Staatsfinanzen, und das Geld fließt in die Taschen von Großvermögensbesitzern, die durch die bloße Existenz ihrer Vermögen die Gemeinschaft ungleich mehr schädigen als es ein Hoeneß je könnte. Der arbeitet wenigstens noch – auf eine Art, die zumindest Fußball-Fans zu goutieren wissen. Natürlich sind auch Hoeneß, Wulff oder Tebartz van Elst „Bauernopfer“, Empörungs-Sammelbecken, bei denen Anständige gefahrlos Dampf ablassen können, während hinter den Kulissen die größeren Verbrechen unbeachtet weiterlaufen. Einschließlich der BILD-Zeitung, die gegenüber dem einst hofierten Fußball-Gott mit „Kopf-ab!“-Rhetorik glänzt (in der modernen Variante: „Hinter Gitter mit ihm!“

    Ich frage mich wirklich bei all dem Wahnsinn, warum der Staat seine Ausgaben nicht per Geldschöpfung selbst finanzieren kann, anstatt das Geld verzinst von Banken und Gläubigern zu beziehen. Derzeit kommt es durch die Systemdynamik und viele unnütze Ausgaben (Rüstung!) zu einem eskalierenden Mangel, und im zweiten Schritt läuft der Staat dem Bürger hinter und sagt: „Ein Teil von deinem Geld gehört automatisch mir; wie groß dieser Teil ist, bestimme ich, und es variiert entsprechend MEINEN Befürfnissen“. Vergiftet ist diese Forderung dann noch mit dem Generalverdacht der „Hinterziehung“. Steuerzahlungen sind wie die Tributpflicht eine Form, Herrschaftsverhältnisse zu organisieren – auf eine Weise, die den Bürger die Macht des „Zwingherren“ immer auf schmerzliche Weise spüren lässt.

    Freilich ist mein „Modell“ nicht ordentlich zuende gedacht. Wichtig wären Mechanismen, um die Entstehung großer Vermögen zu verhindern und sie – wo schon vorhanden – abzuschmelzen. Der größere Skandal sind ganz legale Formen der Enteignung und der Gemeinschaftsschädigung, deren Protagonisten kein Gefängnis befürchten müssen.

  • Helga Winter

    Eulenfeder:
    Ja, du hast recht.
    Er wird mit einem blauen Auge davonkommen… und einen seelischen Schaden nimmt der nicht, zu Hause wartet die weiche Daunendecke auf ihn…da hast Du recht.
    Und sein Vermögen hat der sicherlich in Deckung, sonst wäre er in der Tat mit dem Klammerbeutel gepudert.

    Und das ist der Unterschied zu den materiell armen Gesetzesbrechern….die sind meistens nach dem Knast ganz unten durch und kommen nie wieder auf die Füße. Ich verteidige auch diese nicht. Bei Hoeneß jedoch fehlt mir jedes Verständnis und Mitleid.
    Und ich unterstelle ihm keine echte Reue.

    Ihm wird der Knast nicht wehtun. Mit Geld kann man sich fast alles erkaufen.
    Auch schlimme Krankheiten kann man damit lindern.
    Prestigeverlust ist verschmerzbar. Hauptsache die Kohle geht nicht verloren.
    Jaja, unser Gauner-und Schweinesystem, da werden sie fromm unsere Reichen, da beten sie und tun alles,aber auch alles dafür, das es ihnen erhalten bleibt.
    Du hast schon recht, Wiedergutmachung sieht anders aus.

  • Schnakenhascher
  • Der Souverän

    Knast? Ich wage mal eine Prognose. Er wird wohl aus dem Grund des (vom Volk) abverlangten Anstandes 24 Stunden bis 10 Tage im Knast sitzen – bei ständig offener Zellentür, Hofgang nach belieben, permanenter Belieferung von Käfer Feinkost und Anderen.

    Sodann wird der Knast für ihn wohl als 2 Sterne Schlafstätte genutzt werden müssen – nicht live bei seinem Verein sein zu können wenn der mal wieder auf einem Ball rumtrampelt, wäre nun wirklich zuviel der Strafe, ja geradezu menschenverachtende Folter.

