Konstantin Wecker: Was wäre, wenn…

Konstantin WeckerFast ein Gedicht ist Konstantins Kommentar zum in den Medien allgegenwärtigen Vormarsch des „IS“ im Irak. Darin zeigt sich eine Sichtweise, die man merkwürdiger Weise in unserer Presse sonst fast nirgendwo findet. Was waren die Ursachen für den Boom des islamischen Fundamentalismus in der jüngeren Vergangenheit? Und vor allem: Wem nützt es, wenn einem kriegsmüden deutschen Volk ständig neue Unholde präsentiert werden, die ein neuerliches militärisches Engagement „notwendig“ machen?

Liebe Freunde,

was wäre, wenn die ISIS-Terroristen nach wie vor von westlichen Diensten und von Finanzen über Golf-Emirate und Saudi-Arabien unterstützt würden, um gegen syrische Regierungstruppen ihre unsäglichen Verbrechen zu begehen?

Was wäre, wenn sie in Syrien nützliche Schlächter wären, da durch die Zerschlagung des syrischen Staates auch Stützpunkte der Russischen Föderation im Persischen Golf angegriffen würden?

Was wäre, wenn es dabei nicht zuletzt auch um große Erdgasvorkommen ginge?

Was wäre, wenn eine andauernde Instabilität im Nahen Osten geradezu erwünscht wäre, um militärische Dauerpräsenz damit zu rechtfertigen?

Was wäre, wenn es ohne die westliche Politik das augenblickliche Hauptproblem der stets gedemütigten Kurden, den ‚Islamischen Staat‘ (IS), gar nicht gäbe?

„Jahrelang haben die USA die Waffenlieferungen Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten an syrische Terroristen wohlwollend durchgewinkt. Saudi-Arabien – Deutschlands angeblicher ‚Stabilitätsanker‘ – besitzt ja Waffen im Überfluss. Vor allem westlicher, auch deutscher Produktion. Aus einigen dieser von den Saudis ausgerüsteten Organisationen entstand ISIS, die sich später in ‚Islamischer Staat‘ (IS) umbenannte“, schreibt Jürgen Todenhöfer.

Was wäre, wenn wir einige dieser Waffen, die wir jetzt an die bedrängten Kurden liefern, schon bald in den Händen islamistischer Mörderbanden sehen würden? In Mali, Zentralafrika, Nigeria?

Was wäre, wenn all dieser Wahnsinn wohlgelitten wäre, um dann immer wieder aus „humanitären Gründen“ eingreifen zu können, wieder Waffen verkaufen zu können, die Welt in Unruhe zu halten, anstatt endlich zuzugeben, dass das kapitalistische System immer wieder Kriege braucht, um sich am Leben zu halten und seine Statthalter weiter zu bereichern?

Kapitalismus war schon als Kind Scheiße, hab ich als Graffiti mal gesehen. Und es gefällt mir immer besser.

Ja, Freunde, was wäre, wenn wir einfach andauernd unglaublich betrogen und belogen und beschissen würden von Menschen, deren Gier nach materiellem Reichtum unersättlich ist?

Und von deren Handlangern, den großen Medienkonzernen?

Was wäre dann, wenn das so wäre?

Was wäre, wenn die Demokratie schon lange auf dem Altar der Geheimabsprachen der Konzerne geopfert worden wäre?

Wenn die Zentralbanken, in denen die Entscheidungsträger ja doch nie gewählt werden könnten, schon seit langem mehr zu sagen hätten als die sogenannten demokratischen Staaten? Die Europäische Zentralbank, die EZB, zum Beispiel stellt ja einen Zusammenschluß europäischer Privatbanken dar, nicht eine Institution der EU!

Was wäre, wenn gar nicht mehr Demokratie drin ist, wo Demokratie draufsteht?

Was wäre, wenn Demokratie nichts als ein Etikettenschwindel wäre?

Ich glaube weiter an die Kraft der Veränderung.

Aber zuallererst müssen wir uns gegen die Nebelkerzen wehren, mit denen wir täglich beschossen werden.

Und wenn wir dann sähen, dass dieses „was wäre wenn“ auch so ist und nicht nur wäre, würden wir dann endlich aufstehen?
Was wäre, wenn wir kein Wunder bräuchten, sondern eine Revolution?

