Tiefsehtauchen: Jens Böttcher trifft Konstantin Wecker

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Wohl eines der besten neueren Interviews mit Konstantin. Jens Böttcher befragt eigenwillig, sensibel und ohne journalistische Klischeephrasen. Er legt eigene Gefühle erstaunlich offen und gibt der Künstler viel Raum. Dadurch kann das Gespräch wirklich in die Tiefe gehen, und auch auf Musikeinlagen dürfen sich die Leserinnen und Leser freuen.
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Showing 10 comments
  • Angela Ebert

    ZUHAUSE – geschützter Raum – selbst-verständlich ein Menschen-Recht !?
    Eine Gnade, ja!?
    ZUHAUSE – eine Quelle der Kreativität – Sicherheit?!
    Leben – die Aufgabe ist gestellt und wird gelöst!
    .
    DANKE für diese SEELEN-NAHRUNG 😉
    noch mehr?
    https://www.youtube.com/watch?v=SKs4s9WHNYs

  • Bettina Beckröge

    Liebe Angela,
    .
    „ZUHAUSE – geschützter Raum – selbst-verständlich ein Menschen-Recht !?
    Eine Gnade, ja!?“
    .
    Ich wundere mich über deine Äußerung. Ein Zuhause ist eine Gnade, sehr wohl, genau der richtige Ort für ein Interview dieser tiefgehenden Art. Welcher Ort wäre dir für das Interview „Tiefsehtauchen“, denn passender erschienen, die offener Straße, oder gar am Grund der tiefen sehenden See?
    .
    An welchem Ort öffnest du denn am liebsten gegnüber deinen Freunden über Themen die, über Dein Lieblingsthema SGB II und Füllerfraktionen hinausgehen?
    Selbst ein Bischoff führt seine seelenberührenden Interviews mit Vorliebe in seinen eigenen 4 Wänden.

  • Bettina Beckröge

    Stichwort Tagebuch:
    Ich stimme Konstantin Wecker in der Bedeutung des Tagebuch führens vollkommen zu.
    Ein Tagebuch ist die Abstraktion der Gedanken und Gefühle und verhilft, sich selbst aus einer Außenperpektive zu betrachten, ein Schritt zum Persepektivwechsel.
    Es gab Zeiten, da war ich schlichtweg nicht in der Läge, ein Tagebuch zu führen, zu groß und mächtig war die Angst vor dem unpersönlich weißen, schweigenden Blatt Papier. Ich habe mich selbst überlistet. Ich habe meinem Tagebuch einen Namen gegeben, ich habe es personifiziert.
    Jetzt erzähle ich meiner A N N A all die Geschichten, die sie schon immer mal hören wollte, was ich tagtäglich erlebe, was ich fühle, was ich denke. A N N A ist meine Leidensgenossin geworden. Das liebenswerte an ihr ist, sie hört immer geduldig zu.
    Dann und wann, wenn das Bild, das ich vor Augen habe, zu reich an Farben und Formen ist, um es in Worte zu fassen, male ich ihr das Bild, oder formuliere es ihr zu einem Gedicht.
    Das Entstehen sind die besonderen und befreienden Momente des Augenblicks.

