Deutsche Landschaften

Der größte Problembär unter den Spezies ist zweifelsohne der Mensch. Er, der auf unserer Erdoberfläche wütet wie kein anderes Wesen vor ihm, sieht überall Schädlinge am Werk. Unzumutbar, dass Biber mal einen Baum anknabbern, der von Rechts wegen Menschen gehört. Schlimmer noch, wenn der Fuchs mal Gans stiehlt oder Wolf ein Schaf. Schuld sind immer die anderen (Spezies). Projektion nennt man so was. Ludwig Schumann berichtet aus seiner Heimat Sachsen-Anhalt von einem besonders dramatischen Fall. Das scheint es inzwischen mehr Wölfe zu geben als in den Weiten Sibiriens, und ganz dringend mahnen Politiker da an, was sie eigentlich immer anmahnen: mehr menschliche Kontrolle. Als könne man die Krankheit mit eben jenem Gift heilen, das sie ausgelöst hat. (Ludwig Schumann)

Möckern. Deutschlands viertgrößte Stadt, was die Fläche betrifft. Mit freilaufendem Wolfsrudel. Jeder, aber auch jeder Fahrradfahrer bzw. jede -rin kann von einer Begegnung mit so einem gefährlichen Tier erzählen. Es wimmelt von Wölfen in den aufgeregten Augen der von Jägern aufgehetzten Meute. Denn die befeuern die Abschussdiskussion. Der Wolf ist ein Konkurrent. Ist er das? Muss man die Fragen nicht anders stellen? Gäbe es ein so freudiges Wachstum der wieder nach Hause kommenden Wölfe, hätten die Jäger in ihrer Gehfaulheit und Schießgeilheit nicht die Wälder voller Rot- und Schwarzwild gestellt? Für die Wälder ist der Wildbestand längst eine Last. Der finale Räuber fehlte. Das Wild konnte sich bei bestem Nahrungsangebot – im Winter hilft man gern weiter und die Maisfelder sind ein, wenn auch ungesundes, Nahrungsparadies für die Wildschweine – über Jahrzehnte ungehindert vermehren. Die Entnahmen von Rot- und Schwarzwild sind für den Bestand viel zu wenig, also sollte man froh sein, dass Kollege Wolf wieder da ist. Wenn das Nahrungsangebot geringer wird, schmälert das auch die Nachwuchsfreudigkeit der Wölfe. Es wird sich einpendeln.

Was den Jägern nicht passt, was sie geradezu fuchsig macht, ist, dass es mit dem Kollegen Wolf an der Seite schwieriger wird, zu jagen. Nicht weil der Wolf so hohe Schäden macht, sondern weil das Wild sich in seiner Überlebensstrategie auf die Gefahr einstellt und scheuer wird. Es taucht in kleineren Stückzahlen auf. Ist beweglicher als früher. Eigentlich würde hier die Jagd wieder eine Jagd. Aber wer will das schon, wenn man bisher das Wild wie an der Fleischtheke bequem direkt vor Korn und Kimme gelaufen sah. So haben wir auch die Landschaften eingerichtet. Anstand neben Anstand. Nein, nicht gegenüber dem Menschen. Ich meine die Anstände an den Dorf- und Feldrändern. Die Wiesen und Felder sehen wieder sehr deutsch aus. Genauer gesagt altdeutsch. Spazierengehen im Konzentrationslager-Ambiente. Wachturm an Wachturm. Man muss das mögen.

Wie kommt der langsame Leser auf den Wolf? Nun, kürzlich bat die Landwirtschaftsministerin auf den Offenen Brief von 18 landwirtschaftlichen Verbänden, darunter auch den Jagdgenossenschaften Sachsen-Anhalts, hin zum Gespräch ins Landwirtschaftsministerium. Das Gespräch platzte nach zwei Minuten, weil die Ministerin auch Nichtunterzeichner des Briefes wie den Bauernverband und die Öko-Höfe eingeladen hatte. Die Wunschliste der Verbände bestand aus einem kräftigen Weiter-so-wie-bisher. Weniger Tierwohl. Keine Beschränkungen für die industrielle Agrarwirtschaft. Wölfe und Biber dem Jagdrecht anheimgeben etc. Herhalten müssen als Begründung immer die Schäfer, deren Herden Verluste hatten. Ja, das muss den Schäfern ersetzt werden. Über Sicherheitskonzepte, und zwar machbare, muss nachgedacht werden. Da muss man halt mit den Experten reden, mit den Ländern Kontakt aufnehmen, die seit jeher mit dem Wolf leben. Und der Biber kann nur dort Deiche durchlöchern, wo sie zu dicht am Fluss liegen.

Die deutsche Lösung sieht anders aus: Deutsches Denken reicht bis Abschuss. Übrigens, von all den Dorfbewohnern, die per Rad an jeder Ecke einen Wolf sahen, ist noch keiner gerissen worden. Ich gehe mit meinen Hunden dort spazieren. Noch nicht einmal haben sie mir angezeigt, dass es hier eine Bedrohung gäbe. Nicht der Wolf ist die Gefahr, wir, unter dem Rotkäppchensyndrom leidend, sind für den Wolf die Gefahr. Befeuert wird all das von den Jägern, die natürlich das Tierwohl im Auge haben. Na, ich sehe da eher einen großen Splitter.