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  • eulenfeder

    …und was wäre – wenn es nicht menschen gäbe die etwas weiter und tiefer blicken können als die allgemeine volksverdummung weltweit es erlaubt ? – Danke Konstantin ! – diese umfassendere und viel mehr überblickende sicht brauchen wir – dieses DURCHSCHAEN ! –
    und weniger oder überhaupt nicht das verblendete geschrei aus politisch-ideologischen richtungen aller arten.
    und wiederum richtig dass wir die revolution, die rebellion brauchen –
    und nicht den geradezu schon dumm-blauäugigen glauben an lösungen durch politische ‚vertreter‘ in staatlichen konstrukten die sich demokratien nennen und in wirklichkeit nix anderes sind als vom kapital gelenkte volltrottel-mationetten.

  • Martin

    Ich denke doch, saß wir ein Wunder brauchen. Denn solange die Masse der Menschen feststeckt im Morast der Meinungsmache und den geistigen Zwängen der selbstauferlegten Schuldenfalle wird es wohl keine Revolution geben.
    Aber ich glaube und hoffe, daß sich letzlich doch das Gute durchsetzen wird.

  • Susanne

    Was wäre, wenn wir einfach damit anfingen, nicht nur nicht die selben alten Rattenfänger zu wählen, sondern uns für einen neuen revolutionären Weg entschieden (Beispiel: pdv)? Es gibt sie, die neuen Wege, die für unsere vom „Sozialstaat“ vernebelten Gehirne zwar zunächst dubios erscheinen, die aber durchaus einen-oder mehrere- Gedanken wert sind.
    Was haben wir zu verlieren? Frei sind wir noch nie wirklich gewesen…habt Mut, ihr staatsgläubigen Deutschen, die ihr nun auch noch FREIWILLIG sinnlose Abgaben zahlen wollt (z.B. Maut)! Es gibt Ideen, die uns wirklich frei machen können; ihr müsst sie nur suchen und finden (wollen).

  • Piranha

    Die Worte, die ich eigentlich formulieren wollte, kann ich hier unmöglich schreiben.

    Zu den deutschen Waffenlieferungen in ein Krisengebiet:
    Unsäglich schauderhaft der Kommentar dieses S.Gottlieb in den Tagesthemen vom 20. August: „Endlich. Der Tabubruch war fällig. Der jahrzentelange Grundsatz… ist das Papier nicht mehr wert, auf dem er geschrieben steht. …“

    Schaut es euch ab der Minute 4 selbst an. 20. August 2014, Tagesthemen
    Man möchte ihm sein selbstgefälliges Grinsen zurückschieben.
    Inhaltlich gleicht es einer Art Volksverhetzung und Ermunterung zum Gesetzesbruch.
    Caren Miosga tat mir leid.
    Diese Neue – Pinar Atalay – der neue Wackeldackel der Tagesthemen hätte sich, wie bei anderem auch, vermutlich vor hündischer Zustimmung überschlagen, wie sie manchmal blöder nicht sein können.

    Sorry, das musste mal gesagt werden

  • Zbig

    Lieber Herr Wecker,

    Sie schreiben zur EZB: „Die Europäische Zentralbank, die EZB, zum Beispiel stellt ja einen Zusammenschluß europäischer Privatbanken dar, nicht eine Institution der EU!“

    Da müssen sie sich korrigieren. Die EZB ist ein Zusammenschluss der Notenbanken der Mitgliedsstaaten. Letztere sind jedoch keine Privatbanken, wie aus dem Status der Bundesbank zu ersehen ist:
    „Der Bund errichtet eine Währungs- und Notenbank als Bundesbank. Ihre Aufgaben und Befugnisse können im Rahmen der Europäischen Union der Europäischen Zentralbank übertragen werden, die unabhängig ist und dem vorrangigen Ziel der Sicherung der Preisstabilität verpflichtet.“ (Artikel 88 Grundgesetz)

    Die EZB ist sehr wohl eine Institution der EU:

    „Die Organe der Union sind
    – das Europäische Parlament,
    – der Europäische Rat,
    – der Rat,
    – die Europäische Kommission (im Folgenden „Kommission“),
    – der Gerichtshof der Europäischen Union,
    – die Europäische Zentralbank,
    – der Rechnungshof.“

    (Artikel 13 EU-Vertrag)

    Im Übrigen kann ich Ihrem Text vorbehaltlos zustimmen.

  • Piranha

    @Zbig

    Wem gehören die nationalen Zentralbanken?

    Die Deutsche Bundesbank ist ein Organ des deutschen Staates, also 100% staatlich. Die Österreichische Nationalbank hingegen ist zu 30% in Besitz privater Eigentümer, die Belgische Nationalbank sogar zu 50%. Die Italienische Zentralbank, die Banca d’Italia, gehört zu 94,33% italienischen Privatbanken.

    Quelle:
    http://www.gegenfrage.com/ezb-die-europaische-zentralbank/

  • Piranha

    @Zbig

    zur Ergänzung erinnere ich an die legendäre Erklärung der Bankenwelt durch Frank-Markus Barwasser, alsia Erwin Pelzig.

