Hürdenlauf zum Arbeitsplatz

Vom Leben der prekär Beschäftigten in der Zwischenzone. (Quelle: Junge Welt)
https://www.jungewelt.de/2017/03-06/013.php

Showing 2 comments
  • Volker

    Wer jung genug ist, kann diesen Stress ein paar Jahre aushalten, bevor sich erste Schäden aufgrund psychischer Überlastungen melden. Wer auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr als jung angesehen wird (mit vierzig Jahren gilt man schon als schwer vermittelbar!) und den Lebensunterhalt auf Dauer über prekäre Arbeitsverhältnisse zwangsläufig sichern muß (gefordert sowie gefördert), wird sich ständig mit der Angst vor Langzeitarbeitslosigkeit befassen müssen. Und Langzeitarbeitslosigkeit bedeutet das gesellschaftliche Aus mit allen sozialen Folgen. Flexibel sowie belastbar zu sein, sich dem jeweiligen Angebot des Arbeitsmarktes unterwerfend anzupassen, diese Unmöglichkeit wird dazu noch als wirtschaftlich- notwendiger Fortschritt bezeichnet, einhergehend mit dem erwünschten Abbau unseres Sozialsystems – die Reduzierung auf ein unerträglich-kalkuliertes Existenzminimum unter brutal-definierten Zwängen.

    Ein mögliches BGE wäre m.E. der Punkt nach der Agenda 2010 – alternativlos hinzunehmen. Danach werden sich Fragen zu sozial-gerechten Lebensbedingungen in einem BGE auflösen, das nicht mehr in Frage gestellt werden sollte. Oder in Frage gestellt werden darf. Bedingunglose Akzeptanz?

  • ert_ertrus

    Leseempfehlung: Günter Wallraff (Hg.), Die Lastenträger.

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