Kontaktschuld – das unfaire Spiel der Querfront-Jäger

Andere mit Dreck bewerfen: irgendwas bleibt immer hängen

Andere mit Dreck bewerfen: irgendwas bleibt immer hängen

„In der Debatte rund um alternative Medien und im Kampf um die Deutungshoheit der etablierten Zeitungen und Sender wird mittlerweile häufiger versucht, Kritiker mittels Kontaktschuld auszugrenzen. Die Ausgrenzung soll es den entsprechenden Personen erschweren, ihre Ansichten weiter über die Medien zu verbreiten. Das Signal geht dabei immer an zwei Adressaten: zum einen das Publikum, dem man vermittelt „glaubt diesem Menschen nicht“, zum anderen an die Redakteure und Journalisten innerhalb der Medien, denen man nahelegt, dieser Person kein Forum zu bieten, sofern man nicht selbst – wiederum mittels Kontaktschuld – sein eigenes Ansehen gefährden will.“ (Paul Schreyer)

Ein beliebtes Mittel der Kritik besteht darin, jemanden mit Personen zu verknüpfen, die in schlechtem Ruf stehen. Wissenschaftlich nennt man das „Assoziationstäuschung“ oder einfacher gesagt: „Kontaktschuld“. Auf Wikipedia heißt es dazu:

„Statt den Diffamierten selbst zu zitieren, sein Handeln zu charakterisieren, seine Beweggründe zu nennen, werden Orte, an denen er sich aufgehalten oder Personen, mit denen er gesprochen hat, (…) politisch verdächtigt und sodann ein Rückschluss auf die politische Einstellung des Angegriffenen selbst gezogen.“

In der Debatte rund um alternative Medien und im Kampf um die Deutungshoheit der etablierten Zeitungen und Sender wird mittlerweile häufiger versucht, Kritiker mittels Kontaktschuld auszugrenzen. Die Ausgrenzung soll es den entsprechenden Personen erschweren, ihre Ansichten weiter über die Medien zu verbreiten. Das Signal geht dabei immer an zwei Adressaten: zum einen das Publikum, dem man vermittelt „glaubt diesem Menschen nicht“, zum anderen an die Redakteure und Journalisten innerhalb der Medien, denen man nahelegt, dieser Person kein Forum zu bieten, sofern man nicht selbst – wiederum mittels Kontaktschuld – sein eigenes Ansehen gefährden will.

Das Kontaktschuld-System ist ein Schneeballsystem. Es lebt davon, dass andere die Empfehlung zum Ausgrenzen unkritisch befolgen und damit weiter verbreiten. Das System selbst wird selten öffentlich reflektiert und hinterfragt. Im Kern ist es eine Anleitung zum Konformismus.

In letzter Zeit ist hin und wieder zu lesen, ich sei Teil einer Querfront. Als Beleg wird dabei gelegentlich auf ein Foto verwiesen, auf dem ich neben Jürgen Elsässer zu sehen bin, bekanntlich dem Chefredakteur des Compact-Magazins. Manchmal wird auch auf ein Video verlinkt, in dem Ken Jebsen bei einer Veranstaltung des Compact-Magazins ein Interview mit mir führt. Was hat es damit nun auf sich? Bin ich tatsächlich ein verkappter Neurechter mit engen Verbindungen zu reaktionären Kreisen? Muss man daher vor mir warnen? Dazu im Folgenden einige Informationen – nicht unabhängig, nicht objektiv, allerdings aus erster Hand.

Inside Querfront

Es war im Sommer 2010, als Jürgen Elsässer bei mir anfragte, ob ich vielleicht Interesse hätte, ein Buch zum aktuellen Erkenntnisstand rund um die Anschläge von 9/11 zu schreiben. Zu dem Thema hatte ich schon einiges veröffentlicht. Das Buch sollte zum zehnten Jahrestag der Terroranschläge erscheinen, wie er mir mitteilte. Elsässer verantwortete zu der Zeit als Herausgeber eine eigene Buchreihe im Kai-Homilius-Verlag. Dieser Verlag war mir damals bekannt als Herausgeber brisanter politischer Sachbücher von Autoren wie Erich Schmidt-Eenboom, William Blum, Daniele Ganser oder des renommierten Soziologen Prof. Bernd Hamm.

