Mal wieder auch dieses: ein großes Dankeschön!

59. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser,

ich darf meinen heutigen Bericht mit einer wunderbaren Neuigkeit beginnen: Der Familie K. in Megara, die derzeit noch unter menschenunwürdigsten Bedingungen leben muß, in einer Unterkunft, die eher einer reparaturbedürftigen Garage gleicht als einem Obdach, das für Menschen zumutbar ist, können wir helfen, und zwar ohne jeden weiteren Aufschub!

Ganz sicher muß ich nicht wiederholen, was in meinen letzten beiden Berichten über die Wohnsituation dieser Familie zu lesen war. Vor allem der Augenzeugenbericht dazu von Tassos Chatzatoglou, vollständig veröffentlicht in meinem letzten Bericht, war erschütternd und überaus eindrucksvoll. Der Mängelkatalog reichte von verschmorten Stromkabeln bis zu einem undichten Dach, von Matratzenlagern auf dem nackten Fußboden des Hauses bis zu einem Vermieter, der Sanierungsarbeiten an dieser „Bruchbude“ (so Tassos), bezahlt von den Einwohnern bzw. aus unserem Spendentopf, flugs auf die neue Miete draufgeschlagen hätte statt abzuziehen von den Unterkunftskosten. Aber natürlich, auch solche Griechen gibt es. Keine Griechen oder Griechinnen, die in der Not zusammenstehen und sogar – aus kaum noch vorhandenen Ressourcen – den rund 60.000 Flüchtlingen im Land zu helfen versuchen, sondern Griechen, andere Griechen halt, die selbst aus allergrößter Not noch Kapital zu schlagen wissen. Aber Vorsicht! Kenen wir das von Deutschland nicht auch? Hört nicht auch bei uns der Mensch oft auf, wo der Hausbesitzer anfängt? Gar nicht zu reden vom Großkapitalisten, der lediglich seine Profite noch kennt, nicht aber mehr Menschlichkeit? (Holdger Platta)

Und genau das, liebe HdS-Leserinnen und HdS-Leser, ist auch der Punkt, genau das offenbar das unterscheidende Merkmal, und gerne, sehr gerne stelle ich das im heutigen Bericht mit ganz besonderer Akzentuierung heraus, mit besonderer Wärme und Dankbarkeit: andere Menschen rührt dieses Schicksal der verarmten Menschen an, Menschen unter Euch, und die lesen nicht nur, die leisten sich dann nicht nur zwei, drei Minuten des Mitgefühls, nein, diese Menschen werden dann auch aktiv, diese Menschen tun was und spenden eine Hilfsbetrag, der vermutlich in sehr absehbarer Zeit der hilfsbedürftigen Familie K. in Megara eine neue, eine bessere, eine gute Wohnung bescheren wird. „Es gibt nichts Gutes / außer man tut es“ (Erich Kästner). Aber konkret:

Jawohl, erstmal gingen ohnehin während der letzten sieben Tage viel mehr Spendengelder bei uns ein als in der Woche davor: insgesamt 1.090,- Euro statt ‚nur’ 617,50 Euro, wie in den sieben Tagen davor – wobei selbst dieser Betrag schon eine deutliche Steigerung darstellte gegenüber dem Vorwochenstand (= 370,- Euro). Und an dieser Stelle sei deutlich betont: 1.000,- Euro von diesem Spendenzufluß verdanken wir ausschließlich einer einzigen Spenderin, einer Renate H., und diese Renate H. war es auch, die 500,- Euro dieses Gesamtbetrages ausdrücklich der notleidenden Familie K. in Megara zugedacht wissen will (und weitere 400,- Euro unserer sonstigen GriechInnenhilfe; den Rest von 100,- Euro hat sie uns Helfern für unsere Organisationskosten zur Verfügung gestellt). Ihr werdet verstehen, daß mein – nein: unser! – Dank in dieser Woche vor allem der Spenderin Renate H. gilt, doch auch die anderen SpenderInnen vergessen wir darüber nicht, und selbstverständlich gilt auch diesen drei SpenderInnen unser Dank! Und überhaupt möchte ich an dieser Stelle wiederholen, was ich ja schon mehrfach schrieb:

Hier, im konkreten Hilfsfall der Familie K. in Megara, vermochte eine Großspende schlagartig Abhilfe zu schaffen bei einer katastrophalen, ganz akuten Notsituation. Doch auch ‚kleine’ Spenden wissen wir zu schätzen, auch ‚Mini’-Beträge sind oft Ausdruck von riesengroßer Hilfsbereitschaft. Wir haben nicht vergessen, wir wissen das von manchen auch: selbst Hartz-IV-Betroffene sind wieder und wieder unter unseren SpenderInnen dabei! Und nicht selten kann man den Eindruck gewinnen – ganz im Gegenzug zu den Kapitalisten, die ich vorhin mit ihrer Geldfixierung anzusprechen ‚wagte’ -: oft beginnt der Mensch da, wo das Geld aufhört! Wie schrieb doch eine Petra J. letzte Woche dazu, ebenfalls eine Spenderin: „GriechInnenhilfe – in tiefer Verbundenheit mit den GriechInnen und für eine solidarisch ausgerichtete Politik in Europa und überall“. Dank also an alle Spenderinnen und Spender, und nicht nur an die der letzten Woche!

Wie wird es mit der Familie K. in Megara nun weitergehen? – Nun, Tassos Chatzatoglou, unser Außenhelfer, ist, trotz einer Erkrankung mit hohem Fieber, immer noch vor Ort und wird alles in die Wege leiten, daß ein ganz rascher Umzug für die Familie K., für die alleinstehende Mutter mit ihren fünf Kindern, ohne Probleme möglich wird! Selbst das Geld für eine eventuell fällige Kaution – für den Abschluß eines neuen Mietvertrages – werden wir nun aufbringen können!

Bescheiden, sehr bescheiden hingegen dürfte das sein, was bei den Gesprächen des sogenannten „Geldgeber-Quartetts“ mit der griechischen Regierung in der letzten Woche herauskam. Auch darüber hatte ich Euch in der letzten Woche ja ausführlicher informiert. Um es kurz zu machen (denn mehr – oder gar: bessere – Informationen liegen mir nicht vor):

Am Mittwoch dieser Woche sind die westlichen Gäste ohne jedes Ergebnis aus Athen wieder abgereist. Die Vertreter der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB), des Euro-Stabilitätsmechanismus (ESM) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben sich mit ihren Forderungen gegenüber Tsipras und der Syriza diesesmal nicht durchgesetzt – vor allem nicht mit ihrer – sorry: bestialischen! – Forderung, die Renten noch stärker zu kürzen in Griechenland! Ein neuer Verhandlungstermin steht noch nicht fest, das ursprüngliche Ziel, bis zum 20. März eine neue Einigung zu erzielen, mutet demzufolge als nahezu utopisch an, und vor allem die völlig „überzogenen Forderungen“ des IWF, so Tsipras, waren es wohl, die alle Verhandlungen scheitern ließen. Fast könnte man an diesem Punkt ja zynisch werden:

Offenbar genügt es dem IWF noch nicht, daß Griechenland bereits seit einiger Zeit, seit 2015 schon, das zweitärmste Land in der EU geworden ist (lediglich Bulgarien ist noch schlechter dran als Griechenland), oder dem IWF genügt ebenso wenig, daß unter allen europäischen Ländern der Armutsanstieg im Griechenland der vergangenen Jahre am größten war! – Selbst das „Institut der deutschen Wirtschaft“ in Köln, das IW – wahrlich aller linken, gar: marxistischen Umtriebe unverdächtig! – bestätigte diese Befunde! Nicht zuletzt aus diesen Gründen sieht sich die griechische Regierung mittlerweile nach anderen Helfern und Kreditgebern um, so bei der Weltbank (bitte nicht verwechseln mit dem IWF). Dabei soll es vor allem um die Finanzierung neuer Beschäftigungsprogramme in dem drangsalierten Mittelmeerstaat gehen, um konkret 3 Milliarden Euro zur Schaffung von 100.000 neuen Arbeitsplätze. Zum erstenmal würde damit dem elenden Verelendungsprogramm mit Namen „Austeritätspolitik“ ein neues Konzept entgegengesetzt – in Ansätzen jedenfalls, denn Flickschusterei wäre selbstverständlich auch dieses noch!

