«Die Stadt ist des Autos Untertan»

StauStadtDie Verkehrspolitik privilegiert Kfz-Halter. Das muss sich dringend ändern, sagt der Soziologe Andreas Knie. (Quelle: Freitag)
https://www.freitag.de/autoren/christian-fueller/die-stadt-ist-des-autos-untertan

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  • Manfred

    Jeder muss heute flexibel sein. Die Erde geht zu Grunde, weil die Wirtschaft das so will. Und falls die Leute dagegen tatsächlich mal rebellieren sollten, dann wird wieder ein neuer Krieg angezettelt. Und wir sind ja schon auf dem besten Wege dazu, denn der „Krieg gegen den Terror“ wird nie zu Ende gehen. Sitzen vielleicht sogar die größten Terroristen in den Regierungen, weil sie ja den Banken und Konzernen den Weg dazu frei machen??? Und ich dachte immer, dass eine Regierung gewählt wird, um die Rahmenbedingungen zu verbessern!!!

  • Bettina Beckröge

    Uff, ein Bild, wie man es fast von Köln vermuten könnte, aber nur fast!
    Der Engländer sagt, „My car is my castle“.
    Hinsichtlich eines androhenden Stau- Kollapses würde besser klingen:
    „My bike is my castle“.
    Indien macht es uns Europäern vor.

  • Margit Geilenbrügge

    Dem Autor kann ich nur zustimmen! Auch in Dortmund scheint es ein Zuviel an Autos nicht zu geben. Die Stadt ist längst in weiten Teilen kein Lebensraum für Menschen mehr, sondern Parkplatz für Autos.Durch die fehlende Kontrolle wird geparkt, wo eben Platz ist.
    Beim Thema „Auto“ verbinden sich m.E. mindestens drei unheilvolle Aspekte: die skrupellosen Profitinteressen der Autoindustrie, die Neigung des Menschen zur Bequemlichkeit und die Versuchung, meine eigene Identität so sehr zu veräußerlichen, dass ich am Ende wirklich meine: Was ich bin, zeige ich durch mein Auto.

  • Piranha

    Wenn ein Herr Seehofer mal was vermutlich Wahres sprach, lieber Manfred, dann war es dies:
    „Die, die gewählt sind, haben nichts zu sagen und
    die, das Sagen haben, sind nicht gewählt.“
    .
    So gehört in einer der letzten Sendungen bei „Pelzig hält sich“, in der Seehofer zu Gast war.

  • Piranha

    PS an Manfred:
    Lese ich Deinen Eintrag nochmal denke ich, er könnte eh ironisch gemeint gewesen sein, oder? 😉

  • Manfred

    @ Piranha: Es war schon eher verzweifelt sarkastisch gemeint. Entweder wir leben im Konzernkapitalismus oder in einer Demokratie, beides geht nicht.

  • Bettina Beckröge

    Als leidenschaftliche Fahrradfahrerin ärgere ich mich natürlich über die Vielzahl an viel zu eng geschnittenen Radwegen, zugunsten überbreiter Parkstreifen, über Lieferwagen oder Kurzparker, die zum x + einsten mal den Radweg versperren und über gedankenlose Autofahrer, die vom Parkstreifen aus gnadenlos ihre Autotür zum Radweg aufschlagen, sodass man fast Hals über Kopf einen Salto Mortale macht. Der Mief der Autoabgase sowie der Lärm aufbrausender Motoren und quietschender Reifen beim Kick- Start an der Ampel nervt sowieso.
    Car Sharing ist eine gute Alternative für gelegentliche Großtransporte, ansonsten ist ein Privatauto in einer Stadt mit einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrswegenetz kaum von Nöten.
    Berlin ist ein Paradebeispiel dafür. Die Wege vom Wohnort ins Zentrum sind meist so weit, die Stadtautobahnen derart verstopft, dass man gut daran tut, auf die S- und U- Bahn umzusteigen, schon allein aus Zeitersparnis heraus. Das Fahrrad kann man in der S- Bahn mitnehmen, bequemer geht es doch gar nicht.
    Man kann übrigens auch, dass habe ich schonmal in Berlin erlebt, im tief verschneiten Winter seine Langlaufskier unterschnallen, ein wahres Berlin- Erlebnis, nur zu empfehlen:).
    Vielleicht sollte die Bundesbehörden, und die viel sitzenden Parlamentarier eine Zwangsverpflichtung zum „Ride a bike“ bekommen. Das wäre ein gutes Vorbild, ökologisch, grün, gesund. Frau Merkel würde es bestimmt gut tun, dann würde künftig ihr glänzendes dunkelblaues Satinkleidchen, das mit dem tiefen Décollté wieder besser sitzen :))).