Was das Ganze aber nun so interessant macht: Es gibt eine Regierungskoalition, die rein kräftehalber aus drei demokratischen Parteien besteht. Frau Dalbert sitzt im Kabinett als bestallte Umwelt- und Landwirtschaftsministerin. Die rebellierenden Landleute sind die wichtigste Wählerklientel der CDU. Das Gespräch im Ministerium nach zwei Minuten platzen zu lassen, muss man wollen. Mit anderen Worten, es war Teil eines Putschs. Der Ministerpräsident spielt das Spiel mit und packt sich die Angelegenheit auf den eigenen Schreibtisch. Eigentlich wäre das der Moment gewesen, in dem die Koalition hätte platzen müssen.
Nun macht der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion einen ersten Vorstoß. Das politische Bauernopfer heißt „Wolf“. Nach Detlef Radkes Vorstellungen gehört der Wolf nun ins Jagdrecht. Der Wolf gehöre „in die aktive Kontrolle der Jägerschaft“. Was heißt, er soll seinem Todfeind als Spielgefährte dienen. Der Altmärker Abgeordnete Carsten Borchert bezeichnet gar die Wiederkehr des Wolfes „als riesigen Feldversuch. Deutschland sei ein dichtbesiedeltes Industrieland mit urbanen Kulturlandschaften.“

Ich sehe sie vor mir, die Millionenstädte in der Altmark, umgeben von den riesigen Zechen und Stahlwerken, die den Sand der Altmark zu Müllsortieranlagen formen. Oder den Fläming: Klar, Möckern ist die viertgrößte Stadt der Bundesrepublik, weil nur alle 10 km ein Dorf kommt. Aber wenn man auf diese Weise Schritt auf Schritt noch mehr Natur abbauen will, wenn man in weiteren Bereichen immer noch auf den Irrweg des agrarindustriellen Blocks zählen will, also vollständige Aufhebung des Tierschutzes für die Nutztierarten, ungebremste Gülleentsorgung in unseren Landschaften mit Güllewerten, die längst die Horrorwerte, die es während der DDR-Landwirtschaft in der Börde gegeben hat, überschreiten (lt. Spiegel 11/2017 526 mg Nitrat pro Liter Grundwasser in der Altmark), setzt auf ein dem Untergang geweihtes Irrtums-Modell des vorigen Jahrhunderts.

Das muss sich die Landesregierung überlegen, weil sie spätestens 2021 dann mit den neuen EU-Richtlinien überquer liegen wird – es ist also auch im Sinne der Landwirte kein Zukunftsmodell, was ihre Verbände da mit der ihnen eigenen Sturheit durchboxen wollen. Meine Großmutter hat mir seinerzeit auf den Weg gegeben: Wenn dir der Arzt ein Rezept von gestern mitgeben will, such dir einen anderen Arzt. Ich glaube, da wären die Landwirte gut beraten. Die neue Zeit leuchtet anders als die alte. Und zu der gehört auch, dass wir unsere Landschaften wieder teilen müssen. Auch mit dem Wolf. Haben Sie kein Mitleid mit den Jägern. Die sollen sich ruhig wieder bewegen, wenn sie ein Wild schießen wollen.

Und, unbedingt auf die EU-Seite gehen und dort für eine neue Landwirtschaft stimmen: Dem EU-Agrarkommissar Phil Hogan ist es ernst. Einem Iren kann man da auch trauen. Die sind stur: http://ec.europa.eu/eusurvey/runner/FutureCAP?surveylanguage=DE

Showing 30 comments
  • eulenfeder

    ..ich bin an deiner Seite Wolfsbruder !
    wie wärs mit einer Abschussprämie für jeden erlegten „Jäger vom Phall“ ?
    Genaueres müssen wir noch beim nächsten pow-wow besprechen.

  • ert_ertrus

    Homo germanicus lupus lupi

  • heike

    Ob rechts oder links, oben, mitte oder unten – ohne seinen Feind ist der Mensch nicht glücklich.
    Es lebe die Feindschaft! Denn sie stiftet den Frieden in einer bewusstseinsmittelalterlichen Welt, deren Realität leider auch mit noch so viel Idealismus nicht zu leugnen ist!
    Mein Gott, kotzt mich diese Dummheit an.

  • Christiane

    „Möckern macht’s möglich“.
    .
    Ich sehe sie vor mir, die Schlagzeilen:.
    „Putsch in Weltstadt Möckern“.
    .
    Das landwirtschaftsministerium entzweit sich endgültig an der Frage des Wolfes,
    Ursache: Rotkäppchensyndrom. Das Rottkäppchensyndrom ist in den landwirtschaftlichen Zonen eine weit verbreitete und höchst infektiöse Krankheit, die nur unter Einhaltung strengster Bettruhe zu bewältigen ist. Doch wie möchte das Landwirtschaftsministerium von Möckern je Ruhe einkehren lassen, wenn die Bedrohung des bösen Wofes doch förmlich an jeder Ecke lauert? Möckern in Not…
    Und der Wolf? Er tritt den Siegeszug an, denn er ist schlau.
    .
    Der alte Wolf wird langsam grau
    https://youtu.be/oSexoArroaA

