In Politik (Inland)

JuttaDitfurthNicht überall, wo Frieden draufsteht, ist auch Frieden drin. Das müssten wir spätestens seit den „Friedensschaffenden Maßnahmen“ der NATO wissen. Besonders perfide ist es, Friedensdemos (und deren meist aufrechten, idealistischen Absichten) mit rechtem Gedankengut zu infiltrieren. Schuld am kriegerischen Säbelrasseln ist nach Meinung rechter Kreise nämlich – man glaubt gar nicht, dass derartiger Schund heute noch Anhänger findet – die „jüdische Weltverschwörung. Jutta Ditfurth, Ex-Vorsitzende der Grünen und streitbare Autorin, spricht eine deutliche Warnung aus, die wir hören sollten, so nötig aufrechte Friedensdemos heute wieder sind.

Ende März begann ich eine Auseinandersetzung bei Facebook (https://www.facebook.com/Jutta.Ditfurth), die nun auch in andere Medien und vor allem in kritische Gruppen überschwappt. Mir war damals aufgefallen, dass mehr als 400 meiner knapp 5.000 Facebook-„Freunde“ auch mit Antisemiten und Verschwörungstheoretikern „befreundet“ waren oder diese „geliked“ hatten. Zu ihnen gehören:

– Jürgen Elsässer (Compact)

– Ken Jebsen (Ken FM, Citizen Ken usw.)

– Lars Mährholz

– Anonymous

usw.

Ich habe daraufhin recherchiert, dass verschiedene Gruppen der neuen Rechten, vor allem Antisemiten und Homophobe, Völkische und Antifeministen, dabei sind, sich zu sammeln und in neuen gesellschaftlichen Bereichen neue AnhängerInnen zu rekrutieren. Ein wesentliches Mittel dazu sind die sog. „Friedensdemos“ an Montagen. Der kleinste gemeinsame Nenner dieser z.T. höchst unterschiedlichen neurechten Organisationen und Medien (Verschwärungstheoretiker aller Art, Nazis, aber auch Anhänger der AfD mobilisieren…) ist, Motto: „Wir sind für Frieden und gegen die jüdische Weltverschwörung“.

Ich habe mich dann für das Mittel der aufklärerischen Provokation entschieden und habe alle Facebook-„Freunde“ „entfreundet“, die bei Facebook mit Neurechten liiert waren und habe dies auf meiner fb-Seite offen erklärt. Daraufhin brach eine heftige Debatte aus, die seither zu einer großen Auseinandersetzung im Netz geführt hat – mit zehntausenden von Beiträgen und einer Reichweite von mehreren Hundertausend.

Ich erfahre einerseits wunderbare Unterstützung vieler fb-Mitglieder, sehe mich aber andererseits auch einem braunem Shitstorm aus zehntausenden von Meldungen ausgesetzt, die alles enthalten von Morddrohungen über Vergewaltigungankündigungen bis hin zu Vorwürfen, die mich mal zur (verhassten) „Jüdin“ erklären mal als „Hitlerkind“ bezeichnen.

Der Angriff: „88! Du Nutte“ ist so typisch für die neuen „Friedensbewegten“ wie das „Gewehr“, das man für mich „bereit“ hält. [„88“ ist Nazi-Code für „Heil Hitler“]

Als Schriftstellerin kann ich für das Material fast dankbar sein…

Sie können meine Beiträge seit dem 30. März 2014 nachlesen sowie die (um einen Teil des Shitstorms gekürzten) Diskussionen:

https://www.facebook.com/Jutta.Ditfurth

Ein Beispiel ist Lars Mährholz, der Organisator der Berliner „Friedens-Demos“. Er sagte am Rand der Kundgebung in Berlin vom 7.4.2014 in einem Interview mit „Voice of Russia in Berlin“ [O-Ton]:

„Woran liegen alle Kriege in der Geschichte in den letzten 100 Jahren? Und was ist die Ursache von allem? Und wenn man das halt alles ’n bisschen auseinander klabüsert und guckt genau hin, dann erkennt man im Endeffekt, dass die amerikanische Federal Reserve, die amerikanische Notenbank, das ist eine Privatbank, dass sie seit über hundert Jahren die Fäden auf diesem Planeten zieht.“

In neurechten Kreisen steht die Federal Reserve Bank der USA für die klassische Konstruktion einer „jüdischen Weltverschwörung“. Auf seiner Seite finden sich antisemitische Karikaturen.

Mährholz sagt damit: Nicht Nazi-Deutschland ist schuld an der Ermordung von 6 Millionen jüdischen Menschen und am Zweiten Weltkrieg in dem mehr als 50 Millionen Menschen starben, sondern eine US-amerikanische Bank. Auf dem Hintergrund der antisemitischen Konstruktion einer jüdischen Weltverschwörung bedeutet das: Die Juden selbst sind in Wirklichkeit die Mörder von Millionen Juden.