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser, Ihr seht mithin: trotz der positiven Nachricht zu Beginn des heutigen Berichts, trotz gewisser Neu-Orientierungen in der Politik (hoffen wir es jedenfalls!), unsere Hilfe bleibt, was sie bis dato war, auch weiterhin: nämlich dringend erforderlich, und das heißt, unverzichtbar! – Mit Hoffnung, Freude und Dank rufe ich Euch deshalb auch heute zur erneuten Hilfe auf. Und deshalb auch heute wieder an dieser Stelle die vertrauten Schlußhinweise:

Wer uns bei unserer Hilfe für Menschen in Griechenland unterstützen will, unter dem Stichwort „GriechInnenhilfe“, wer das spezielle Hilfsprojekt in Megara mitfinanzieren möchte (dann bitte zusätzliches Stichwort „Megara“!) und wer auch uns Akteure wieder mal mit Organisationsgeldern helfen will (dann bitte unter dem Stichwort „HDS“), der überweise uns bitte Spendengelder auf das folgende Konto:
Inhaber: IHW
IBAN: DE16 2605 0001 0056 0154 49
BIC: NOLADE21GOE
Und hier nochmal die Kontaktdaten von Peter Latuska, an den Ihr Euch wenden könnt, wenn Ihr Patenschaften übernehmen wollt oder eine Spendenbescheinigung benötigt (für Spendenbeträge bis 200,- Euro genügt fürs Einreichen beim Finanzamt Kopie oder Original Eurer entsprechenden Kontoauszuges):
Peter Latuska
Theodor Heuss Str. 14
37075 Göttingen
Email: latuskalatuska@web.de

Holdge Platta

Mit herzlichen Grüßen
Euer Holdger Platta

Showing 3 comments
  • Angela Ebert

    Mit den „Alt-Bewährten“ Etablierten wird das nix, Distanz in notwendig, um neues Humanes LAND zu entdecken, sonst droht der Tod, auch dem Humanen, vermutlich.
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    Frank-Walter Steinmeier, ein Mann mit Format?!
    FRANKenSTEIN WALTERt und MEIERt, die Zukunft ist Präsidial…ideal?!
    K/eine Schames-Röte im Gesicht…?!
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    Distanz ist notwendig, den Fokus erweitern!
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    Kann Mensch die Situation nicht ändern ist die Position zu verändern, in der Hoffnung auf Veränderung?!
    Physik?
    Mancht Flüchtlinge?
    Physik, die Form verändern, wir haben es mit Profi`s zu tun?!
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    Griechenland ist so Gast-freundlich
    und auch so korrupt, wie andere Länder auch.
    Da sind sie wieder, die Ambivalenzen, die Form verändern!

  • Danke an Renate H. und alle anderen SpenderInnen

    Es zeigt sich, dass, die Griechinnenhilfe, Menschen zu unglaublichen Taten beflügelt.
    Mein großer Dank und tiefer Respekt geht an Renate H., die inkognito eine mehr als großzügig zu betrachtende Summe gespendet hat.

  • Holdger Platta

    Danke an die Danksagerin oder den Danksager oben! – Von mir aus eine kleine ergänzende Mittelung:
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    Von Renate H. kenne ich auch den Nachnamen. Aber: wenn wir kein ausdrückliches O.K. bekommen, veröffentlichen wir keinen Spender und keine Spenderin mit voller Namensnennung. Wenn wir’s aber bekommen, dieses O.K., tun wir das sehr, sehr gerne!
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    Euer Holdger

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