Jürgen Elsässer selbst schätzte ich als kundigen Autor zu den Themen Jugoslawien-Krieg und 9/11. Das Compact-Magazin gab es zu der Zeit noch nicht. Ich sagte zu und schrieb das Buch „Inside 9/11 – Neue Fakten und Hintergründe zehn Jahre danach“, welches ich dann ein Jahr später, im Juli 2011, in Berlin gemeinsam mit Elsässer vorstellte. Bei dieser Veranstaltung entstand das erwähnte Bild, auf dem wir beide zu sehen sind.

Elsässers Compact-Magazin erschien regelmäßig ab 2011. Von Anfang an polemisierte es stark, war aber, anders als heute, zunächst nicht islam- oder fremdenfeindlich. Das änderte sich nach einigen Jahren. Ab 2014 und besonders 2015, im Zuge der Flüchtlingskrise, kam es zu einer markanten Radikalisierung und Annäherung des Blattes an Positionen der Pegida. Da ich das sehr kritisch sehe, habe ich mich seither von Compact fern gehalten.

Dennoch schätze ich an Elsässer die Sachkompetenz bei einigen Themen, nachzulesen etwa in seinen Büchern „Wie der Dschihad nach Europa kam: Gotteskrieger und Geheimdienste auf dem Balkan“ von 2005 oder „Die Schattenregierung: Geheimstrukturen in der US-Politik von 9/11 bis Obama“, das 2011 erschien. Beide Bücher sind auch heute noch lesenswert und vermitteln – ganz ohne rechte Untertöne – politische Zusammenhänge, die im Mainstream oft unterbelichtet bleiben.

Das nun seit einiger Zeit beim Compact-Magazin übliche Muslim-Bashing allerdings, mit Schlagzeilen wie „Islam – Gefahr für Europa“, „Asyl. Die Flut – So wird Deutschland abgeschafft“, „Invasion aus Afrika“ oder „Freiburg ist überall – Die Blutspur muslimischer Vergewaltiger“, gefällt mir überhaupt nicht und stößt mich ab. Offenkundig soll hier in aufhetzender Weise Stimmung gemacht werden, was sich mit sachlichem Journalismus nicht verträgt. Aus diesem Grund stieg Ende 2014 auch Andreas Rieger, einer der drei Gründungsherausgeber, aus dem Magazin aus und erklärte:

„Ich halte das Projekt ‚Compact‘ für gescheitert, weil es seit längerem nicht mehr möglich ist, in diesem Magazin verschiedene Positionen zu vertreten. Es ist zu einseitig ausgerichtet. Es ist zudem politisch abgeglitten, da in ihm rassistische und nationalistische Positionen vertreten werden.“

Auch ich veröffentliche seitdem nichts mehr in Zusammenhang mit Compact. Mein letzter Auftritt im Rahmen des Magazins datiert vor mehr als drei Jahren, im Dezember 2013, als ich dort mein Buch „Faktencheck 9/11“ vorstellte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ken Jebsen, der sich nur wenig später, im Frühjahr 2014, in einem offenen Brief ebenfalls von Elsässer distanzierte.

Wer nun heute, im Jahr 2017, alte Videos und Fotos als Beweise für eine Allianz anführen möchte, ohne die zugehörigen Jahreszahlen und Entwicklungen seither zu nennen, dem kann man eigentlich nur mutwillige Täuschung vorwerfen. Manche Kollegen recherchieren aber auch gar nicht erst. Einigen muss mittlerweile nur noch per Twitter solch ein Foto gesendet werden, was sie dann offenbar dermaßen erschreckt, dass weitere Recherchen zu den Hintergründen ausfallen. Das Kontaktschuld-Instrument funktioniert erstaunlich gut.

