Aufruf zu einem Europäischen Frühling

 In Allgemein

Es wird Zeit für eine Große Außer-parlamentarische Opposition (GrAPO). Als Reaktion auf die gefährliche Macht-konzentration in den Händen eines neoliberalen Kartells aus Union, SPD und Wirtschaft hat Konstantin Wecker neben anderen Initiatoren diesen Aufruf verfasst. Wer mit ihm im Wesentlichen übereinstimmt und ihn gern unterschreiben möchte, wende sich bitte per Mail an den Mitverfasser Michael Vilsmeier: hamcha@hamcha.de.

Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD basiert auf einem Wortbruch. Der Politikwechsel wurde verhindert, das Versprechen der SPD-Führung, Angela Merkel als Kanzlerin abzulösen, erwies sich als Wahlbetrug. Das neoliberale Bündnis aus Union, SPD und Wirtschaft spaltet und polarisiert die Gesellschaft. Die Marktwirtschaf werden 16 Millionen Arme und Ausgegrenzte gezählt. Union und SPD verharmlosen diese Realität als Missstand. Im Koalitionsvertrag verweisen sie auf wirtschaftliche Rahmendaten, die eine heile Welt suggerieren. Doch die scheinbaren Erfolge neoliberaler Politik unter Schröder und Merkel stehen in krassem Gegensatz zur Demontage der Sozialsysteme. Der Zusammenhang zwischen exorbitant wachsendem Reichtum Weniger und grassierender Armut wird geleugnet. „Weiter so!“ ist die Devise der Großen Koalition. – Wachstum um jeden Preis ist das erklärte Ziel, ihm werden Mensch und Natur in allen Politikfeldern untergeordnet.

Die Große Koalition will, ungeachtet der NSA-Affäre, Polizei, Geheimdienste und Verfassungsschutz mit den neuesten Technologien der Sicherheits- und Informationstechnik ausstatten und auf europäischer und euroatlantischer Ebene verknüpfen. Der Koalitionsvertrag sieht den Wandel der Bundeswehr von der Verteidigungsarmee zur „Armee im Einsatz“ für „Frieden und Freiheit weltweit“ vor. Die Einführung einer „neuen Generation von Waffensystemen“, die „über Aufklärung hinaus weitergehende Kampffähigkeiten besitzen“, ist Kernstück dieser Neuausrichtung. Im Rahmen der Rüstungskooperation innerhalb der EU und in der NATO sind der Erhalt und die Weiterentwicklung der Rüstungsindustrien vorgesehen. Cybersysteme erfordern, wie in den USA bereits üblich, die Übertragung militärischer Aufgaben an privatwirtschaftliche Unternehmen der IT-Branche. Unter Federführung der Europäischen Verteidigungsagentur stellen sie künftig Personendaten, geografische Daten und technische Infrastrukturen für den Einsatz von Drohnen und Kampfrobotern. Die neuen Waffensysteme senken die Schwelle zum Einsatz militärischer Gewalt.

Eine Wende ist notwendig! – Der Finanzsektor muss reguliert werden. Die Geheimverhandlungen um das geplante Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA müssen der Kontrolle des Europäischen Parlaments unterworfen werden. Die Energiewende darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Rente und Pflege müssen in menschenwürdiger Höhe gesichert werden, wir brauchen die Bürgerversicherung. Die Steuerlasten müssen zugunsten der Gering- und Durchschnittsverdiener neu verteilt werden. Die Korruption muss effektiv bekämpft werden. Mindestlöhne müssen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Hartz IV muss durch ein Bürgergeld ersetzt werden, das zweifelsfrei das menschenwürdige Existenzmininum zu sichern vermag. Die Arbeitszeit muss gesenkt werden. Die Geheimdienste müssen kontrolliert werden. Der Verfassungsschutz darf nicht Staat im Staate bleiben. Die Bundeswehr hat im Ausland nichts zu suchen. Wir fordern ein Ende aller Auslandseinsätze. Die Rüstungsindustrie muss zurückgefahren werden, statt sie weiter auszubauen. Der Besuch von Schulen und Universitäten darf nicht nur nichts kosten, er muss auch durch ausreichendes BAföG jenen ermöglicht werden, die ihn sich sonst nicht leisten können. Wir wollen ein starkes demokratisches Europa und das Zurückdrängen nationalistischer Bestrebungen.

