Eulenfeder: Schwere Zeiten

Das Schlechtere ist der Freund des Schlechten. Denn es lässt dieses – relativ gesehen – in einem rosigen Licht erscheinen. Von wie vielen Misständen in Deutschland lässt sich trefflich ablenken, indem man darauf hinweist, dass es anderswo schlimmer ist – in der Türkei, in Russland, In Nordkorea, in der Sahelzone oder bei den Klingonen. Da macht man es sich gern daheim gemütlich und preist sein bescheidenes Bürgerglück – jenen Rest an Demokratie, Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit, den uns „die da oben“ gnädigerweise noch gewähren. Auch die Mussolini-Diktatur war schließlich immer noch weniger schlimm als Nazi-Deutschland. Also sei friedlich, Bürger, wähle, schufte, konsumiere, schlucke und verdaue! Einer lässt sich von derartigen Einschläferungsversuchen natürlich nicht beeindrucken und hält unbeirrbar an der Notwendigkeit einer Revolution fest: Eulenfeder.

Die Chancen sinken mit der Erhöhung der Mißstände um uns herum. Die Chancen auf was? – auf die Revolution
!
Wenn Faschismus, Diktatur, Patriotismus und Ausrottung des Menschenrechts um uns herum bedrohlich anwachsen, zieht man sich ins vermeintlich sichere Schneckenhaus BRD zurück, wähnt sich sicherer hinter eigener Abschottung gegen die Bedrohung von außen und relativiert die Mißstände im „eigenen“ Land zu temporären Nebensächlichkeiten. Man tappt in die Falle: „Bei uns ist schließlich alles noch einigermassen in Ordnung, wir haben ja noch Demokratie, Rechtstaatlichkeit und ein Sozialwesen – also lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, dass es uns erhalten bleibt!“ Darauf haben sie nur gewartet, „unsere“ Politiker. In solchen Zeiten lässt sich die Demagogie am leichtesten ans Volk verkaufen und damit auch ungehinderter ein weiterer Abbau von Demokratie, Sozialstaatlichkeit und Freiheitlichkeit vorantreiben.

Zudem müssen mehr Waffen her, mehr schlagkräftiges Militär zur Optimierung des Schutzes gegen die Bedrohungen von Außen, mehr Überwachung, Polizeistaatlichkeit… „Germany first“, um einen „funktionierenden Rechtstaat“ zu erhalten. Was dabei auf der Strecke bleibt – mehr noch als sonst –, ist die Wiederherstellung von Recht, Sozialstaatlichkeit und Freiheit. Die Fähigkeit in der Bevölkerung, die Notwendigkeit einer Revolte gegen die Missstände im eigenen Land einzusehen, tendiert gegen Null. Und wer die Revolution trotzdem noch fordert, wird bald noch mehr als früher als Staatsfeind gebrandmarkt sein, als Spinner auch. Denn: „Schliesslich geht es uns immer noch viel besser als anderswo.“

„Unbelehrbare“ revolutionäre Kräfte werden so zu Feinden der Demokratie und der Rechtstaatlichkeit erklärt – von jenen, die Demokratie und Rechtstaatlichkeit auf ein Minimun herunter regiert und den Sozialstaat an die Wirtschaft verkauft haben. Und die dummen Bürger werden wieder zahlreicher zu den Wahlurnen strömen, um dem Schutz gegen das Böse von außen ihre Stimme zu geben. Das Böse im eigenen Land erscheint dann gar nicht mehr so schlimm, wenn man „notgedrungen“ enger zusammenrücken muss.

Und unmerklich – leider – wächst ein neuer Nationalismus heran. Man hat sich infizieren lassen, vermeintlich um „Gutes“ zu bewahren, aber man erkennt die Falle, das Gift in den politisch-demagogischen Mogelpackungen nicht. Man geht politischer Irreführung leichter, unbedenklicher auf den Leim.

Nein, nicht mit mir! Und ich hoffe, es gibt noch weitere „unbelehrbare“ Anarchisten, die unbeirrt ihren Glauben an die Freiheit und die Revolution bewahren, mögen die Zeiten dafür auch noch so schwer sein.

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  • halimata

    wie wahr — doch um dies zu meistern bedarf es keiner Revolution, vielmehr brünge Evolution__denn meiner Meinung nach wird die Masse: ‚emmer dömmer‘. Dereinst sagte man: denn Sie wissen nicht was sie tun — heute darf mer sagen: denn sie wollen nicht wissen was sie tun.

  • Angela Ebert

    Na klar, Aufrecht-stehende wird es immer geben!
    Ja es sind die Mehrheiten die die Würdelosigkeit legitimieren, den rechtsfreien Raum für die Missbrauchten der Zielführung zugänglich machen, die wirtschaftliche Nutzung ALLEN LEBENS auf dieser Welt.
    Rechts-Sicherheit ist wie Menschen-Recht, für die Ausgebeuteten im Schlauchbot, eine Legende.
    Die Schleppnetze werden in den Meeren bald keine Beute mehr machen, und dann?
    Spätestens dann kommt die Erkenntnisse. Vielleicht?!
    Mir war nicht klar wie weit die Dekadenz fortgeschritten ist, zweifeln, sich selbst einmal in Frage stellen, Toleranz, damit ist kein Profit zu machen.

    Feindliche Übernahmen finden auf vielfältige Art und Weise statt, auch im Kopf und in den Herzen der Menschen.
    Konstantin Wecker hat einen Preis bekommen, einen Kleinkunst-Preis, trotz seiner GRÖßE, mit seiner Kunst immer wieder auf Mit-Gefühl und Menschlichkeit hinzuweisen.
    Da hat es doch einmal den Richtigen getroffen!!!
    Die Rufer und Warner im eigenen Land werden gerne überhört…ohne jede Relevanz.
    Früher nannte man es Insekten- und Unkraut-Vernichter, heute Pflanzen-Schutz, gleicher Inhalt, by Monsanto und Bayer und und und…
    Früher nannte man sie Sparer, heute die WARE MENSCH.
    Die Richtlinienkompetenzin gibt diese Richtung vor!
    .
    Nicht aufgeben!!
    Trotz allem!!

  • Doris Mossler

    Stichwort „politische Irreführung“.
    Was ist von der (noch nicht)-Partei „Demokratie in Bewegung“ zu halten?
    Ich bin immer so misstrauisch.

  • eulenfeder

    Gut ! – Doris – dass Du misstrauisch bist.
    Nicht jene Partei die Du hier anführst meine ich damit ( kenne ich nicht und will auch keine Partei kennenlernen ).
    Eine Partei ist ein Personenverband der gemeinsame politische Interessen vertritt, ihr Ziel ist Beteiligung an Staatlicher Herrschaft = Regierungsmacht.
    In dieser hoffentlich richtigen Erläuterung des Begriffes stecken schon alle Gründe um gegen eine Partei zu sein.
    die NSDAP war eine und die CSU ist immer noch eine… smile.
    Die SPD war nie eine und die FDP wird hoffentlich nie wieder eine –
    die Grüne, naja hätte gern mal eine solche werden wollen.
    Niemals vertritt eine politische Partei die Interessen der Bürger, das kann sie gar nicht weil nicht Bürger bestimmen, sondern Politiker im Sinne von Herrschaft/Regierungsmacht.
    Nun bitte nicht behaupten dass Politiker auch Bürger wären –
    sonst geb ich mir den Gnadenschuss… smile.
    Freundliche Gruss
    eulenfeder

  • heike

    Ach Euli, Regierungen regeln das Zusammenleben der Menschen innerhalb eines Staates und die Politik, d.h. die Art und Weise der Beziehungen des Staates zu anderen Staaten. Du willst also die totale Anarchie, d. h. die Abschaffung jeder Form der Staatsmacht, also des Staates an sich?
    Dahin soll Deine Revolution führen? Erkläre uns allen Ahnungslosen doch bitte einmal, wie das gehen soll?
    Höflichst,
    Heike

  • heike

    Wer hat eigentlich den Begriff „Ware Mensch“ geprägt?

