»Wir brauchen wirklich radikale Lösungen«

»Da müsste doch jetzt was passieren!« Wir hören solche Appelle immer wieder, wenn es um die nahende ökologische Apokalypse geht. Aber wie bald ist »jetzt«? Die meisten zeigen sich abgestumpft. »Wie eine träge Herde Kühe schauen wir kurz auf und grasen dann gemütlich weiter«, sang Grönemeyer. Daniel Pinchbecks neues Buch ist ein Weckruf. Und auch sein Übersetzer ins Deutsche ist bemerkenswert: Wolf Schneider, über Jahrzehnte Chefredakteur des engagiert spirituellen Magazins »connection«. Mit ihm sprach Roland Rottenfußer u.a. über das Erbe der 68er, konstruktive Anarchie, die Macken der »spirituellen Szene« und – mit weniger geben wir uns nicht zufrieden – die Rettung der Weltzivilisation.

Wolf, du gehörst von deinem Alter her zu den Spätausläufern der 68er-Generation. Die Sannyas-Szene, die dich entscheidend geprägt hat und der du in Deutschland wichtige Impulse gegeben hast, hat ja vom Lebensgefühl her große Ähnlichkeit mit der damaligen Hippie-Bewegung. Andererseite gibt es heute in Teilen der spirituellen und »integralen« Bewegung große Vorbehalte gegen die 68er, etwa von Seiten Ken Wilbers, der von »Boomeritis« spricht und dem Aufbruchs- und Rebellionsimpuls jener Zeit Narzissmus vorwirft. Wie siehst du die Zeit zwischen 1967 und 1977 heute im Rückblick? Braucht es eine »neue« 68er-Bewegung, und hat Pinchback etwas Wesentliches dazu zu sagen?

Die 68er halte ich heute noch in Ehren, egal wie sehr sie für andere aus der Mode gekommen sein mögen. Sie waren eine echte Gegenkulturbewegung – gegen den Kommerz, gegen Biederkeit und Sicherheitsdenken. Sie waren für die Liebe und den Frieden. Gemäß Erich Fromms zentraler Frage »Haben oder Sein« standen sie auf der Seite des Seins, gegen die ‚Habenden‘, deshalb mag ich sie, egal wie sehr die 68er verwässert wurden und sich selbst untreu geworden sind. Vielleicht kann man Schröder und Fischer zu den ‚Untreuen‘ rechnen, aber wir wissen ja nicht, wie es ohne ihre Kompromissbereitschaft geworden wäre. Klar brauchen wir heute neue Gegenkulturbewegungen! Das brauchen wir mehr denn je, und da dürfen die 68er durchaus eine Quelle der Inspiration sein – eine unter anderen.

Daniel Pinchbeck hat eine positive Einstellung zum Anarchismus. Das überrascht, propagieren doch viele Protestbewegungen unserer Zeit (z.B. der »Linken«) nicht Herrschaftslosigkeit, sondern eher alternative Autoritäten. In der spirituellen Szene dominieren teilweise neo-autoritäre und konservative Konzepte wie jenes der Hellinger-Schule. Als Gegenbeispiel möchte ich Konstantin Wecker nennen, der Spiritualität die »Anarchieform der Religion« genannt hat. Wie positioniert sich Pinchbeck in diesem Spannungsfeld? 

Pinchbeck ist ein Grenzgänger. In seinem Buch zitiert er klassische Anarchisten aus dem 19. und 20. Jahrhundert und zeigt darin ihre rebellischen Humanismus auf, ihren Widerstand gegen die Vereinnahmung des Bürgers durch den Staat. Pinchbeck ist aber keineswegs gegen Regeln des sozialen Zusammenlebens und deren Einhaltung, er sagt nur, dass diese in Zukunft anders gefunden, entschieden und durchgesetzt werden müssen; nicht so wie jetzt, durch »das Imperium«, durch die 1 % (oder noch weniger) der Herrschenden, die Besitzer des Kapitals. Er argumentiert antikapitalistisch, aber er sieht auch etwas Positives an den Strukturen der heutigen Global Players, die in gewisser Weise gut darin sind, in hohem Tempo technische Innovationen zu realisieren. Das ist bei der jetzigen Ausrichtung auf »Profit über alles« hoch gefährlich, aber wenn die Firmen sich neu ausrichten auf den Erhalt der Biosphäre und Fortsetzung der menschlichen Zivilisation – was sie bisher nicht tun, weil aufgrund unseres Finanzsystems nur der Profit zählt – dann können diese Unternehmenstrukturen, die ja in gewisser Hinsicht die heutigen Herrscher der Welt sind, für gute Zwecke eingesetzt werden. Dazu braucht es allerdings eine Bewusstseinsrevolution. Diesen Wandeln werden diese Firmen nicht von allein vollziehen.