    Einige Namen einfach mal mit den Präsidenten der EZB vergleichen.;-)

    https://www.youtube.com/watch?v=XXLlrd5dKQc

    Beste Grüße,
    P.

  • Zbig

    @Piranha

    Um diese Frage für die übrigen Mitglieder der Eurozone zu klären, müsste in jedem einzelnen Fall die nationale Gesetzeslage/Verfassungslage untersucht werden. Erst dann kann man die jeweiligen Eigentumsverhältnisse richtig einordnen
    Für die EZB bleibt es bei Artikel 13 EU-Vertrag. Dass das Personaltableau, angefangen bei Draghi, enge Verbindungen zum Privatsektor aufweist, steht auf einem anderen Blatt. Lars Schall hat sich übrfigens der Mühe unterzogen, dem Federal Reserve System nachzuspüren

    http://www.larsschall.com/2014/07/09/are-the-12-regional-banks-of-the-fed-private-entities/
    Viele Grüße
    Zbig

  • eulenfeder

    ..ihr müsst banken ausrauben – anstatt über die besitz-hintergründe zu sinnieren.
    jeder der es macht – ohne jemand ernsthaft zu verletzten dabei – hat meine hochachtung !
    man holt sich nur was einem sowieso gehört.

  • Mo

    Der Mensch der Möglichkeiten zeichnet sich aus durch die häufige Verwendung der Möglichkeitsform: Könnte doch, sollte… hätte… was wäre wenn…

    Was wäre eigentlich wenn wir, die Menschen der Möglichkeiten, anstatt über Besitz-Hintergründe zu sinnieren oder anstatt Banken auszurauben, einfach anfangen würden, unser eigenes Geld und unsere eigenen Banken und unser eigenes Geld- und Wirtschaftssystem anzuwenden? Wenn wir das wikrlich tun würden? Und wenn wir gar noch erfolgreich damit wären?

  • eulenfeder

    ..dann – geehrte Mo – müssten wir keine banken ausrauben, weil unser eigenes verwaltetes ‚geld‘ oder wie immer sich ein ganz anderer materieller wert sich dann nennen möge.
    selbstverwaltet – ja !, von kleinen lebensgemeinschaften, für die lebensgemeinschaft, keine zinsen, keine geldgeschäfte, gleich verteilt, wer weniger hat bekommt zum ausgleich mehr, ‚erfolg‘ nicht an materiellen werten gemessen, was ‚erwirtschaftet‘ wird kommt allen zugute…
    und hätte ich mal etwas mehr, weil ich den frauen ihre ganz individuellen möbelwünsche erfülle – als kreativer tischler – dann gebe ich wieder etwas ab – für die gemeinschaft. ( ich mache für den bäcker einen neuen wäschschrank aus erlenholz ! – und er liefert mir dafür brot.. )
    und all dieses gemeinschaftsleben ohne nötigenden zwang, also mit der zwar bewussten notwendigkeit dass jeder beitragen muss, nach seinen fähigkeiten – aber ohne einen leistungsdruck, ohne eine ‚stechuhr‘, beschaulich sinnvoll…

    wäre das auch in Deinem sinne – geehrte Mo ? – ich wäre bereit dazu.
    materielles denken muss – wenns gelingen soll – zumindest weit in den hintergrund rücken dann.

  • Mo

    Werter Eulenfeder, das wäre doch durchaus in meinem Sinne – dann wäre es ja UNSER Sinn!
    Magst Du Deine kostbare Zeit bitte mal mit dieser Vision hier verbringen:
    http://www.buerger-vermoegen-viel.de/

    Gerade vorhin sagte ich zu meinem Schatz: Jetzt lass uns doch endlich mal damit anfangen! Fürs Erste brauchen wir nichts weiter als in einem ganz und gar unbürokratischen Akt einen un-eingetragenen Verein gründen „Förderverein Hinter den Schlagzeilen“, ein Konto eröffnen und die ersten Gelder fließen lassen…

    Würd mich interessieren, was Du davon hältst
    http://www.buerger-vermoegen-viel.de/

  • eulenfeder

    Sehr Geehrte Mo –

    danke für die ‚links‘- habe sie mir angesehen.
    begeistert allerdings war ich nicht – bitte nicht gleich eine enttäuschung ‚hochkommen‘ lassen deswegen.