  • Wolf albrecht

    Jaja

    Es ist jedem anderen Land zuzumuten dass diese mit Raubtieren leben.
    Ob Spanien mit Wolf und Bär oder Italien, Rumänien, Griechenland oder, oder.
    Da kann sich der Deutsche dann auch gerne einmischen und Naturschutz zu Lasten der Anderen einfordern. Das muss man auch sonst kann man im Urlaub ja keine von Naturführern angebotene Photo-Safari machen. Aber bei uns? Das geht gar nicht!
    Naturschutz als Diktat an andere, das geht. Totmachen oder hinter Gitterso get das! Auch sonst bei uns herrscht Ordnung!
    Man wird doch wohl seine Angstneurosen ausleben dürfen im eigenen Land.

    Gruß
    Albrecht Wolf

  • Mechthild Mühlstein

    Wer von den hier mitdiskutierenden hat schon mal einen wolf in freier wildbahn gesehen?

    Ich schon. Und ich hatte durchaus herzrasen, weil ich sicher bin, daß wölfe keinesfalls Eurer vegan-ethik anhängen und menschen durchaus in das beuteschema von wölfen gehören. Klar leide ich bloß am »Rotkäppchen-Syndrom«, wenn ich darin eine gefahr für mich und mein leben erkenne. Die mistviehcher schleppen überdies auch die tollwut wieder nach mittel- und westeuropa ein.

    Wollt Ihr die verantwortung dafür übernehmen, wenn nicht nur schafe, sondern auch kinder gerissen werden? Ja, ich finde, daß wölfe faszinierende tiere sind, die man schützen müßte. Aber im dichtbesiedelten gebieten ist das problematisch.

    Menschen und wölfe können leider nicht wirklich gut zusammen leben. Zumindest ich habe besseres vor, als mir die kehle durchbeißen zu lassen. Wölfe sind keine kuscheltiere.

  • Christiane

    Liebe Mechtild, Wölfe sind keine Kuscheltiere, da gebe ich dir vollkommen Recht. Sie dürfen es auch nicht werden. Kennst du die Problematik der Braunbären im Yosemity Nationalpark der USA? Wenn nicht, dann werde ich es dir in kurzen Worten erklären. Das Problem ist der Mensch. Er verändert mit all dem Müll, den er in freier Natur hinterlässt das natürliche Verhalten der Braunbären. Sie suchen nicht mehr ihre natürliche Nahrungsquelle, sondern bevorzugen neuerdings die Nahrungsreste, die die Menschen gedankenlos hinterlassen. Die Naturschützer haben darum überall Hinweisschilder hingestellt, es gibt viele Abfalleimer am Wegesrand, die mit Deckeln so verschloss sind, dass der Braunbär sie nicht öffnen kann. Es geht darum, die Braunbären wieder zu ihrem natürlichen Verhalten zurück zu „zivilisieren“.
    Was hat das mit dem Wolf zu tun? Eine ganze Menge, es ergibt sich aus dem Artikel und den Gedankengängen von Ludwig Schumann. Je mehr wir in das Leben der Tierwelt eingreifen, desto mehr machen wir kaputt. Da hilft kein Mittel gegen Rotkäppchensyndrom, da hilft nur Einsicht.

  • eulenfeder

    Allmächt Mechthild ! ( gehe ich mal davon aus dass du erst meinst was du da schreibst )
    Der „Böse Wolf“ – woher kommt der ?
    Ich kann es dir sagen: aus dem Aberglauben und aus Schauermärchen und der Stigmatisierung deswegen. Auch von der vorsätzlich betriebenen Verteufelung weil er ein „Konkurrent“ der edlen Jagdzunft war und ist.
    Vom Aberglauben scheinst auch du besessen zu sein, anders sind Unsinn und Unwahrheiten nicht zu erklären die du da verbreitest.
    Die Gefahr dass dir ein domestizierter Nachbarhund die Kehle durchbeisst ist die einzige vor der du dich fürchten musst – ein Wolf meidet den Menschen grundsätzlich und das hat seine Gründe.
    Nachwievor ist kein Fall bekannt dass ein Wolf einen Menschen angefallen hätte, schon gar nicht ihn als Beute sieht, denn er frisst keine Menschen.
    Wenn der Hunger ihn in menschliche Nähe treibt, dann weil der Mensch ihm seine Beute wegfrisst und wenn er sich seinen Anteil holt, ist das sein gutes Recht.
    Es gibt viele tatsächliche Beispiele von völlig unproblematischem „Zusammenleben“, besonders dort wo man ihn achtet und ihm seine Beute zugesteht.
    Das Recht und die Notwendigkeit zu fressen steht nicht nur dem Menschen zu.
    Leute mit deiner Hasseinstellung, für die es zudem keinen Grund gibt – verderben ein natürliches Nebeneinander von Wolf und Mensch.
    Und Vorsicht ! – ich bin auch einer, schleiche um dein Haus fortan..