Bildblog und die Denunzianten

So geschehen in dieser Woche. Mein Artikel „Facebook-‚Wahrheitsprüfer‘ Correctiv verstrickt sich in Widersprüche“, erschienen im Online-Magazin Telepolis, fand erfreulich weite Verbreitung im Netz. Innerhalb eines Tages wurde er mehr als 2.000 mal auf Facebook geteilt, was nicht oft passiert. Auch das medienkritische Portal Bildblog brachte einen Hinweis auf den Text und schrieb:

„Es hat sich inzwischen rumgesprochen, dass Facebook etwas gegen ‚Fake News‘ unternehmen will. Eine Kennzeichnung soll her – in Deutschland soll ‚Correctiv‘ dieses Kennzeichnen übernehmen. Paul Schreyer kritisiert, dass sich ‚Correctiv‘-Geschäftsführer David Schraven ‚schon vor Beginn seiner Arbeit für Facebook in Widersprüche‘ verstricke und nichts Handfestes liefern könne: ‚Correctiv hat noch keinerlei konkrete Kriterien für die hochsensible Arbeit entwickelt. Doch ohne diese wird es nicht gehen. Die zuständigen Mitarbeiter brauchen schriftlich fixierte Anleitungen, wie sie beim Kennzeichnen von ‚Fake News‘ vorgehen sollen. Entscheidend ist, wie diese Kriterien dann aussehen und – wohl am wichtigsten – ob sie transparent für die Öffentlichkeit sein werden.‘“

Bildblog wird auch von vielen Journalisten gelesen, welche die dort veröffentlichten Informationen häufig weiter tragen. So auch in diesem Fall. Der Hinweis von Bildblog wurde per Twitter weiter verbreitet von den Kollegen Udo Stiehl, Nachrichtenredakteur beim WDR, sowie von der Redaktion des Deutschlandradio Kultur. Mein Artikel fand allerdings nicht nur Freunde. Der Bericht und seine fortschreitende Verbreitung passten einigen offenbar gar nicht. Der Schweizer Blogger Andre Hüssy (wir kommen noch auf ihn) schrieb per Twitter an Bildblog:

@BILDblog @DKultur Ihr verlinkt ernsthaft auf den Kai Homilius-Autoren Paul Schreyer…? @correctiv_org @AmadeuAntonio @jutta_ditfurth @WDR

Der kurze Tweet ging, wie zu sehen, nicht nur an Bildblog, sondern gleich noch an die anderen Medien, die den Hinweis weiter verbreitet hatten, sowie an einige Instanzen, die in der Debatte um Facebook und „Fake News“ eine wichtige Rolle spielen: Correctiv und die Amadeu-Antonio-Stiftung, sowie Jutta Ditfurth, die – aus welchen Gründen auch immer – in den letzten Jahren viel Aufwand darauf verwendet, bestimmte Personen aus dem linken Spektrum zu diskreditieren.

Blogger Hüssy arbeitete dabei sehr effizient und hochprofessionell. Kein Wunder, schickt er doch solche Tweets über „Missliebige“ mehr oder weniger täglich in die Welt, wie man seinem Twitter-Profil entnehmen kann. Er transportiert dabei mehrere Botschaften. Den Medien Bildblog, WDR und Deutschlandradio signalisierte er mit seiner kurzen Nachricht, dass sie auf einen Autoren verlinkt hatten, den man besser als unseriös oder rechts anzusehen habe und also besser gar nicht zu Wort kommen lassen sollte. Zugleich gab er Correctiv, der Amadeu-Antonio-Stiftung und Jutta Ditfurth zu verstehen, dass man zukünftig vielleicht lieber ein Auge auf diesen Kritiker und sein Schaffen werfen solle.

Die kurze Intervention führte binnen weniger Stunden auch zum Erfolg. Bildblog bedankte sich sogar noch höflich für die Denunziation:

@propagandaschao @HuessyAndre Danke für die Hinweise! Das war uns bisher nicht bekannt. Wir haben beim Teaser jetzt noch was nachgetragen.

Schaute man nun auf die Seite von Bildblog, so stand dort tatsächlich eine Ergänzung:

„Nachtrag, 12:20 Uhr: Unabhängig von dem hier verlinkten Text kann und muss man Paul Schreyer, dessen Rolle und seine Veröffentlichungen sehr kritisch sehen. Danke für die Hinweise!“

Ein Link führte wiederum zu Hüssys Tweet mit dem eingebetteten besagten Foto von mir und Elsässer. Fertig. So einfach geht das mit der Rufschädigung – wenn denn alle mitmachen und nicht etwa selbst recherchieren.

Ich fragte daraufhin beim verantwortlichen Bildblog-Redakteur Moritz Tschermak nach, warum konkret man denn seiner Ansicht nach „Paul Schreyer, dessen Rolle und seine Veröffentlichungen sehr kritisch sehen kann und muss“? Eine Antwort darauf steht bislang aus. Bildblog schweigt. (Anmerkung: Bildblog hat mittlerweile reagiert, siehe der Nachtrag am Ende des Textes.)