Sind Bewegungen, die das Bewusstsein zu schulen versuchten – etwa Therapie- und Esoterikszene – nicht eher hinderlich gewesen, wenn es um das praktische ökologische und politische Handeln, die Rettung der Weltzivilisation ging? Sie laufen Gefahr, gesellschaftliche Probleme ausschließlich im Individuum zu verorten und dort zu therapieren. Sie argumentieren: »Veränderung beginnt bei dir selbst« und gehen dann über dieses Selbst nie hinaus. Oder bleiben gar bei einer seichten »Alles ist gut«-Haltung stehen, ermutigen uns, die Augen auf das Positive zu richten, um nach dem »Gesetz der Anziehung« Positives zu kreieren. Wie siehst du das als jemand, der derartige Konzepte Jahrzehnte lang studiert und teilweise erlitten hat?

Mit deiner Frage hast du die Schwächen dieser Szene gut auf den Punkt gebracht. Klar habe ich darunter gelitten. Teils persönlich durch unter anderem zerbrochene Freundschaften, aber vor allem als Unternehmer, weil mein Verlag der Seichtspiritualität eben nicht in den Arsch gekochen ist und als solcher nur eine Zielgruppe recht bescheidener Größe bedienen konnte. Nicht groß genug, um den Verlag ohne Selbstausbeutung über die Jahre zu tragen. Das Faszinierende an der Therapie-, Psycho- und Esoterik-Szene ist aber, dass es dort echt Suchende gibt, die sind nicht mit Standardantworten zufrieden geben. Und diese Randgruppe der Unzufriedenen, Suchenden, Interdisziplinären, die sich nicht mit der Dummheit und Ausweglosigkeit der aktuellen Politik (und teils auch Ökobewegung) abfinden, die hat es mir angetan. Die Evolution und Revolution der Gesellschaft – Pinchbeck empfindet sich sowohl als Evolutionär wie als Revolutionär – wird von den Rändern der Gesellschaft kommen, in ihrer Mitte wird nur die Fortsetzung des Bestehenden praktiziert, weil dort die Systeme als sakrosankt gelten (die Banken, die Kirchen, die jetzigen Formen von UNO, WTO und andere), sie gelten als »too big to fail«. Sie werden jedoch in ihrer ‚Bigness failen‘, in ihrer Größe versagen, sage ich und sagt auch Pinchbeck, so wie die Titanic auf den Eisberg stieß, in einem Tempo, das ein Wenden nicht mehr möglich machte, und in ihrer Arroganz ohne ausreichende Rettungsboote. 

Der Zustand unseres Ökosystems verlangt nach radikalen Lösungen, nach Revolution statt Reformen. Andererseits stellt sich mit Blick auf vergangene Revolutionen die Frage: Wie vermeiden wir eine Eskalation der Gewalt? Wie vermeiden wir es, im Kampf gegen das Unmenschliche unsere eigene Menschlichkeit zu verlieren? Gibt es eine Revolution, die die Liebe mitnimmt, anstatt sie unterwegs zum Ziel zu verlieren?

Das sind Fragen, die sich auch Pinchbeck stellt in seinem Buch »How soon is now«. Er ist einer der wenigen Öko-Revolutionäre, die sagen: Wir brauchen eine Revolution in der Liebe, in den Beziehungen und im Gemeinschaftsleben. Technisch haben wir die Möglichkeiten, um die Weltzivilisation zu retten, auch wissenschaftlich haben wir sie, aber es fehlt im Menschlichen, im sozialen Miteinander. Wir sind einerseits zu bequem, um irgendetwas an unserem Lebensstil zu ändern – siehe die Fernflüge, bei denen es im Gewissen eines normalen »Spirituellen« und Pacha-Mama-Fans ja nicht einmal zuckt, ehe er sein Ayahuasca-Retreat im Dschungel von Peru bucht. Andererseits sehen die meisten von uns auch nicht die Verbindung zwischen Individualismus, Einsamkeit, Kommerz und Ersatzbefriedigungen. Pinchbeck beschreibt sehr eindringlich die Situation der frustrierten Singles in den Städten und plädiert für ein kommunaleres Leben, was zugleich den Öko-Fußabdruck drastisch verbessern, wie auch die Menschen glücklicher machen würde. Der Mensch ist nicht fürs Alleinsein geschaffen. 