  • Christiane

    @ Eulenfeder
    Müssen wir uns nun vor dir in Acht nehmen?
    Huhu, ein nicht zu zivilisierender Revoluzzer- Wolf.
    Rotkäppchen hätte seinen Spaß daran
    .
    🙂

  • Christoph

    High,
    bei aller Tierliebe, sollte man ein wenig Menschen/Nächstenlienliebe nicht vergessen. Mir persöhnlich liegt die Jagd sehr fern, welches (Feind)Bild hier allerdings von Leuten die auf die Jagd gehen gemalt wird finde ich geradezu erschreckend. Die Jäger, mit denen wir geredet haben sind keinesfalls für die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht (das hat sehr gute Gründe, nicht nur Haftungsrechtlich), sehr wohl aber für Abschußgenemigungen.
    „Nachwievor ist kein Fall bekannt dass ein Wolf einen Menschen angefallen hätte, schon gar nicht ihn als Beute sieht, denn er frisst keine Menschen.“
    Der Wahrheitsgehalt (weder historisch noch aktuell) dieser Behauptung steigt auch nicht durch ständige Wiederholung. Sicherlich stimmt es, daß es in Deutschland zumindest derzeit viele Risiken gibt, die weitaus gefährlicher sind. Eine gute Freundin, die längere Zeit bei Indianern gelebt hat, wo es auch Bären und Wölfe gibt, hat erzählt, daß man da abends halt nicht unbewaffnet das Haus verläßt. Einfach so unbeschwert im Wald spazieren zu gehen, gewöhnt man sich da auch schnell ab. Ich persöhnlich glaube nicht, daß der Wolf scheu bleiben wird, wenn wir ihm beibringen, daß ihm vom Menschen keine Gefahr droht, und ohne diese Scheu kann ich mir nicht Vorstellen wie ein Zusammenleben funktionieren soll. (in Ländern, die immer schon mit Wölfen leben wird er auch immer schon bejagt)
    Eins ist jedenfalls sicher: unsere Kleinsbäuerliche Landwirtschaft mit ganzjähriger Weidehaltungund all ihren ökologisch wertvollen Nebeneffekten wird es nicht mehr geben, sollten wir in unserer Region ernsthaft Probleme mit Wölfen bekommen. Viele unserer Kollegen sehen das ähnlich- da bleibt dann halt die Massentierhaltung über. Als Gesellschaft muß man sich halt überlegen was man will …
    Sehr interessant,was das Verhalten von Wölfen angeht, fand ich das Buch von Schaun Ellis: Der mit den Wölfen lebt
    Mit ein wenig Empathie kann man vielleicht auch die Verzweiflung der Bauern in den französischen Alpen nachvollziehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=sT_2iv3QwtE
    Christoph

  • Mechthild Mühlstein

    @ Christiane,

    na, Du bist drollig. Es geht in der diskussion um die wölfe in Deutschland darum, ob es sinnvoll ist, wenn die in vom menschen dichtbesiedelten gebieten leben und Du kommst mit Yosemite, einem nationalpark, der so groß ist wie Berlin und das Saarland zusammen und wo menschen hauptsächlich als touristen vorkommen. Dort gehen die probleme sicherlich hauptsächlich von den menschen aus, weil die da eigentlich nicht hingehören. Hierzulande sieht die situation wohl eher umgekehrt aus. In den USA, die eine erheblich geringere bevölkerungsdichte haben als die BRD, hat man zugesehen, die wölfe weitgehend loszuwerden und das sicherlich nicht völlig grundlos.

    @ eulenfeder,

    nein, ich habe keinen hass gegen wölfe. Warum sollte ich. Im gegensatz zu Dir hänge ich bloß nicht dem menschenfeindlichen weltbild »natur = gut, mensch = böse« an. So ein schwarz-weiß-denken ist mir fremd. Ich sehe den wolf als das, was er ist: ein raubtier, zu dessen beutespektrum alles von der größe einer maus bis zum bison gehört und da ist der mensch mit eingeschlossen. Wölfe denken nicht in moralischen kategorien, wie Du es tust. Die überlegen nicht, was ihr recht, gar das »gute« recht sei, sondern, wie sie möglichst einfach an ein abendessen kommen. Und die sind doch nicht blöd.

    Das größere risiko sehe ich darin, daß die wölfe das tollwutvirus wieder einschleppen werden. Dann gibt es wirklich ein problem: das ist leider keine wolfsinterne seuche, damit können alle säugetiere, inklusive des menschen angesteckt werden. Das bedeutet, daß die vielen stadttiere wie füchse, marder, waschbären, die heutzutage relativ problemlos auch in städten leben, zum ernsthaften gesundheitsrisiko werden können. Ganz zu schweigen von den viehbeständen, die davor zu schützen sind.

    Dafür hast Du ganz bestimmt auch eine schöne patentlösung, auf die ich schon sehr gespannt bin.

  • eulenfeder

    ‚ein Mistvieh das auch Kinder reisst ‚ – so eine deiner eigenen Behauptungen, Mechthild.
    welchen Sinn sollte da ein Bemühen haben, dir deinen mit Hass und Unwahrheiten gespickten Unsinn auszureden ?
    ’nur ein toter Wolf ist ein guter Wolf ‚ – aus völlig unbegründeter Angst vor ihm.
    Angst, Aberglaube, Dummheit – eine Quelle für Unterstellungen, Unwahrheiten, Hetze. Gut dass der Mensch kein Raubtier ist , der moralisch überlegene und danach handelnde, nicht wahr ?