Die Formulierung, dass ich eine „Rolle“ spielen würde, unterstellt, ganz nebenbei, üble Absichten innerhalb eines organisierten Netzwerks – was selbst hart an der Grenze zur Denunziation und Verleumdung ist. Für ein Portal, dass sich eine saubere und analytische Medienkritik auf die Fahnen geschrieben hat, scheint solches „Freund-Feind-Denken“ ohne weitere Recherche nicht unbedingt ein Qualitätsausweis.

Meinungskontrolleure

Mit dem Blogger Hüssy haben inzwischen auch schon andere Journalisten Bekanntschaft gemacht, unter anderem Handelsblatt-Autor Norbert Häring, der berichtet:

„Bei Hüssy kann man sich auf Twitter umfassend darüber informieren lassen, wen die Antideutschen gerade auf dem Kieker haben und wer in dieser Szene politisch und in den Medien besonders aktiv ist. (…) Seit ich mich kritisch über eine verunglimpfende Querfront-‚Studie‘ des ehemaligen Rundschau-Chefredakteurs Storz geäußert hatte, gehöre ich zu den Beobachteten und werde gelegentlich mit einem Tweet oder Blogbeitrag auf Hüssys ‚Querfrontseitenblog‘ bedacht. Es geht selten darum, was ich schreibe oder sage, sondern meist darum, wer meine Texte verlinkt oder mit wem ich rede (rechtsoffene Leute und Verschwörungstheoretiker). (…) (Bis vor wenigen Monaten wurde man übrigens nebenher bei Herrn Hüssy auch noch über neues Kriegsgerät der israelischen Armee, neue israelische Rekrutenjahrgänge und ähnliches informiert. Dieser Informationsstrang ist inzwischen weggefallen.)“

Fazit: Ich will an dieser Stelle nicht beurteilen, ob eine „Querfront“ – was auch immer man darunter verstehen will – tatsächlich existiert oder bloß imaginiert wird. Mit Sicherheit aber bin ich kein Teil von ihr, wie ich auch sonst keiner Partei oder Gruppe angehöre, sondern schlicht und einfach als freier Journalist arbeite. Wer anderes behauptet, oder meint, öffentlich vor mir warnen zu müssen, der kann das tun, dann aber bitte mit Belegen, die über das simple Verlinken eines Fotos hinausgehen – also anhand von Äußerungen und Texten, die ich formuliert habe. Alles andere ist unredlich – allerdings natürlich auch bequem und zeitsparend.

Mittlerweile bedient übrigens auch die Suchmaschine Google das Kontaktschuld-Raster. Gibt man dort meinen Namen ein, erscheint seit einigen Wochen ganz oben ein Foto von mir und Jürgen Elsässer. Es sei einmal dahingestellt, ob dahinter bloß ein dummer Algorithmus steckt. Vielleicht ist es so. In jedem Fall ist die Geschichte dieses vor mehr als fünf Jahren entstandenen Bildes nun für jeden öffentlich zugänglich.

Die Debatte über grassierende Kontaktschuld-Kampagnen aber reicht weit darüber hinaus. Sie sollte dringend geführt werden.

Nachtrag: Wenige Stunden nach Veröffentlichung dieses Textes meldete sich Moritz Tschermak von Bildblog nun doch noch bei mir und entschuldigte sich. Er habe sich von den denunzierenden Tweets (es gab mehrere) „wohl zu schnell beeindrucken lassen“. Und weiter: „Insofern finde ich, dass Ihr Artikel mit dem Hinweis auf die ‚Kontaktschuld‘ sehr angebracht ist. Ich habe jedenfalls beim Lesen des Textes was gelernt.“ Immerhin, soviel Einsicht ist selten. Auf der Bildblog-Webseite ergänzte Tschermak nun seinen Nachtrag, das man mich „kritisch sehen muss“ um eine Entschuldigung und einen Link auf den vorliegenden Artikel. Man habe mich nicht denunzieren oder verleumden wollen. Bleibt zu hoffen, dass auch andere Kollegen aus diesem Vorfall etwas lernen und sich nicht von jedem Tweet gleich aus der Bahn werfen lassen. Wir werden sehen. Danke in jedem Fall an Herrn Tschermak für seine transparente Reaktion. Allerdings reagierte auch er erst, nachdem der vorliegende Text veröffentlicht wurde und auf Twitter einige Aufmerksamkeit fand … Das Problem scheint wohl doch tiefer zu liegen.

