Ich habe ein Beziehungstrauma

Nach nichtrepräsentativen Erhebungen leidet jeder zweite Mensch an den Folgen einer unsicheren Bindung zu den primären Bezugspersonen seiner Kindheit. Wenn das nicht nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Psychologen und Therapeuten ist, dann haben wir da ein gewaltiges gesellschaftliches Problem. Oliver Bartsch, Journalist und angehender Gestalttherapeut, hat dazu etwas zu sagen, denn er ist selbst einer von denen, deren Leben von einem »Beziehungstrauma« geprägt war. (Quelle: Mystica TV)
http://www.mystica.tv/ich-habe-ein-beziehungstrauma-oliver-bartsch/#

Comments
  • sila

    Als langjährig arbeitende Psychotherapeutin sehe ich das genauso wie der erste Schreiber. Es wird durch die fast zum Normalzustand gewordene Krippenbetreuung eine Lawine von bindungsunfähigen Menschen auf uns zukommen. Krippenbetreuung war ursprünglich gedacht, um die Not der Kinder auszugleichen, die ansonsten ohne Betreuung auf sich alleine gestellt , Schaden erlitten hätten, weil Eltern und Mütter durch Arbeitssituationen, eigenen emotionalen Mängeln etc. nicht in der Lage waren sie gut zu versorgen. Eine gut in Gang gekommene Bindung beginnt idealerweise schon in der Schwangerschaft durch Annahme des Kindes, nach der Geburt durch den körperlichen Kontakt und das Stillen, durch die Interaktion zwischen Mutter und Kind, die sich immer besser verstehen und verständigen können und dem Kind das Gefühl geben, es als ein ganz besonderes einzigartiges Wesen zu lieben und zu fördern.
    Bald haben wir kollektiv erzogenen Einheitswesen, die der Staat bestens je nach seine Ideologie steuern kann.

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