  • Angela Ebert

    Liebe Bettina,
    ja ich verstehe warum Du Dich wunderst!
    Natürlich ist der Ort des Interview`s ein geschützter Raum, ist ja ok ohne Kritik!, selbstverständlich ist das nicht. Das wollte ich ausdrücken, sorry, ist vielleicht ein wenig unverständlich, mein Problem.
    Denke ich an Eulenfeder, oder an meine persönlichen Betrugs-Erfahrungen mit Staatlichen Institutionen bleibt festzustellen, dieser geschützte Privat-Raum ist nicht mehr geschützt. Darum. Alles hängt mit allem zusammen?!
    Sozial-Recht habt das vollständig auf, ich wundere mich immer noch.
    Diese Gespräche sind bereichernd, Fakt.
    Jede/r hat seinen Harvey-Hasen, irgendwo…;-)
    Noch eine INFO:
    Das SGB II ist nicht mein Lieblings-Thema, es ist mein ALB-TRAUMa, eben durch diese Füllerfraktion/en im hohen Hause BT! Und wie andere sich der Griechenland-Hilfe verschreiben, so bin ich dem Sozial-Recht (ohne Grund-Rechte für die Kunden!), verschrieben. Jedem sein Zipfelchen, an dem er/sie zieht, um den gesetzlichen überbordenenden Groß-Betrügern die Decke wegzuziehen, das Handwerk zu legen. Ja ich überschätze mich auch ;-), wie der goldige Gerd auch, vermutlich. Ich bin nur nicht so hinterhältig und feige, auch nicht diplomatisch geschützt, der Unterschied!!!
    Mal schauen was sie sich noch alles einfallen lassen um die für unwürdig erklärten Unter-Menschen um ihre Altervorsorge und EXISTENZ zu bringen;-) und die SPD/GRÜNE/CDU/CSU/FDP arbeiten daran gemeinsam, und seit 2005 sehr erfolgreich, im Bund, Länder und Gemeinden. Und weil diese offenkundigen Ambivalenzen keiner versteht geht auch dieser Groß-Betrug weiter.
    Der Bürger sucht Schutz und wählt zukünftig rechts, in der Hoffnung das der Schutz von rechts kommt…by the way.
    Normal ist das nicht in einem RECHTSSTAAT BRD.
    Hinter die Masken zu schauen ist auch nicht jedem gegeben 😉
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    Mein ZUHAUSE ist meine Freude und mein Glück, und ich habe nicht vor meinem Landrat (SPD) und dem Immobilien-Büro (Gerhold) seines Vertrauens den kostenlosen Verwalter zu geben um daran zu verdienen! Nichts anderes tut die AGENDA, dem um eine Existenz-Sicherung, oder überhaupt um Rechts-Sicherheit, geht es der Füllerfraktion nicht. Und die Würde des Menschen ist für Merkel BARES.
    Es wäre echt langsam mal an der Zeit zu VERSTEHEN wie die BETRUGS-AGENDA von Schröder/Merkel funktioniert!?
    12 Jahre gesetzliche Ausgrenzung/Diskriminierung, Ausbeutung fremder Rechtsgüter, im Rechtsfreien Raum sind genug, oder?! Da stehen Mill-Schicksale…wurscht???
    Konstantin Wecker öffnet Herz und Seele, darum, ohne WARUM.
    DANKE!

  • Bettina Beckröge

    Liebe Angela,
    zugegeben, ich war gestern genervt von deiner Antwort auf dieses Intwerview, darum meine unwirsche Reaktion.
    Ich finde sehr wohl, dass das Thema SGB II, der behördliche Umgang mit dem Sozialrecht und den betroffenen Menschen sehr wohl angebracht ist und nicht genug betont werden kann. Es tut mir aufrichtig leid für dich und auch für Eulenfeder, dass ihr unter dieser fremdauferlegten Bürde, zu leiden habt.
    Im Zusammenhag mit dieser Interview- Reihe, es gibt vier davon, gibt es allerdings eine andere Dimension, die des Gehörs bedarf: es ist die spirituelle Ebene,die in andere Tiefe geht. Sie hat sich bei Konstantin Wecker aus einem Leben in Höhen und Tiefen entwickelt. Die Interviewreihe negiert in keinster Weise die vordergründigen Tatsachen, die historischen Zusammenhänge, die politische Ebene bis hin zur Ausgrenzung durch Armut. Die Interviewreihe beinhaltet mehr: die spirituelle Verbindung und daraus entwickelt die Verwurzelung in der Liebe zum Mensch. Ich finde das ist eine Lebensquelle für jegliche Veränderung. Es ist ein friedlicher lebensbejahender Ansatz: die Motivation, etwas zu verändern nicht aus Wut heraus, sondern aus der Liebe zu Mensch und Natur.
    In dem Vortrag, den ich gestern in Köln hörte von Nancy Fraser, einer Politikwissenschaftlerin, US-amerikanischen Feministinnen und Professorin an der New School for Social Research in New York City, wurde in Bezug auf die Krise im Kapitalismus unterschieden zwischen zwischen „Social Care“ (soziales Engagement) und den wirtschaftlichen Notwendigkeiten (Financial Care). Wo zu Beginn des Kapitalismus im 19. JH. beide Aspekte das Social Care unter dem Enfluss der Großfamilie noch eine Bedeutung hatte, ist heute der Spannungsbogen zwischen Financial und social care fast bis zum Zerreißen gespannt. Wir erleben einen Rückzug des Staates in Fragen der sozialen Fürsorge, ohne dass dem Gros der Familien noch finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen. Die Entwicklung ist in den USA, in vielen europäischen Ländern, in Griechenland, und hier bei uns, im sonst so gesättigten Deutschland zu erkennen. Eine Veranderung steht also an.
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    Der politisch- philosophische Gedankenansatz von Nancy Fraser ist ein friedlicher und ganzheitlicher. Er bestärkt die These dessen, was so wichtig ist in unser heutigen Zeit: die soziale Gerechtigkeit, die Umverteilung und das Wiederaufleben der Wertigkeit von „Social Care“.
    Ich betrachte all diese Dinge im Zusamenhang. Ich kann all die Wut, deine und die von Eulenfeder auf dieses System sehr wohl verstehen, doch sie kann nicht die alleinige Basis zur Veränderung sein, nicht im Kleinen, nicht im Großen. Basis kann nur die Liebe zum Leben als Basis für neue Wertfindung im Leben sein. Damit erübrigt sich irgendwann die Fragestellung nach der Wertigkeit des Geld, nach der Wertigkeit von Börsenspekulationen, nach der Wertigkeit von Gier zur Macht, nach der Wertigkeit zum „Financial Capitalism“.
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    Fazit: wenn ich ab und an so heftig reagiere, versuche bitte dir den Schuh nicht persönlich anzuziehen, auch wenn es schwer fällt. Werte es bitte einfach als meine, in diesem Fall leider missglückte Art der Bemühung, den Themen der Spiritualität ihren wohlverdienten Raum zu geben.