  1. Nachtrag, 29. Januar 2017: Google zeigt das Bild bei einer Namenssuche nach mir mittlerweile nicht mehr an.

 

Showing 10 comments
  • Bettina Beckröge

    Eine Diffamierung via Internet scheint inzwischen sehr schnell zu gehen und offensichtlich spielen viele Strippenzieher mit, enschließlich Blogger, Permanent-Verlinker, und sozialer Netzwerkbetreiber(Facebook und Google). So gesehen stellt die Medienwelt eine Instanz da, über die Tatsachen schnell verfälscht werden können (Fake News).
    Ich verstehe sowieso nicht, warum um inzwischen jeder Hans und Franz wahllos und in einem Affentempo einen Artikel nach dem anderen verlinkt. Ich beobachte das seit geraumer Zeit mit Argwohn auf Google+, dem sozialen Netzwerk, auf dem ich seit geraumer zeit meine Gedanken zum besten gebe. Es gibt Menschen, die verlinken scheinbar Tag und Nacht, machen selbst Weihnachten und Silvester keine Pause. Ich frage mich, welchen Sinn macht das ganze? Wer so viel und wahllos mit eigenem Sparflammenkomentar Artikel weiterverlinkt, der kann die Inhalte gar nicht vollständig gelesen, geschweige denn, verinnerlicht haben. Die Kommentare werden von denen weitestgehend auch nicht mehr geprüft, so dass ein Artikel in der Kommentarspalte mmanchmal eine vollkommen verkehrt Wende bekommt. es gibt genügend Döspaddel an KommentatorInnen, auch im Sozialen Netzwerk Gesellschaft und Politik. Den Massenverlinkern ist offensichtlich egal, was aus einem Artikel gemacht wird, hauptsache, die Masse stimmt.
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    Die Vorgehensweise dieser Art von Massenverlinkung erscheint mir höchst fragwürdig. Was, so frage ich mich, haben diese berufsmäßigen Verlinker eigentlich für einen Hintergedanken? Mich beschleicht ein Argwohn: Könnte es die wachsende Zahl an Followers und Likes sein, die sie zu diesem PC-Sport in Höchstform antreibt.
    Ich halte mich bei meinen Artikeln an meine eiserne Regel: 70% des Artikels muss aus meinem eigenen Hirn entspringen, egal, ob es gut, oder weniger gut ankommt. Die Anzahl an Followers und Likes ist mir egal. Wenn nur der eine oder ander versteht, was ich ausdrücken möchte, ist das schon viel wert.
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    Wir brauchen keine Netz- Massenware, die uns überflutet und zumüllt, sondern eigenständige, kritische Gedanken. Für mich zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität.

  • Angela Ebert

    Diskriminieren und Denunzieren ist zum Über-Lebens-Kampf geworden, so scheint es.
    DANK an die politischen Gestalter dieser zauberhaften Welt….;-)
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    Kein Mensch ist verpflichtet Rechtsgüter oder persönliche Reputation zu Markte zu tragen, der zielführenden Vernichtung und Be-Schädigung durch Betrüger-Institutionen zur freien Verfügung zu stellen!
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    VORSICHT im Umgang mit den Institutionen ohne Haftung!

  • Bettina Beckröge

    „Kein Mensch ist verpflichtet Rechtsgüter oder persönliche Reputation zu Markte zu tragen, der zielführenden Vernichtung und Be-Schädigung durch Betrüger-Institutionen zur freien Verfügung zu stellen!“(Zitat- Angela)
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    Liebe Angela,
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    was verstehst du unter der Aussage? Worauf beziehst du dich? Auf Veröffentlichungen allgemein,auf einen dir konkret vorliegenden Fall, oder auf den Verfasser des Artikels? Worauf konkret bezieht sich deine Kritik? An dem Schreiber, der Artikel im Netz veröffentlicht oder an sog. „Betrüger-Institutionen“, also denen, die Artikel verfälschen?
    Ich frage deswegen nach, weil ich deinen Kommentar nicht eindeutig finde und demzufolge nicht verstehe.