  • Helga Winter

    Gleiches Recht für alle, auch für Hoeneß!
    Lebensleistung hin oder her!

    Ist es denn so, wenn der Mensch in seinem Leben „zu Geld“ kommt,
    das er automatisch die Geldmoral verliert?
    Sicher, in die Öffentlichkeit geraten stets die „Erwischten“, heute ist es eben Hoeneß.
    Man sollte sich wirklich nicht beim Steuerhinterziehen erwischen lassen.
    Wo sind denn die ehrlichen Reichgewordenen???
    Oder sind die alle genauso korrupt?
    Haben sie sich bis dato nur nicht erwischen lassen?
    Oder gibt es in der Tat „bessere“ und „schlechtere“?
    Habe ich was falsch verstanden?
    Oder kann man nur arm ehrlich sein?
    Kommt mit dem Reichtum automatisch die (Steuer-)Unehrlichkeit?
    Je mehr er hat desto mehr er will?
    Ein mir bekannter Steuerfahnder, der leider verstorben ist, hat mal gesagt:
    Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist. Nur passt auf, das euch auch noch was bleibt. Damit waren die Abgaben auf zu versteuernden Einkünften aus sozialversicherungspflichtiger Arbeit, in monatlicher Höhe von damals 3000DM gemeint.
    Ottonormalverbraucher arbeitet heute pro Stunde in Deutschland für 8 Euro.
    Das sind zum Glück nicht alle Deutschen, aber immerhin mehrere Millionen, die sich mit diesem Stundenlohn zufrieden geben müssen.
    Ein MANAGER verdient pro Stunde je nach dem, welchem Konzern er dient, durchaus 8000 Euro. Und ein Manager redet ständig von seiner 60 Stundenwoche.
    Da kommen einige Euros zusammen. Die müssen versteuert werden.
    Dennoch bleibt dem Manager mehr übrig, als ein Arbeiter jemals in seinem Leben verdienen kann, selbst wenn er 24 Stunden am Tag arbeiten würde…in Asien ist es fast so!
    Und Herr Hoeneß bezeichnet sich doch auch als Manager, habe ich da wieder was falsch verstanden?
    Nun, wie auch immer, Eigentum verpflichtet, ob es das Einfamilien-Häuschen ist, dessen Dach in Ordnung gehalten werden muß, damit es dem Nachbarn nicht auf den Kopf fällt, oder ob es das Geldvermögen ist, dessen Zinsen versteuert werden müssen….so ist es leider in unserem Schweine-und Gaunersystem.
    Herr Hoeneß hat/hatte Geld und Einfluß. Somit die passende Connection, auch, oder gerade zu Politikern, die haben einfache Bürger nicht.
    Er hätte sich einsetzen können für mehr Gerechtigkeit, auch für Steuergerechtigkeit für sich und seinesgleichen.
    Ich schätze mal, das alle seine sozialen Taten eine Alibifunktion waren und vielleicht auch sind, für seine Zocker-Gier. Sicher weiß er das auch selbst.
    Frißt Gier Hirn?
    Das ganze Desaster wäre doch zu vermeiden gewesen. Man darf gierig sein, das ist nicht verboten, man darf zocken, auch das ist nicht verboten in unserem Gauner-und Schweinstaat. Man muß nur auch seine Steuern zahlen.
    Und ich finde, darüber nachzudenken, dafür ist doch der Luxusknast hervorragend geeignet.

  • Piranha

    Danke, Schnakenhascher, für den Hinweis auf Deinen Artikel.

    „Jeder der ohne Schuld ist, werfe den ersten Steuerbescheid“ hat mal jemand gesagt.
    Dennoch:
    diese zur Schau getragene Selbstgerechtigkeit ist zum Erbrechen, ob bei Schwarzer oder jetzt Hoeneß.