    zunächst mal freut es mich sehr dass Du meinen, Deinen sinn in UNSEREN ( nicht nur auf Dich und mich bezogen natürlich ) sinn verwandelst – und das meine ich auch so – ich glaube spüren zu können dass WIR da ein zumindest grob ‚umrissenes‘ gleiches interesse an einem ganz anders ‚funktionierden‘ gesellschafts- oder auch wirtschaftssystem haben.
    vielleicht zu einem besseren verständnis meines ‚nicht begeistert seins‘ zu den links folgende ganz persönliche offenbarungen:
    ich habe eine grosse abneigung gegen geld – will es abschaffen deswegen. eine noch grössere gegen staatenbildungen im staate und das beginnt schon mit vereinen nebst hirarchischen strukturen, vorsitzenden, vordenkern und unteren ausführenden, u.sw. – also alles was wir ja schon haben – würde niemanden akzeptieren nur auf grund seiner akademischen bildung, irgendwie höheren stellung u.s.w..
    – da wäre mir ein zutritt schon verwehrt – eine gleiche ebene brauche ich – in allen belangen – eine GEMEINSCHAFT ist nur dann eine wenn jeder in jeder hinsicht gleichberechtigt ist.
    jederzeit bereit mich einzubinden bin ich aber wenn dies gegeben ist – also die GLEICHWERTIGKEIT auch, ganz und gar abgesehen vom wissen oder können jedes einzelnen, jeder in einer solchen gemeinschaft hat einen gleichen ‚wert‘, wenn man überhaupt von einer ‚wertigkeit‘ sprechen muss – das verlangt aber viel ab von denen die mehr haben oder glauben mehr zu sein als die anderen – und sicher kannst Du Dir vorstellen dass da so mancher von seinem podest runter müsste.
    jederzeit aber wiederum – bin ich bereit dann alles was mir als individuum gegeben ist einzubringen in diese gemeinschaft, also nicht nur meine vielleicht handwerklichen fähigkeiten – auch der mensch eulenfeder, der auch dann bereit ist mehr zu geben als zu nehmen – in jeder hinsicht. erst recht ja weil ich materielles denken verabscheue sogar.
    ja – nun einen konsens zu finden unter all diesen aspekten – nicht so leicht – stimmts ?
    etwas habe ichs ja schon angesprochen – in der antwort zuvor – es darf keinen leistungsdruck geben auch – das bedeutet in der realität dass niemand ‚schief angeschaut‘ , ermahnt oder gar ausgeschlossen wird nur weil er mal keine lust hat etwas zu machen – das recht auf eigene bestimmung seiner leistung für die gesellschaft muss ebenso gegeben sein – und vor allem muss man sich zeit lassen können, anderen zeit geben, – leben heisst sich zeit nehmen zum leben…
    Du siehst also – mit der gründung eines vereins ist noch lange kein gelingen gegeben – aber ich verstehe auch dass man/frau ja einen weg gehen muss um es zu ermöglichen.
    als völlig mitteloser ( was geld oder besitz oder sonstige materiellen werte betrifft ) könnte ich ja nicht einmal etwas einzahlen, in die ‚vereinskasse‘ – nur mich selbst mittelos einbringen – naj – einen plattenspieler habe ich schon – smile – aber keine versicherung oder sonstigen unsinn – und wäre ich als solcher wirklich ein ebenso wertiger mensch in einer solchen gemeinschaft ?
    ein runder tisch an dem jeder mitreden darf und an dem man solange sitzt bis alle zufrieden sind ! – das ist möglich, aber erfordert völlige gleichberechtigung.
    jeder muss auch sein ganz eigenartiger mensch bleiben dürfen, sehr viel rücksicht und verzicht kann das bedeuten.
    Ja – nicht so einfach – aber ich bin bereit dazu !!
    ein lebenstraum auch – wenn auch wegen meiner eigensinnigkeit nur ganz allein möglich – wahrscheinlich.
    in die natur eingebunden sein dabei – zusätzlich – auch sehr sehr wichtig – von ihr können wir lernen – es auf uns übertragen.
    also mache ich nun folgenden vorschlag;
    wir bauen uns ein kleines dorf – holzhütten – ich mache was mir möglich ist um es zu erhalten – aber ich nehme mir auch das recht mal einen tag nur im wald zu verbringen – weil es meine seele braucht.
    und ich habe keinen cent den ich aus materieller sicht beitragen kann.
    aber ich kann gesunde betten bauen – aus feinjährigen fichten – das ist doch schon mal was !