  • Angela Ebert

    Liebe Bettina,
    meine persönliche Meinung ist ohne jede Relevanz, völlig unmaßgeblich, sagen die Arbeits-Gemeinschaften, die Betrüger-Institutionen der BRD!
    Wer das Grundgesetz angreift ist selbst angreifbar, Art. 20 GG!
    Ich maße mir nicht an Dir etwas erklären zu können,
    und rechtfertigen mag ich mich auch nicht. Eulenfeder hatte damit recht!
    Eindeutigkeit ist bei Doppel-Standards schwierig, bis zielführend unmöglich.
    Interpetationen sind heute beliebiger WILLKÜR ausgesetzt, also VORSICHT im Umgang mit den kriminellen Institutionen.
    Holdger könnte es Dir erklären, in wohlgesetzten, ver- und er-träglichen Worten.
    Danke für Dein Interesse!

  • Bettina Beckröge

    Liebe Angela,
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    Ungeachtet jeglicher anderer Meinungserklärungen finde ich es traurig, dass du eine Schichten-Schlacht vom Zaune brichst. Millionen von Menschen tust du damit unrecht!!! Damit haust DU eine Kerbe ins gemeinsame Boot, wo wir doch heute nun wirklich besseres zu tun haben.
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    Und was willst du denn mit folgenden Worten, versteckt durch die Kerbe der Blume, zum Ausdruck bringen? „Eulenfeder hatte damit recht!
    Eindeutigkeit ist bei Doppel-Standards schwierig, bis zielführend unmöglich.“
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    Doppel- Standard??? Den Standard setze ich nach den mir zur Verfügung stehenden Mitteln, so einfach ist das. Habe ich viel, gebe ich viel aus, habe ich wenig, gebe ich wenig aus, so einfach das. Der sogenannte „Doppel- Standard“, ist ein wirtschaftliches Gesetz der Notwendigkeiten und Möglichkeiten, schon seit dem Mittelalter existent.
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    Nicht alles und jedes ist auf das von dir viel und gern zitierte Grundgesetz Art. 20 GG zurückzuführen. Es gibt ein Grundgesetz, das gleichermaßen gilt:
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    „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“ (GG, Artikel 2.1)

  • Bettina Beckröge

    „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“ (GG 20-2).
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    Das ist ein Satz, der die Chancen einer Demokratie gut definiert. Wer Einfluss ausüben möchte, der informiere sich politisch und gehe regelmäßig zur Wahl, ansonsten verschenkt er ein Stück der ihm zustehenden Staatsgewalt. Wer mehr erreichen möchte, der engagiere sich politisch, eigenständig ( Medium Schreiben), in Verbänden, Gremien oder direkt in Parteien der Politik. Heutzutage ist vieles möglich, u.a. über Vernetzung und mithilfe des Mediums „öffentlich Schreiben“. Öffentliches Schriben unterleigt allerdings einer gesellschaftlichen Verantwortung, dessen sollte sich jeder Schreiberling bewusst sein.
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    Der Autor und Journalist Paul Schreyer scheint über das Medium, dem journalistischen Schreiben, sehr zu engagieren. Ich rechne es Journalisten wie ihn hoch an, die sich öffentlich kritisch und unbequem, gleichzeitig im Ton der Fairness zu Fakten äußern.
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    https://www.heise.de/tp/features/Facebook-Wahrheitspruefer-Correctiv-verstrickt-sich-in-Widersprueche-3605916.html
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    Offensichtlich erfolgte auf den Artikel von Paul Schreyer eine unerlaubte Fremdverknüpfung über einen Tweed, durch einen ominösen Bloggers Hüssy, der sich nicht zu erkennen gibt, und der scheinbar ungeniert durch die Weltgeschichte verlinkt und bloggt. Schlechte Recherche und freimütige Weitervelinkung führen dazu, dass sich die ursprüngliche Aussage des Artikels verfälscht und der Autor mit vollkommen falschen Personen in Verbindung gebracht wird.
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    http://de.wikimannia.org/Paul_Schreyer
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    Es vollzieht sich öffentlich, vor aller Augen eine grobe Form der Urheberrechtsverletzung. Wie kann so etwas geschehen, frage ich mich? Was tun die Organe der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung dagegen? Der Autor hat kaum eine Chance, so etwas zu unterbinden oder gar rückgängig zu machen. „Assoziationstäuschung, Kontaktschuld, Fake News…“ sind die heute üblichen Bezeichnungen für diese Art von adhäsiver Verlinkung. Ich bezeichne es schlichtweg als Mobbing. Hier wurde eindeutig der Autor und Journalisten Paul Schreyer eindeutig geschädigt, sein Urheberrecht verletzt und darüber hinaus gegen eine verfassungsmäßige Grundordnung verstoßen:
    .
    „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“
    (GG Art.5, 1)

