Vision: Afrikas Energie-Kleinbauern lassen Solarfelder erblühen

Bildquelle: Nadine May, siehe Fußnote

Sie hat ja schon längst angefangen: Die Energiewende. Dennoch freut es mich, wenn man immer mal wieder auf zuversichtliche Informationen dazu stößt. Vor ein paar Tagen fand ich dieses Bild. Es sagt mehr als 1000 Worte: SOVIEL – oder besser: SO WENIG – Platz bräuchten wir, um die ganze Welt mit Solarenergie zu versorgen!!! (Torsten Brügge)

Das ist das Ergebnis einer Diplomarbeit an der Technischen Universität Braunschweig von Dipl. Geoökol. Nadine May (*siehe unten).

Spannend! Natürlich müsste eine solche Versorgung dezentral organisiert werden, um zu lange Transportwege, Versorgungsunsicherheiten und politische Abhängigkeiten zu vermeiden. Die Energieausbeutung in anderen Regionen ist geringer. Zugleich gibt es aber auch ungenutzte Energie-Einspar-Potentiale. Das Bild zeigt eins auf: Machbar ist eine Umstellung auf erneuerbare Energie allemal!

Wäre es nicht auch ein wunderbares Entwicklungsziel für Afrika: Energie-Export-Weltmeister! Ich stelle mir gerade afrikanische „Energie-Kleinbauern“ vor, die dezentrale Solar-Felder erblühen lassen. Ihre Erträge könnten zunächst der heimischen Versorgung und dann dem Export in die ganze Welt dienen.

Und vor allem würde es auch weniger Ressourcen-Kriege geben.

* Die Autorin der Forschungsarbeit, Nadine May, gab mir freundlicher Weise die Erlaubnis zur Nutzung des Bildes mit folgenden Zitierhinweisen:

Die besagte Diplomarbeit ist mit Unterstützung des DLR in Stuttgart entstanden. Zusammen mit der TU Braunschweig haben wir uns auf die folgende Zitierweise geeinigt.

May, N. (2005): Eco-balance of a Solar Electricity Transmission from North Africa to Europe. Diploma thesis, Department of Soil Science and Soil Physics, Institute of Geoecology, TU Braunschweig, prepared at the Institute of Technical Thermodynamics of the German Aerospace Centre (DLR), Stuttgart, 114 pages.

URL: http://www.dlr.de/tt/Portaldata/41/Resources/dokumente/institut/system/projects/Ecobalance_of_a_Solar_Electricity_Transmission.pdf

May, N. (2005): Ökobilanz eines Solarstromtransfers von Nordafrika nach Europa. Diplomarbeit, Abteilung für Bodenkunde und Bodenphysik, Institut für Geoökologie, TU Braunschweig, angefertigt am Institut für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR), Stuttgart, 114 Seiten.

URL: http://www.dlr.de/tt/Portaldata/41/Resources/dokumente/institut/system/projects/Oekobilanz_eines_Solarstromtransfers.pdf

Showing 8 comments
  • Christiane

    Das entspricht alles meine Überzeugungen. Ich finde die Ideen richtig gut und innovativ. Doch eins bitte ich dabei nicht zu vergessen: den ersten Schritt zum notwendigen Erhalt des besonderen Kulturgutes, den Domschatz von Aachen. Die logischen Zusammenhänge erklären sich im folgenden Lied.
    .
    Anti-Atom-Song Domschatzwalzer.wmv
    gesungen von den beiden Kabarettisten Kurt und Josie
    (politisches Kabarett Muita Merda)
    .
    https://youtu.be/zXy2cYpijFo

  • Christiane

    Wie sieht die Realität aus?
    Umweltprobleme werden ignoriert, vor den Tatsachen der Realität verschließt man lieber die Augen. Die umweltpoltischen Zusammenhänge erklärt uns die politische Kabarettgruppe „Muita Merda“ in ihrem politisch-kabarattistischem Lied:
    .
    Alles wird gut, alles wird Blut
    https://youtu.be/dpgVrXdRiBY