  • Bettina Beckröge

    Stichwort „Ohne Warum“
    Es ist eine erstaunliche und sehr einfühlsame Musik, die bei „Ohne Warum“ entstanden ist. Die Texte und Klänge sind so anders, als alle bis dahin gesungene von Konstantin Wecker. Sie kingen einfach wunderschön.
    Das Gedicht von Angelus Sibelius “ Ohne Warum“ und dessen Vertonung durch Konstantin Wecker beschäftigt mich, zugegebenermaßen, immmer wieder. Mir gefällt das Bild der Rose, die einfach nur da ist und blüht, um zu sein, ohne Grund ohne Zweck und ohne zu fragen, ob man sie siehet, ohne warum.
    Ich habe eine innigliche Verbindung zu Rosen. Nicht nur, weil ich auf meine Camino Frances vor 2 1/2 Jahren etliche üppig blühende Rosen am Wegesrand gesehen und geschnuppert habe, Rosen, die so üppig blühten und dufteten, dass ich sie in der Fülle ihrer Pracht immer wieder fotografieren musste, sondern auch, weil ich seit meinem Camino,täglich eine verzierte Rose an einem Lederband trage. Sie verbindet mich mit einer wundervollen Person, einer Mitpilgerin, einer älteren, aber sehr lebendigen, rüstigen und liebenswerten Person. Wir hatten uns im Laufe der Pilgerreise angefreundet. Am westlichsten Punkt von Galizien, in Cap Finisterre, einem magischen Ort, wo die Jakobsmuscheln an den Strand gespült werden, und wo am Leuchtturm zum Sonnenuntergang täglich Abschiedszeremonien von Pilgern zelebriert werden, da haben wir beide von einem Fischer am Marktplatz je eine Rose als Anhänger geschenkt bekommen, eine schwarze schön verzierte Rose. Wenn ich sie trage, dann erinnert mich diese Rose stets an diese wunderbare Person, die mir so viel auf dem Weg mitgegeben hat.

  • ert_ertrus

    Angelus Silesius (= der Schlesier)aka Johann Scheffler bitte! Mit Jean Sibelius besteht keinerlei Verwandtschaft …

  • Angela Ebert

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    Fazit: wenn ich ab und an so heftig reagiere, versuche bitte dir den Schuh nicht persönlich anzuziehen, auch wenn es schwer fällt. Werte es bitte einfach als meine, in diesem Fall leider missglückte Art der Bemühung, den Themen der Spiritualität ihren wohlverdienten Raum zu geben.
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    Liebe Bettina,
    ich kann nicht erkennen wann ich Dich nun ernst nehmen soll, oder kann, oder muss?!
    Vielleicht sollte ich es lassen darauf einzugehen?
    Oder was willst Du sagen?
    Sorry, das selbe Problem habe ich mit Deutschen Gerichten, mit gesetzlichen Richtern!,die keine Rechtsprechung mehr betreiben, sondern Entscheidungen durchziehen die die Schädigung der Unter-Menschen-Schicht zielführend betreiben! Einde offene Diskussion wird vermieden, man müsste sich ja selbst beschuldigen?!
    Scholz war zu Beginn der AGENDA-Betrugs-Gesetzgebung Minister des BMAS!!!
    Das er jetzt als Bürgermeister von Hamburg den neuen Pracht-Bau, für sich selbst und für die SPD, nützlich vermarkten will ist der Tatsache geschudet das auch er nur ein Verkäufer seiner SPD-Betrugs-Politik ist.
    Der Elb-Philharmonie wird das nicht schaden, natürlich nicht!
    Qualität steht für sich selbst!
    Würde Qualität auch in der FÜRSORGE des Rechts-Staates zum tragen kommen, AUCH GG und MR, hätte ich gar nicht`s dagegen!
    Wie diese politische Kaste mit Steuergeldern umgeht ist schon bemerkenswert und wird offenkundig von der Mehrheit der Bevölkerung für ok befunden?!
    Schulden sind alternativlos?!