  • A N N A A N N A

    Meine adhäsive musikalische Verbindung zu dem unerhörten Fall:
    .
    Stravinsky: The Firebird
    https://youtu.be/51zdxsbuOso

  • Holdger Platta

    Liebe Bettina,
    .
    der von Dir erwähnte „ominöse Blogger Hüssy“ ist auch für uns hier kein Unbekannter: als „Herr Karl“ (Qualtinger hat sich bestimmt schon mehrfach im Grabe umgedreht) hatte er auch bei uns – wie auf vielen anderen Websites – wieder und wieder Gift und Galle versprüht, permanent irgendwelche Verdächtigungen unter die Leute gebracht undundund. Wir mußten schließlich unsere Kommentarspalte für ihn sperren – was vor uns auch viele andere Websitebetreiber schon getan hatten (= Jens Berger für seinen „Spiegelfechter“ etwa). Apropos:
    .
    Solche Sperren sprechen wir sehr, sehr ungern aus, stets auch erst nach sehr, sehr langer Probezeit. Doch in seinem Falle – wie bei einigen anderen „Trollen“ auch – sahen wir uns dazu genötigt, weil wir in wachsendem Maße von anderen HdS-LeserInnen hier mitgeteilt bekamen, daß sie dieser Störer wegen aufhören wollten, bei uns noch Kommentare zu veröffentlichen, gerade sehr oft sehr gute, wichtige, gut ergänzende Kommentare, gerade auch dann, wenn in diesen Kommentaren Kritik an Veröffentlichungen hier geübt wurde. Das genau ist ja etwas, das manche andere – Grenzgänger zum Beispiel – nicht kapieren wollen (oder können? Keine Ahnung): nicht Kritik ist bei uns ‚verboten‘ (ganz im Gegenteil: sie ist uns hochwillkommen!), sondern Runtermachen, Beleidigungen, Verdächtigungen ausstreuen ohne jede Begründung undsoweiterundsofort. „The sound makes the music“, Dir muß ich das nicht sagen. Oder um einmal eine sehr drastische Äußerung zu zitieren: „Ich lasse doch nicht Leute in meine Wohnung hinein, die nur immer wieder auf meinen Teppich scheißen!“
    .
    Für mich – wie für Dich – zählt sicherlich die Äußerung dazu, die auf die Verleihung des Mühsam-Preises an Konstantin Wecker gemünzt war: man habe diesem „Schmalzbarden“ damit einen „Dildo in den blutigen After geschoben“. Es ist derselbe, der sich dann immer mal wieder bitterlich beklagt, daß er hier nicht mehr kommentieren dürfe. Der Arme. Wozu ich nur sagen kann:
    .
    Mit diesen Formulierungsbedürfnissen sollte man besser aufs Klo gehen. Bei uns haben solche Äußerungen jedenfalls nichts zu suchen. Und ich füge hinzu: es ist nicht zu verstehen für mich, daß dieses – angeblich – nicht zu verstehen ist.
    .
    Mit herzlichen Grüßen
    Holdger