Zum Abschluss noch eine Frage zum »Betriebssystem« der Weltzivilisation auf dem Planeten Erde. Pinchbeck plädiert in seinem Buch ja sehr überzeugend dafür, nicht immer nur neue Apps auf das alte System zu laden, sondern – mit diesem Vergleich aus der Computerwelt – ein ganz neues Betriebssystem zu erstellen und dann zu installieren, welches das Zusammenleben der Menschen auf der Erde regelt.

Ja, das tut er, und das ist für mich eine der beeindruckendstens Stellen in seinem Buch. Wir müssen radikaler werden, wir müssen bis an die Wurzel gehen, bis zum Betriebssystem. Das sagt ja auch Konstantin Wecker, wenn er die nationalen Regierung als die Geiseln des Weltfinanzsystems bezeichnet. So lange wir dieses System nicht ändern, kratzen wir nur an der Oberfläche, und unsere Reformen verpuffen. Oder im »Blob«, dieser Eigenschaft des Systems, fast jeden Widerstand in sich aufzunehmen, ihn zu schlucken, mit den Revolutionären ein Geschäft zu machen; noch mit seinen eigenen Henkern und Totengräbern wird dieses System ein Geschäft machen und – Wunder über Wunder – es wird sie überleben, das ist der Blob. Wir brauchen wirklich radikale Lösungen, und Pinchbecks Buch ist ein Aufruf, sie zu finden, der tief unter die Haut geht. Wer es liest, Seite für Seite, kann nicht anders als sich selbst an der Nase zu packen und zu sagen: »So geht es nicht weiter! Ich trete einer politischen Gruppe bei oder gründe ein, ich ändere meinen Lebensstil!« – »Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen willst«, dieses Motto von Gandhi passt auch für Pinchbecks Aufruf an die Weltbevölkerung, an uns alle.

Daniel Pinchbeck, How soon ist now – wie lange wollen wir noch warten. Ein Manifest gegen die Apokalyse. Übersetzt von Wolf S. Schneider. Scorpio Verlag im Februar 2017, 400 S, HC, 24.90 €

Weitere Fragen an Wolf Schneider zum Buch von Daniel Pinchbeck stellte Thomas Schmelzer für »Mystica TV«
http://www.mystica.tv/how-soon-is-now-der-visionaere-autor-daniel-pinchbeck-in-deutschland/

Showing 13 comments
  • Angela Ebert

    Hoch-interessant!!!
    Eines der Haupt-Probleme scheint die Ernährung einer immer größer werden Welt-Bevölkerung zu sein, die Ergebnisse sind wenig befriedigend, wenig Ressourcen-schonend, auch wenig effektiv da nur Teile der Welt-Bevölkerung überhaupt gesehen werden. So mein Eindruck.
    Bisher fahren die Riesen-Fisch-Trawler mit Schleppnetzen zur „Ernte“, hinterlassen Verwüstung auf dem Meeresboden. Es wird Jahre dauern bis wieder ein funktionierendes Okö-System entsteht und ob das überhaupt das Ziel ist, mit Verlaub, auch daran zweifle ich. Auch die Gesetze funktionieren wie die Fisch-Trawler, sind ausschl. auf wirtschaftlichen „Ertrag“ ausgerichtet.
    Man könnte/müsste mit den Kindern beginnen, will man ein neues Betriebs-System installieren, das traut sich noch kein Mächtiger. Ja der Bewegungs-Spiel-Raum auf dem Podest ist zu klein, den Raum zu erweitern verringert die Distanz zur Bevölkerung?! Ob das gewünscht ist?!
    .
    Wir brauchen einen Mutigen De-mütigen Vordenker, oder eine IN, und Völker die ihm/ihr voll Vertrauen folgen, tja, Utopie?!
    Bisher wird das aktuelle Betriebssystem gut geschmiert, bei höchster Drehzahl, mal schauen wie lange noch…
    Auf den eigenen energetischen Fussabdruck zu achten ist ein Anfang, viel Glück wünsche ich dieser Erde, viel Glück!