Mährholz verrät mit der konkreten Wortwahl in seiner Rede, woher er u.a. seine geringe und antisemitische Bildung hat: von der rechtsesoterischen „Zeitgeist-Bewegung“, die in manch einem Occupy-Camp massiv vertreten war. So funktioniert antisemitische Schulung in vermeintlich alternativen Kreisen. So rekrutiert die neue Rechte. Seiner Facebook-Seite kann man entnehmen, das er enge Verbindungen zu den rechtsextremen „Reichsbürgern“ hat.

Link zur Mährholz‘ Rede:

https://www.youtube.com/watch?list=PL7KDgVubf8lpoHg5SxxaOZQ-GP8PDVjRi&feature=player_embedded&v=v-9_ntPQ_5U

P.S.: Es ist in allen Städten ähnlich. Aus der Rede eines Redners auf einer sog. „Friedensdemo“ in Frankfurt am 7.4.2014: Wir müssen „die Wahrheit ausatmen“, „wir sind die Elite“, und vor allem die zentrale Aussage: „überall auf der Welt“ besteht „eine große Verschwörung“.

Link zur Rede: https://www.facebook.com/groups/313293765449244/506845966094022/?notif_t=group_activity

Showing 23 comments
  • eulenfeder
    …’holzauge sei wachsam ‚- oder besser beide augen offen lassen ! – mit der eingeschränkten sicht aus ideologischer verbissenheit marschieren viele willig mit, verlieren den überblick !
    man will nicht untätig sein, will sich engagieren – aber : vielen kleinen führern rennt man blind hinterher !
    man hat von der verlogenheit, der täuschung und demagogischen techniken der politiker gelernt, sammelt leichtgläubige marschierer, das künstliche medium macht es zudem leichter die wahren hintergründe zu verschleiern.
    was hilft gegen derart ansteckungsgefahren ?:
    friedensschaffende maßnahmen jeglicher art können nicht mit militärischem hintergrund oder ideologischer parteinahme liebäugelnd erfolgreich sein – pazifismus lehnt jegliche militärische lösungen ab – blanke weisse fahnen allenfalls geschwungen in unbestechlichkeit.
    die verweigerung aus gewissengründen muss unerschütterlich sein und beginnt schon dort wo verbal gezündelt wird. es gibt keine alternative zum pazifismus !
  • David Both
    Guten Abend Frau Ditfurth,

    ich entnehme Ihrem Beitrag, dass Sie die Demonstranten im Allgemeinen nicht alle für Rechte halten. Doch sind die Veranstalter antisemitische Rattenfänger die sich diese, um den Frieden besorgten Bürger unter die Fittiche nehmen wollen.
    Das jenes öffentlich preisgegebene Gedankengut, auf und neben den Demonstrationen/Mahnwachen, von wenig und zudem antisemitischer Bildung zeugt, bekamen wir auch zu lesen.

    Nun mag das ja vielleicht so sein, ich war auf keiner dieser Veranstaltungen. Hab mir lediglich die vier, fünf Berliner Kundgebungen auf YouTube angesehen. Das was ich da als Außenstehender zusehen bekam, war kein typisches NPD-Publikum. Menschen unterschiedlichster Hautfarben, Mütter mit ihren Kindern, junge Erwachsene, einige mit linken Aufnähern auf deren Lederjacke. Ein bunt gemischtes Publikum, das diese Demonstrationen/Mahnwachen, wohl als Informationsveranstaltungen nutzt, weil sie sich von den öffentlich rechtlichen Medien nicht genug aufgeklärt fühlen.

    Ich selbst gehe ebenfalls auf Demonstrationen und wenn ich mir da vorstelle, dass Linke und Rechte ohne Polizeischutz aufeinander treffen, wie es dem Anschein nach auf den „Friedensdemonstrationen“ ist. Dann fällt mir kein Szenario ein, bei dem es so friedlich zugehen kann wie in Berlin und den weiteren ca. zwei Dutzend Städten.

    Ich bin gewillt mich für den Frieden zu engagieren und möchte daher weder von Rechtspopulisten, noch von den öffentlich Rechtlichen, in meinem Denken gelenkt werden.
    Ich fordere, dass Sie und all die Anderen, für die diese Demonstrationen, immer größer werdende braune Sammelbecken darstellen. Sich die Mühe machen und am Montag Märholz, Jebsen, Elsässer, Popp usw. zur Rede stellen. Zeigen Sie denen ihre geistigen Einschränkungen und bewahren Sie den immer größer werdenden Zulauf vor den Antisemiten, sofern sie welche sind.