  • eulenfeder

    Nachhilfe in Sachen Revolutionskunde derzeit nur gegen eine Mass gutes Bier –
    trockenen Mundes bringe ich derzeit nicht mal die Linke Faust raus, geschweige denn die richtigen Worte um Ahnungslose zu unterrichten.

  • heike

    Ich weiß nicht, woran es liegt, dass in hds-Kreisen nicht ankommt, dass die meisten Parteien dieses Landes (genau genommen alle außer der afd) gegen nationalpatriotisches Gedankengut eintreten.
    Die Linken können sich nicht als einzige Kämpfer gegen Rechts profilieren wollen. Das ist schlicht und einfach eine Verdrehung der Tatsachen.
    Ich bin gegen Kommunistenhasser genauso wie gegen die Ausländerhasser. Am meisten bin ich gegen Leute, die diesen oder jenen Hass immer wieder am Leben erhalten und schüren, weil es eben tatsächlich so ist, dass sie einander bedingen.

  • Satierische Menagerie

    Huhu, heike, es gibt auf der ganzen Welt keine einzige Partei ohne „nationalpatriotisches Gedankengut“, denn solange die Welt in Nationen, Staaten, Grenzen organisiert ist, solange macht jede Partei, die regieren will, Politik fürs eigene Land/Staat/Nation/Patria/Vaterland. (Deshalb ist ja auch die gespielte Empörung über Donald Dumbs „America first“ schlicht Heuchelei, denn wenn Merkel nicht mit der Devise „Deutschland zuerst“ und Hollande nicht mit „La France d’abord“ regieren würden, wären sie ungeeignet für den Job.) Oder wie du ja selbst schreibst: „Regierungen [also Parteien, die sie stellen] regeln das Zusammenleben der Menschen innerhalb eines [nämlich des ihrigen] Staates“. Wobei es sich jetzt hier nicht lohnt, auf die Witzbolde der sogenannten europäischen Parteien im EU-Parlament einzugehen, die auch nur einen supranationalen Nationalismus in europäischen Grenzen vertreten.

    Oder meintest du vielleicht und hattest nur nicht den Mut, das Kind bei seinem schmutzigen Namen zu nennen: „faschistisches Gedankengut“? Da allerdings hast du teilweise recht, aber nur graduell. Denn eine wirklich antifaschistische Partei ist auch in Deutschland nicht in Sicht, solange die Antifa etwas gegen Parteien hat. Allenfalls ist Die Linke noch die mit dem geringsten faschistoiden Anteil, denn alle wollen sie den Status quo des kapitalistischen Systems erhalten und damit des faschistischen, da ja nach Horkheimer vom Faschismus nicht schweigen darf, wer vom Kapitalismus redet. Nur ist der Kapitalismus inzwischen ein globaler und kommt der Faschismus außer bei den Rechten nicht mehr so naiv-offen daher wie vor 80 Jahren, sondern strukturell-bürokratisch (Adorno, Verwaltete Welt). Dass die meisten in Sonntagswahlreden und bei Holocaust-Gedenkfeiern gegens rechte Gedankengut eintreten, muss nichts heißen außer Gerede und Krokodilstränen („Schrecklich, schrecklich“, wie Konstantin in „Hexeneinmaleins“ singt); denn es kommt auf ihr Tun an, nicht auf ihre Wahlsiege!

    Doch, Eulenfeder, es gibt noch ein paar „Unbelehrbare“ …

  • heike

    Ich habe ein extrem großes Problem damit, Kapitalismus mit Faschismus gleichzusetzen.
    Mit nationalpatriotisch meinte ich nationalsozialistisch im Sinne der Nazi-Diktatur 1933-45.
    Alle Parteien dieses Landes außer der AFD distanzieren sich von faschistischem Gedankengut in diesem Sinne.
    Was Trump betrifft, gebe ich Dir gefühlt recht, weil ich glaube, dass sein ‚America first‘ nicht in dem von ihm gemeinten Sinne interpretiert wurde.
    „Schwierige Zeiten, mein Schatz…“ Frieden sollte an erster Stelle stehen.

  • Christiane

    Faschismus, mal anders betrachtet:
    .
    http://www.berliner-zeitung.de/vor-sechzig-jahren-wurde-der-russische-revolutionaer-leo-trotzki-von-einem-agenten-stalins-in-seiner-villa-in-mexiko-city-mit-einem-eispickel-ermordet—sein-enkel-erinnert-sich-der-toedliche-schlag-16024068
    .
    http://www.tagesspiegel.de/kultur/stalins-herrschaft-terror-ohne-grenzen/6228790.html
    .
    http://geschichtsverein-koengen.de/Judenverfolgung.htm
    .
    „Und siehe, der Freigeist geht um,
    alle sind aufgeklärt,
    doch wer weiß bescheid?
    Heute hasst man modern.
    Die Angst ist die Flamme unserer Zeit,
    und die wird fleißig geschürt.
    Sie verbrennen dich mit ihren Zungen und ihrer Ignoranz,
    dicke, freundliche Herren bitte per Television zur Jagd,
    tausende zum Feindbild verdammt,
    halten sich fürs Exil bereit.
    Die Schlupfwinkel werden knapp Freunde,
    höchste Zeit, aufzustehen.“
    (aus Hexeneinmaleins- Konstantin Wecker)
    .
    Konstantin Wecker Hexeneinmaleins
    https://youtu.be/UuNHJIAjW6k
    .
    Kristallnaach – BAP
    https://youtu.be/Q1zg7fhSk_Y

  • Christiane

    „Tausende zum Feindbild verdammt,
    halten sich fürs Exil bereit.“
    .
    Worte, die damals so wie heute leider noch Gültigkeit haben.
    .
    durch die unerträglichen Situation der willkürlichen Grenzziehung,
    durch die unerträglichen Situation der Abspaltung der Ärmsten der Armen,
    durch die unerträglichen Situation, des sich neu bildenden Faschismus.
    .
    Und darum:
    .
    Nie wieder Faschismus!
    Nie wieder Krieg!
    .
    Konstantin Wecker
    Ich habe einen Traum (offizielles Video) feat. Cynthia Nikschas
    https://youtu.be/CfJawNZm-rQ

  • rr

    Ein großes Glück, dass gerade zu dem Zeitpunkt, da uns Bettina Beckröge verlassen hat, „Christiane“ zu uns stieß, die ihr in vielem ähnelt und mühelos ihren Platz einnehmen kann.