  • ert_ertrus

    Ein vielversprechender Lösungsansatz:

    https://www.youtube.com/watch?v=rDqXwUS402I

    🙂

  • Bettina Beckröge

    Vielleicht ist es die radikalste Lösung, Leben als das zu begreifen, was es ist: etwas Schönes, etwas Wunderbares, etwas, was mit Mensch und Natur und dessen Zusammenspiel zu tun hat, etwas, was es zu wahren und zu achten gilt. Wenn wir das begreifen, können wir gar nicht mehr anders, als und dafür einzusetzen, mit all unseren Mittel und Wegen, und aufstehen gegen das Marionettentheater, was sich Politik nennt und wie an den Fäden des Wirtschaftskapital hängt.
    .
    Yann Tiersen – Déjà Loin
    https://youtu.be/UUxl7LYzQ9c

  • Bettina Beckröge

    Radikal werden wir,
    wenn wir das Wunderbare erkennen, das Leben in sich birgt,
    Radikal werden wir, wenn wir den Verlust erkennen,
    den es bedeuten würde, all das aufgeben zu müssen.
    Radikal werden wir, wenn wir eine Form des Friedens
    mit uns selbst gefunden haben.
    .
    Yann Tiersen – La Pièce Vide
    https://youtu.be/bEL2GTtNPKE

  • Bettina Beckröge

    Aus dieser „radikalen Lösung zur Rettung der Weltzivilisation“
    erfolgt etwas ganz simples,
    das hat jeder sicherlich schonmal bei sich erlebt:
    .
    Leben lieben
    .
    Zara Zara Lyrics YouTube
    https://youtu.be/0Jj9rOwkfLM

  • eulenfeder

    …’das Radikale‘ muss seinen ihm zu Unrecht anhaftenden Schrecken verlieren,
    ‚übersetzt` bedeutet es ja nix anderes als ‚von der Wurzel‘ oder ‚ an die Wurzeln gehen ‚ – des Übels nämlich.
    In Wort und Tat können ja gar nicht radikal genug Veränderungen zum Positiven
    angestrebt werden und die Angst vor einem Scheitern darf die Radikalität nicht von vorneherein zu ‚halbherzigen‘ Veruchen machen, die dann nicht gelingen können wegen der inzwischen Allmacht des Destruktiven – minimale Zugeständnisse an Verbesserungen beseitigen keinerlei Übel dieser Zeit, an die Wurzel eben muss man gehen.

  • Angela Ebert

    wegen der inzwischen Allmacht des Destruktiven – minimale Zugeständnisse an Verbesserungen beseitigen keinerlei Übel dieser Zeit, an die Wurzel eben muss man gehen.
    Wie wahr, wie wahr, für wahr, gute Eulenfeder!
    Ideen gibt es zuhauf, die Richtung muss vorher korrigiert werden!!!
    Bisher sind die Schleppnetze der Politik/er im Groß-Einsatz, es werden Schräubchen gedreht, zu Gunsten der Gewinner, zu Lasten der Verlierer, weite Landstriche der Zivilisation der Verwüstung überlassen, mit VORSATZ, mit Bei-Hilfe der Mehrheiten.
    .
    St. Martin von Schnulz zu Schmalzdorf aus der schönen Provinz Würselen dreht an den Schräubchen 😉
    bisl rechts – bisl links – ja nach Stimmung der Mehrheiten…

  • heike

    Und wie geht man an die Wurzel und was wird dann aus dem Baum? Wer soll wie welchen grundlegenden Richtungswechsel bewerkstelligen?
    Am meisten kotzen mich momentan Bachmann und seine Kumpane sowie diese idiotischen sogenannten Identitären an.
    Die wollen auch an die Wurzel…….

    Demokratische Verhältnisse und innerhalb dieser Verhältnisse menschliche und richtige Entwicklungen unterstützen, z.B. indem man immer wieder auf Missstände hinweist und eventuell auch Lösungsansätze vorschlägt, ist meiner Meinung nach der richtige Weg….