    Mit friedvollen Grüßen,

    David Both

  • Dennis82
    „wer nicht für uns ist, ist gegen uns“?

    Ich würde Frau Dithfurth und all den anderen, über jeden Zweifel erhabenen Überlinken ja vorschlagen, selbst was in Sachen Demonstrationen oder Aktionen für den Frieden zur organisieren… geht ja aber nicht, weil diese nur damit beschäftigt sind, sich von allem abzugrenzen, was in deren Augen nicht ausreichend „links“ ist. Sowas ist um Welten wichtiger. Diesen ausgrenzenden, arroganten, elitären, überheblichen (sich im Besitz der allein gültigen Wahrheit zu wähnen), anderen mal eben wegen einzelner (auch unterstellter, aus Zusammenhängen gerissenen) Aussagen oder Meinungsverschiedenheiten rechte Gesinnung unterstellenden Fanatismus (ohne jeden Nachweis zu liefern, siehe im Fall Jebsen) könnte man mit genug bösem willen auch als tendenziell „rechts“ bezeichnen, oder?! Oder wie soll man diese Selbstzerfleischungsorgie sonst werten…?

    Linke suchen am anderen Linken doch permanent nach Angriffspunkten, es wird gestichelt ohne Ende. Die man, wenn man den anderen lang genug kennt, auch findet. Selbst wenn man in 90%+x einer Meinung ist, reicht eine Meinungsverschiedenheit aus – und schon ist man im Augen des anderen auf einmal kein Linker mehr. Sei es zum Frieden, Ökologie, Feminismus, Veganismus oder bis zum Exzess betriebene Begriffsstreitereien. Der Linke sucht nicht das Verbindende… dabei beklagt grade er permanent die fehlende Solidarität in der Bevölkerung – der, der mit niemandem Solidarisch ist, außer mit sich selbst. Der mal eben auch massenhaft „Freundschaften“ kündigt, weil er einem mal nicht zustimmt…

    Der Linke will an den bestehenden Verhältnissen gar nichts ändern – dann wäre er ja nicht mehr links; nichts besonderes mehr. Der (Salon-)Linke hat es sich in seiner Ecke bequem gemacht, er ist der bessere Mensch. Sein Wert ergibt sich aus seiner Seltenheit… Die Nöte und Ängste der Menschen interessieren ihn ja auch nicht; es gibt wichtigeres!

    Und nun? Weil ich diese Realsatire kritisiere, bin ich wohl ganz einfach auch so’n rechter, oder; siehe das Bush-Zitat…?!

    Kommt mal wieder zur Besinnung…! 20 Jahre GroKo könnten in mir nicht so viel Frustration aufrufen wie eine Woche Debatte über diese Montagsdemos… Vielleicht bricht die NATO ja wirklich bald nen Krieg vom Zaun. Aber wenigstens ist dann geklärt, was „links“ ist. Oder auch nicht.

  • Holdger Platta
    Lieber ak,

    Danke für den guten und wichtigen Link zur Presseerklärung von Attac! 😉

    Holdger

  • Hannelore Hildebrandt
    Hallo Jutta,

    ich teile nicht alle Deine Analysen, aber ich schätze Deinen Mut, Dich offen querr zu stellen, indem Du Deine Meinung vertrittst, auch wenn Du Dich mit starken GegnerInnen dafür anlegen musst.

    Was da aber jetzt über Dich hereinbricht, ist nicht nur beleidigend, sondern hat Formen von „zum Abschuss“ freigegeben; Du legst Dich mit einer sehr starken Lobby an, die nicht nur davor zurückschreckt, Dich u. Dein bisheriges polit. u. publizist. Wirken zu diskreditieren, sondern offen zur Jagd auf Dich in allen Netzen aufruft, was mir gr. Sorgen macht!

    Wenn Du i.d. neuen Montagsdemobewegung rechte Tendenzen ausmachst, so hast Du das sorgfälltig recherchiert; als Autorin gehört gründliche Recherche zu Deinem Handwerk, daher kannst Du diese Vorwürfe sicher belegen!
    Ich werde mich jetzt mal etwas näher u. intensiver mit Deiner These beschäftigen, bzw. den Protagonisten u. deren medialem Schaffen; es sind ja Kollegen, wie Journalisten u. ehemalige Linke Publizisten darunter, was mich schon sehr irritiert!