Die Große Koalition aus Union und SPD regiert mit einer Mehrheit von 80 % der Stimmen im Deutschen Bundestag. Das Fehlen einer starken parlamentarischen Opposition erhöht die Gefahr unkontrollierter Machtentfaltung. Da uns die Zukunft nicht gleichgültig ist, rufen wir dazu auf, dem neoliberalen Bündnis aus Union, SPD und Wirtschaft eine zivile Gegenmacht entgegenzusetzen. Es ist Zeit für einen Europäischen Frühling, Zeit für eine Große Außerparlamentarische Opposition! Wir wollen mehr als 100.000 Unterschriften unter diesem Aufruf versammeln. Aber wir wollen nicht nur die bloße Zustimmung. Wir brauchen konkretes Handeln: Ein konstituierender Kongress soll schnell nach Erreichen der 100.000 Unterschriften in Berlin stattfinden. Mit einer Kundgebung soll dem Protest gegen die Agenda der Großen Koalition vor dem Reichstag Ausdruck verliehen werden. Wir wissen, dass es damit nicht getan sein darf. Die Straßen und Plätze, die sichtbare, hörbare Opposition wird sich immer wieder zu kreativem Protest für die Verteidigung sozialer Sicherheit, individueller Freiheit und Frieden zusammenfinden müssen.

Wir bitten Sie, Ihre Unterschrift unter diesen Aufruf zu setzen und diesen im Internet und den Ihnen zugänglichen Medien zu verbreiten!

Autoren des Aufrufs:

Heinz Michael Vilsmeier, Publizist, Deggendorf

Leander Sukov, Schriftsteller, Berlin

Konstantin Wecker, Liedermacher, München

Holdger Platta, Autor, Suderhausen

Prinz Chaos II., Liedermacher, Weitersroda

Erstunterzeichner (Stand 16.01.14 – 19:00 Uhr):

Reinhold Alsheimer Musiker, München

Simone Barrientos Verlegerin, Berlin

Chriss Bass Musiker, Bonn

Roberto J. De Lapuente Autor, Heppenheim

Michi Dietmayr Musikkabarettist, München

Manfred Maurenbrecher Musiker, München

Csaba Gál Csaba Gál Chansonpoet, München

Margareth Gorges Bürgerjournalistin, Homburg/Saar

Alban Nicolai Herbst Autor, Berlin

Marly Jedelhauser Grafikerin, München

Sandra Kreisler Schauspielerin, Wien

Berni Maisberger Musiker, München

Sarah Manß Liedermacherin, Masserberg

Cynthia Nickschas Liedermacherin, Bonn

Christian Nürnberger Publizist, Mainz

Anna Osowski Autorin, Hamburg

Heidelinde Penndorf Literaturkritikerin, Weißenfels

Lollo Peters Uni. Köln

Marlene Pfaffenzeller Nervenärztin und Psychoanalytikerin, Berlin

Michael Sailer Künstler, München

Ilja Schierbaum Musiker, München

Christoph Theussl Künstler, München

Hans-Eckardt Wenzel Musiker, Berlin

Tom W. Wolf Freier Journalist und Redakteur, Hamburg

Dr. Seltsam Wolfgang Kröske Kommunistischer Entertainer, Berlin

Nepo Fitz Musiker, München

Thomas Vogelmayer Bayerischer Liedermacher, Straubing

Sybille Marggraf Literaturpädagogin, Sudershausen

Anzeige von 90 kommentaren
  • Ulrich Boje
    Antworten
    Ich unterzeichne den Aufruf!
  • eulenfeder
    Antworten
    warum ich diesen aufruf nicht unterschreibe

    der aufruf zur revolte – da hat mein herz einen sprung gemacht, gehüpft vor freude, ja – endlich !

    das hat den notwendigen und fruchtbaren geschmack eines umsturzes zur erlangung einer neuen wirklich sozialen ordnung, den willen zu einem neuanfang in jeder hinsicht, eines neuen aufbaus auf fundamenten die ein mit- und füreinander auf einer gleichen ebene tragen, den geschmack einer revolution eben ….., eine längst notwendige revolution also, die in diesem bewundernswerten und auch mutigen aufruf von Konstantin und Prinz Chaos kompromisslos gefordert wurde, mit einer inhaltlich sehr umfangreichen notwendigkeit , natur, umwelt und den schutz der tiere, die erhaltung des planten für alle bewohner also – ebenso beinhaltend. und das alles auf einer ebene die eine revolte erst möglich macht, der untersten ebene, dort wo die probleme, das aumass der entrechtung, ausbeutung und das daraus resultiernde elend als nackte tatsachen deutlich sind.