  • Rotkäppchen

    Vor allem sehe ich ständig irgendwo Wölfe rumlaufen. Ich kann mich gar nicht mehr retten vor Wölfen.

  • Mechthild Mühlstein

    Nirgendwo habe ich behauptet, daß nur ein toter wolf ein guter wolf sei. Das sind worte, die Du, eulenfeder, mir unterstellst. Wo findest Du in meinen beiträgen hier hetze? Entweder weißt Du nicht was »hetze« ist oder Du interpretierst ziemlich frei in meinen text hinein, was Du lesen willst. Mußt Du etwa an mir Deinen ärger über die »edle jagdzunft« abarbeiten, obwohl ich deren gedanken um konkurrenz nicht teile, weil Du Dir nicht vorstellen kannst, daß man auch aus anderen gründen bedenken wegen der wölfe haben kann?

    Ich habe geschrieben, daß die mistviecher die tollwut einschleppen und die frage gestellt, ob wolfsfreunde wie Du, eulenfeder, bereit sind die verantwortung dafür zu tragen, wenn es zu zwischenfällen kommt. Du idealisierst die tiere und behauptest, die wölfe würden menschen grundsätzlich meiden und es sei kein einziger fall bekannt, in dem wölfe einen menschen angefallen hätten.

    Schön wäre es, wenn es so wäre, doch leider irrst Du Dich. Die historischen fälle will ich weglassen, weil ich nicht glaube, daß die vernünftig beschreiben würden, was passiert ist. Es gibt aber auch fälle aus der neuzeit. Beispielsweise wurde im märz 2010 in Alaska eine frau von wölfen totgebissen. Der fall ist von wildbiologen untersucht und aufgezeichnet worden:

    http://www.adfg.alaska.gov/static/home/news/pdfs/wolfattackfatality.pdf

    In diesem fall waren es keine tollwütigen tiere, sondern gesunde, die die frau, ganz entgegen Deiner behauptung, daß wölfe so etwas nie tun würden, als leichte beute betrachteten. Damit kann Dein argument als widerlegt betrachtet werden.

    Aber noch ein fall aus der Türkei:

    »Die Männer tragen Kalaschnikows, als zögen sie in den Krieg. Aber ihre Feinde sind keine fremden Truppen. Im äußersten Südosten der Türkei begleiten sie bewaffnet Schulkinder, nachdem Wölfe von den Bergen bis in die Vororte der 70000-Einwohner-Stadt Yüksekova gekommen sind und sogar in der Provinzhauptstadt Hakkari Rudel gesichtet wurden.

    15 Menschen wurden in Esentepe bei Yüksekova durch Wolfsbisse zum Teil schwer verletzt, darunter fünf Kinder. […] Das Gesundheitsministerium in Ankara schickte eine Delegation nach Yüksekova, weil bei den Verletzten Tollwut vermutet wurde, nachdem ein kranker Wolf von Polizisten erschossen wurde. Eine Impfaktion folgte, ein Stadtteil wurde unter Quarantäne gestellt.«
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/kalte-tage-in-anatolien-angst-vor-dem-boesen-wolf-1.924786

    Beide fälle haben sich in regionen ereignet, die wesentlich dünner besiedelt sind als die Bundesrepublik und man somit meinen sollte, daß die wölfe mehr als genug möglichkeiten gehabt hätten, den menschen aus dem weg zu gehen.

    Du hast aber selbstverständlich recht: der liebe wolf käme nicht einmal im traum darauf, aggressives verhalten gegenüber menschen zu zeigen und die tollwut ist nur ein aberglauben, schließlich hat es die nie gegeben und ausschließlich sehr dumme menschen, wie beispielsweise ich, kämen auf die idee, das für eine tödliche erkrankung zu halten.

    Nö, ich denke nicht unbedingt in moralischen kategorien, weshalb ich den menschen keinesfalls als »moralisch überlegen« einschätze. Ich werte eher mein interesse, daß ich nicht mit einer kalaschnikow in den wald gehen möchte.

    Der mensch ist aus biologischer sicht tatsächlich kein raubtier, sondern eher ein allesfresser und nahrungsopportunist. Vielleicht vergleichbar mit waschbären oder ratten.