    Ich glaube aber immer noch, dass Hoeneß in diesem ganzen maroden Sumpf nur die Spitze des Eisbergs ist.
    Von mir aus auch das „Bauernopfer“, denn wenig weiß man davon, was im Hintergrund lief und läuft und wenig darüber, wieviel die compliance-Regeln bei den Hauptsponsoren und den Verknüpfungen bis in Politik und weitergehjender Wirtschaft wert sind.
    Diese Regeln wurden ja gebetsmühlenartig wiederholt, sodass man zwangsläufig auf die Idee von Mitwisserschaft oder auch Mittäterschaft kommt.

  • eulenfeder

    …auf die kriminellen mafia-methoden des finanzamts, des staates oberster geldeintreibender arm mit allen befugnissen ausgestattet – habe ich ja schon hingewiesen.
    diese mafia hat keine skrupel täglich existenzen zu vernichten – in die obdachlosigkeit zu treiben auch.
    je niedriger der stand – desto leichter und unnachgiebig härter wird das verbrochen !
    wer kann sich schon einen teuren anwalt leisten von jenen.
    zudem werden steuergelder ja ohne ende verschwendet !
    das ist die eine seite der verlogenen medaille.
    dazu kann ich nur reinen gewissens sagen dass jeder der kleinen leute recht hat wenn er an dieser hydra vorbei geld auf die seite bringt – ganz unten – da ist es reine notwehr !

    die andere scheinheiligkeit und verlogenheit in bezug auf das steuerliche ausbeutungs-system hat Roland richtig angedeutet !
    wenn es so ist dass die steuern den bürgern zugute kommen sollen – in einem sozialstaat, dann wäre ein entsprechendes urteil einigermassen gerecht gewesen – z.b. schaffung von wohnungen für arme, bedürftige, obdachlose. der knast – in diesem falle – wird kein paradies zwar – aber eine sein ego noch stärkende erfahrung sein. – er wird nicht wirklich eingesperrt sein, kaum etwas vom rechtlosen und die seele zerschmetternden knastleben mitbekommen.
    darunter zu leiden haben aber alle anderen, die keine mittelchen haben, die z.b. wegen wiederholtem diebstahl mit vergewaltigern und versuchten totschlägern in einem saal mit bis zu 14 leuten seelisch und psychisch zerbrochen werden. – der unwissende und diesbezüglich auch dumme volksmund wird mit höneß-fällen bestärkt in seiner irrigen und auch schädlichen meinung dass der knast viel zu lasch wäre.

    die hände reibt sich ein ganz anderer, ein im rollstuhl sitzender minister – verantwortlich als politiker – gnadenloser eintreiber – ein saubermann der sich selbst gerne schmieren lässt…
    dem und anderen dieser sorte gilt meine wut eigentlich.

  • Reinhard Reiser

    Schöner und treffender kann man es nicht beschreiben!

  • Der Schreiner

    In der BRD gibt es keine Steuerpflicht ,die AO Abgabenordnung ist nie in Kraft getreten ,

  • Der Schreiner

    Dieser Blog Verlinkt von hier Das Internet

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    gibt es eine Steuerpflicht in der BRD ?
    gloria.tv: es gibt keine Steuerpflicht in der BRD

    Aufruf an alle „Finanzbeamte“

    Lothar Boos – Lars Freidenker, Musterschreiben ans „Finanzamt“

    Alexander Berg: die Ära BRD ist zu Ende – illegale Steuererhebungen

    Musterschreiben an den Steuerberater, Aufforderung zum Nachweis der Steuerpflicht !

    Steuern sind laut Elster freiwillige Schenkungen

    24. 8. 2013, Bad Kreuznach: Steuerb. Samjeske, es gibt keine Steuerpflicht in der BRD

    Schriftverkehr mit dem „Finanzamt“ Bad Kreuznach

    Ralf Wachsmuth Unternehmer zahlt keine Steuern

    Vordruck Rückweisung der MWST – Strafantrag stellen

    Schadensersatzforderung gegen die BRD in Millionenhöhe von Karlis Eriks Grinbergs