    diese nähe zum leidenden volk – immer wieder, unablässig unter beweis gestellt vom team ‘hinter-den-schlagzeilen’ dem Roland, Holdger und auch Alexander, indem sie sich nicht erhöht haben als ein teil dieser basis, dort wo die probleme hautnah sind. das ist praktische demokratie, volksnähe – wie es sein soll. das hat mir sehr viel respekt und achtung, bewunderung und sympathie “abgerungen”.

    in diesem neuen aufruf ist die revolte nicht mehr als eine essentielle notwendigkeit vorhanden. es wird nicht eindeutig und kompromisslos gefordert – wie zum beispiel die völlige abschaffung von militär und rüstung, die völlige entmachtung der banken und konzerne, die garantie für eine tatsächlich individuell freie entwicklung des individuums, eine wirklich grundlegende veränderung in jeder hinsicht – und schmerzlich vermisse ich darin die unbedingte forderung nach dem achten der tiere, dem erhalt unseres planeten auf dem jegliches leben seine berechtigung haben muss, in jeder hinsicht.

    dieser neue aufruf ist nach meiner einschätzung eine schon abgemilderte form in politischem pragmatismus und damit beginnen die abstriche zugunsten politischer machbarkeit, politik eben die sich letztendlich wieder in volksfremden strukturen von oben nach unten manifestiert. auch das bekenntis zu einer europäischen lösung ist schon globalisierung und wie schädlich die sich auf die regionen auswirkt wissen doch piltisch denkende sehr wohl – oder nicht weil zu sehr politisch denkend ?? wird nicht auch hier immer wieder auf den zerstörerischen unsinn einer globalisierung hingewiesen !?, aber zur erreichung politischer ziele dann doch wieder o.k. ?

    auschlaggebend aber tortzdem – für mich – für mein nicht-unterzeichnen-können : die missachtung der rechte der tiere, missachtung weil eben nicht erwähnt, nicht als ebenso wichtig angeführt. nicht einmal dieser unbedingt notwendige 1. schritt hin zu einer gewährung des rechtes auf leben : das völlige verbot der massentierhaltung , ist es nicht wert ein ebenso verbindlich geforderter ‘punkt’ in diesem aufruf zu sein. warum ? nicht so schwer zu beantworten: das recht auf ein würdiges leben gilt nur für den selbsterhöhten menschen, das einfordern für die tiere könnte zu einem stolperstein werden, daraus lässt sich kein politisches kapital ‘schlagen’. politiches kalkulieren also, wie gehabt.

    sorry- halbherzig, auch in bezug auf die erhaltung unseres planeten, wir haben nur diesen und auf diesem ist alles leben zu achten, auch die flora. also warum thesen unterschreiben die das wichtigste nicht beinhalten . wenn schon politik alles richten soll, dann muss eben auch und vor allem das recht auf leben in solchen aufrufen gefordert werden.

  • Holdger Platta
    Antworten
    Ja, noch jeder wird in diesem Aufruf etwas entdecken, das seiner Meinung nach fehlt. Viele werden manches auch viel zu vorsichtig formuliert finden. Manche werden ‘eigentlich’ auch nicht alles unterschreiben wollen. Aber:

    Bedenkt bitte, daß dieser Aufruf das Startzeichen sein soll zu einem außerparlamentarischen Prozess, der weitergehen soll: mit Ergänzungen, Korrekturen, Präzisierungen undundund…

    Und seid gewiß, daß die Urheber sehr dankbar sind, wenn es zu diesen Anregungen kommt (was auch bereits der Fall ist)!

    Unterschriften also bitte schicken an Michael Vilsmeier, der diese schwere ‘Empfangs- und Sortierungsarbeit’ auf sich genommen hat: per Mail an hamcha@hamcha.de.

  • Herbert Rubisch
    Antworten
    Ja diese ist nötig!