    Lieber gruss

  • eulenfeder

    ..nochmal ich – sehr geehrte Mo –

    ich bewundere immer menschen die etwas machen anstatt nur zu reden – wie ich !
    ich habe aber schon lange daran gedacht mal nachzufragen – bei den sehr geschätzten hds-leuten – ob man nicht einen ‚fond‘ einrichten könnte, einen topf aus dem man tatsächlich in not geratene helfen kann dann.
    aber nicht nur mit geld sollte dieser angefüllt sein, auch mit hilfsbereitschaft andere art, z.b. könnte ein rechtsanwalt sich verpflichten mal selbstlos zu helfen ( wie in diesem grausamen schicksalsfall den Ellen hier engagiert berichtete ), – ein autofahrer mit vielleicht einem lkw oder bus sich bereiterklären mal umsonst damit zu helfen, einer dems nicht wehtut mit einem zinslosen kredit aushelfen, u.s.w….
    also direkte hilfe für existenzbedrohte, ausgegrenzte, obdachlose u.v.m.
    auch kleine hilfen jeglicher art – jeder nach seinen möglichkeiten – und das alles ohne jeglichen profitgedanken, ausserhalb gesetzlicher bestimmungen und regularien, keine vereins- oder sonstige statuten…
    eine anarche hilfsbereitschaft, was geld betrifft, nicht von einer bank verwaltet.
    dafür könnte jeder der mitmachen will einen zettel schreiben der dann in diesen topf kommt – z.b.: ‚ich verpflichte mich selbstlos und unentgeltlich als anwalt zu helfen ‚ – oder: ‚ ich bin bereit als elektriker in einem notfall zu helfen ‚…. ‚verpflichte mich bei einem umzug zu helfen’…
    ‚ ich bin bereit diesen hilfefond zu ‚verwalten‘, zu koordinieren ‚ – sollte dann auch gegeben sein von jemandem der das kann, gerne macht.

    und ich mache nun den anfang – kann schon mal ausgedruckt werden und in den ‚topf’wandern:

    ich – eulenfeder – spende einen kleinen betrag für innotgeratene!

  • d.schmitz-chuh

    Ob es wirk-lich was bringt? Die, die K.Wecker lesen/hören sind ja sowieso schon dem System gegenüber kritisch eingestellt (oder?). So bleibt es – noch – nur ein Aufruf (Aufschrei) unter Gleichgesinnten.
    Die, die den Mainstream-Lügen-Infos ihren Glauben schenken, werden nicht erreicht, bis…die Betroffenheit sie ihrer wohlsituierten Benommen-heit beraubt …
    Immerhin: soo lange werden die Kritiker sich wenigstens gegenseitig bestärken können – so auch mit diesem genialen Aufruf „Der kommende Aufstand“:
    https://www.youtube.com/watch?v=9X_P_AnAgKI
    »Nur wir, die in Betonklötzen zur Welt kommen, in Supermärkten Obst pflücken und im Fernsehen nach dem Echo der Welt Ausschau halten, bringen es fertig, geduldig die Enzyklopädie des Desasters zu erstellen.“Unsichtbares Komitee“

  • d.schmitz-chuh

    Liebe Eulenfeder,

    was Du schreibst, klingt gut! Du kannst ja mal in Forst/Lausitz vorbeikommen. Vielleicht wär das ja was…könnte man ja schauen, ao vivo…im ehemal. Bootshaus. Wenn Du Dir´s erst mal auf Fotos anschauen willst, dann kannst Du auf der Facebook-Seite „Nandi Chuh“ reinschauen. Ist das Vereinshaus von „Joia de viver e.V.“.
    LG

  • Tommy Rasmussen

    Zbig: „Die EZB ist ein Zusammenschluss der Notenbanken der Mitgliedsstaaten“
    .
    ABER:
    http://lupocattivoblog.wordpress.com/2010/03/25/die-privatisierung-des-weltgeldsystems/
    .
    Die Volker müssen immer wieder durch Kriege, Terror, false Flag-OP, Massenmorde, Inflation, Steuern, HAARP, “Börsen-Crash”, usw. usw. arm gehalten/gemacht werden, weil sie sonst keine (FIAT = LUFTGELD = COMPUTERNULLEN-) Kredite benötigen würden. Geld dient der Hochfinanz NUR der Machtausübung, weil die PRIVATE Hochfinanz selber die Geldmenge kreiert.