    Weinangebot ohne MWST

    KfZ Simsek, Rechnung ohne MWST
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  • Der Schreiner

    http://www.youtube.com/watch?v=W3vnVMgdZRc

    Die BRD steht unter Besatzungsrecht , der Überleitungsvertrag ist in Kraft
    das bestätigt selbst die BRD- Finanzagentur GmbH,somit gilt in der BRD
    HLKO (Hagerlandkriegsordnung von 1907) danach ist der Eingriff in das Vermögen der Menschen in der Bsatzungzone verboten.
    Dabei handelt es sich um Plünderung in einem Millitärichen besetzten Gebiet.
    Somit ist es Offenkundig ,das es keine Steuerpflicht geben kann,somit
    auch keine Steuerhinterzihung,die Anwälte von Uli Hönes wissen das
    und haben somit Ihren Mandanten verraten und verkaut.

    der Schreiner

  • Der Schreiner

    Steuerpflicht in der BRD ????????

    Es gibt keine Steuerpflicht für den Einwoner der BRD nach dem Grundgesetz und damit gibt es auch keinen Rechtsgrund, willkürlich ohne jeden Rechtsgrund Bürger zu belästigen oder mit Beschwer, von Mitarbeitern außerordentlichen „Finanzbehörden“, überziehen zu lassen.

    Um die Rechtslage und den Rechtsmissbrauch und die Rechtsbeugung der BRD-Behörden ohne Rechtsgrundlage zu verdeutlichen, wird nachfolgend und selbstüberprüfbar (mit Angaben von Rechtsquellen) folgende Argumentation aufgebaut, die bisher nicht widerlegt wurde. Es ist eine offenkundige Tatsache, dass