  • heike

    Ich kenne Leute, die sich an der Integration von Flüchtlingen beteiligt haben und ihre bzw. die Türen ihrer Kirchgemeinden für Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder geöffnet haben und dabei die Erfahrung gemacht haben, dass dieses Entgegenkommen leider nicht mit Anstand, sondern einer gewissen Anmaßung und Überheblichkeit erwidert wurde. Die Räume wurden durchwühlt, Spielzeug geklaut, Essen nach dem ersten Bissen verächtlich weggeschmissen. Von Flüchtlingsgegern wurden dazu noch die Fenster als Ausdruck ihrer Meinung zu dieser Willkommensaktion eingeschmissen.
    Da stehen die, die menschlich sind, dann zwischen allen Fronten. Opfer werden von allen Seiten gebraucht – da bieten sich die mit den offenen Herzen doch geradezu an, so schön blöd wie sie sind…(jetzt werde ich auf meine alten Tage doch noch zynisch). Naja…einfach weitermachen..es gibt auch viele gute Beispiele, darf man nicht vergessen. Allerdings:
    Eine Grenzziehung und ein Stopp für Flüchtlingseinreise sichert diesem Land noch den Rest einer Chance auf Frieden. Weiterhin unkontrollierter Flüchtlingszustrom kann nicht integriert werden und würde dieses Land überlasten.
    Und liebe Linken, es war Frau Merkel und nicht ihr, die die Grenzen in der höchsten Not aus Gründen der Menschlichkeit geöffnet hat und genau aus diesen Gründen müssen sie auch wieder geschlossen werden. Und jeder, der sich mit Hilfe vorgeschobener menschlicher Ideale an einer Aufheizung und Eskalation der Situation beteiligt, ist mitverantwortlich für die Opfer auf allen Seiten. Menschlichkeit muss gelebt werden können, dazu müssen gewisse Rahmenbedingungen akzeptiert werden. Wenn man selbst Flüchtlingskinder in seiner Familie aufnehmen will und kann, kann man das gerne tun – aber man kann nicht von seinem Nachbarn das Gleiche fordern. Wer Scheiben in Asylantenheimen einwirft oder Schlimmeres, ist nicht besser als Asylanten, die deutsche Frauen belästigen oder Schlimmeres.
    Mehr und mehr Menschen scheinen eine natürliche Mitmenschlichkeit der einen oder der anderen Ideologie zu opfern. Obwohl ich immer noch den Eindruck habe, dass die auf diesen Seiten leider oft für ihre angebliche Dummheit geschmähte Masse der Bevölkerung dieses Landes, gar nicht so dumm ist und mehr als autonome Pflastersteinwerfer und Bierzeltrevolutionäre für ein friedliches Miteinander in diesem Staat sorgt.

  • Christiane

    Lieber rr,
    „Christiane“ ist die rechtmäßige Ehefrau von Goethe.
    .
    🙂

  • eulenfeder

    sorry heike, oder besser ohne Bedauern – mehr in sich Widersprüchliches, ja sich selbst Widersprechendes sogar habe ich selten gelesen.
    Nahezu jeder Satz widerspricht sich mit dem folgenden und damit auch Deiner ‚Meinung‘, die zudem ständig wechselfiebrig sich wieder als ziemlich rechts selbst entlarvt.
    Äpfel mit Birnen vergleichen ist auch nicht gerade durchblickend.

  • Anna

    @ rr

    „Ein großes Glück, dass gerade zu dem Zeitpunkt, da uns Bettina Beckröge verlassen hat, „Christiane“ zu uns stieß, die ihr in vielem ähnelt und mühelos ihren Platz einnehmen kann.“

    Aber sie war doch nie weg! Freuen wir uns über Christiane, später vielleicht Miriam, Umweltaktivistin, Mutter Theresa ! Hauptsache ihr Markenkern ist unverkennbar, so dass man auf Anhieb erkennen kann, wer uns heute wieder erklärt, wie die Welt richtig funktioniert. Wir können uns von guten Menschen gar nicht genug inspirieren lassen, nicht wahr?

  • rr

    Natürlich finden nach rechts Tendierende immer „anekdotische Beweise“ für die Undankbarkeit und die charakterlichen Mängel der Migranten. „Ich kenne da jemanden, der hat ganz schlimme Erfahrungen gemacht.“ Na und? Noch am Samstag habe ich im Haus der Mutter meiner Tochter zwei Migranten aus dem Iran getroffen, Mutter und Sohn. Sie haben Kuchen gegessen und ein bisschen von ihrem Land und ihrer Situation erzähle, so weit die Deutschkenntnisse reichten. Nichts demoliert, nichts gestohlen. Was beweist das?

    Auch wir „Gutmenschen“ wissen, dass die Flüchtlinge nicht grundsätzlich die besseren Menschen sind. Wegen ihrer oft traumatischen Erfahrungen, der sozial prekären, beengten und fast rechtlosen Situation ist die Gefahr, dass sich mal einer „daneben benimmt“ vielleicht sogar größer als bei Deutschen aus geordneten Verhältnissen. Wirklich sinnvolle Vergleiche kann man hier nur mit Deutschen anstellen, die in genau derselben Situation sind und genau dasselbe erlebt haben. Und auch dann gilt: es gibt nur individuelle Verfehlungen, keine kollektiven. Ich kennen jemanden, der jemanden kennt, bei dem schon mal ein Deutscher eingebrochen ist und die Wohnung demoliert hat. Seither bin ich bei Deutschen ganz misstrauisch. Selbst wenn ich in den Spiegel blicke, tue ich das nur mit äußerster Vorsicht. Hinter den deutschen Gesichtszügen, die mich dort anblicken, könnten Abgründe laufern.

    Warum ist es nicht möglich, dass Eulenfeder mal den Patriotismus kritisiert (wofür es gute Gründe gibt), ohne dass sich aus der Gemeinde ein „ja, aber…“ erhebt und anekdotische Beweise für die Geführlichkeit von „Ausländern“ herbeizitiert werden? „Deutschland“ an sich ist noch lange nicht überlastet von den vielen Zuwandern, nur bestimmte Deutsche sind es. Wir können nicht „alle“ aufnehmen, aber noch ziemlich viele, wenn wir es wollen und uns trauen, das Geld dafür von denen einzufordern, die es im Übermaß haben.

  • eulenfeder

    „Bierzeltrevolutionär“ !! das allerdings ist grossartig, Marschbläser rausgeschmissen, Freibier für alle Freien , Obdachlose also auch, eine wilde Anarchobänd spuid auf – unter den Biertischen wird wild gevögelt – Gaukler, Zauberer und Kräuterhexen mit Marihuana-Bauchläden…
    und draussen, im Klohäusl mit dem Herz in der Tür wird auf den Staat geschissen –
    hahaaaa….

  • Christiane

    Köstlich Eulenfeder!!!
    Da ist es wieder, dein unergründliches Kauderwelsch. Wieviel Gläser des Volkacher Kirchberg (der trockene ist übrigens der beste) ich dafür wieder benötigen werde, das Hyroglyphengewimmel zu entziffern? „Len federli“, so war doch die entsprechende Übersetzung von „Eulenfeder“, stimmts?
    .
    Auf „Len federli“ werde ich heute abend anstoßen, den unumstößlichen Revoluzzer.
    .
    🙂

  • heike

    Ja Euli, Freibier für alle, Geld für alle, in der anarchistischen Gesellschaftsform fliegen dann die Brathähnchen oder wahlweise was Vegetarisches einfach so in die geöffneten Münder…..
    Aber ich wollte Dich noch etwas fragen: Welches sind genau die Sätze von mir, die Dir widersprüchlich erscheinen? Und warum?

