Offener Brief an die Bundesregierung zur Friedens- und Flüchtlingspolitik EU – Türkei

Henning Zierock von der Gesellschaft „Kultur des Friedens“ schreibt:
Wir brauchen eine vertiefte Diskussion über diese gewalttätigen Entwicklungen in unserer Gesellschaft, und die Gegen-Beispiele einer Kultur des Friedens von Künstlern, Wissenschaftlern, engagierten Menschen, lokal und international.
Wir waren die letzten Wochen unterwegs u.a. bei der Nato-Tagung in Warschau, Türkei, Lesbos, Berlin, etc., zuletzt bei Kundgebungen und Solidaritätskonzerten in Tübingen und Stuttgart u.a. mit dem afghanischen Sänger Shekib Mosade aus Kabul, wo 80 Menschen am Wochenende durch einen großen Terroranschlag ums Leben kamen. Anlässlich der aktuellen Lage in der Türkei anbei ein Offener Brief an die Bundesregierung zum Herunterladen und Weitergeben, der ein Umdenken in der Friedens-und Flüchtlingspolitik fordert.
Offener Brief Türkei

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  • Manfred

    Auf der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen landete die Türkei in im Jahr 2014 auf Platz 154, noch hinter dem Irak und Russland. 2003, als Erdoğan das Amt des Ministerpräsidenten übernahm, befand sich das Land noch auf Rang 116. Die türkische Regierung löscht, blockt, zensiert und plant weitere Maßnahmen. Sie sei aber weniger an Strafverfolgung als an Meinungshoheit interessiert, sagen Forscher noch im Juni 2016. Und heute: Die türkische Regierung setzt ihr Vorgehen gegen unliebsame Kritiker und Medien fort. Nach Angaben eines Behördenvertreters werden 45 Zeitungen und 16 TV-Sender geschlossen. Laut dem im Amtsblatt veröffentlichten Regierungsdekret werden auch drei Nachrichtenagenturen, 23 Radiosender, 15 Zeitschriften und 29 Verlagshäuser dicht gemacht. Zuvor hatten die türkischen Staatsmedien gemeldet, dass nach dem gescheiterten Putsch fast 1700 Offiziere entlassen wurden. Darunter sind 149 Generäle und Admiräle aus allen drei Waffengattungen Heer, Luftwaffe und Marine. Zehntausende Staatsbedienstete waren bereits ihrer Ämter enthoben und überdies rund 13.000 Personen festgenommen worden. Ein Diktator für die „Kultur des Friedens“? Stattdessen deuten jüngste Statements des türkischen Präsidenten Tayyip Erdoğan und seines Premierministers Binali Yıldırım darauf hin, dass die Todesstrafe wieder eingeführt werden soll.

  • Bettina Beckröge

    Super Aktion von Herrn Henning Zierau.
    Jetzt weiß ich, was ich am Wochenende zu tun habe.
    Vielen Dank für die Veröffentlichung.

  • Bettina Beckröge

    Sorry… Super Aktion von Herrn Henning Zierock.

  • Manfred

    Nun zählt die Türkei auch zu den Ländern, die destabilisiert werden. Der Notstand dort genauso ausgerufen wie in Frankreich. Soll ganz Europa destabilisiert werden? Wem nützt das Ganze?

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