  • Christiane

    Der ungemeine gesellschaftliche Vorteil dieser eigentlich nur logischen und sinnvollen umweltpolitischen Maßnahme läge darin, dass die afrikanischen Staaten, die seit den Kolonialzeiten in wirtschaftlicher Abhängigkeit von den führenden Industrieländern sind, nun endlich die Möglichkeit hätten, wirtschaftlich autark zu werden. Für diese umwälzende umweltpolitische Maßnahme wäre es wichtig, parallel Aufklärungsarbeit zu leisten, bei den Politikern und Wirtschaftsfunktionären der Industrieländer. Sie müssten davon überzeugt werden, dass sie dahingehend profitieren, dass für sie und ihre Kinder dadurch ein langfristiges Überleben auf diesem Erdenball wieder in Aussicht gestellt wird.
    Nur mit vereinter Kraft kann es funktionieren, dass Umwelt, Energiehaushalt und Demokratien weiterhin Bestand haben.
    Erwähnenswert finde ich in diesem Zusammenhang das geglückte Zusammenspiel von der DLR und der Autorin der Forschungsarbeit Nadine May.
    Beim Umrüsten würden natürlich Gelder im Vorfeld benötigt werden. Ein Projekt der Größenordnung wäre sicher ein Magnet für viele Firmen und Großbetriebe aus dem Ausland. Vertragliche Grundlagen müssten im Vorfeld abgestimmt sein, dass die Zulieferfirmen in ihrer Rolle als Lieferanten bleiben. Das Equipement, die Solaranlagen müssen unbedingt Hoheitsbestandteil der jeweiligen afrikanischen Staaten bleiben. Auch wären die Anlagen so zu gestalten, dass das Betreiben und die Instandhaltung autark von den jeweiligen afrikanischen Staaten betrieben werden können.
    .
    Eine grundsätzliche Frage bleibt mir immer bei diesem Konzept, über das ich schon seit langem in theoretischer Form nachdenke:
    Wie gestaltet sich der Transport von Strom am effizientesten? Sind es Speichermedien oder Stromnetze? Da fehlt mir einfach das technische Know How.

  • Christiane

    Eine wunderbare Ton- Bildaufnahme entstanden in Zusammenarbeit von DLR, YouTube und Beethoven (eine Ouverture Beethovens) zeigt uns, wie schön unser Erdenball ist.
    Es müsste doch im Bestreben ALLER sein, diesen in seiner Einmaligkeit und Schönheit zu erhalten.
    .
    EARTH FROM SPACE: Like You’ve Never Seen Before (2160p 4K HD 60fps)
    https://youtu.be/n4IhCSMkADc

  • Robert Borsch-Laaks

    Liebe Kommentatorin, du hast mich hierhin geleitet – und du hast Recht. Hier im Lande gibt es viel zu tun – und es gibt Menschen, die das mit den Mitteln der politisch engagierten Kunst unermüdlich tun. KULTUR KANN KÄMPFEN war das Motto des Benefiz- Konzerts, das wir am 11.03. zur Unterstützung der Menschenkette gegen die belgischen Rissereaktoren vor unserer Haustüre (Aachen) veranstaltet hatten und bei der du dabei warst. Wenn andere mehr darüber wissen wollen, können sie sich auf http://www.3rosen.eu infromieren. Herzliche Grüße Robert

  • Christiane

    Lieber Robert,
    es freut mich, dass du den Weg hierhin gefunden hast, so wie ich am letzten Wochenende den Weg zu eurer Veranstaltung “ Kultur kann kämpfen“ gefunden habe.
    Kultur kann wirklich kämpfen, mit Kabarett mit Humor und Esprit, mit Vorträgen, die zum Nachdenken anregen, mit guter Musik, mit gemeinsamen Austausch mit Jung und alt. Kultur kann und darf auch Freude machen und von Humor durchsetzt sein. All das konnte und durfte ich am letzten Wochenende bei eurer Veranstaltung erleben, im Kreise voller Gleichgesinnten, unter Menschen, die sich mit Herz und Seele für eine Sache engagieren. Ich danke euch für eure Veranstaltung „KULTUR KANN KÄMPFEN“ initiiert von eurer Initiative 3Rosen E.V. Mich hat die Veranstaltung ermutigt, weiß ich doch nun, dass ich mit meinen Hoffnungen nicht alleine stehe.
    Die Vernetzung ist ein wichtiger Baustein, persönliches Begegnungen und das Eintreten für seine Überzeugungen der sinnige Folgeschritt. So freue ich mich schon auf den 25. Juni dieses Jahres auf die „Kettenreaktion Tihange“, eine Politik zum Anfassen, eine Menschenkette gegen die beiden unheilvollen Rissereaktoren Tihange und Doel.
    Um in Worten von Sophie Scholl zu bleiben,
    „Das Gesetz ändert sich
    das Gewissen nicht.“
    .
    „Es geht ums Tun
    und nicht ums Siegen.“
    .
    In diesem Fall hoffe ich auf den Sieg der Vernunft und des ökologischen Gewissens.
    .
    Mit herzlichen Grüßen