  • Bettina Beckröge

    Lieber Holdger,
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    danke für deine ausführlichen Informationen. Ich habe im Internet keinen Krümel zur Authenzität des Bloggers Hüssy gefunden. Das hat mich stutzig gemacht. Es verwundert mich, warum manche Medien und Sender, wie in diesem Fall der Bild-Blog, so einem windigen Vertreter überhaupt Glauben schenken. Anstatt einen erfahrenen und guten Journalisten zu vertrauen, vertrauen sie einem Blogger ohne Authenzität. Der vertrauenswürdige Journalist hingegen wird mit unlauteren Methoden mittels adhäsiver Verlinkung in der Öffentlichkeit schlecht gemacht. Wenn mir etwas an einem Artikel unstimmig vorkommt,den ich einer Öffentlichkeit zur verfügung stellen möchte, dann nehme ich doch erstmal den direkten Kontakt zu der betreffenden Person auf und befrage ihn zu dem Artikel und dessen ominöser Mehrfachverlinkung. Dazu sind Medien doch da! Über sie erhalten wir i.d. Regel schnell und unbürokratisch eine Antwort. Stattdessen führt der Bildblog das weiter, was der Blogger Hüssy begonnen hat. Da muss man sich doch fragen, ob das nicht eine Form der Hetzkampagne ist gegen einen unliebsamen Kollegen. Diffamierungen in der Öffentlichkeit schaden speziell Journalisten. U.u. bekommen sie dadurch keine Freischaltung mehr für andere Medien. Welche Auswirkungen diese Form des Berufsmobbings haben kann, kann ich mir leibhaft vorstellen.
    .
    Ich weiß es hier im HDS sehr zu schätzen, dass JEDER Kommentator seine Chance bekommt. Keiner wird postwendend vor die Tür gesetzt, wenn er sich im Ton verfehlt. Das ist eine sehr menschliche Vorgehensweise auf dieser Plattform. Andererseits finde ich es auch sehr angenehm, mich hier von den sog.“Trollen“ frei zu fühlen. Trolle legen es darauf an, jegliche Formen eines ehrlichen, fairen und menschlichen Miteinanders zu stören.

  • rr

    André Hüssy, der den Blog „Querfrontseiten“ betreibt, ist der Troll „Herr Karl“. Wie ich seinerzeit bei Recherchen herausgefunden habe, ist er aus mehreren Blogs rausgeflogen (wie bei uns auch), da sein Verhalten niemand mehr ertragen konnte. Als wir die Kommentare noch einfach durchrutschen ließen, ohne dass sie freigeschaltet werden mussten, bombadierte uns Herr Karl teilweise im Minutentakt mit seines Erachtens lächerlichen Zitaten aus unseren Artikeln, z.B. solchen, die nachweisen sollten, dass wir „Esoteriker“ seien. Da ein solches Verhalten ja sachlich wenig Sinn macht, ist es offenkundig, dass „Karl“ seine Zielwebseiten lediglich stören will, d.h. die Redakteure beschäftigen und zermürben, andere Leser abschrecken.

    Wer nun sogar in dem fragwürdigen „Beruf“ eines Trolls gescheitert ist – was macht der? Er eröffnet am besten einen „Watchblog“. Darin kann man seine Negativität auf eigenem Terrain bestens ausagieren, denn der Watchblog hat ja – stärker noch als der „normale“ kritische Polit-Blog – per definitionem die Aufgabe, über den weltanschaulichen Anstand im Netz zu „wachen“, Fehler aufzuspüren und anzuprangern. Der Watchende braucht also seiner Kritik keine konstruktiven Lösungsvorschläge hinzufügen, braucht den Hinweis auf das, was er hasst, nicht ergänzen durch das war er schätzt. So wurde Hüssy zu einer penetranten Schmalspur-Version einer Jutta Ditfurth, hauptberuflich auf der „Querfront“-Lauer.

    Dass er dabei schon mehrfach bei Konstantin Wecker fündig geworden ist, einem der profiliertesten Antifaschisten in Deutschland, bekannt u.a. für sein Lied über die „Weiße Rose“ und durch seinen Einsatz für Flüchtlinge, zeigt nur, wie grotesk Hüssys Vorgehensweise ist. Wer nur entschlossen (und perfide) genug ist, findet überall den Schmutz, den er in seinem eigenen Kopf mit sich herumträgt. Wie alle Pöbel-Trolle jammert auch Herr Karl bei erster Gelegenheit über „Zensur“, obwohl er auf seiner eigenen Webseite eigentlich nur geistige Selbstbestäubung betreibt und als beinahe einzigen Kommentator sich selbst zulässt.

    Ich hätte diesem „Phänomen“ keinen Kommentar gewidmet, hätte nicht Paul Schreyer, der die Methode „Kontaktschuld“ sehr präzise und treffend analysiert hat, angegeben, dass Hüssys Diffamierungsmethode zumindest in einem Fall offenbar verfangen hat. Es ist daher wichtig, solche Namen zu kennen, auf der Hut zu sein und sich nicht beeindrucken zu lassen

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