  • heike

    Es gibt hier sehr verschiedene Auffassungen von Revolution. Zum einen die von Bettina immer wieder angeführte und mit Zitaten von Konstantin Wecker untermauerte Revolution des Geistes und des Herzens, eine Revolution des Bewusstseins der einzelnen Menschen, die dann an ihren jeweiligen Wirkungsstätten zu einer Kultur des Friedens und der Mitmenschlichkeit beitragen (diese Entwicklung findet sehr erfreulicherweise und auch völlig parteiunabhängig seit einigen Jahren im ganzen Lande statt) und eine Anarcho-Eulenfeder-Revolution, die den Staat an sich abschaffen will ( wie eigentlich? hab ich immer noch nicht verstanden). Indem man einen Bürgerkrieg inszeniert? Immer mehr Flüchtlinge rein – immer mehr Deutsche sehen “ rot“ und gehen auf die Barrikaden, weil diese Regierung eindeutig nicht mehr ihre Interessen vertritt, Regierung wird zum Teufel gejagt, Pegida und Co besetzt die Schaltzentralen der Macht? Oder wie? Die anarchistischen Antifaschiste gehen in den Barrikadenkämpfen siegreich gegen Pegida und Co hervor und erklären per Dekret Deutschland zum regierungsfreien, anarchistischen und natürlich nichtkapitalistischen Gebiet? Und dann ?
    Wäre schön, wenn dieser Kommentar mal ganz anarchomäßig nicht zensurbedingt aus dem Verkehr gezogen würde.

  • Christiane

    @ Anna,
    ich glaube, du hast etwas gründlich missverstanden. Ich bin keine Mutter Teresa, ich bin auch keine Miriam, und ich möchte niemandem erklären, wie die Welt funktioniert. Ich schreibe, wie wir alle, in direkter Reaktion auf einen Artikel oder einen Kommentar. In diesem Fall, du kannst es selbst überprüfen,habe ich auf einen Kommentar reagiert. Es erschien mir wichtig. Ich nehme in kleinster Weise für mich in Anspruch, dass meine Kommentare eine Erklärung für das Weltgeschehen sind. Wie sollte ich das auch können? Das Weltgeschehen ist viel zu komplex, als dass es sich erklären ließe. Ich versuche lediglich das, was ich weiß, empfinde oder „fremdlese“ mit den hier aufgeführten Artikeln oder Kommentaren zu verknüpfen. Da ist ja erstmal nicht weiter anstößig.
    Der Umgang mit einem Kommentar ist zu betrachten, wie der Umgang mit einem Buch. Ein Buch kannst du lesen, oder es beiseite legen. Niemand zwingt dich, meine Zeilen zu lesen, außer deine Neugierde. Es liegt an dir. Spreu von Weizen für dich zu trennen, dich im Lesen auf das für dich Wesentliche zu beschränken. Ich tue es hier, im HDS,in der Medienwelt generell und draußen im Alltag. Könnte ich das nicht, würde ich verrückt werden, angesichts der Flut an Medien und Werbung, die überall auf uns einströmen. Ich habe gelernt, Wahrnehmung zu selektieren auf die für mich wesentlichen Bestandteile.
    Vielleicht helfen dir meine Worte weiter, wenn nicht, einfach weglegen, wie ein Buch, das nicht gefällt.

  • Angela Ebert

    Jepp, schwere Zeiten!
    @roland – Du bist hier der Chef!
    Was hier gerade passiert, passiert/e tausenfach in unserer Gesellschaft. Jeder Helfer und Freundes-Kreis hat sein Lieblings-Thema-Klientel, und reagiert, wenn`s in Gefahr gerät, vermeindlich. Willkürlich wird verteilt, jeder nach seiner Fason.

    Die politischen Gestalter freut`s, der Plan, die Spaltung der Gesellschaft, geht auf.
    Die Groß-Betrüger dürfen weiter machen, im Wett-Kampf der BESTEN.

  • rr

    Liebe Angela,
    würde mich näher interessieren, was Du meinst. Ist es eher eine Kritik am „Lager“ von Anna, Heike, Christiane oder an mir? Richtig ist, dass die Spaltung funktioniert und den Mächtigen hilft – und dass sie bis in jedes kleine Forum und in jedes Wohnzimmer getragen wird. Daher will ich auch keinen Bruch, mit Personen, die – wie ich es ausgedrückt habe – „nach rechts tendieren“; manchmal bekommen sie von mir halt eine Gegenkritik zu hören – mit Ironie gewürzt, aber hoffentlich akzeptabel im Tonfall.

  • Papagallo2@web.de

    Recht

    für jeden, wenn auch nur für den Rechten. Schließlich sollen auch die RECHTEN weiter mit ihren schönen akzeptablen Worten das Recht für jeden nicht Rechten untergraben, ja es ihnen gar nehmen, solang es diese Markkonforme Demokratie gibt. Schließlich will man auch in Zukunft um die Demokratie kämpfen, mit schönen akzeptablen Worten im schönen akzeptablen Ton.
    Ansonsten gibs Zensur!

  • Angela Ebert

    Roland,
    es ist keine Lager-Kritik, es ist die sachliche Feststellung zur Funktionsweise des „Gegeneinander-Arbeitens“ hier in Deinem Arbeitsbereich.
    Mir kommt das ein wenig wie im Kindergarten vor, wer wem die Förmchen klaut, die Art und Weise des Ausdrucks eines Individuums, leider. Bei Kasper liest Du schon gar nicht mehr, weil viel zu lang?! Da ensteht meine Irritation.
    Die nach rechts tendieren waren schon Ausgeschlossene, sie weiterhin zu kritisieren hilft keinem der Beteiligten, schließt nur weiter aus, mit Verlaub, nicht mein Ziel.
    Ich kann nicht glauben das Dir viele Pseudonyme durch 1 Person gefallen?!
    Das wäre eher Quantität, als Qualität, auf HdS, aber auch ich kann mich irren.
    Mein Thema habe ich mir nicht freiwillig ausgesucht, es wurde mir aufgezwungen, mit GEWALT durch den Gesetzgeber, meinen Kreis-Ausschuß und seine Beauftragten, von jeder Haftung befreiten. Eulenfeder wurde Obdachlos gemacht, wie viele andere auch, Fakt.
    .
    Und so störe ich nun diese Kreise hier, vermutlich, auch nicht mein Ziel.
    Die Hartz-Geschädigten-Harmonie-Störer der BRD, so mein Eindruck.
    Scheiß Feeling, echt.
    Z.B. meine ich mit verrohter Mittelschicht die Umsetzer des SGB II, auch die Mitwisser aus Verwaltung und den Instituionen, auch die akedemisch gebildeten Beteiligte, Juristen und Mediziner, hab ich auch schon mehrfach kundgetan. Wieder und wieder fühlt sich eine Person angesprochen und ist permanent im Widerstand, gegen eine generelle Kritik, nicht persönliche Kritik. Lisa Fitz war bereit sich als diese Mittelschicht selbst darzustellen einmal in der Anstalt!
    So ist kein Weg gangbar, so geht stillstand. Deskrutiv kontra konstruktiv.
    Danke das Du nochmal nachfragst, auch nicht selbstverständlich.

  • Christiane

    Wer, Angela, gehört für dich zur „verrohten Mittelschicht“?
    Was würdest du sagen, was ich nie tun würde, wenn ich von einer „verrhohten Harz IV- Schicht“ sprechen würde? Ich würde es nie im Leben tun, weil ich es abartig finde, ganze Menschengruppen derartig zu degradieren. Weißt du, wie viele Menschen du damit abstempelst? Ich weiß, dass du nichts für deine finanzielle Situation kannst, aber, du kannst etwas für deine höchst beleidigende Wortwahl und dein Gefecht, dass du hier im HDS höchst eigensinnig austrägst. Ich bitte dich, meine Worte zu überdenken.

