Konstantin Wecker: Ein revolutionärer Gedanke

Frauen Mangelware: In Neonazi-Kreisen teilen sich oft sogar zwei Männer eine Frau. (Foto: Recherche Ost)

Frauen Mangelware: In Neonazi-Kreisen teilen sich oft sogar zwei Männer eine Frau. (Foto: Recherche Ost)

„Der Mann ist das Problem“, sang nicht etwa unser Autor, Konstantin Wecker, sondern Udo Jürgens. Immer wieder zeigt sich bei Theme Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus: Betrachtet man nur die Stimmung unter den Frauen, ist alles nur halb so wild. Was tun? Konstantin macht einen wahrhaft provokanten Vorschlag. (Konstantin Wecker)

Liebe Österreicherinnen,

mir fällt ein Stein vom Herzen und ich danke euch sehr dafür, mit dieser Wahl ein Desaster verhindert zu haben. Der Testlauf in Österreich ist für Europas Rechtspopulisten erst mal richtig misslungen. Und das ist den Wählerinnen zu verdanken!

Betrachtet man die Wählergruppen, so gibt es, wie schon im ersten Wahlgang und auch bei der annullierten Stichwahl im Mai, erneut eine auffällige Differenz zwischen den Geschlechtern: 56 Prozent der Männer stimmten für Hofer, 62 Prozent der Frauen für Van der Bellen.

Und das bringt vermutlich nicht nur mich auf einen revolutionären Gedanken: Wie wäre es, wenn wir nun für eine gewisse Zeit des Umdenkens und der Besinnung Männern erstmal das Wahlrecht absprechen? Es wäre mehr als gerecht: Das Frauenstimmrecht in der Schweiz wurde schließlich erst im Februar 1971 eingeführt. Die Frauen haben da weltweit ganz schön was nachzuholen!

P.S.: Der Generalsekretär und Wahlkampfleiter der FPÖ, Herbert Kickl, hat im TV-Interview artikuliert, der Kandidat Norbert Hofer hätte „Unmenschliches“ geleistet. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Showing 13 comments
  • ANNAANNA

    „Die Frauen haben da weltweit ganz schön was nachzuholen!“
    .
    Ach, wie schön,
    dass niemand weiß,
    dass ich Anna Blume heiß.
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    An Anna Blume
    https://youtu.be/-TsP61HgV_o
    .
    🙂

  • christa m.

    ein wunderbarer gedanke. die männer mal außen vor zu lassen, um die patriarchalen strukturen endlich aufzubrechen, die ungerechte vormacht und aufteilung der welt, stets durch polarität geprägt samt ihren furchtbaren folgen weltweit, endlich zu beenden. eine wirkliche veränderung der strukturen ist nur so , auf diese weise, möglich, wobei frauen dann auch ihre oft verhängnisvolle identifizierung mit dem system, ihre zurichtungen, aufarbeiten und hinter sich lassen könnten. ich glaube nicht, dass der aufbau einer egalitären, menschenwürdigen, gerechteren welt an der seite von männern möglich ist, da wir es nur immer und immer wieder mit hierarchischen strukturen und lebensfeindlichem konkurrenzdenken zu tun bekommen bzw. die männer ihre geschlechtsbedingten vorteile, die sie aus den gegebenen patriarchalen strukturen ziehen, ihre priviligierte position (auch wenn manche darunter auch leiden mögen) nie freiwillig aufgeben werden. da müsste ein unglaubliches umdenken stattfinden und freiwillig wird das nicht in großem stil passieren.

  • christa moritz

    ich möchte dem oben gesagten noch hinzufügen, dass ich nicht der auffassung bin, dass frauen per se die besseeren menschen sind, aber ich glaube, dass frauen allein aufgrund ihrer potenz zur mutterschaft besser in der lage wären, mit macht umzugehen und lebensfreundlichere bedingungen zu schaffen. die interessenslage ist eine andere, eher dem leben zugewandte, so sie nicht dem derzeitigen machtapparat verfallen sind.

  • Bettina Beckröge

    Dieser Artikel von Konstanin Wecker gibt mir innerlichen Auftrieb. Ich reibe mir schon genüsslich die Hände 🙂
    .
    Ganz weit versteckt, noch versteckter als „Hinter den Schlagzeilen“, auf der Community Seite eines Fotografen, der mit seinen fotografische Qualitäten durchaus besticht, bemerkte ich einst, dieser Fotograf ist ein echter Schowi. So etwas ist für mich ein gefundenes Fressen. Seitdem, und das geht nun bereits seit über einem Jahr, verpasse ich ihm von Zeit zu Zeit einen kleinen Kinnhaken, sehr zu Freuden der Community. Letztens schlug ihm vor, seiner Frau dieses Jahr zu Weihnachten ein Höckerchen zu schenken, damit sich beide doch endlich mal auf Augenhöhe begegnen können, in der virtuellen Begegnung vom Macho- zum emanzipierten Frauenhöckerchen. Es scheint gewirkt zu haben. Der Fotograf hat meinen Kommentar seiner Frau vorgelesen, sehr zu meinen Freuden.
    .
    Mission possible!
    .
    So kann ich für dieses Jahr den Staubsaugervertreter für den Fotografen wieder abbestellen, ursprünglich gedacht, zum Enstauben seiner antiquierten Ansichten.