  • Bettina

    Liebe Mechtild,
    Hand auf’s Herz, wie vielen Wölfen bist du in freier Natur schonmal begegnet?
    Ich spaziere viel und gerne durch die wilde Natur, ich habe noch nie Bekanntschaft mit einem Wolf gemacht. Im Zoo kann man sie bewundern, wo sie, auch wenn sie dort angeblich artgerecht gehalten werden, dort tatsächlich nie gehalten werden können.
    Wölfe folgen, wie alle Tiere ihrem Instinkt. Er ist von Natur aus scheu. Ihr Instinkt sagt Ihnen, dass Menschen für sie eine Gefahr sind.
    Die Tollwut wird übrigens auch durch Füchse übertragen. Sollen die Füchse, von denen ST Éxupéry in seinem wunderbaren Buch, “ der kleine Prinz“ so wunderbar in Bildern spricht deiner Meinung nach nun auch ausgerottet werden?
    Wo setzt du deine Grenzen?
    Die Gefahr, im Straßenverkehr von einem Auto überfahren zu werden, ist tausendmal höher, als je von einem Wolf gebissen zu werden.
    Es ist dem Mensch und seinem Eingriff in die Natur zu verdanken, dass sich vereinzelte Wölfe einst aus der Tundra und Taiga in Russlands Norden auf den Weg gemacht haben. Aufgrund der globalen Klimaerwärmung und der systematischen Abholzung (Ikea sei Dank) weicht dort nicht nur der gefrorene Boden auf und hinterlässt eine Schlammwüste mit unerträglichen Mückenschwärmen, sondern sie (die globale Klimaerwärmung) entzieht dem Wolf sämtliche Lebensgrundlagen. Er wird gezwungen, seine Heimat zu verlassen.
    Nicht das Tier ist die Bestie, sondern der Mensch, der, aufgrund von wirtschaftlichem Kalkül an der Natur seine Beute macht.

  • Bettina

    Eine interessante Lektüre von Robin Wood, heute morgen, einnigermaßen passend zu dem Thema bei mir per Email eingeflogen.
    .
    https://crm.robinwood.de/civicrm/mailing/view?reset=1&id=266

  • Christoph

    High,
    Tollwut: Der Vergleich mit den Füchsen ist unpassend. Die Problematik der Tollwut im zusammenhang mit dem Wolf ergibt sich aus der Tatsache, daß den Wölfe ein hohes Maß an Mobilität auszeichnet. Es ist bei einem mit GPS Empfänger ausgerüsteten Wolf beobachted worden, daß er innerhalb weniger Tage von Norddeutschland nach Russland gezogen ist (dort ist die Tollwut noch verbreited) ebenso schnell gehts natürlich auch andersrum.
    Der Einzug der Wölfe ist auch nicht dem Klimawandel geschuldet (hier ist es ja nu auch nicht so viel kälter als in Sibirien 😉 ) Sondern dem Wegfall vermienter und gesicherter Grenzen (glücklicherweise)und dem Umstand, daß mit der Wiedervereinigung im Gebiet der ehemaligen DDR die Wölfe nicht mehr abgeschossen werden.
    Der Wolf kann nach den entsprechenden Richtlinien, wenn man die aktuellen Zahlen zugrunde legt und richtig interpretiert in Deutschland längst nicht mehr als vom aussterben bedroht angesehen werden. Die Einstufung bezieht sich auf den Stand von 2006. Die FFH Richtlinien geben Ausdrücklich Handlungsspielraum für eine Begrenzung des Wolfsbestandes und auch die entsprechenden Wolfsmanagment Regelungen zumindest vieler Bundesländer zwängen längst zu Handeln, was aber dem Mainstream geopfert unterbleibt.
    Richtig ist, daß statistisch das Risiko derzeit (wahrscheinlich wohl zumindest noch lange) im Straßenverkehr umzukommen deutlich höher ist als vom Wolf angefallen zu werden. Das nützt dem Betroffenen aber auch nichts. (statistisch gesehen ist das Risiko in Deutschland vom Löwen gefressen zu werden nahezu gleich null- trotzdem würd ich mich jetzt nicht unbedingt in ein Löwengehege setzen 😉 )
    Der Wolf ist nicht von Natur aus scheu, der scheut nur die Gefahr. Wenn wir ihm wie derzeit beibringen, daß ihm vom Menschen keine Gefahr droht, wird er sich auch nicht fernhalten. Eine Zunahme der Wolfsattacken auf Weidetiere in Sachsen von 73% innerhalb eines Jahres, bei (zumindest angeblich) gleichgebliebenen Wolfsbestand trotz deutlich erhöhter Herdenschutzmaßnahmen zeugt von der Lernfähigkeit des Wolfes.
    Exponentielles Wachstum ist gemeinhin schwer vorstellbar (die Geschicht mit dem Reiskorn und dem Schachbrett) In Niedersachsen hat es nur 4 Jahre gedauert um eine gleich große Population zu erreichen für die in Sachsen 12 Jahre nötig waren.
    Wenn wir als Menschen dem Wolf gegenüber nicht die Grenzen unseres Territoriums klar machen wird am End nicht nur der Wolf sondern der Naturschutz auf der Verliererseite stehen.
    @Eulenfeder: wenn das der Diskussionsstil ist auf dem eine hoffendlich menschlichere Weltordnung basiert …
    Christoph

  • Mechthild Mühlstein

    Liebe Bettina,

    aha, der arme wolf muß der mücken wegen seine heimat verlassen. Selten so gelacht. An sich ist es freundlich, die vorangegangenen beiträge zu lesen, bevor man in eine diskussion einsteigt. Weiter oben schrieb ich bereits, daß ich schon einen wolf in freier wildbahn gesehen habe, an weiteren begegnungen habe ich kein interesse. Ich hatte seit längerem den verdacht, daß es da in der gegend wölfe gibt, weil ich da an einer bestimmten stelle versteckt öfter mal ein totes tier fand, das für einen fuchs zu groß war. Füchse schlagen normalerweise keine rehe und rothirsche schon gar nicht.