    Herbert Rubisch

  • Piranha
    Antworten
    Soeben habe ich den Aufruf unterschrieben.

    Beste Grüße,
    P.

  • Michael Fliegner
    Antworten
    ich unterzeichne den Aufruf
  • Peter Ligner
    Antworten
    Ich habe diesen Aufruf soeben unterzeichnet.
    Ich verstehe diesen Aufruf als Initialzündung und würde es begrüßen, dessen Inhalt durch eine Verbindung von sozialen und ökologischen Aspekten anzureichern.
    Denn wir brauchen dringend eine außerparlamentarische Bewegung, um eine in wahrsten Sinne sozial-ökologische Wende zu erreichen.
    Als Kommunalpolitiker der LINKEN weiß ich zudem: Nur durch eine starke zivilgesellschaftliche Bewegung auf allen politischen Ebenen lassen sich wirkliche Veränderungen durchsetzen.

    Peter Ligner
    Rentner, Freiberufler und Kommunalpolitiker (Gemeinde Birkenwerder, Landkreis Oberhavel) aus Brandenburg

  • Andreas Kukuk
    Antworten
    Ja, es reicht. Wir müssen uns endlich wehren.

    Andreas Kukuk

  • rr
    rr
    Antworten

    Ich finde, das Argument, dass in dem Aufruf etwas wichtiges “fehlt”, sollte nicht vom Unterzeichnen abhalten. In einer derartig komplexen politischen Lage fehlt immer etwas, das kann sich im Verlauf des oppositionellen Prozesses noch anlagern oder kann auf anderen “Baustellen” erarbeitet werden. Der Aufruf darf nicht zu einem “Roman” werden, den keiner mehr bis zum Ende lesen kann, und er darf nicht so extrem polarisieren, dass milder Urteilende nach dem Motto “Mir ist ein ehrlicher Feind lieber als ein Verräter” abgekanzelt werden. Gerade die Linke ist ja berüchtigt für ihren Hang zur Selbstzerfleischung, also erbitterte Kämpfe um Nuancen von Rechtgläubigkeit. Und die Frage des Kompromisses mit der politischen Machbarkeit ist eine sehr schwer zu entscheidende, denn wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht so lange deformieren, bis uns der Gegner “Koalitionsfähigkeit” attestiert, wir uns ihm also angeglichen haben. Wir dürfen kleine Fortschritte aber auch nicht nur dann in Angriff nehmen, wenn zugleich die umfassende Welterlösung garantiert ist. Eulenfeders Ausführungen sind insofern sicher zu respektieren und regen zum Nachdenken an, aber dieses Nachdenken kann eben auch dazu führen, dass man trotzdem unterschreibt. Roland

  • Mary-Louisa Perez
    Antworten
    rr hat Recht eulenfeder hat Recht.
    Es geht jedoch nicht um Nuancen, sondern um eine politische Stoßrichtung:
    Dazu Punkt 1 der 10 lebendigen Lehren:
    http://www.jungewelt.de/2014/01-21/052.php
    Deshalb unerschreibe ich und hoffe, daß dem viele folgen.
  • Prof. Dr. Klaus Peter Kisker
    Antworten
    Ich habe den Aufruf unterzeichnet, da ich seit vielen Jahren eine ähnliche Kritik an der verhängnisvollen neoliberalen Europapolitik in meinen Lehrveranstaltungen verbreite und die gleichen Forderungen vertrete.
    Klaus Peter Kisker
  • eulenfeder
    Antworten
    die erhaltung unseres planeten mit allem was lebt – lieber Roland, ist keine frage einer baustelle auf der sich das entwickeln kann, könnte – wenn dieser wichtigste anspruch in einem manifest nicht vorhanden ist – wie sollte denn solcher verwirklicht werden auf einem politischen weg !??
    was hat sich denn diesbezüglich zum positiven geändert innerhalb politischer strukturen ?
    von Dir – lieber Roland hätte ich mir gewünscht dass Dir die natur und das recht auf leben wichtiger wären als nur ein möglicher anspruch der in der komplexität untergeht.
    da bin ich – zugegeben – enttäuscht !
  • Charlie
    Antworten
    @ eulenfeder: Ich finde es bedauerlich, dass Du hier so ablehnenend reagierst. Ich persönlich war nach dem Lesen des Textes auch zunächst etwas enttäuscht, weil ich mir beispielsweise entschlossene Forderungen nach der Auflösung der völlig überflüssigen “Geheimdienste” und des Militärs gewünscht habe, was meiner Meinung nach zentrale und nicht verhandelbare Positionen in einer solchen oppositionellen Bewegung sein müssen. Allein daran siehst Du aber schon, dass es eben unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe gibt – Du wirst es selten erleben, dass ein Mensch die Deinigen zu 100 Prozent teilt.

