In Roland Rottenfußer, Über diese Seite

Roland Rottenfußer

Roland Rottenfußer zieht eine erste – und erfreuliche Bilanz – aus dem Spendenaufruf von „Hinter den Schlagzeilen“, der vor gut drei Wochen erstmals online war. Es ist Zeit, dankbar zu sein – und in die Zukunft zu schauen. Durchaus optimistisch übrigens, denn bei allem Negativen, was uns an Weltereignissen aus den Medien erreicht, ist die kritische Medienlandschaft, speziell im Internet, doch gar nicht so schlecht aufgestellt, und es herrscht vielerorts Aufbruchsstimmung: Jetzt noch mal die Anstrengungen bündeln! Jetzt zusammenhalten! Jetzt „weiterkämpfen, auch wenn die ganze Welt den Arsch offen hat“! (Aus „Willy“ von Konstantin Wecker)

Liebe Leserinnen und Leser,
seit drei Wochen rufen wir auf HdS zu Spenden für unser Medienprojekt auf. Konstantin Wecker, Holdger Platta und auch ich selbst haben eigene Artikel verfasst, um unsere Bitte zu begründen. Mit Beginn der vierten Woche ist es nun auch einmal angebracht, allen Leserinnen und Lesern zu danken, die uns Geld überwiesen haben. Tatsächlich ist bei uns eine Summe eingegangen, die es uns – so der Geldfluss anhält – erlaubt, unsere wesentlichen Ziele zu realisieren, etwa

– mehr finanzielle Sicherheit und Entlastung für die Redaktion,

– Mittel für den Ausbau und die Verbesserung unseres Webauftritts,

– das Freiwerden personeller Kapazitäten für PR und Vernetzung, um die wichtigen Inhalte unserer Seite bekannter zu machen,

– die Option, über die Redaktion hinaus, Gelder an Menschen „auszuschütten“, die sich – z.B. als AutorInnen – verdient gemacht haben und sich in einigen Fällen in einer sozial schwierigen Lage befinden

u.a.

Wenn sich die Spendenentwicklung als nachhaltig erweist, werden die LeserInnen ein (noch) besseres und wirkungsvolleres Magazin bekommen.

Wir bedanken uns ebenso für die vielen freundlichen Zuschriften, die uns Mut gemacht und unsere Arbeit gewürdigt haben. Wir waren vielfach wirklich berührt von dem uns entgegengebrachten Vertrauen und der Wertschätzung. Wir freuen uns ebenso darüber, dass bestimmte Dinge eben nicht an uns geschrieben wurden, die wir teilweise befürchtet hatten: etwa, dass unsere Leistung ja so groß doch nicht sei, um eine Bezahlung rechtfertigen zu können.

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch dazu anregen, Geldüberweisungen an HdS einmal nicht nur als „Spenden“ im karitativen Sinn zu betrachten, sondern eher als einen freiwillig entrichteten Lohn für empfangene Leistungen. Ich schließe mich ganz der Auffassung unserer Leserin Renate an, die in die Kommentarspalte schrieb: „ Ich werde den Betrag, den die hiesige Tageszeitung monatlich kostet, die ich aber nicht abonniert habe, als Dauerauftrag spenden. Vielleicht eine Anregung für andere Leser, die Spende als Zeitungsabo zu betrachten.“

Wir wissen natürlich: nicht alles kann jedem gefallen, und es gibt auch im Rahmen ähnlicher Grundüberzeugungen immer Meinungsverschiedenheiten. Unsere Autorinnen und Autoren sind generell eher ausgeprägte und „sperrige“ Persönlichkeiten, die nicht leicht auf einen Nenner zu bringen sind. Unterschiede in Mentalität, Weltanschauung und Schreibstil sind auch innerhalb des Personenkreises, der HdS gestaltet, die Regel. Wir hoffen aber, dass wir gerade durch diese Vielfalt jedem Leser, jeder Leserin immer etwas präsentieren können, was für ihn oder sie interessant und inspirierend ist – ohne dabei unsere Grundüberzeugungen aufzuweichen. Und im Übrigen: Der Hinweis, HdS könne (noch) besser werden, ist ja berechtigt. Wir antworten darauf : Stimmt, aber mit etwas mehr Geld ist es viel leichter für uns, solche Wünsche realisieren zu können.