    In Köln kam auf d Demo gegen Überwachung im Anschluss auf d Kundgebung am Heumarkt eine Frau zu Wort, die zu d Montagsdemo aufrief, deren Beitrag eindeutig rechte Tendenzen aufwies, was uns jetzt veranlasst, uns an einem Samstag d ganzen Tag, über Inputt v ReferentInnen, mit der Thematik, nicht alles, was da als Friedens- Antiatom oder Widerstand gegen Hartz IV fimiert, ist auch als solche auf Anhieb erkennbar, bzw. wie auch immer das daher kommt, wir sollten uns informieren, um was es geht, bevor wir uns solidarisieren oder eine öffentl. Plattform für derart getarnter Montagsdemo geben; nicht zuletzt dazu, war u. ist d Hinweis über Dich an uns wichtig, den ich auch ernstnehme!

    Grüße Hannelore

  • Bernie
    Irgendwie wundert mich seit den Maidan-Protesten in der Ukraine rein gar nichts mehr:

    Man kann es nicht oft genug wiederholen, da wird eine Partei an die Regierung geputscht, die stolz auf die Massenvernichtung der Juden in der Ukraine ist bzw. auf ihre SWOBODA-Vorfahren, die ukrainischen Helfershelfer von SS und Wehrmacht bei Massenerschießungen und -vergasungen jüdischer Mitbürger – sogar mit der tätigen Mithilfe einer US-Regierung, die von einem schwarzen US-Präsidenten geleitet wird, und der Unterstützung eines ukrainischen Boxweltmeisters, der von einer protestantischen Pastorentochter und SED-Politagitatorin für Propaganda, die zudem noch stolze Thatcheristin ist – eben Angela Merkel. Alles so bei Nachdenkseiten, und anderen Medien nachzulesen.

    Wen wundert bei diesem globalen Verfall jeglicher Moral, im Geiste des globalen neoliberalen Kapitalismus, dass „Friedensdemo“ von Alt- und Neunazis unterwandert werden?

    Man sollte ergänzend dazu einmal untersuchen, und ich meine es ist Fünf-Vor-Zwölf-Dafür wie nahe sich Neoliberalismus und Faschismus in Wahrheit sind – Brüder im Geiste ist z.B. der „Russenhass“ (früher mal „Antikommunismus“ genannt) von Nazis und Neoliberalen – in den Zeiten des Kalten Krieges, der derzeit seine Wiedergeburt erlebt.

    Wie bereits erwähnt wen wundert es noch, dass Nazis – alte wie neue – wieder Oberwassern wittern, wo doch Brüder im Geiste in Osteuropa – nicht allein von der US-Regierung – über Stiftungen und Lobby-Arbeit unterstützt werden als wären die keine Nazis (=Faschisten) sondern liebe und brave Bewohner der Länder Ungarn und Ukraine…..

    Gar nicht amüsierte Grüße
    Bernie

  • Bernie
    Ergänzung:

    Ich meinte natürlich „BANDERA“-Vorfahren.

    Gruß
    Bernie

  • GN
    Es ist doch einfach unglaublich, wie sich hier Frau Dittfurth über Menschen hermacht, sie diffamiert und hier unwidersprochen in die rechte Ecke stellt.

    Ich frage mich seit langem, was Blogs wie die Nachdenkseiten, Spiegelfechter etc. überhaupt noch für einen Sinn machen. Haben sie wirklich was verändert. Hat „Hinter den Schlagzeilen“ wirklich was verändert???

    Wie sieht den die Wirklichkeit der letzten 15 Jahre aus??? 2001 der von der US-Machelite inszenierte Terroranschlag am 11.09. Wer da nach intensiver Beschäftigung mit den Fakten noch an die offizielle Geschichte glaubt, dem ist nicht zu helfen.

    Darauf aufbauend die Kriege in Afghanistan und Irak mit über 200.000 Toten!!!!

    Menschen die diesbezüglich wertvolle Aufklärungsarbeit leisten, u. a. Ken Jebsen, sind lt. Jutta Dittfurth, psychisch gestörte Verschwörungstheoretiker. Nun, dann bin auch ich halt psychisch gestört. Genauso, wie 1.500 Architekten in den USA, die ebenfalls die offizielle Darstellung massiv bestreiten.

    Warum erwähne ich gerade 9/11? Weil, wer weiß wozu eine Regierung in der Lage ist, der verliert jegliches Vertrauen in die politische Führerschaft!!!!

    Was passierte hierzulande seit der Machtübernahme von Rot/Grün 1998? Ich selbst hatte damals die Hoffnung auf eine völlige Veränderung der Gesellschaft, nach der Kohl-Ära.

    Heute sage ich, wäre doch Kohl weiter am Ruder geblieben, wäre Millionen Menschen vielleicht einiges erspart geblieben.