  • Bettina Beckröge

    Aussehen und Wirkung des Dékolletés unserer Kanzlerin?
    ungefähr so:
    .
    https://youtu.be/X7giP6oGpFI

  • ert_ertrus

    »Als leidenschaftliche Fahrradfahrerin ärgere ich mich natürlich über die Vielzahl an viel zu eng geschnittenen Radwegen, zugunsten überbreiter Parkstreifen, über Lieferwagen oder Kurzparker, die zum x + einsten mal den Radweg versperren und über gedankenlose Autofahrer, die vom Parkstreifen aus gnadenlos ihre Autotür zum Radweg aufschlagen, sodass man fast Hals über Kopf einen Salto Mortale macht.«

    Schon korrekt, aber was ist mit den Kampfradlern, die auf Fußgänger keine Rücksicht nehmen? Die mit Tour-de-France-verdächtigem Tempo auf den Radwegen dahinjagen, gesenkten Blickes und oft noch mit dunkler Sonnenbrille? Und geradezu vulgär werden, wenn sie einen Fußgänger fast gerammt haben? Ach so, nach Einbruch der Dämmerung oft ohne Licht fahren? Als ich noch Radler war, hatte ich eine Klingel, und die wurde zur Warnung von Fußgängern eingesetzt, die Hauptaufmerksamkeitsgegenstand meines Blickfeldes waren. Aber ja, ich verstand mich als Radler und nicht als Biker (so nannten sich seinerzeit ausschließlich die vielen Jungs und wenigen Mädels mit den 1-Spur-Kfz´s – von Trikes und Beiwagenmaschinen mal abgesehen …);-)

  • Piranha

    Es ist eine unglaubliche Frechheit, was ein Carsten Linnemann sich da leistet.
    Es geht um Steuererleichterungen in Milliardenhöhe, die die CDU (als Wahlkampfgeschenk) ankündigt.
    Dabei ist das Vorhaben selbst noch nicht das Problem, aber sehrwohl, mit welchen Worten Linnemann es begründet: „Denen ganz oben geht es gut, denjenigen, die vom Staat profitieren ebenso…“
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2806176/ZDF-heute-Sendung-vom-08-August-2016

  • Manfred

    @ Piranha: Wenigstens sagen die mittlerweile klar und deutlich, dass sie nur noch Politik für die Reichen machen. Und je weniger Steuereinnahmen die Kommunen, die Länder und der Bund haben, umso handlungsunfähiger werden sie und umso mehr muss privatisiert werden. Da wäscht die eine Hand die andere. Aber für die sozialen Aufgaben und Bildung usw. ist dann wieder kein Geld da. Schritt für Schritt wird so der Sozialstaat und auch die soziale Markwirtschaft abgeschafft. Da muss aber sehr viel aufgeklärt werden!
    http://www.zeit.de/2005/37/Steuern/komplettansicht
    Aber das hatten wir doch alles schon, rot-grün:“Das größte Geschenk aller Zeiten“.
    (Auskünfte zu komplizierteren Details erteilt die parlamentarische Staatssekretärin BARBARA HENDRICKS, etwa zur Anrechnung der Gewerbesteuer oder zur Belastung von Kleinaktionären oder zum Dividenden-Stripping. Zur geplanten Steuerfreiheit für die Konzerne sagt sie nichts. Sie wird auch nicht gefragt. Nach einer Stunde und 52 Minuten geht die Pressekonferenz zu Ende, ohne dass dieser Punkt auch nur erwähnt worden ist.)

  • Bettina Beckröge

    Lieber ert_ertrus
    „Kampf- Biker“ sind keine Genießer, die Franzosen kein Volk des Fahrrads, sondern der ein Volk der „Tour de France“. Ich habe mich mal bemüht, während eines längeren Ausfenthaltes in Frankreich, das Radeln in Frankreich zu erfahren, mit einem ausgeliehenen Radl‘, ohne Schnick-Schnack, aber mit Licht, vorne und hinten, irgendwo in der Pampa. Der Tag war eine Tortur!!!
    LKW’s brausten knapp an mir vorbei, Autos hupten mich zur Seite ja, und die Kampf- Biker, schenkten mir ein mildes Lächeln…
    Da lobe ich mir Jacques Tati’s- Schützenfest. Den Stummfilm musst du unbedingt mal schauen, er ist köstlich. Der Postbote, in Gestalt von Jacques Tati hat den Genuss des Radelns wohl verstanden, mit etwas Wein im Blut gelangte sein Métier zu einer wahren Radl‘- Kunst.

  • ert_ertrus

    »Da lobe ich mir Jacques Tati’s- Schützenfest. Den Stummfilm musst du unbedingt mal schauen, er ist köstlich. Der Postbote, in Gestalt von Jacques Tati hat den Genuss des Radelns wohl verstanden, mit etwas Wein im Blut gelangte sein Métier zu einer wahren Radl‘- Kunst.«

    Kannte ich noch gar nicht – Danke für den Tipp. Stimmt, Kampf-Biker sind – wie alle Egomanen – genussunfähig.

  • Margit Geilenbrügge

    Lieber Roland,
    ich wollte mich noch mal für diesen Link bedanken.- Der Artikel zieht inzwischen Kreise.
    Ich habe ihn an andere Verkehrswissenschaftler und auch an Aktivisten weitergeleitet. Er ist Ermutigung und „Rückenwind“ für die, die sich für eine ökologische und menschenfreundliche Mobilität einsetzen.

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