  • Mo

    Guten Morgen, Eulenfeder,
    finde auch, dass das gut klingt, was Du sagst vom Teilen und vom Lusthaben und von der Augenhöhe und vom Geldabschaffen. Das ist die große Vision. Die teile ich auch. Gerne sogar.
    Ich hab mich halt immer gefragt: Wie komm ich da hin? Geht das in einem großen Satz? Ich hab mal eine wunderschöne Geschichte gehört vom Affenkönig Hanuman in dem indischen Epos Ramayana. Rama, der Held war tödlich verletzt und sein treuer General Hanuman wollte ihn nicht sterben sehen. Er erinnerte sich an ein Heilkraut, das nur im tausende Kilometer entfernten HImalaya wächst. Hanuman nahm all seine Konzentration zusammen, wünschte sich in den Himalalya – und schon war er dort. Er fand das Kraut, sammelte ein zweites Mal all seine Konzentration und wünschte sich zurück zu Rama. Auch der zweite große Sprung gelang und Ramas Wunden heilten dank der Heilpflanze.
    Ich wünschte, ich könnte mich auch so konzentrieren, sprich meditieren. Dann würde ich mit einer einzigen Konzentration „alles“ heilen. Das kann ich aber nicht.

    Deshalb hab ich überlegt, ob es nicht auch möglich ist, sich mit kleineren Sprüngen dem Wunsch nach einer wunderbaren neuen Welt zu nähern. Die Frage, wie Geld und Macht entsteht und wie und ob Geld und Macht auch der Allgemeinheit dienen könnten, war und ist bei meiner Vision von zentraler Bedeutung. Also, kurz gesagt, kam ich zu dem Ergebnis: Geld und Macht für alle!
    Und zu der Frage: Wo ist das zu finden?
    So kam ich dann dazu, mich für Tauschkreise, Grundeinkommen, Direkte Demokratie, Bürgertaler und Regiogeld, Piraten und HdS zu engagieren.
    Wenn ich mich aber „richtig“ engagieren will, dann kostet das reichlich Zeit und Kraft. Einen „Fond“ über HdS zu kreieren – darüber hab ich auch nachgedacht. Das ist ja das Anliegen vom Bürgertaler. Zwar gibt es auch dort einen Vorstand und pipapo (es gibt übrigens auch bei HdS einen „Vorstand“, das ist Konstantin) – aber im Grunde ist es einfach mit dem Bürgertaler: Eine Projektgruppe meldet sich an zum mitmachen. Sie gibt eine Kontonummer an. Dann gehen Leute einkaufen bei Leuten, die was verkaufen und auch da mitmachen. Vom erzeugten Umsatz gehen 2 % an das Wunschprojekt des Kunden. HdS könnte auch eins der Wunschprojekt sein.
    http://www.buerger-vermoegen-viel.de/foerder-projekte.php

    Wenn viele mitmachen, kommt was zusammen und der HdS-Fonds kann dann im Konsens damit machen, was er will

  • eulenfeder

    ebenso einen schönen morgen ( schon wieder vorbei – zefix ) – Liebe Mo !
    verstehe das alles schon, – die kleinen schritte hin zum besseren, zum wunschziel, ja ! – ‚besser kleine schritte als gar nix machen – u.s.w in diesem sinne.
    aber wenn der ‚ausgangspunkt‘ nicht schon das ‚ideal‘ beinhaltet, sprich die non-profit gesellschaft in völliger gleichberechtigung, das hirarchielose miteinander in einer gerechten umverteilung, die entwertung des geldes und der daraus entspringenden macht, die demokratische seele in ureigener form in allen belangen, die selbstbestimmung der eigenen beitragenden leistung auch, eine gleichwertigkeit ebenso, der verzicht auf eine bevorteilung, eigentlich ja auch der verzicht auf die gesetze eines marktes dann… u.v.m…
    ( rein gar nix hat das alles mit einer politischen glaubensrichtung zu tun – eher entspringt es meiner anarchen seele ), –
    dann wird das nicht gelingen wenn man gegebenen strukturen folgt, jenen die dann wiederum ins abseits fürhren, diesen zerstörerischen gesetzen unterworfen sind ab einer relativen grösse.
    ( wenn ich Deinem ‚link‘ folge und mir die werbeliste anschaue, die ‚marktteilnehmer‘ damit auch ) dann schwant mir übles wenn ich da rewe und allianz ( nur mal krasse angeführt ) sehe !
    nein ! – da ist der niedergang einer sehr guten idee vorprogrammiert.
    meine ablehnung entspringt natürlich auch der tatsache dass ‚kleine schritte‘ keinerlei verbesserungen bringen – in vielerlei hinsicht- und ebenso meiner sicht von idealeren lösungen nicht entsprechen dann.
    politik ist ja auch ein weg der kleien schritte – aber das gesamte elend entspringt ja politischen strukturen und bemühungen.
    Deine ‚grundidee‘ ist prima ! – keine frage – aber der weg dafür muss ein anderer sein, nicht in alteingefahrenen gleisen.
    eigentlich scheitert eine demokratie ja schon in jenem moment, wenn einer eine richtung vorgibt.
    und mir ist sehr bewusst dass meine vielleicht extreme haltung auch verhindern kann.
    die gegebene rein zerstörerische gewalt dieses systems – wie kann man sie durchbrechen ohne die gleichen fehler wieder zu machen ? – ich weiss es nicht – bin aber mittlerweile überzeugt davon dass man sich erstmal komplett davon lösen muss – eine positive ausgrenzung die aber vom system sofort bekämpft wird – gerne nehme ich dazu die hipie-zeit als beispiel, jene die andere wege einfach gelebt hatten wurden umso härter vom staat bekämpft, klar ! – weil eine gefahr !
    all diese niedergänge sehr guter ideen sehe ich von anfang an kommen, wenn man sich zur verwirklichung wieder im alten system verstrickt und sicherlich zu einem teil sich dann bekämpft statt zusammenzuarbeiten für diese guten ideen ( das hast Du ja sehr richtig angeführt auch – die sogenannten friedensdemos zeigen das auch deutlich ).
    verdammt nochmal ! – denke ich mir oft – dieser verfluchte seismograph der da in mir steckt und die kleinsten nichtmachbarkeiten sofort anzeigt ! –
    schon ein ersatz für geld ist für mich dann schon wieder ein ersatzgeld eben – und damit keine lösung.