    So, Du gehst als so gern durch die »wilde natur«. Wo denn? In Sibirien oder in Deutschland? Die umwelt ist zumindest hier keine »wilde natur«, sondern eine seit jahrhunderten vom menschen geprägte kulturlandschaft. Kaum etwas, das man hier vorfindet, ist wirklich natürlich. Wahrscheinlich gibt es in Deutschland keinen einzigen fleck, der frei von menschlichem einfluß wäre.

    Mich wundert es immer wieder, welch weltfremdes bild von der natur viele tierschützer haben. Über das thema tollwut scheinst Du nicht gut informiert zu sein, stattdessen fängst Du mit Saint-Exupéry an, den Du so sehr schätzt, daß Du nicht einmal seinen namen schreiben kannst. Tollwut kann grundsätzlich von allen säugetieren übertragen werden. Hauptüberträger war der rotfuchs, was er zum glück nicht mehr ist, weil Deutschland seit ca. einem jahrzehnt tollwutfrei ist. Seit dem können menschen und füchse in friedlicher koexistenz selbst in städten gemeinsam leben. Damit wird allerdings schluß sein, wenn die wölfe, die über weite strecken aus osteuropa kommen, die tollwut wieder einschleppen und das mit sehr hoher wahrscheinlichkeit früher oder später passieren. Das ist schlecht für die füchse, weil die dann in der nähe von menschen nicht mehr geduldet werden können. Mir zumindest würde es nicht gefallen, wenn die dann, um ansteckungen zu vermeiden getötet werden müßten. Ganz schlecht ist das auch für die landwirte, die eine vernünftige freilandhaltung hinkriegen wollen. Der wölfe wegen geht es dann ins letzte jahrtausend zurück.

    Von dem gefasel von der »bestie mensch« halte ich, wie bereits geschrieben, nichts. Das ist verlogen. Da müßte ich entweder einen gehörigen selbsthass haben oder ein ziemlich selbstgerechtes arschloch.

    Verzichtest Du eigentlich auf einen sturzhelm, wenn die gefahr, einen arm zu brechen höher ist? Ja, das risiko hierzulande von einem wolf angefallen zu werden ist gering. Es gibt aber gründe, wölfe nicht so streng zu schützen. Feldhasen sind vom aussterben bedroht. Der bestand schrumpft, weil ihr lebensraum zerstört wird. Die unterliegen dem jagdrecht. Wölfe, die keineswegs vom aussterben bedroht sind und feldhasen fressen, dürfen nicht einmal in notwehr getötet werden. Es gibt keinen rational erklärbaren grund, so viel gewese um die wölfe zu machen.

  • eulenfeder

    „Leute sperrt eure Kinder ein – die Wölfe kommen !“
    Am liebsten fressen sie kleine Kinder und sind ja schon so weit in unsere Dörfer vorgedrungen dass sie hinter jeder Hausecke, jedem Strauch lauern – ganze Rudel dieser Bestien überfallen wehrlose Ältere Menschen und zerren Kleinkinder aus den Kinderwägen.
    Eigentlich kann man sich nirgendwo mehr sicher fühlen.
    Und die Wälder und Felder sind schon leergefressen, kein Hase mehr zu sehen, kein Reh… ach wie schön war es damals bevor die Wölfe kamen, man konnte im Wald spazieren gehen, Joggen, die Liebe zur Natur pflegen.

  • Bettina

    So Mechtild, jetzt reicht es mir mit deiner überheblichen voin oben herab Argumentation. Von welchem Sieger-Schmink-Podest bist du denn herabgepurzelt?
    .
    Wenn du meinen Kommentar richtig gelesen hättest, aus der Höhe vom Sockelpodest scheinbar nicht nicht möglich, dann hättest du meine Argumentationskette verstanden. Nicht die Mücken sind das Problem für die Tierwelt in Taiga und Tundra, sondern der aufgeweichte Boden, eine direkte Folge der Klimaerwärmung. Nicht die Tiere erwärmen das Klima, sondern die Menschen, indem sie gedankenlos CO2 in die Athmosphäre pusten.
    Du kannst jetzt gerne wieder auf dein Podest steigen. Ich bin bodenständig und ich weiß, wovon ich spreche. Und ja, ich streife gerne durch die Wälder. Das schöne daran ist, dass ich dort keine Begegnungen mit Siegertreppchenfrauchen mache. Da begegne ich schon lieber einem handfesten Wolf.