    Wie Holdger schon schrieb: Dieser Text ist kein “Manifest”, wie Du ihn nennst, sondern der Versuch eines Beginnes. Ein solcher “Initialtext” kann nun schon per definitionem nicht dem erwünschten Endresultat, nämlich einem Manifest, gleichen.

    Ich möchte versuchen, Dir das an einem konkreten Beispiel deutlich zu machen: Ich persönlich verurteile Massentierhaltung und insbesondere die widerwärtige kapitalistische Verwertungsmaschinerie, die rund um “Nutz”-Tiere und tierische “Produkte” wie Milch oder Eier entstanden ist, vehement – dennoch bin ich kein Vegetarier oder gar Veganer. Ich habe für mich persönlich einen Ausweg aus diesem Dilemma gefunden, indem ich hier vor Ort einen Bauern gefunden habe, auf dessen Hof ich offen sehen kann, wie die Tiere dort leben – und ausschließlich dort erwerbe ich noch Fleisch und Eier, auch wenn das drei- oder viermal so viel kostet wie im Supermarkt um die Ecke. Dafür gibt’s das dann eben entsprechend seltener.

    Ein schlechtes Gewissen habe ich dabei endlich nicht mehr – denn letztlich ist Fleischkonsum ein völlig natürlicher, von der Natur geradezu vorgegebener Prozess, ohne den eine Vielzahl von Tier- und auch Pflanzenarten ja gar nicht überleben könnte. Die Natur ist so grausam, dass sie ein System der Flora und Fauna hervorgebracht hat, in dem es geradezu die Grundlage allen Lebens darstellt, dass sich die einzelnen Spezies vom Verzehr anderer Spezies ernähren müssen – egal ob sie das “wollen”. Diesen Grundsatz kann man pervers finden (ich persönlich tue das), ändern kann man ihn aber dennoch nicht.

    Auf das Gleichgewicht kommt es an – wie uns das jahrtausendelang viele unterschiedliche Naturvölker in allen Teilen der Welt unabhängig voneiner vorgemacht haben. Der Kapitalismus hat daraus – wie auch in allen anderen Bereichen des menschlichen Handelns – eine völlige Perversion gemacht und etwas so überaus Widerwärtiges wie die fabrikmäßig betriebene “Fleichproduktion” in dauerhafter Massentierquälung hervorgebracht. – Nicht das individuelle Verzehren von Fleisch ist das Problem, sondern einmal mehr der menschengemachte Kapitalismus, der alles menschliche Handeln einem absurden Profitstreben einer kleinen Minderheit unterwirft und auf diese Weise völlig pervertiert.

    Anhand dieses kleinen Beispieles kannst Du hoffentlich nachvollziehen, dass ein Aufruf zum Widerstand gegen den neoliberalen, korrupten Sumpf der “Eliten” und gekauften Politmarionetten gar nicht so überaus detailliert sein und mit sämtlichen eigenen Standpunkten übereinstimmen muss, um ihn unterstützenswert zu finden. Ich jedenfalls tue das, sogar freudig, und unterzeichne ihn.

    Liebe Grüße!