    sofort dabei bin ich aber bei einem anfang der all diese gefahren erkennt und damit ausschliesst – zugleich erschüttert es mich weil ich erkennen muss dass dafür wohl ein ‚neuer‘ typ mensch nötig wäre.

    …und wieder zeigt sich der träumer eulenfeder….

  • stille G.

    Hallo allerseits : -)

    oh ja: den kenn ich zur Genüge:

    ***dieser verfluchte seismograph der da in mir steckt und die kleinsten nichtmachbarkeiten sofort anzeigt ! -***

    dieser seismograph in mir, zeigt mir die negativen Dinge, die Fehler im System auf … auf einer Tauschbörse hat mir mal der Betreiber gesagt:
    als es wieder „in meinen Augen unsinnige“ Veränderungen gegeben hat:

    Vor Dir kann man aber auch gar nichts geheimhalten …

    Es gab da mal so ein schönes „langes“ Video mit Jo Conrad und Jo Bauer über die WIR-Energie …

    weiß nicht ob der Link hier gewünscht wird ???

    zum Thema Geld: ich persönlich möchte auf Geld nicht verzichten, ich kenne jedoch und bin auch auf „geldlosen“ Portalen aktiv, wie zum Beispiel http://www.wirkarte.de und http://www.gradido.net

    WIRKlicht Grüße von der stillen G. : -) : -)) : -)))

  • Mo

    Lieber Eulenfeder,
    wenn Du sagst, „Bürgertaler find ich nicht gut, weil die Ausgangsposition nicht das Ziel beinhaltet“ dann kann ich dir nicht ganz folgen. Deshalb nochmal die uralte Geschichte vom Affenkönig Hanuman und seinem Freund, dem tödlich verletzten Menschen, Rama. Der Ausgangspunkt war, dass Rama gestorben wäre, wenn Hanuman den großen Sprung zum weit entfernten Standort der Heilpflanze nicht gewagt hätte.
    Die Heilkraft vom Bürgertaler ist „Geld und Macht für alle“. Da ist der Bürgertaler wie die kleine unscheinbare Heilpflanze aus dem Epos Ramayana. So empfinde ich das. Die kleine Pflanze heilt den Rama, den Menschen, der sonst an den Verletzungen, die der Krieg ihm zugefügt hat, gestorben wäre.
    Wenn ich Dich recht verstehe, dann sagst Du:
    Ich kenne zwar kein anderes, besseres Heilmittel, aber das, was Du da kennst, das nehm ich auf keinen Fall. Weil es nämlich auch bloß eine Pflanze ist wie alle anderen, die bisher auch nicht geholfen haben.
    Und: Der „Seismograph“ der in uns allen steckt, was ist das eigentlich? Ein Freund? Ein Feind? Beherrscht er uns oder dient er uns? Ist er unkontrolliert oder gezähmt? Von wem gezähmt? Gibt es eine Ebene des Bewußtseins, die über dem „Seismographen“ steht oder ist der Seismograph die höchste Ebene unseres Bewußtseins, die unsere Handlungen steuert, ob wir wollen oder nicht?