  • Bettina

    Der Wolf in seiner wahren Bedeutung, ganz ohne Beutezug:
    .
    Aus literarischer Sicht:
    .
    https://www.inhaltsangabe.de/hesse/der-steppenwolf/
    .
    Aus musikalischer Sicht:
    .
    Reinhard Mey – Bevor ich mit den Wölfen heule – Live 1974
    https://youtu.be/0jxQCtvkvVU

  • Bettina

    So hört sich der von Reinhard Mey besungene Wolfsgesang an (s.u.).
    Ich treffe den Wolf häufiger am Rande von politischen Diskussionen, mit ach so wortkundigen und „politisch gebildeten“ AFD Anhängern („Wir sind das Volk“ so lautet deren Parole).
    Auf meinen Streifzügen durch den Wald hingegen bin ich diesem Wolfsgeheul noch nie begegnet.
    .
    Ich starte mal eine kleine Umfrage:
    Wer von Ihnen, geneigte Leser und Leserinnen ist diesem Wolfsgeheul
    in der freien „teutschen Naturrrr“
    unter Gehör des „Teutschen Volkes“
    schon einmal begegnet???
    .
    🙂
    .
    Wölfe heulen
    https://youtu.be/FsdA8xRFHsE

  • Bettina

    Eulenfeder!!! Ich kringel mich gerade vor lachen. Das kannst du doch nicht machen!!! Und so etwas auf nüchternen Magen. Ich bereite mir jetzt erstmal eine ordentliche Wolfsspeise zu:
    .
    Ich geh jetzt auf die Pirsch
    und jage Hase, Reh und Hirsch.
    .
    🙂

  • eulenfeder

    …und nicht minder gefährlich wie er selbst, der Böse Wolf, diese zähnefletschende Bestie sind ja all die Krankheiten die er mitbringt und für uns Menschen extrem gefährlich sind.
    Bisher bekannt sind: Wolfstollwut, Wolfsbandwurm, Wolfsstaupe, die aggresive Wolfspelzlaus, Wolfsmundfäule weil er ja auch Leichen frisst, die Wolfsklauenpest und der Wolfsmilchbazillus.
    Vermutet werden auch Wolfsohrenflöhe und resistente Keime in der Wolfslosung und dem Wolfsurin den er bis in die Gärten menschlicher Siedlungen verspritzt um uns Menschen am Ende gänzlich zu vertreiben.
    Einen Einzelnen kann man vielleicht noch abwehren, aber sie fallen ja in ganzen Rudeln ein. Zudem zerstören diese Viecher ja das natürliche Gleichgewicht das wir über Jahrhunderte mühsam aufgebaut haben.

  • Der dialektische Wolf

    Habe jut gefrühstügdd. Mmmmh, war datt legger!!! Drei Schofe, zwo Hase und a Rehlei. Datt müschde erschdamma reische bisch heude abbend. A gomischer Jeselle kam mir in de Querre, so watt nennt sich im Volksmund „Kampfhund“. Der dummelt sisch jetzt off de Spielplatz, midden inner Stadt.
    .
    Reportage zum Thema Missbrauch von Kampfhunden in den Ghettos der UK
    https://youtu.be/9mucuCeqSXU
    .
    Da lobe isch mir de rischdige Berischterstaddung von de Nadur. Der besde war immer noch de Grzimek:
    .
    Loriot – Von Steinläusen, Möpsen und Mäusen. Vom Ferienglück und einem Nudelproblem
    https://youtu.be/IA4mzs4GSSA?list=PLQiiY1lQBr1rFn9M4FndAW1DBm98BDkcb

  • eulenfeder

    Cherokee Parable
    An old Cherokee chief was teaching his grandson about life…

    „A fight is going on inside me,“ he said to the boy.
    „It is a terrible fight and it is between two wolves.

    „One is evil – he is anger, envy, sorrow, regret, greed, arrogance, self-pity, guilt, resentment, inferiority, lies, false pride, superiority, self-doubt, and ego.

    „The other is good – he is joy, peace, love, hope, serenity, humility, kindness, benevolence, empathy, generosity, truth, compassion, and faith.

    „This same fight is going on inside you – and inside every other person, too.“

    The grandson thought about it for a minute and then asked his grandfather,
    „Which wolf will win?“

    The old chief simply replied,
    „The one you feed.“

  • eulenfeder

    was sagt uns diese Parabel – Mechthild !?
    auch folgendes: dort wo es 1000mal mehr Wölfe gibt und er schon immer akzeptiert, sogar verehrt wurde, wo man ihn geachtet hat wegen seines Wesens, seiner Kraft, Intelligenz, seinem überaus sozialen Verhalten, seinen Fähigkeiten und wo man ihn ganz einfach kennt – da wird er nicht aus blanker Unwissenheit und ihr entspringendem Aberglauben schlechtgeredet oder verhetzt.
    Er hat die Ehre sogar Vergleichen zu menschlichem Verhalten zu dienen.
    Dort wo alles Leben als achtenswert in der Mythologie festgeschrieben ist, dort hat er einen ganz besonderen Platz.
    Und diesen hatte er auch bei uns bis er dem Raubtier Mensch als lästiger Konkurrent im Wege war.

  • ert_ertrus

    Möpse und Mäuse? Da muss ich jetzt eine Macho-Headline raushauen:
    Milliardär heiratet Busenwunder … OT, na und? Ain biischen Spaaahss
    muss sai …

  • ert_ertrus

    Wolfspelzlaus? Da muss es ja auch eine Steinwolllaus geben:
    bei Wärmedämmungsbaumaßnahmen fortan bitte Steinwolle (rock wool)
    vermeiden!

  • Bettina

    Ach, wie schön, dass ich nicht die einzige Loriot- Fannin bin. Es freut mich, dass ich mit meinem Post zur kleinen Erheiterung beigetragen habe. Der kleine Steinbeisser ist übrigens ein lukratives Geschäft für Architekten 🙂

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