    Ab 2003 diese unsäglichen Hartz-Gesetze, die Millionen Menschen in ein perspektivloses Sklavendasein degradiert hat und womit sich die Mehrheit der Menschen mittlerweile arrangiert hat., inkl. der „guten“ Linken.

    Wo war bitte Frau Dittfurth, als sich im vergangen Jahr die überaus mutige Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann vor ihre Klientel gestellt hat. Dafür ihren Job verlor und bis heute für diese Menschen im ALG2-Bezug kämpft.

    Wo waren sie da sehr geehrte Frau Dittfuhrt!????

    Nichts haben sie gemacht für diese Menschen einfach gar nichts. Sie haben nur einen großen Mund und nichts dahinter!!!!

    Dagegen hat der „böse“ Ken Jebsen die Arbeit von Inge Hannemann und die Interessen der ALG2-Bezieher massiv mit mehreren Beiträgen auf dem Portal KenFM unterstützt. Ja klar Frau Dittfurth, ich weiß schon das sind die Methoden der bösen rechten Rattenfänger…..

    Wie ging es in der Welt seit dem Jahr 2008 weiter??? Mit Billionenaufwand wird das völlig kaputte Finanzsystem bis heute am Leben erhalten. Wo sind sie denn da, wo sind hier die Dauerdemos???

    Die Machtinhaber lachen sich doch den Ast ab, wie einfach man es ihnen heute macht. Was wäre wohl damals zu den 68er Zeiten losgewesen. Aber nein, die damaligen 68er sind ja in der heute gutsituierten Mittel u. Oberschicht, deren Probleme sind ganz anderer Natur. Da kenne ich selbst persönlich jemanden von, ein ehemaliges Asta-Mitglied, immer noch SPD-Mitglied. Größtes Problem heute: Der neue SUV usw. ….

    Nicht alle ‚Menschen wollen sich weiter darauf verlassen, daß diese selbstgefällige, lethargische „Linke“ noch etwas an diesen menschenverachtenden Zuständen ändert. Bzw. sich überhaupt mal wieder auf die Straße bewegt.

    Ich selbst bin Anhänger von Erich Fromm u. Hans A. Pestalozzi. Sicher sind deren Lebensvorstellungen gerade heute einer völlig degenerierten und auf Konsum getrimmten Menschheit schwer zu vermitteln.

    Aber auch da sehe ich gerade bei Ken Jebsen die richtigen Ansätze. Klar, ich bin schon völlig vereinnahmt und merke es nicht, was dieser „böse rechte Agitator“ Ken Jebsen mit mir anstellt.

    Wehrte Frau Dittfurth, stellen Sie doch bitte erst einmal was vorzeigbares auf die Beine außer im wievielten Buch auch immer zu theoretisieren. Mir steht wirklich dieses nicht endende und fruchtlose theoretische Geschwurbele zum Hals heraus.

    Jetzt diese Montagsdemos pauschal in die rechte Ecke zu stellen ist einfach nur armselig und sonst gar nichts!!!!

    Mit freundlichem Gruß

    GN

  • eulenfeder
    es ist schon richtig ! – und auch wichtig ! – dass Frau Ditfurth auf die zunehmende verschleierung eigentlicher absichten von demagogisch arbeitenden in der ‚friedensbewegung‘ aufmerksam macht ! – gerade weil ja so viele darauf hereinfallen , aus ideologischen verbiss die übersicht verlieren.
    – und durchblick aus erfahrungen im politik-sumpf kann man ihr nicht absprechen.
  • Mona Thormann
    Sehr geehrtes Team …,
    Frau von Ditfurth hat sich mit ihren Äußerungen bezüglich der Montagsdemos sehr aus dem Fenster gelehnt. Wie kann sie es wagen, Menschen, die für Frieden auf die Straßen gehen, zu diffamieren. Ich stelle fest, dass sie propagandistisch alles in einen Topf wirft. Da fragt man sich: Was sie damit bezwecken? Wen will sie schaden? Menschen die für Frieden sind, gehen auf die Straßen, weil nicht wollen, dass es zu einem Krieg kommt. Was ist da so schlimm?
    Die Menschen, die zu Montagsdemos gehen kommen aus aller Welt, sie sind international. Niemand hetzt gegen Juden. Warum sagt diese Frau so etwas. Keiner der Bürger ist rechts oder esoterisch oder gar Verschwörungstheoretiker. Alles Quatsch. Es sind Bürger, die für Frieden sind und das ist keine Verharmlosung, sondern die Wahrheit.
    Demokratie ist die Lösung, aber Schubladendenken führt in die Irre. Danke.
  • Schnakenhascher
    http://schnakenhascher.square7.ch/wp/wp-content/uploads/2014/04/Unbenannt-1.png

    Mehr kann ich leider nicht mehr sagen, denn gegen mich ist ein Strafbefehl vollstreckbar.