    Beim Bürgertaler machen 45 Unternehmen mit. Ein REWE Markt ist dabei. Das kommt daher, weil bei REWE die Zweigstellenleiter eigenständige Entscheidungen treffen können, unabhängig vom Großkonzern. Ist das ein Schritt in die richtige Richtung? Und ein Versicherungstandler ist auch dabei. Die beiden führst Du auf als Begründung, um den Bürgertaler schlecht zu denken. Weil Du REWE nicht magst und weil Du Versicherungen nicht magst und auch nicht brauchst.
    Es ist eine lange Wegstrecke, bis über den Bürgertaler so viel Geld in einen fiktiven HdS-Fonds geflossen ist, so dass wir anfangen können, im Konsens darüber zu befinden, wohin mit der Kohle.
    Ich finde, wenn wir uns Gedanken darüber machen, ob die Menschheit zugrunde geht – und sie schaut ziemlich krank aus – dann ist es gut, Heilmittel auszuprobieren.
    Auch wenn man sich Gedanken macht, ob das Wirtschaftssystem vielleicht zugrunde geht, weil es sich selbst zugrunde richtet, ist es gut, Mittel und Wege praktisch auszuprobieren, die „Geld und Macht“ für alle versprechen….

  • eulenfeder

    Liebe Monika –

    vorab – ich bewundere meistens menschen die aktiv sind hinsichtlich verbesserungen – kann aber nicht in jedem falle mich einbinden dabei.
    warum ? – naja – das habe ich darzustellen versucht, geht mir nicht weit genug meistens.
    schlecht denken – eine eigentlich gute idee – ist nicht meine absicht, vielmehr glaube ich weiter blicken zu können ( keine überheblichkeit darin ), vielleicht aus dieser sicht des aussenstehenden, also wenn nicht emotional ‚befangen‘ oder frei von einem enthusiasmus – durchaus meine absicht ist es aber in einem vertiefen dieser problematiken hinsichtlich einer machbarkeit bessere wege zu finden, wege also die neu sind, weil ich die verselbständigung in den gesetzesmässigkeiten von markt, profit erkenne, wenn man wieder in alten gleisen fährt.
    gar nix hätte ich gegen einen lebensmittelhändler der unabhängig wäre, ein zweigstellenhändler von rewe kann das aber nicht sein.
    die unabhängigkeit von gegebenen strukturen jeglicher art wäre für mich eine vorraussetzung tatsächlich neues zu kreieren, – da würde ich mich anschliessen, einbringen.
    deshalb auch war ja mein vorschlag: direkte hilfe, jeder wie er kann – ganz unabhängig und ausserhalb gegebener strukturen.
    ‚geld und macht für alle‘ – das will ich nicht, ich will geld und macht abschaffen weil das grundübel !
    solange es nicht abgeschafft ist, das geld, naja – dann muss man wohl damit leben, aber es darf nicht zu einem beherrschenden ‚wert‘ werden und ein geldersatz ist keine garantie dass es nicht wieder als machtinstrument missbraucht wird oder zur bereicherung.
    Du siehst also es geht tiefer – jedenfalls in meiner philosophie einer achtenden und sich helfenden gemeinschaft, .. und der ‚seismograph‘ schlägt aus weil er all diese gefahren erkennt – und er ist – sagen wir mal auf all das negative, nichtmachbare erkennend eingestellt, diesen anspruch hat er, ja – aber nicht den anspruch auf einzig wahres oder richtiges !
    ich glaube, Wir beide hätten ein zumindest in vielem übereinstimmendes ziel, aber der weg dahin ist für mich ein anderer – den ich halt gehen müsste nach meiner lebensphilosophie.
    trotz verschiedener ansichten ist es ja nicht ausgeschlossen, dass man einen weg finden kann !
    ‚geld und macht‘ ist und bleibt abstossend für mich.
    nur mal ein beispiel für meine verweigernde haltung was ‚kleine‘ schritte zu einer verbesserung betrifft: es würde ja in der politik schon als grosser erfolg gefeiert werden, wenn man das einfrieren der mieten ‚schafft‘, aber das würde jenen nicht helfen die an den verbrecherischen mieten zugrunde gehen – die mieten müssten mindestens halbiert werden !
    …eine illusion, aber darunter genügt mir keine lösung !
    dieses beispiel könnte ich nun auf das gesamte ausmass dieses unmenschlichen systems übertragen.
    sogar der anarchist eulenfeder würde sich ideen anschliessen die macht, profit, dem egoistischen eigennutz daraus ausschliessen – und das sollte nach meiner meinung von anfang an in einer idee stecken, solches zerstörerische von beginn an zu vermeiden zu versuchen wenigstens.
    ‚geld und macht für alle‘ – eine einbahnstrasse ganz sicher, ‚unentgeltlich und machtfrei‘ – schon eher ein fruchtbarer weg… für mich jedenfalls.
    Lieber Gruss
    eulenfeder

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