  • eulenfeder

    Roland bemüht sich – um diese Aufgabe beneide ich ihn nicht – Jeden zu Wort kommen zu lassen, solange es fair zugeht und gewisse Grenzen also nicht überschritten werden.
    Von einer fairen Diskussion zur „Sache“ hin zu einem Scharmützel zwischen Kommentatoren, die dann jeweilig „auf den Schlips getreten“ sich fortsetzt – ist meist nur ein kleiner, unbedachter und eben auch Richtung unfair gehender Schritt.
    Verletzter Stolz animiert zum „Zurückschlagen“ und es entstehen Streitereien und Zickereien zu einem Thema das ein ganz anders war.
    Bitte nun nicht denken ich wäre da abstinent, aber ich habe dazugelernt, versuche all das zu vermeiden, schon weil ich weiss wie Roland sich bemüht und wie frustrierend es für Ihn sein kann, wenn er sich als „Futterknecht“ ständig um „Schlechte Nachrichten “ bemüht um der Abhilfe wegen zur sachlichen Diskussion gestellt – und dann muss er zusehen wie meist gekränkte Eitelkeiten ganz andere Diskussionen entfachen, mit der Sache nichts mehr zu tun und man beisst sich fest obwohl doch weitere Beiträge zur Kiskussion stehen.
    Die Sache „Überflutung“ ist keine schöne, ist störend für andere – dann bricht eben der Damm und schwemmt andere mögliche Kommentatoren weg, eine weitere bereichernde Kommentar-Landschaft also.
    Das muss nicht bedeuten dass man Kommentare mit tatsächlich unsinnigem und mit Unwahrheiten bestücktem Inhalt nicht angreifen dürfte, Richtigstellung sogar von Nöten ist dann – aber auch dann reicht eine Richtigstellung damit sich nicht wieder ein Nebenschauplatz entzündet.
    Um all das zu verhindern muss Roland wohl oft mehr Zeit aufwenden als zur Einstellung notwendiger Beiträge gegen die Deformierung des Menschenrechts.
    Wir können alle mithelfen ihm diese bewundernswerte Arbeit zu erleichtern, auch indem wir uns etwas zurückhalten, sprich nicht selbst zu einer Überflutung und nicht selbst zu völlig unsinnigen Scharmützeln beitragen.

  • Christiane

    Alles vollkommen richtig, wie du es schreibst, Eulenfeder. Ich würde mich allerdings freuen, wenn bei der Wortwahl gewisser KommentatorInnen künftig der unterschwellige Groll gegen alles andersartige entfällt. Es gibt immer unterschiedlichee Ansätze der Betrachtungsweisen. Das macht eine Meinungsvielfalt aus, das macht Diskussionen überhaupt spannend, das öffnet den eigenen Blickwinkel. Es muss doch gelingen, unter Erwachsenen Menschen miteinander zu kommunizieren, wie es einer aufgeklärten Gesellschaft gebührt.
    Sollte es mir wieder passieren, eine nicht zu ertragende Flut über den HDS hereinbrechen zu lassen, empfehle ich zwei Alternativen
    .
    1. Mich direkt darauf anzusprechen oder
    2. Meinen Kommentar beiseite zu packen, wie ein Buch, das nicht gefällt.

  • heike

    Recht so.
    Für Recht und Ordnung vor und hinter den Schlagzeilen. Und von Euli noch immer kein Wort zur Erläuterung seiner anarchistischen Revolution.
    Dafür ein klitzekleiner Beitrag von mir: Anarchie nehme ich für mich einfach in Anspruch – und zwar in dem Maße, in dem es mir zusteht. Ausschließlich auf Kosten anderer zu leben steht niemanden zu. Es ist ein Geben und Nehmen auf dieser Welt – und jeder sollte das beitragen und geben, was er kann. Unter Todesstrafe sollte gestellt werden, die Herzen der anderen Menschen zu verletzen. Und wahrscheinlich ist genau das auch schon geschehen.
    Mich als als tendenziell rechts einzustufen, war übrigens der unzutreffendste Beitrag deinerseits, mich betreffend, Roland.
    Ich finde, ich genieße in diesem Land sehr große Freiheiten.
    Angela vermisst Menschlichkeit ihr gegenüber von den Personen, denen gegenüber sie durch staatliche Gesetze quasi weisungsgebunden ist. Wenn diese Personen, die ihnen aufgrund ihres „Amtes“, ihres ausgeübten Berufes, erteilte Macht dazu benutzen, sich über sie zu erheben, obwohl dazu kein Anlass besteht, dann offenbart das die menschliche Unreife dieser Personen. Wir wollen das nicht mehr.
    Ein Staatswesen, das solche menschenverletzenden Verhaltensweisen fördert, ist nicht in meinem Sinne und dem vieler anderer. Die „Revolution“ findet unten statt.

  • rr

    Liebe Angela, „nach rechts Tendierende“ sollten vernünftige Erwiderungen zu hören bekommen, nicht einfach ausgegrenzt werden nach dem Motto „Mit dir rede ich nicht“. Ich stimme aber nicht zu, dass man sie nicht kritisieren darf, weil sie sowie schon Ausgeschlossene sind. Ich muss sie sogar kritisieren, weil dsa sonst als Zustimmung der Redaktion missverstanden werden kann. Ich beschimpfe hier niemanden als „Nazi“. Wenn ich einen solchen Eindruck habe, erscheint sein Kommentar hier gar nicht. Heike, es hat aber keinen Sinn, die Bezeichnung „rechts“ abzustreiten, wenn Deine Argumente (bzw. „anekdotische Beweise“ für die Problematik der Zuwanderung, mit der üblichen Argumentationsweise der Rechten übereinstimmen. Es erinnert mich ein bisschen an eine Asterix-Zeichnung, auf der Obelix dasteht, aus seinem Mund eine Sprechblase mit den Worten „Ich bin nicht dick“. Man muss gerade denjenigen, die aus einer eigenen sozialen Notlage heraus ihre Ängste und Bedenken vor allem gegen Zuwanderer richten, das Angebot einer alternativen Denkweise machen. Das impliziert Kritik daran, was sie zuvor gesagt und gedacht haben.

    Deutsche und „undeutsche“ Menschen, die verarmt sind, diskriminiert und gedemütigt werden, gehören zusammen. Sie sollten gegen ihre Peiniger kämpfen, nicht gegeneinander. Sinnlos auch Kämpfe von Hartz IV-Betroffenen gegen diejenigen, denen man gnädigerweise noch einen Arbeitsplatz und ein bisschen Geld zugesteht („Bürgerliche“).

    Hartz IVler sind „Harmoniestörer“ in Deutschland, nicht aber auf HdS, es ist uns wichtig, dass Ihr mitlest und Euch einbringt. Halten wir fest, dass Bettina mit der „verrohten Mittelschicht“ nicht gemeint war und sich deshalb auch nicht gemeint fühlen muss.

    Viele Pseudonyme gefallen mir überhaupt nicht. Das wissen die beiden, die es betrifft. Und bei Kasper lese ich meist nicht weiter, nicht weil seine Beiträge lang sind, sondern, weil durch übermäßige grafische Auflockerung, Unverständlichkeit und penetrante Wiederholung immer derselben „Witze“ nerven. Sorry, wir freuen uns über treue Stammleser, und in der Substanz sind Kaspers Beiträge richtig (wenn man sich die Mühe macht, das zu analysieren), aber manches nervt einfach.