    Höchstens nur so viel: http://schnakenhascher.square7.ch/wp/?p=9803

  • Helge Mannteuffel
    @ GN und Mona Thormann

    Ganz meine Meinung!

  • Holdger Platta
    Sehr geehrte Mona Thormann,

    darf ich Sie korrigieren: Jutta Ditfurth hat nicht „alles in einen Topf“ geworfen – auch nicht „alle“, demzufolge. Sie hat deswegen auch nicht („alle“) Menschen „diffamiert, die für den Frieden auf die Straße“ gehen“.

    Und wenn Sie schreiben „niemand hetzt gegen Juden“ und „keiner der Bürger ist rechts oder esoterisch oder gar Verschwörungstheoretiker“, frage ich Sie:

    Haben Sie mit allen Menschen gesprochen, in Berlin, in Hamburg, in Frankfurt oderund? Kennen Sie die entsprechenden Umfragen? Haben Sie keinen der Berichte gelesen, aus durchaus seriöser Quelle, die uns Gegenteiliges mitzuteilen hatten und haben? Kann man derart pauschal alles und alle ausnehmen von der von Ihnen zurückgewiesenen Kritik? Wem dient das? Wem soll das – vielleicht – dienen?

    Fällt Ihnen nicht auf, daß es Ihr eigener gesamter Beitrag ist, in dem – nahezu in jedem Satz – pauschalisiert wird? Bei Ihnen allerdings nahezu ausschließlich im Sinne der Reinwaschung aller, auch der „Querfront“-Akteure, auch der erklärten Antisemiten und Verschwörungstheoretiker?

    Fällt Ihnen nicht auf, daß sich Ihr Kommentar demzufolge so liest, als stelle er einen Kommentar zu Ihrem eigenen Kommentar dar?

    Niemand von uns – auch Jutta Ditfurth nicht – hat sich derart pauschalisierend geäußert wie Sie. Man könnte auch sagen: mit diesem totalisierenden Weltbewertungsanspruch.

    Leider ist alles um einiges komplizierter, als Sie es darstellen. Und genau diese Komplexität und diese Kompliziertheiten werden wir genau im Augen behalten: mit Differenzierungsanspruch. Vereinfachendes Wahrnehmen und Denken und Schreiben und Darstellen hilft uns allen – hier trifft es zu, das Wort „alle“! – nicht weiter.

    Ihr Holdger Platta

  • Maryam
    Nur kurz am Rande, meine Antwort zu dem Getöse v.a. im Netz, daß jetzt angeblich die Matrix sichtbar wird und jene neuen Wahrheitsverkünder dafür sorge tragen, daß die Menschen erwachen ; jenes esoterisch verklärte neudeutsche Szenario.
    „.wer die Matrix mit der sog. „Schein-Demokratie“ gleichsetzt… hat nichts verstanden!
    Gehe erst einmal in den Kaninchenbau und evtl. wirst Du entdecken, daß es Menschen/Redner gibt, die eben genauso zu dieser Matrix gehören, obwohl es auf den ersten Blick so aussieht, daß sie die letzte Bastion der objektiven, einzigen Wahrheit sind… und stellst dann fest, daß auch jene zu genau diesen Systemen gehören und von diesem bezahlt/unterstützt werden.und jener hat nur andere Flötentöne eines üblichen Rattenfängers.“ kurzum
    Danke an Frau Dithfurt die Problematik von den neuen Heilsverkündern mit braunen Fleckchen zu thematisieren.
  • eulenfeder
    …wer den mut hat auf gefahren hinzuweisen – der wird angegriffen !
    warum denn diese böswilligen angriffe auf Frau Ditfurth nun ? – wer pazifist ist und teilnimmt der muss sich doch nicht angegriffen fühlen !
    wer als pazifist mitmacht muss sich doch nicht beleidigt fühlen – eigentlich ja froh sein dass die rattenfänger entlarvt werden – ist doch im sinne der ‚echten‘ pazifisten wenn man die ANDEREN, die scheinpazifisten also – beim namen nennt !
    warum also dieses miltante vorgehen gegen mahnende worte !
  • Stone
    Leute, es ist ganz ganz offensichtlich was die Frau Ditfurth mit diesen
    abstrusen Äusserungen bezwecken will….sie will Umsatz…
    ..Sie will ins Gespräch kommen damit sie wieder mehr Bücher VERKAUFT !
    Ist ganz einfach.
  • Holdger Platta
    @ Stone

    Genau das, was Du hier machst, geht einfach nicht: ohne jeden Beleg und ohne jeden Beweis und ohne jede Argumentation ‚einfach mal so‘ einer Person, die Dir offensichtlich nicht paßt, miese Motive zu unterstellen.