  • die deja Vu Tante

    wie lange wollen wir noch warten ?
    .
    Danke für die Anregung ~)
    .
    die deja Vu Tante fängt jetzt sofort an ~))
    .
    Abschied altes
    Betriebssystem & Blog
    .
    hin zu UBUNTU zum LEBEN ohne facebook und youtube ~)))
    :
    und Tschüss ~) ~)) ~)))

  • Bettina Beckröge

    Ich glaube, es gibt nicht EINEN oder DEN richtigen Weg, es gibt auch nicht DIE Lösung. Wie auf einer Wanderung gibt es immer viele verschiedene Wege, die aber alles eins gemein haben: sie weisen zum Ziel. Einzig wenn ich stehenbleibe und mich der Bewegung widersetze, werde ich mich keinem Ziel nähern können.
    Die Voraussetzung zum Gehen ist die Einsicht, dass es Sinn macht, sich zu bewegen. Der Artikel zu dem Buch ist wie ein Wegbereiter.

  • Hartmut Lau

    Ich moechte zum Thema Geldschoepfung ein paar Anregungen zum Verstaendnis beitragen.
    Aus den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und internationalen Vereinbarungen der ISO Normen ist die Definition von einem Meter, der Masse in N ( Newton) , die Zeit in h, in der Elektrik , Volt, Ampere, Ohm , etc. exakt bekannt, und aus diesem Wissen haben die Techniker und Ingeniuere die moderne technische “Umwelt” erschaffen.
    Es ist die einheitliche Sprache der Wissenschaft, welche das Fundament in Naturwissenschaft und Technik ist. Ein Meter , eine Stunde , in Asien oder sonstwo auf diesem Planeten, hier herrscht eine klare Uebereinkunft.
    Doch wer hat den Wert von einem Gramm Edelmetall,den Wert 1 beim US$, beim Euro, beim Rubel, etc. bestimmt ? Wer bestimmt die Werthaltigkeit der verschiedenen Waehrungen untereinander ? Wie ist es definiert, wer bestimmt das es jenen, oder gar keinen Wert hat, wo ist die Naturwissenschaftliche gemeinsame Basis?
    Ob wir wollen oder nicht, die Erkenntnis ist, es gibt keinen gemeinsamen Nenner. Es ist das perfekte Werkzeug, der Illusion, in den Haenden von wenigen, um die verschiedenen Waehrungsraeume gegeneinander auszuspielen, mit Unterstuetzung der Politik und der Rechtspfege, mit dem Ziel, in den jetzigen nationalen Volkswirtschaften groesst moegliche arbeitsfreie Einkommen (parasitaere) Strukturen zu realisieren.

    Beispiel 1:
    Schauen wir uns ein normales Tauschgeschaeft an.
    Ein Mensch hat sich im Laufe der Jahre ein paar Goldbarren als Reserve fuer schlechte Zeiten erworben.
    Wegen schlechter “Wirtschaftslage” hat sein Boss Ihn gekuendigt. Nach ein paar Wochen muss er feststellen, dass seine Barreserven verbraucht sind . Nunmehr ist er gezwungen seine Goldbarren in Bargeld zu tauschen. Also zur Bank. Diese tauscht das Gold zum Tagespreis in Geld. Absolut normales Geschaeft. Bargeld, Cash auf die Hand. Und beide Seiten sind zufrieden.

    Frage:
    Wie wuerdest DU Leser dieser Zeilen, Dich verhalten, wenn Du beim Tausch von deinem Gold, in den schriftlichen Formalitaeten erkennen must, dass Du hier einen Vertrag unterschrieben hast, aus dem zu entnehmen ist, dass Du den Wert des Goldes in monatlichen Raten an die Bank zusaetzlich bezahlen musst ?!

    Da die goesste Anzahl der Menschen kein Gold hat, aber finanzielle Hilfen zur Realisierung der persoenlichen Ziele benoetigt, ist die Hilfe der Banken ein Angebot. Denn die Banken haben ja (noch) die Lizenz vom Staat, als Bank zugelassen zu sein. Du, als NICHT Bank hast keine Lizenz vom Staat!!

    Beispiel 2:
    Du brauchst z. B. 10000 Euro. Du bist ausgestattet mit einem festen Arbeitsplatz, hast ein lastenfreies Haus und Grundstueck , somit Kreditwuerdig!
    Hin zur Bank. Nach ein paar Formalien , Deine Unterschrift unter dem Kreditvertrag , und der Mitarbeiter der Bank stellt Dir die 10.000 Euro auf Dein Girokont ein. Dieser Vorgang geschieht in grosser Zahl, jeden Tag, in allen Banken dieser Erde. “Taegliche Normalitaet” ??