  • Christiane

    Ich möchte Kaspar nicht wie den Depp da stehen lassen, sorry. Er ist so, wie er ist. Kaspar führt seinen sich wiederholenden Wortanhang immer hintendran, das ist sein Markenzeichen. Können wir nicht einfach darüber hinwegsehen? Seine eigentlichen Aussagen, finde ich stets im vorderen Teil seines Kommentares. Sie sind meistens passend zum Thema undich finde wertvolle Dinge in seinen Aussagen. Lassen wir ihm doch seine kleine Vorliebe für Wortanhänge. Es gehört zur allgemeinen Akzeptanz, die in jegliche Richtung wichtig ist. Wir sollten wieder lernen, aufeinander zuzugehen, und uns gegenseitig so zu akzeptieren, wie wir sind, mit all unseren Blumenseiten und unseren Macken. Jeder von uns trägt sein eigens Päcklein mit sich rum, jeder hat seine eigene Vergangenheit. Darum sind wir Menschen so unterschiedlich , darum ist unsere Gesellschaft so heterogen.
    .
    Es lebe die Heterogenität, es lebe die Vielfalt, es lebe bunt!

  • Recht

    Der RHETORISCH nicht so gebildete soll den RHETORISCHEN FAKE-Spezialisten mit vernünftigen Erwiderungen begegnen.
    Da haben wir sie wieder, die Klassengesellschaft. Alles eine Sache des „ICH VERSTEHE“.
    Wenn der RHETORISCH nicht so Gebildete den RHETORISCHEN FAKE-Spezialisten nicht versteht oder nicht in gleicher RHETORISCHEN BILDUNG etwas entgegensetzen kann, dann soll er eben in der STILLE leben, schließlich ist er doch UNGEBILDET.
    Das Volk vergisst schnell und darum ist das „NICHT VERGESSEN“, dass immer wieder ERINNERN von besonderer WICHTIGKEIT. Besonders in Zeiten der MARKTKONFORMEN DEMOKRATIE, wo doch die von der WIRTSCHAFT mit VIEL GELD finanzierten ZWECKGEBUNDENEN LÜGEN der von einem GLOBAL RAUBENDEN System abgerichteten VOLKSVERTRETER (besonders vor der Wahl) von besonderer Wichtigkeit für…ja für wen wohl?, etwa für die Zukunft eines Volkes ist?
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    Irritierend die Darstellung dieser E-MAIL-ADRESSE dort oben! Hat dies eine genehmigte Bedeutung oder ist sie WERBUNG. Man weis ja nie. Doch sehr ERSCHRECKEND. Vielleicht auch nur ein Hinweis für einen UNGEBILDETEN.
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    Es gibt treue Stammleser- und Schreiber, und immer wieder auch NEUE, so habe ich den Eindruck. Vielleicht möchte man ja nur so unter sich bleiben, in seiner gebildeten Klasse mit eigener RHETORIK.
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    Auch ich, der UNGEBILDETE spendet gerne für MENSCHEN IN GRIECHENLAND, obwohl ich doch Zweifel dabei haben.
    Warum?
    Ist es nicht auch eine INDIREKTE UMVERTEILUNG von UNTEN NACH OBEN. Soll diese auch für die Zukunft verewigt werden? Oder Spenden etwa auch die immer armen WOHLHABENDEN STEUERFLÜCHTLINGE, die von den NEOLIBERALEN VOLKSVERTRETER hoch gezüchtete IMMER ARME DEKADENZ?
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    Nicht vergessen, es gibt immer Gründe, warum einer so DENKT so SCHREIBT so REDET wie er denkt er schreibt er redet.
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    Der Dumme ist nicht immer so dumm wie seine Erscheinung, doch so manche Dummheit erscheint besonders intelligent, was so mancher Dumme nicht versteht.

  • Christiane

    @ Recht
    Was bedeutet dumm? Nach welchem Grad wird Dummheit bemessen? Nach einer Richterskala, die vermeintliches Recht vertritt? Denkmäler und Mahnmale lassen uns erinnern und gemahnen uns zu Recht daran, Geschichte nicht zu vergessen.
    Dumm ist es, wegszuschauen, wo Missstände offenkundig sind, die Augen vor den Realitäten zu verschließen und die Hände in den Schoß zu legen.
    Die GriechInnenhilfe ist eine Notwendigkeit, eine Hilfe von Mensch zu Mensch, die nie notwendig geworden wäre, wenn Vernunft, Einsicht und humanitäre Einstellung bei unseren Politikern, der EU- Kommission, der Troika und der EZB gesiegt hätten. Vernunft und humanitäres Gedankengut sollte Gebot der Stunde sein. Sie lassen zu wünschen übrig bei Schäuble und Co, bei Rassisten, bei Befürwortern von Stacheldraht- Abgrenzungen gegenüber einer multikulturellen Gesellschaft.
    .
    Reinhard Mey –
    Vernunft breitet sich aus über die Bundesrepublik Deutschland
    https://youtu.be/mbmSlAjCx9M

  • heike

    Dumm ist z.B., mich als tendenziell rechten Fast-Nazi zu deklarieren. Aus diesem Grunde verabschiede ich mich ohne Bedauern von dieser Seite.
    .
    „Finstere Zeiten, mein Schatz, Hochzeit der Pfeifen…“

  • Das NERVENBÜNDEL

    Jaja, der nicht KOMPATIBLE KASP!E!R…
    .
    …@und in der Substanz sind Kaspers Beiträge richtig (wenn man sich die Mühe macht, das zu analysieren… (trauriger Smilies) und wenn denn so manche ANALYSE dann FRUCHTET)…
    …@aber manches nervt einfach (und so manches immer wieder SCHEINsoziale NOCH MEHR…, (zwinkender Smilies) psst nicht weiter sagen!).
    PENETRANT?…zwar „AUFDRINGLICH“, doch kaum DURCHDRINGLICH.
    Nunja, die GLOBALE ERDERWÄRMUNG ist ja immer noch…“ERST FÜNF VOR ZWÖLF“, PLASTIK nur ERDÖL, DROHNEN ein SPIELZEUG…mit KAMERA FÜR
    SPANNER, und die AUFRÜSTUNG ein WICHTIGER, wenn doch HARMLOSER WIRTSCHAFTSFAKTOR…Was solls…ein PAAR FAST ATOMKRIEGE sind noch lang kein ATOMKRIEG. Also sind doch ein PAAR MEHR…“FAST ATOMKRIEGE“ noch immer kein „ATOMKRIEG“.
    .
    Eine GEMEINSCHAFT der INTELLIGENZ im ADRENALINRAUSCH! GIBT ES ETWAS SCHÖNERES WIE SCHMETTERLINGE IM BAUCH.
    .
    ZU KURZES DENKEN IST KEIN GARANT FÜR LANGES LEBEN!
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    FÜR DIE ZUKUNFT DER KINDER“, denn „KINDERLÄRM IST „LEIDER“ ZUKUNFTSMUSIK!?!?!?“
    .
    SORRY, mir sind die FREUNDLICHEN SMILIES AUSGEGANGEN!
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    DISKUTIEREN WIR WEITER FREUNDLICH ÜBER DAS JETZT, diesen Augenblick…diesen Moment…, UM AUS DER VERGANGENHEIT NICHT ZU LERNEN UND DIE ZUKUNFT NICHT ZU VERHINDERN!
    .
    JA ICH BIN GEKRÄNKT, ENTTÄUSCHT UND DER HOFFNUNG AUF EINE ZUKUNFT BERAUBT!
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    WIEVIELE JAHRE?, JAHRZEHNTE wird mit freundlichen Worten gegen den durch die PARASITÄRE DEKADENZ in Gang gesetzten UNTERGANG allen LEBENS ohne zu lernen gekämpft?
    Nunja, für die FREUNDLICHKEIT gegenüber der PARASITÄRE DEKADENZ kann man sein Leben, und diese des anderen schon mal ein FREUNDLICHES SEINEM UND DAS DES ANDEREN LEBEN RISKIERENDE Auge zudrücken.
    .
    OK?…ein KOMMENTAR OHNE übermäßige grafische Auflockerung!
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    Ich möchte mich hier in „ALLER ÖFFENTLICHKEIT“ für die RÜCKENDECKUNG und UNTERSTÜTZUNG von „KATHARINA“ aus VOLLEM HERZEN BEDANKEN!
    .
    Ein HERZLICH-FREUNDLICHER GRUß VON MIR…
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    !KASPER!
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    Mein Kontakt ZU DIR soll DIR GEWISS sein!“