    Gar nichts ist „offensichtlich“ von dem, was Du schreibst. Es ist schlichte Unterstellung – für mich bereits im Grenzbereich zur übllen Nachrede angesiedelt. Deswegen ist es auch nicht „ganz einfach“. Richtig ist:
    D u machst es Dir einfach – zu einfach.

    Und wieso „abstrus“? Kannst Du uns nun auch noch die Begründung liefern für diese Drauflosbehaupterei?

    Diese Art zu ‚debattieren‘, ist so unterirdisch wie Deine fehlerhafte Interpunktion.

    Bitte nicht weiter auf diesem Niveau, das kein Niveau hat!

  • Söldner
    Ich kann zu Herrn Mährholz nichts sagen, die anderen genannten drei, Elsässer, Popp und Jebsen, oder besser gesagt deren Ansichten, kenne ich aber aus dem Internet. Ich würde alle drei als Linke einschätzen und alle drei sind Pazifisten.

    Die Vorwürfe, sie wären „neu-rechts“, beruhen auf Unterstellung und Kleinigkeiten. Angeblich bedeutet FED=“Jüdische Weltverschwörung“. Nach meiner Einschätzung steht die FED eher für die „Macht des Finanzkapitals“.

    Übrigens dürfte Marx der Ansicht von Mährholz, dass nicht eine Nation (Naz-Deutschland) für Kriege verantwortlich ist, sondern finanzielle Interessen einer Gesellschaftsschicht, durchaus nahe gestanden haben.

    Für mich ist es nicht wichtig, ob Ken Jebsen für Israel (guter Linker) oder gegen Israel (Antisemit) ist. Wichtig ist, dass Ken Jebsen für Frieden und Gerechtigkeit eintritt, die er durch Überzeugungsarbeit und nicht durch Gewalt durchsetzen will. Das macht ihn zu einem Linken, selbst wenn seine Analyse dessen was zu tun ist, irrig sein sollte.

  • texavery
    Grundsätzlich halte ich eine kritische Analyse der Montagsdemos, wie sie auch von Frau Ditfurth vorgenommen wurde, für hilfreich und lobenswert, sofern dadurch auch eine echte Aufklärung stattfindet.

    Nichtsdestotrotz neige ich im Fall von Frau Ditfurth zu einer eher negativen Bewertung, weil diese simple Unterteilung in links-rechts der Thematik einfach nicht gerecht wird.
    Frau Ditfurths Warnung erschöpft sich in der Behauptung, dass rechte Agitatoren zunehmend im verborgenen agieren und ihre menschenverachtende Ideologie in verklausulierter Form versuchen „an den Mann zu bringen“. In einem Interview auf 3Sat führt sie diese Idee anhand der FED-Verschwörungstheorie aus, die in einschlägigen Kreisen als geheimer Code für die Idee der „jüdischen Weltverschwörung“
    Verbreitung gefunden habe. Diese Codes müsse man halt kennen, um dahinter das antisemitische Potential zu erkennen. Wo Frau Ditfurth dieses Geheimwissen erworben hat, lässt sie im Interview offen
    (ein leichtes Stirnrunzeln konnte ich mir ob dieser schon abenteuerlichen Konstruktion nicht ganz verkneifen).

    Weiterhin benennt sie einige Personen als Beispiele, den sie das pauschale Etikett „rechts“ anheftet.

    Problematisch an dieser Analyse halte ich, dass sie diesen Namen schlicht und ergreifend nicht verdient: Mein Eindruck ist der, dass Assoziationen und aus dem Zusammenhang gerissene Aussagen als Beleg ausreichen müssen, um eine Person als rechts zu diskreditieren.

    Ich habe begonnen, selbst zu recherchieren, was dran ist an solchen Vorwürfen, konnte aber bisher keine klaren Belege finden (ich halte mich dabei allerdings auch an die Regel: im Zweifel für den Angeklagten).

    Von einer altgedienten Politikerin, Publizistin und politischen Aktivistin hätte ich schon erwartet, dass sie benennt, wofür die kritisierten Personen denn überhaupt stehen, und zwar nicht mit floskelhaften, nichtssagenden Attributen wie rechts, schwulenfeindlich oder antisemitisch.
    Es wäre nicht das erste mal, dass z.B. Kritik an einer Regierung mit der Feindschaft gegenüber dessen Volk gleichgesetzt wird (das es eigentlich zu vertreten hat).
    Insofern gehört für mich zu einer solchen Kritik, dass das Kritikwürdige herausgearbeitet wird, was der Bloßstellung von wirklich verurteilswertem Gedankengut ja nur entgegenkommen kann und auch wirkliche Aufklärung leistet. Entscheidend ist doch die Nachvollziehbarkeit von Vorwürfen und nicht das blinde Glauben von Behauptungen.