  • Bettina

    Ein erfreulicher Fund beim Googlen aus Klimaretter Info, 18. Juni 2015:
    Die Umweltenzyklika des Papstes Franziskus
    .
    Papst Franziskus steigt mit seiner Umweltenzyklika in die Klimadebatte ein. Er erkennt den wissenschaftlichen Konsens an, dass der Mensch die Hauptursache des Klimawandels sei. Er fordert den Ausbau der erneuerbaren Energien und lehnt Emissionshandelssysteme ab. Die würden nur Spekulation fördern.
    Der Papst mahnt eine Renovierung „unseres gemeinsamen Hauses“ an, das „stark beschädigt ist“. Und um klarzumachen, dass es so nicht weiter gehen kann, zitiert er seinen Vor-Vorgänger Johannes Paul II.: „Wenn wir die verschiedenen Gegenden des Planeten betrachten, erkennen wir bedauerlicherweise sofort, dass die Menschheit Gottes Erwartungen enttäuscht hat.“
    Umweltschützer jubeln, die Politiker auch, vor allem die Grünen und die Linken.
    Eine Stellungnahme von Gregor Gysi zu der Umweltenzyklika:
    .
    „Die scharfe Kritik des Papstes an der Unterwerfung der Politik unter die Interessen der Wirtschaft und an der Profitgier als alleinigem Maßstab wirtschaftlichen Handelns ist in jeder Hinsicht berechtigt und bemerkenswert. Wir brauchen endlich eine Politik und Wirtschaft, die das menschliche Leben in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen.“
    .
    Im Einklang mit den Umweltenzykliken unseres Papstes bilden Rot- Grün eine Einheit
    .
    http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/19030-papst-spirale-der-selbstzerstoerung

  • Holdger Platta

    Ich kann Bettinas Fund aus eigener Lektüre einschränkungslos bestätigen:
    .
    In seiner Enzyklika „Laudato si“ hat Franziskus aufs klarste eine radikal-ökologische Position bezogen – und man ist erstaunt darüber, wie umfassend er dabei die menschenverusachten Klimaprobleme erfaßt und aufzählt -, er hat sogar einen Zusammenhang hergestellt zwischen dieser Menschenverursachung der Klimaprobleme und konkret dem Wirtschaftshandeln der herrschenden Konzernchefs und PolitikerInnen.
    .
    Seine Enzyklika (wie schon die voraufgegangene!) zeigt also aufs deutlichste, wie idiotisch es ist, pauschal – wie es manche Pseudo- oder Talmi-Linke es tun – „die“ Kirchen (hier: die katholische Kirche; ähnliches könnte man aber auch über die lutherische und reformierte Kirche sagen) in die reaktionäre, gar faschistische Ecke, zu stellen. Mehrfach schon habe ich – als „Heide“, als „Ungläubiger“, als Agnostiker – darauf hinweisen müssen, daß es sehr viel mit Idiotie, nix aber mit Marxismus zu tun hat, „die“ Religionen, „das“ Christentum“, „die“ Kirchen ins rechte Eck zu stellen. Wer eine christlich-motivierte Widerstandskämpferin Sophie Scholl gleichsetzt mit dem Nazi-Bischof Ludwig Müller, Begründer der „Deutschen Christen“, zeigt nicht, wie links er ist, sondern lediglich, daß er keine Ahnung hat oder unfähig zu jeglicher Differenzierung ist. Er verkauft als linke Meinung, was bestenfalls linkisches Unwissen ist.
    .
    Das Einzige, was man der Enzyklika „Laudato si“ vorwerfen könnte: nein, das System Kapitalismus wird hier von Franziskus noch nicht beim Namen genannt, er beläßt es dabie, hier, in dieser Enzyklika, noch von „Geldgier“, „Profitinteressen“ usw. zu sprechen, also von systemunspezifischen menschlichen Eigenschaften. Aber wie heißt es so schön:
    .
    Rom wurde nicht an einem Tage erbaut.
    .
    Das neue Rom also auch nicht!

Hinterlasse einen Kommentar