  • Christiane

    Eine Revolution, mal von ganz anderer Seite betrachtet.
    Die größte und ehrlichts Revolution ist die Revolution des Herzens.
    Ein revolutionierendes Lied für all die vollkommen überflüssigen und completement énervant femmes fatales!!!
    .
    🙂
    .
    Reinhard Mey – Annabelle (frz.)
    https://youtu.be/X4BJmx4coV4

  • Bettina

    Liebe Heike,
    .
    ich bitte dich, lies doch mal den letzten Kommentar von Eulenfeder. Dafür, dass er sonst so gern als aufmüpfiger Anarchist auftritt (aufmüpfig ist nicht negativ gemeint, im Gegenteil), hat er hier sehr verständigende und versöhniche Worte reingebracht. Ich finde, in seinem Kommentar steckt viel Wahres und es ist ein gangbarer Weg, sich wieder die Hände zu reichen. Mir tat der Kommentar gut, und ich glaube, ich habe seine Botschaft verstanden. Ob ich die Botschaft, die an mich gerichtet ist, nun vollends umsetzen kann, vermag ich zum heutigen Zeitpunkt zwar nicht zu sagen, aber, ich werde mich bemühen.
    Warum beenden wir nicht endlich das Gezanke? Eine Versöhnung bedeutet, ein stückweit loszulassen, auch wenn es schwer fällt. Ich würde mich freuen, wenn du loslassen könntest, und beim HDS bleiben würdest. Du würdest mir fehlen, ehrlich.
    .
    Herzlichen Gruß
    Bettina, mit zweitem Vornamen Christiane

  • Bettina

    Lieber Kaspar,
    Kopf hoch! Lies mal genau, was Roland und ich zu deinen Kommentaren geschrieben haben. KEINER möchte dir ans Bein pinkeln, gant ehrlich. Du bist, wie du bist, und das ist gut so. Vielleicht gelingt es dir,das für dich anzunehmen. und irgendwann deinen Smiley wieder umzudrehen zu einem Lächeln mit freude im Herz.
    .
    Ich schenke dir für heute ein Lächeln, das Wärme und Sonne zum Audruck bringen soll:
    .
    🙂
    .
    Herzlichen Gruß,
    Bettina

  • rr

    Warum eigentlich nicht so ein Kommentar ohne Smileys, ohne dass zum hundertsen Mal das Wort ELITE zerlegt wird, ohne Falballa und die dekadenten Römer? Das liest sich doch gut! Auch wenn Du „atmosphärisch“ mit transportierst, dass Du ein bisschen gekränkt bist und ich wohl ein Kunstbanause… Damit muss ich leben. Es hat Dich aber niemand „zensiert“. Ich habe Kritik geübt, angereichert mit einem Hinweis darauf, was ich an Deinen Beiträgen gut finde. Heike hat Recht, dass jeder seine Individualität bewahren können muss. Aber geht das nur mit Hilfe extremer Stil-Manierismen? Ich frag ja nur. Es würde, glaube ich, die Wirksamkeit Deiner Kommentare erhöhen, wenn Du Kritik (mit der ich ja nicht wirklich allein bin) wohlwollend in Erwägung ziehen würdest. Mit herzlichem Gruß Roland

  • rr

    Heike, niemand von der „Stammbelegschaft“ dieser Seite ist ein Nazi oder Fast-Nazi. Ich will zur Sache diskutieren und beabsichtige nicht, Dich „auszugrenzen“. Ich habe aber darauf hingewiesen, dass einige Deiner Aussagen problematisch sind und mit Argumenten der Rechten übereinstimmen. Z.B. diese: „Und jeder, der sich mit Hilfe vorgeschobener menschlicher Ideale an einer Aufheizung und Eskalation der Situation beteiligt, ist mitverantwortlich für die Opfer auf allen Seiten.“ Das besagt in diesem Kontext: Wer zu viele Flüchtlinge rein lässt, ist Schuld an einer Eskalation von Gewalt. Seine Menschlichkeit ist nur „vorgeschoben“ (warum eigentlich diese Annahme?) Schuld ist nicht die Umenschlichkeit der Täter vom rechten Rand (rechte Gewalttaten habe nach jüngsten Meldungen übrigens in Sachsen-Anhalt stark zugenommen), Schuld ist die Menschlichkeit der Linken, Merkels und anderer Gutmenschen. Als sei aufgrund der bloßen Anwesenheit von Flüchtlingen ein Automatismus gegeben, dass sich Gewalt entladen MUSS.

    Die Folgerung (laut Heike) muss also sei: jetzt die Grenzen dicht machen – aus Menschlichkeit. Ich widerspreche dem. Man darf zwar die Aufnahmekapazität Deutschlands nicht restlos überfordern, aber man muss weiter helfen so gut wie möglich. Und an rechten Ideologien, die sich gewaltsam entladen, sind Rechte schuld, nicht Linke und Flüchtlingshelfer. Linke kommen bei Dir eher als „autonome Pflastersteinwerfer“ vor. Warum eigentlich? Also, liebe Heike, es tut mir leid, aber die Formulierung „nach rechts tendierend“ erscheint mir durchaus angebracht. Ich grenze nicht aus und zensiere nicht, ich übe begründete Kritik. Wenn Du das nicht aushältst und das Forum verlässt, finde ich das schade, wirklich, aber das heißt nicht, dass meine Kritik falsch wäre. Du kannst mich ja widerlegen, wenn Du sie falsch findest.