    Nur um mal etwas mehr TIEFE in diese Diskussion zu bringen 😉
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    Spiritualität hat seinen Raum, ohne WARUM!

  • Bettina Beckröge

    Ja,ja, lieber ert ertrus, du hast ja Recht. Es war ein Verschreiberling meinerseits.
    Also nochmal korrekt :
    Angelus Silesius,
    der lateinische Ausdruck für
    Schlesischer Engel / Bote.

  • Bettina Beckröge

    Stichwort: Maulbeerbaum – Ginko Baum
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    Der Maulbeerbaum ist ein hübscher baum, und er hat eine spirituelle bedeutung:
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    „Seidenstoffe durften früher nur von adeligen Familien erzeugt und getragen werden. Maulbeerbäume wurden im alten China als Bäume des Sonnenaufgangs und der Sonnen-Mutter verehrt. Bei den Griechen galten sie als Symbol der Klugheit. Die Bäume sind nicht nur nützlich, gesund und schön, sondern auch lauschige Schattenspender. Sie haben eine heitere, freundliche und bescheidene Ausstrahlung, fördern die Geselligkeit und sind bestens als Haus-Bäume geeignet. Wer schlau ist, setzt auf ein eigenes Maulbeer-Bäumchen und zehrt den ganzen Sommer lang von seinen Super-Früchten.“ (Auszug aus: Der Maulbeerbaum – Wesen und Bedeutung, aus Fen-Shui Ratgeber).
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    Wenn dieser einizgartige Maulbeerbaum der Toskana solch wertvolle Früchte in Form von Gedichten trägt, wie im Falle Konstanin Weckers, dann möge das Bäumchen noch hunderte von Jahren erblühen.
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    Sollte ich eines Tages wieder in den Genuss kommen, ein kleines Stück Garten kulivieren zu dürfen, ich würde umgehend einen Ginko Baum pflanzen.
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    Nicht, dass ich mir einbilde, unter einem Ginko Bäumchen sitzend, je zu solch einer Inspiration an Gedichten zu gelangen,
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    nicht allein, weil der Ginko Baum symbolisch als Wanderer zwischen den Zeiten gilt,
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    nicht allein, weil der Ginko Baum viele weitere Namen in sich birgt, wie Goethebaum, Mädchenhaarbaum, Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, chinesischer Tempelbaum, Fächerblattbaum oder Großvater-Enkel-Baum,
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    nicht allein weil der Ginko Baum symbolisch als Hoffnungsträger für ein langes Leben, Fruchtbarkeit, Freundschaft, Anpassungsfähigkeit und Unbesiegbarkeit gilt,
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    sondern vornehmlich, weil der Ginko Baum einen imaginären Bezug zu Goethes Ginko Gedicht herstellt, eines seiner schönsten Gedichte:
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    „Ginkgo Biloba
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    Dieses Baumes Blatt, der von Osten
    Meinem Garten anvertraut,
    Gibt geheimen Sinn zu kosten,
    Wie’s den Wissenden erbaut.
    .
    Ist es ein lebendig Wesen,
    Das sich in sich selbst getrennt?
    Sind es zwei, die sich erlesen,
    Daß man sie als eines kennt?
    .
    Solche Fragen zu erwidern
    Fand ich wohl den rechten Sinn.
    Fühlst du nicht an meinen Liedern,
    Daß ich eins und doppelt bin?“
    .
    Eine Interpretation und ein schulmeisterliches Zerpflücken dieses Gedichtes lasse ich an dieser Stelle bewusst weg. Man sollte sich dieses Gedicht selber, aufrecht stehend, vortragen und es dabei auf den Lippen zergehen lassen, so kommt man dessen seelentiefer Berührung am Nächsten.

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