    Nicht zuletzt würde einer Hexenjagd Einhalt geboten: Die Idee verkappter rechter Ideologie lädt ja dazu ein, sie auch überall zu vermuten. Frau Ditfurth hat ja schon die Richtung gewiesen:
    A heißt eigentlich B und wer C sagt, meint in Wirklichkeit D.
    Was B und D sind, weiß aber nur Experte X…

    Darüberhinaus sind nach meinem Verständnis linkes, soziales Handeln und Schubladendenken generell unvereinbar.

  • Söldner
    Apropos Schubladendenken. Ich habe mich etwas weiter umgeschaut im Netz und die Befürchtung der „Linken“ scheint tatsächlich zu sein, dass die „Rechten“ Themen wie Frieden und soziale Gerechtigkeit für sich entdecken und besetzen. Der zugrunde liegende Gedanke ist, das links=gut und rechts=böse. Frieden ist links(c).
    Dann muss eine „rechtsoffene Querfront“ natürlich eine schreckliche Vorstellung sein, Rechte und Linke die gemeinsam für Frieden demonstrieren – ohje. Lieber eine echte Friedensdemo (links) und eine unechte (rechts). Die Guten und die Bösen schön getrennt.

    Ich persönlich sehe mich selber als Linken aber aus meiner Sicht hat ein Rechter genauso das Recht sich für Frieden einzusetzen wie ein Linker.

  • Der Befremdete
    Tja, als ein Mensch der sich als Demokrat versteht, und eigentlich dem Prinzip der Rechtstaatlichkeit verhaftet ist, muss ich mir schon verwundert die Augen reiben.
    In dieser oben geschrieben Gesellschaftform gelten u.a. folgende Prinzipien:

    – Meinungsfreiheit
    – Anschuldigungen müssen bewiesen werden (Im Zweifel für den “Angeklagten”)

    Was sehen wir jetzt hier? Es werden Menschen aufgrund von arg konstruierten Zusammenhängen (ohne auch nur einen sinnvollen Beweis) zu liefern, diffamiert. Ich habe in der Sendung auf keinen Fall irgend etwas gehört, was einem tragfähigen Beweis auch nur nahe kam.

    Natürlich hat die Soziologin Jutta Ditfuth “hochwissenschaftliche” und “belastbare” Untersuchungen über die Zielpersonen durchgeführt; Facebook-Freunde gelöscht die “Likes” bei ihr nicht geliebten Personen hatten.

    Einer der unumstößlichsten “Beweise” war die FED-Kritik. FED = Antisemit… warum? Ja, weil es eine Tatsache ist, dass Antisemiten die FED mit dem sogenannten “Weltjudentum” in Verbindung bringen. Ja Frau Ditfurth, das ist wirklich erkennbar… ABER… wenn Antisemiten die FED mit einem “Weltjudentum” verknüpfen, muss nicht im Umkehrschluss Jeder, der Kritik an der FED hat, ein Antisemit sein. So etwas nennt man Zirkelschluss und die sind bekannterweise unzulässig. Frau Ditfurth argumentiert nach der Methode: “Rosen haben Dornen, also ist alles was Dornen hat eine Rose!”

    Und Frau Ditfurth, es gibt sehr wohl berechtigte Kritik an diesem FED-System, die allerdings nichts mit irgendeinem Menschen jüdischen Glaubens zu tun hat, sondern mit dem Aufbau der FED.

  • Waltraud Helm-Hutter
    Frau Dithfurth, sie machen es sich leicht:
    Sie verwenden einen Haufen momentan werbewirksamer rechtsaußen-Floskeln gegen eine „Friedenstruppe“ um Lars Mährholz, bloß weil sie nicht „politisch-korrekt“ von den Medien und ihren Geldgebern definiert wird und vor allem gehen Sie auf kein einziges Argument ein!!!
    Sie hören nicht hin, schauen nicht hin sondern schütten Ihre vorgefertigten Verurteilungen über ihn aus: ein Scenario wie zu Zeiten der Inquisition.
    Lesen Sie den Großinquisitor von Dostojewski, dann brauchen Sie nicht in Ihren sog. braunen Sumpf zu schauen, sondern erkennen das Muster, von dem Sie so schön schimpfen. Es würde mich interessieren, wer Ihr Plädoyer ursprünglich verfasst hat; lassen Sie mich raten: Edward Bernays..?
    dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays.. falls Sie noch mehr davon brauchen sollten!

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