  • Bettina

    Ich möchte als letzten Beitrag meinserseits zum Artikel „schwere Zeiten“, der sich fast als nahtloser Übergang zu „Poesie 13“ darstellt, eins noch hinzufügen. Ich bin froh, dass es hier im HDS eine Streitkultur gibt. Jedes andere online- Forum hätte längst kapituliert.
    .
    Was ist passiert? Ausgelöst durch einen Kommentar von Steinbrecher (sollten wir ihn lieber Reinbrecher nennen?) wurde ein bis dahin weitestgehen friedliches Gemisch aus KommentatorInnen unterschiedlichster Couleur, meiner Person eingeschlossen, aufgescheucht und reagierte gackernd und flatternd wie ein wilder Hühnerhaufen, das ungefähr dem Bild entspricht, wenn Findus in den Hühnerstall gerannt kommt, ohne vorher anzuklopfen. Im Endeffekt sind dadurch viele Dinge jetzt klarer geworden. Ein Gewitter bereinigt mitunter die Schwüle und gibt anschließend wieder Luft zum atmen. Ich weiß jetzt zum Beispiel, dass meine Überflutung mit Kommentaren nervend für alle Beteiligten ist und, dass ich persönlich nicht mit dem Ausdruck „verrohter Mittelschicht“ gemeint bin (danke für die Klärung, Angela). Mit den Aussagen kann ich gut leben und umgehen, und jaaaaa, ich gelobe Besserung.
    .
    Ich danke Roland und Eulenfeder für ihr Durchhaltevermögen, für ihre klaren Worte und die durchdringenden Botschaften auf sachlicher Ebene. Roland hatte durch dieses ganze Hick-Hack, viel mehr Arbeit als sonst. Ihm als Chefredakteur und Mediator zugleich gebührt mein großer Dank und mein dickes Lob.

  • eulenfeder

    Ätsch ! – Lieber Weisser Bruder –
    nicht Dein Beitrag, das Gedicht ist nun der Meistkommentierte –
    meiner ist es !
    Da musst Du dich schon besser anstrengen wenn du mich überholen willst – smile…

  • Bettina

    Euli, ich möchte höflichst daran erinnern, das noch immer der Beitrag von Konstantin Wecker „sexuelle Gewalt ist fester Bestandteil des Patriarchats“ zum Top Number one, dem meistkommentierten Artikel gehört.
    .
    Schwere Zeiten…
    .
    🙂

  • Hermine (aus Der Steppenwolf)

    Na, ich will mal so gnädig sein, und dem ganzen noch einen draufsatteln, ich muss schließlich meinem Ruf gerecht werden, als Kommentierquälgeist. Vielleicht schafft es dieser Artikel mit meiner Zugabe der Zugabe endlich aufs Siegerpodest?
    .
    Für den unbandigen, streunenden Revoluzzer-Wolf,
    für Eulenfeder.
    .
    Steppenwolf – Born To Be Wild (Easy Rider) (1969)
    https://youtu.be/egMWlD3fLJ8

  • heike

    Roland, ich weiß, dass ich kein Nazi bin, dazu bedarf es nicht Deiner Bestätigung. Und ich weiß auch, was ich f ü r die Flüchtlinge getan habe.
    Ich weiß auch, dass mir rechte Gernegroße, Einschüchterer und Brutalos echt auf die Nerven gehen. Ich tue, was ich kann – und das ist nicht wenig. Fertig.
    Ich habe keine Lust mehr, mich hier noch länger zu erklären……das hat bereits ausführlich stattgefunden.
    Geht mit Euli einen saufen und freut Euch über mäandernde, anschwellende Flüsse.

  • eulenfeder

    …es geht bei der Bewertung um THEMENBEZOGEGE Kommentare –
    da hat auch der ‚Wecker‘ das Nachsehen…

  • Bettina

    Aha, du Sturkopf! Fragen wir doch mal Konstantin, ob er da tatsächlich ein Nachsehen hat. Ich könnte mir vorstellen, dass ihm das vollkommen wurscht ist, so wurscht, wie sich Weisswurst, Bratwurst und Tofuwurst unterscheiden.

  • Anna

    Lieber Kasper, bisher habe ich alle Deine Kommentare ignoriert, weil zu künstlich.

    Aber jetzt habe ich doch mal hingeschaut und mir haben ein paar Aussagen sehr gut gefallen, wie z. B.:

    Eine GEMEINSCHAFT der INTELLIGENZ im ADRENALINRAUSCH! GIBT ES ETWAS SCHÖNERES WIE SCHMETTERLINGE IM BAUCH.
    .
    ZU KURZES DENKEN IST KEIN GARANT FÜR LANGES LEBEN!

    Mit Deiner Aussage:
    Eine GEMEINSCHAFT der INTELLIGENZ im ADRENALINRAUSCH! GIBT ES ETWAS SCHÖNERES WIE SCHMETTERLINGE IM BAUCH.

    triffst Du einen zentralen Punkt. Ich beobachte wie diese Gesellschaft in jede Falle tappt, die man aufstellt, weil klares Denken aus der Mode gekommen ist. Linkes Denken lebt vom Abgrenzen gegen Rechts, braucht also dieses Rechts.Die Polarität ist ihnen existenziell notwendig, genauso wie bei den Rechten.Das ist die Unerleuchteten – Position, egal wieviele Follower die einzelnen Seiten haben. Was taugliches kommt dabei nicht raus, weil so keine Gedankenfreiheit existiert, höchstens kastriertes Denken . Wer sich freiwillig in sein Kästchen einsperrt, was ja von den Strippenziehern voll eingepreist ist, hat keine Übersicht.

    Linkes Denken ist mitnichten ganzheitliches Denken, genauso wenig wie rechtes. Man gehört nur zu einem Club, der ausschließlich von Abgrenzung lebt. Auf beiden Seiten! Das ist das Erfolgsmodell schlechthin , für die, deren Kreise niemand stören soll. Die gleichen, die zuschauen, dass es den Anton und die Antoniaa „derschlogt“, weil es denen doch immer noch soviel besser geht als Milliarden anderen, halten den fremden Besser-Nazis derweilen den Rücken frei, damit die ihrem bereits schon „territorialem“ Führer, die Gefolgschaft zusichern können. Dass sie hier eine Position der Stärke innehaben , verdanken sie ironischerweise den adrenalinberauschten Anti-Nazis, weil die wie ein Esel blind hinter ihren linken Karotten herlaufen.

    Ich fürchte, nein ich fürchte es nicht, dass das hier als Schlechter-Nazi-Denken abgetan wird.
    Dabei reihe ich mich nur in die Migranten-Riege ein, die sieht, was läuft, weil sie nicht durch den Schuldkult ver- und geblendet ist. Wenn man dieser Gesellschaft auch noch einreden kann, dass jeder nur ein geschlechts-und identitätsloses ,soziales Konstrukt ist, das man dekonstruieren muss , um es neu zu konstruieren, selbstverständlich nach einem von irgend jemandem entwickelten Plan, dann weiß man, dass wir künftig nur noch Objekte haben werden, die man auf Schienen steuert. Sonst wird der Saft abgestellt oder es gibt kleine Stromstöße. Finale Stromstöße sind auch denkbar.

    De Anton wird derschlogn, die Antonia gleich danach, weil es unter der Brücke immer enger wird. Nur noch etwas Geduld, dann beginnt der nächste Akt. Ich sehe von meinem Platz schon den neuen Bühnenaufbau.

    Zygmunt Bauman, der neulich hier gewürdigt wurde, hat man hier übrigens nicht wirklich verstanden. Dessen desillusionierende Sicht auf die Gesellschaft der Zukunft, der sich nicht scheut vom menschlichen Abfall und den Überflüssigen zu sprechen, beschreibt durchaus eine realistische Dystopie. Die Wahrscheinlichkeit , dass Dystopien wahr werden, verdanken wir nicht selten den „adrenalinberauschten“ Utopisten. Aber jetzt ist die Pause um. Alles geht auf seine Plätze. Handy ausschalten, Hustenreiz unterdrücken und volle Konzentration auf den nächsten Akt.

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