    1.für die Bundesrepublik Deutschland die Haager Landkriegsordnung verbindlich gilt;
    2.die Einführung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland durch Besatzungsmacht, mit ausgeübtem Besatzungsvorbehalt, erzwungen wurde und eine Volksabstimmung zum Grundgesetz niemals beabsichtigt war, noch stattgefunden hat, s. GG Art. 146;
    3.in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin Besatzungsrecht gilt, Besatzungsmächte in exterritorial von der Bundesrepublik getrennten, besetzten Reichsgebieten Militärbasen außerhalb des Bundesrechts sitzen und die Bundesrepublik Deutschland nicht souverän ist;
    4.die Bundesrepublik Deutschland nicht das Deutsche Reich ist und jemals sein konnte – u. a. wegen der 2-Staaten-Theorie;
    5.für das Deutsche Reich immer noch, als völkerrechtskonformes Gesetz, der § 80 RStGB vom 1. August 1944 gilt: “Wer es unternimmt, mit Gewalt oder Drohung mit Gewalt das Reichsgebiet ganz oder teilweise einem fremden Staat einzuverleiben oder ein zum Reich gehörendes Gebiet vom Reich loszureißen, wird mit dem Tod bestraft. Ebenso wird mit dem Tod bestraft, wer es unternimmt, mit Gewalt oder Drohung mit Gewalt die Verfassung des Reichs zu ändern.”
    6.Reichsgesetze nach der Haager Landkriegsordnung weder durch die Bundesrepublik Deutschland noch durch sonstige Besatzungsstrukturen beseitigt werden können oder konnten;
    7.der vorsätzliche Verstoß gegen Reichsgesetze Hochverrat ist;
    8.kein Staatsangehöriger des Deutschen Reiches mit unmittelbarer Reichsangehörigkeit selbst nach der Haager Landkriegsordnung verpflichtet werden darf, Hochverrat gegen das Deutsche Reich oder Hochverräter zu unterstützen oder billigend in Kauf nehmen zu müssen, s. GG Art. 25;
    9.nach vielfacher Entscheidung des BVerfG, so zum Beispiel 1 BvR 668/04 vom 27. Juli 2005, der folgende Leitsatz gilt: “Führt die Änderung eines Gesetzes zu neuen Grundrechtseinschränkungen, ist das betroffene Grundrecht im Änderungsgesetz auch dann gemäß Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG zu benennen, wenn das geänderte Gesetz bereits eine Zitiervorschrift im Sinne dieser Bestimmung enthält.”
    10.eine Rechtsnorm nichtig ist, welche gegen die in erster Linie unabdingbare Klarheit und Nachprüfbarkeit ihres räumlichen Geltungsbereiches verstößt;
    11.das Grundgesetz keine Steuerdefinition und konkret, klar keine Steuerpflichtigen benennt und insoweit auch keine Einschränkung des GG Art. 14 durch Zitierpflicht nach GG Art. 19 (1) in diesem selbst oder in GG Art. 105, 123 oder sonst wo enthält;
    12.die AO der Bundesrepublik Deutschland keinen Bezug auf das Grundgesetz aufweist, keinen klaren territorial-räumlichen Geltungsbereich bezeichnet und – auch und gerade deshalb – gegen das Zitiergebot nach GG Art. 19 (1) wegen fehlender Hinweise auf GG Art. 14 und Art. 25 verstößt, sodass nach ihr nur nichtige Steuerbescheide erlassen werden können;
    13.die RAO mit Bezug auf die Weimarer Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland zum 01.01.1977 außer Kraft gesetzt wurde und nicht gilt;
    14.das EKSt-Gesetz der Bundesrepublik Deutschland nicht durch das Grundgesetz gestützt wird, keinen unabdingbar notwendigen territorial-räumlichen Geltungsbereich hat und das Zitiergebot nach GG Art. 19 (1) bezüglich Art. 14 und Art. 25 verletzt: Artikel 48. Erhebt der Besetzende in dem besetzten Gebiete die zugunsten des (besetzten!) Staates bestehenden Abgaben, Zölle und Gebühren, so soll er es möglichst nach Maßgabe der für die Ansetzung und Verteilung geltenden Vorschriften tun; es erwächst damit für ihn die Verpflichtung, die Kosten der Verwaltung des besetzten Gebietes in dem Umfange zu tragen, wie die gesetzmäßige Regierung hierzu verpflichtet war. Artikel 49. Erhebt der Besetzende in dem besetzten Gebiet außer dem im vorstehenden Artikel bezeichneten Abgaben andere Auflagen in Geld, so darf dies nur zur Deckung der Bedürfnisse des Heeres oder der Verwaltung dieses Gebiets geschehen. Zugunsten des besetzten Staates Deutsches Reich wird in der BRdvD nichts erhoben!
    Nach Zöller, ZPO 23. Auflage, § 291 (Offenkundige Tatsachen), Rn 1, ist offenkundig eine Tatsache, wenn sie zumindest am Gerichtsort der Allgemeinheit bekannt oder ohne besondere Fachkunde – auch durch Information aus allgemein zugänglichen, zuverlässigen Quellen wahrnehmbar ist.

    Nach Zöller, ZPO 23. Auflage, § 291 (Offenkundige Tatsachen), Rn 2. bedürfen offenkundige Tatsachen keines Beweises. Gegenteiliges Klagevorbringen darf ein Gericht nicht verwerten.

    Die vorgelegten Rechtstatsachen und die nachfolgenden Begründungen beweisen unwiderlegbar, dass die BRdvD nicht das Deutsche Reich war und sein kann, weil das denkbar, praktisch und juristisch unmöglich ist, weshalb sie auch niemals die Reichsangehörigkeit verliehen hat.

    Insoweit ist es auch nicht möglich, zu behaupten, dass der BRdvD-Justizminister gleichzeitig der Reichsminister ist, wie es die Anwendung der GVerfReglV vom 20.3.1935 vortäuscht.

    Es ist auch unmöglich, dass die BRdvD für das Deutsche Reich Steuern erheben kann und darf.

    Dagegen spricht schon die Tatsache, dass im Rahmen der Gesetzesbereinigungen im April 2006 zahlreiche Bezüge der BRdvD-Gesetze auf das Reich einfach gestrichen wurden, um die Erinnerung an dieses auszulöschen.

    [….] ….und weiter

  • Der Schreiner

    …“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen.
    Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden.
    Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“ – Napoleon Bonaparte (1769-1821) über die Deutschen

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