In Umwelt/Natur, Wirtschaft

Es kommt allerdings nicht oft vor, dass ein Begriff bei uns auf so tiefe Resonanz stößt wie die „Lassenskraft“. Sie bezeichnet kein „Laissez-faire“, keine Gleichgültigkeit, sondern Wirksamsein durch Nicht-Handeln, ein bewusstes Gehen-mit-dem-Fluss. Es ist die „Qualität, etwas mit ganzer Kraft gehen zu lassen und in seinem So-Sein zu bejahen, ohne daran anzuhaften oder es dem Schema der eigenen Vorstellungen unterwerfen zu wollen.“ (Oya 41). Angesichts gesellschaftlicher, politischer und ökonomischer Strukturen, die auf Beherrschung, Manipulation und Ausbeutung von Menschen und der mehr-als-menschlichen Welt gründen, hat die Idee des Freilassens, des Bleibenlassens, des Seinlassens, des In-der-Erde-Lassens usw. an den längst überschrittenen Grenzen des Wachstums enorme gesellschaftspolitische Relevanz. (Quelle: Oya)
http://www.oya-online.de/article/read/2596-es_lebe_die_lassenskraft.html

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