    Doch was geschieht tatsaechlich in diesem Vorgang, der Einkaufes von einem Kredit. Dein bewilligter Kredit ist mit Deiner Unterschrift unter den Kreditvertrag, Deine Einlage in die Bank.
    Und diese Deine Einlage verkauft die Bank an Dich als Kredit. Die Bank hatte vor Deiner Unterschrift unter Deinen Kreditvertrag kein Geld !.
    Die Bank hat soeben Giralgeld ueber die vorhandene Banklizenz Geld geschoepft. Geld aus Luft, absolute nicht Werthaltig. Nur Nullen im Komputersystem der Banken.
    Relevant ist immer nur

    DEINE Unterschrift

    Denn Du bist das Gold.

    im Kontrakt.

    In der Abgabe Deiner Sicherheiten bis D U das in Form der Unterschrift plus der Sicherheiten. Ueber diesen Sachverhalt bist Du nie informiert worden.

    Fakt ist, dieser Vorgang ist ein Wertetausch.

    Die Bank nimmt nun Dein Arbeits und Werte Vermoegen mit Deiner freiwilligen Unterschrift unter den Kreditvertrag in “Besitz”, denn wenn Du aus welchen Gruenden auch immer, nicht die monatlichen Pflichten erfuellst, wird Dir die Bank mit der Hilfe der Justiz, Dein Eigentum pfaenden.
    Wo ist nun der Unterschied von Beispiel 1 zum Beispiel 2.
    Beispiel 1: ein normales Handelsgeschaeft
    Beispiel 2: Taeuschung im Handelsgeschaeft und im Rechtsverkehr, geduldeter Raub mit der Hilfe der Politik und der sogenannten Rechtspflege.
    Ich nenne es: eine seit vielen Jahrzehnten die geduldete organisierte Bandenbildung, bestehend aus Banken, Politik und Justiz, mit dem Ziel, die Arbeitsleistungen von Menschen und Voelkern mit dem universellen Werkzeug “Geld” auszurauben.
    Ein super geniales Geschaeftsmodell !!

    Die geplante Verelendung und Auspluenderung der Menschen ist ein Fakt. Geldmangel gibt es nicht. Es gibt nur einen unendlichen persoenlichen Mangel an der persoenlichen Bereitwilligkeit die Funktion der Geldschoepfung erkennen zu wollen.
    Die Aufloesung des Mangels ist doch bereits geschehen, denn die FUELLE liegt in der Tatsache begruendet, dass seit dem 25.12.2012 in der BIZ in Basel fuer jeden M E N S C H E N dieser Erde 10 Mrd. US$ gesichert wurden. ( Siehe Paradigmareport).
    Damit ist fuer jeden Menschen aus diesem vorhandenem Vermoegen ein BGE von z.B. 3000 Euro monatlich ohne weiteres moeglich. Das reicht locker fuer einige dutzend Generationen Menschen.

    Nur, der Haken ist der, de jure gibt es in D keine Menschen, nur Personen!!

    Professionelle Hilfe, um diese Huerde zu nehmen, siehe:

    https://www.verfassunggebende-versammlung.org/

    Erst wenn wir begriffen haben, dass alle politischen Parteien die Salzsaeuren, oder auch die Parasiten in den Volkswirtschaften sind, dann wissen wir, Parteien sind ueberfluessig.

  • PeRom

    Wurzeln sind nicht mehr opportun, obwohl sie es wären, denn jede Form jeder Versuch etwas Herrschaftsfrei zu entwickeln wird ausnahmslos zerschlagen. Und das Prädikat Radikal, ein Leben lang mein zweiter Vorname, koennte einen neuen Frühling gebrauchen.
    Danke schön dafür. Es gibt die Wege, und es gibt die Kreuzungen an denen wir uns treffen, und wir werden mehr. Nur den Einen gibt es nicht, aber uns…

  • Angela Ebert

    Oh ja, den Einen gibt es nicht!
    Die Eine hat keine Kompetenz, sie hat INTERESSEN!
    Das war meine Hoffnung,
    Bewußt-Werdung braucht Anregung und Nahrung.
    Danke HdS 😉
    .
    Die Parasiten sind….ja so ist es!

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