  • rr

    P.S. Männer mit ausgeprägter weiblicher Energie und schier übermenschlichem Verständnis für das Seelenleben von Frauen (cih denke da vor allem an mich) können von dem Wahlverbot für Männer ausgenomomen werden.

  • Bettina Beckröge

    „Männer mit ausgeprägter weiblicher Energie und schier übermenschlichem Verständnis für das Seelenleben von Frauen können von dem Wahlverbot für Männer ausgenomomen werden.“
    .
    Das lasse ich in meinem missionarischen Übereifer gerne durchgehen
    .
    🙂

  • A N N A A N N A

    Für Frauen ist das kein Problem.
    Max Raabe & Palast Orchester
    .
    https://youtu.be/Y8OVbxnlZQ0

  • Bettina Beckröge

    A.N.N.A ..A.N.N.A
    .
    Meinst du nicht, dass du in dem Punkt ein wenig zu weit gehst? Max Raabe spricht in dem Lied zwar etwas an, was Alice Schwarzer in ihrer „Emma“ nicht einmal auszudrücken vermochte. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Raabe hat weitere Lieder geschrieben, die durchaus einer Überlegung wert sind.
    .
    Als Einleitung…
    .
    Max Raabe + Annette Humpe:
    Lasst mich rein, ich hör Musik
    https://youtu.be/Oj_ebehk3Bg
    .
    … zur Überleitung des anderen Themas:
    Emanzipation in Ehren,
    doch irgendwo stößt sie an ihre Grenzen:
    .
    Max Raabe
    Küssen kann man nicht alleine
    https://youtu.be/8PFXH8LFhlk

  • ert_ertrus

    P.S.: Der Generalsekretär und Wahlkampfleiter der FPÖ, Herbert Kickl, hat im TV-Interview artikuliert, der Kandidat Norbert Hofer hätte „Unmenschliches“ geleistet. Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Da hat er aber ein grandioses verbales Eigentor geschossen 🙂
    Oder einen Freud´schen Versprecher von Mammutformat 🙂

  • A N N A A N N A

    „Emanzipation in Ehren,
    doch irgendwo stößt sie an ihre Grenzen“
    .
    Nun, das ist wahr, doch jetzt vertraue ich dir mein kleines Geheimnis an.
    Max Raabe hat es in einem Lied zum Ausruck gebracht.
    Ob das ein „revolutionärer Gedanke“ im ursprünglichen Sinne des Artikels ist, ver^^^^mag ich nicht zu sagen, doch in jedem Lied steckt ein Stück Wahrheit.
    .
    Ich bin nur gut, wenn keiner guckt
    https://youtu.be/Yb8eF_Tv1jY

  • Christine Reichelt

    mhhm…na ja….
    so dachte ich auch ziemlich lange, aber wenn ich mir so ansehe, was Frauen in der Politik anrichten, Maggie Thatcher, Merkel, Karieremachtfrauen wie Christine Lagarde, ….die Clintonsche ist uns ja erspart geblieben…nur so einige Beispiele…
    Man sollte Menschen ab einem gewissen Vermögen vielleicht eher das Wahlrecht entziehen…

    Vive la revolution

    Christine Reichelt

  • Bettina Beckröge

    „Man sollte Menschen ab einem gewissen Vermögen vielleicht eher das Wahlrecht entziehen“
    .
    Nicht das Wahlrecht entziehen,damit würden sie sich ihrer Verantwortung entziehen. Nein, ihr Vermögen entziehen.
    An wen ich konkret dabei denke? Die Hintermänner/Frauen, die unsere Politiker wie Maskottchen an den Schnüren führen:
    korrupte Industrielle, Waffenhändler und die Kings der internatonalen Börsen und Wallstreet, also jene, die auf windigem Weg zu ihrem Vermögen gekommen sind (siehe Maschmeier). Die Gruppierung sollten erstmal finanziell bluten: Vermögenssteuern bis zum umfallen, inclusive einschneidende Steuern auf all den Werten, die sie auf schweizer Nummerkonten, in Form von Luxusimmobilien oder Luxusjachten geparkt haben.
    .
    Das wäre mal eine einschneidende, sozial sehr verträgliche und Emanzipations- unabhängige Maßnahme, die ich sehr begrüßen würde. Dazu bedarf es der Veröffentlichung von gewissen Daten.
    .
    Hoch lebe Julian Assange und Wiki Leaks

  • Daniel

    Das zu fällt einem eigentlich als Ergänzung nur das Zitat von Ignazio Silone (italienischer Schriftsteller und Sozialist) ein.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ignazio_Silone

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