Prinz Chaos II.: Thränen des Vaterlands

Mitten in den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges schrieb Andreas Gryphius dieses Portrait einer zerstörten Welt voller zerstörter Seelen. Diese „Thränen des Vaterlands“ wurden seither zu einem der bedeutendsten Antikriegsgedichte in deutscher Sprache. Wecker hatte ja unlängst ein anderes Meisterwerk vertont: Georg Heyms „Der Krieg“. Man braucht nicht viel interpretatorische Phantasie, um zu sagen: beide zielen auf die Kriege unserer Zeit, wo Menschen wiederum „der Seelenschatz abgezwungen“ wird. Das gruftige Ambiente dieses Videos (Schloss Weitersroda in Thüringen) passt bestens. Am Kontrabass: Ferdinand Roscher.
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