Wir haben – schon jetzt und bevor einer von uns etwas von dem gespendeten Geld „gesehen“ hat – einiges an Zeit und Arbeit investiert, um das Magazin im Interesse unserer LeserInnen und der gemeinsamen humanen Überzeugungen voranzubringen. Etwa

– neue gute AutorInnen und wöchentlich mehr Artikel aus „Eigenproduktion“ (die also nicht nur Links von anderen Webseiten sind),

– Vorbereitung eines Relaunch, der wahrscheinlich in der nächsten Woche über die Bühne gehen und das optische „Gesicht“ von HdS erheblich verbessern wird,

– mehr PR- und Vernetzungsarbeit, was sich u.a. ganz aktuell in unserer Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Magazin „Rubikon“ zeigt.

An diesen und anderen Projekten werden wir weiter dranbleiben.

Wer HdS liest und schätzt, sollte sichergehen, dass seine Spenden wirklich nur Anliegen von HdS zugutekommen. Deshalb ist es mir wichtig, an dieser Stelle zu wiederholen:

– unser Spendenaufruf wird durch eine geeignete Organisationsstruktur gestützt. Juristischer Träger von „Hinter den Schlagzeilen“ ist seit dem 1. Januar 2017 der Verein „Initiative für eine humane Welt (IHW)“, Vorsitzender: Holdger Platta, Ehrenvorsitz: Konstantin Wecker;

– da der Verein IHW Gemeinnützigkeitsstatus hat, können Spenden an ihn mit der Bestimmung „HdS“ von der Steuer abgesetzt werden;

– für Spenden an HdS ist ein eigenes Spendenkonto (siehe ganz unten) eingerichtet. Als Kontoverwalter fungiert Peter Latuska, der auch für Spenden bezüglich unserer GriechInnenhilfe zuständig ist. Er wird auch auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen;

– wir organisieren den Spendenzugang nicht auf der Basis einer Fördervereinsmitgliedschaft. Vielmehr gibt es grundsätzlich zwei Spendenformen:

1. Die Einmalspende in beliebiger Höhe, die wiederholt werden kann, jedoch nicht muss.

2. Die Dauerspende, die der oder die Spendende bitte als Dauerauftrag einrichtet.

Somit ist der Spendenvorgang transparent und unkompliziert.

Bei der Vorbereitung zum Spendenaufruf und bei frühen Überlegungen zu diesem Thema haben sich auch einige Fragen und Einwände ergeben, auf die wir gern später noch eingehen. Vorerst nur zu einigen Punkten:

– Wichtig ist uns, dass der Beitrag bzw. die Spende völlig freiwillig erfolgt. Das betrifft vor allem die weniger Wohlhabenden oder von Hartz IV Betroffenen. Diesen sei gesagt: Es ist uns wichtig, dass Ihr weiterhin hier auf HdS eine Art geistige Heimat findet. Eher haben wir mit Rücksicht auf die sich leider verbreitende Armut gezögert, das Thema „Geld“ überhaupt ins Spiel zu bringen. Es kann nicht angehen, dass Informationen über Armut für Arme unerschwinglich sind. Sind sie auch nicht. Jedenfalls nicht auf HdS.

– Die Bitte um Spendengelder schränkt die Unabhängigkeit der Redaktion nicht ein. Wir agieren also nicht nach dem Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“.

– Unser Spendenaufruf ist kein Aufruf, für einen anderen guten Zweck nicht zu spenden. Weder möchten wir unserer wichtigen GriechInnenhilfe etwas wegnehmen noch anderen guten „Spendenzielen“ wie Brot für die Welt, Greenpeace oder Amnesty. Freilich kann jeder Euro nur einmal ausgegeben werden. Wir vertrauen aber darauf, dass unsere Leserinnen und Leser einschätzen können, was (ihnen) besonders wichtig ist und wofür sie etwas geben möchten. Zu unserer Griechenland-Spendenaktion ist noch zu sagen: Wir sind überzeugt davon, dass ein starkes HdS und Redakteure mit mehr zeitlichem und finanziellem Freiraum auch dazu beitragen werden, dass die GriechInnenhilfe weiter ihren wichtigen Zweck erfüllt. Nicht nur, dass wir nachhaltig mit unseren Kräften wirtschaften möchten, um den Menschen in Griechenland noch möglichst lange helfen zu können – Spenden für HdS erleichtern uns die Durchführung von PR- und Vernetzungsaktionen; das bedeutet, dass sich der Leserkreis von HdS und auch der potenzielle Spenderkreis für Griechenland erweitern wird.

Hier zum Abschluss noch einmal unsere Spendenkontonummer:
Inhaber: IHW
IBAN DE 09 2605 0001 0056 0608 74
BIC: NOLADE 21GOE
Stichwort: HdS
Sparkasse Göttingen

Spendenbescheinigungen auf Wunsch bei:
Peter Latuska
Theodor Heuss Str. 14
37075 Göttingen
Email: latuskalatuska@web.de

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