  • eulenfeder
    Antworten
    ..ich bin – geehrte Charlie – meinen überzeugungen verpflichtet und dafür stehe ich ein, ohne wenn und aber.
    die gesetze der natur sind zu respektieren – also auch das gegenseitige fressen – jedoch geschieht dies in einem immer regulierenden gleichgewicht, nur wo der mench eingreift wird dieses zerstört – und abgesehen davon ist es keine grausamkeit untereinander – in der flora und fauna.
    die zerstörung dieses einmaligen natürlich vorhandenen, immer sich selbst reguilerenden alles lebende umfassenden gleichgewichts – durch den selbstüberhöhten menschen kann zumindest gestoppt werden wenn sich der verursacher, der mensch, hin zu einem verstehenden und respektierenden wesen entwickelt.
    wenn eine solche absicht, ein bemühen zumindest in derart aufrufen nicht einmal den wert einer beachtung findet, dann ist das für mich als konsequenten naturschützer nicht zu unterschreiben.
    auch muss ich deshalb an einem wirklichen einsatz für diesen planeten zweifeln, wenn es keine beachtung findet.
    das sollte verständlich sein.
    umsomehr meine enttäuschung nun !
    es ist wie es immer schon war – wenn ziele mittels politik verwirklicht werden sollen – dann bleibt das recht auf leben auf der strecke, nicht nur im tier- und naturbereich.
    an den aufruf zur revolte habe ich geglaubt – war dumm von mir, für meine dummheit allerdings bin ich selbst schuld.
  • Rainer Bohne
    Antworten
    Unterstütze den Aufruf aufs nachdrücklichste!
    Wir leben schon zu lange mit einer weichgespülten Politikkaste, die ihre ökonomischen Verflechtungen hinter scheinbarem Nichtstun verbirgt.
  • Salem O
    Antworten
    Ich hoffe das sich immer mehr Menschen bewusst werden, dass wir dringend eine starke Gegenöffentlichkeit brauchen. Die Missstände in der Gesellschaft werden immer größer und nur wenige glauben das es auch ihr Leben beeinflussen wird. Vielleicht werden in 20 Jahren viele zurückblicken und sich fragen wie es soweit kommen konnte, dass so viele in prekären Lebensverhältnissen ausharren müssen.
  • Andreas Hallbauer
    Antworten
    Eine sehr gute Initiative, die weite Verbreitung und breite Unterstützung verdient !

    Was wir in Zeiten einer Großen Koalition wie dieser dringend benötigen ist in der Tat eine schlagkräftige Außerparlamentarische Opposition, die aber eben auch deshalb sich selbst entsprechend organisieren sollte.

    Deshalb ist auch insbesondere die Idee eines “konstituierenden Kongresses” aufs Schärfste zu unterstützen !

  • Wolfgang Hörner
    Antworten
    Gibt es keine Postadresse, wo man die Unterzeichnung hinsenden kann?

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Hörner

  • Margit Geilenbrügge
    Antworten
    Ich unterschreibe und bin auch bereit, wenn demnächst benötigt, mich organisatorisch zu beteiligen.
    Es gibt doch soviel widerständiges Potenial (z. B. demnächst auch die Ökumenische Versammlung vom 30. 4. – 4. 5. in Mainz), warum sollte es nicht möglich sein, all die Initiativen zusammenzubringen!

    Ich träume von einer breiten Bewusstseinsbewegung, eine Bewegung von schöpferischen, wachen und mutigen Menschen, die dem zerstörerischen Alten ihre Lebendigkeit und Menschlichkeit entgegensetzen und die Zukunft selbst in die Hand nehmen.
    Herzlich
    Margit Geilenbrügge

  • Margit Geilenbrügge
    Antworten
    Ich unterschreibe und bin auch bereit, wenn demnächst benötigt, mich organisatorisch zu beteiligen.
    Es gibt doch soviel widerständiges Potenial (z. B. demnächst auch die Ökumenische Versammlung vom 30. 4. – 4. 5. in Mainz), warum sollte es nicht möglich sein, all die Initiativen zusammenzubringen!

    Ich träume von einer breiten Bewusstseinsbewegung, eine Bewegung von schöpferischen, wachen und mutigen Menschen, die dem zerstörerischen Alten ihre Lebendigkeit und Menschlichkeit entgegensetzen und die Zukunft selbst in die Hand nehmen.
    Herzlich
    Margit Geilenbrügge

  • Patrick Oelmann
    Antworten
    Volle Zustimmung für den Aufruf.
    Nur = wie erreicht man damit mehrere Millionen Menschen?
  • Holdger Platta
    Antworten
    Nochmal kurz zu den wichtigen Anmerkungen von “Eulenfeder” wie auch zur Antwort von “Charlie” darauf:

    In der Tat kann ein Initialtext noch nicht das endgültige Manifest sein. Wir sind am Beginn eines Gesprächs (gleichberechtigter Menschen!), am Beginn eines hoffentlich gemeinsamen Prozesses (gleichberechtigter Menschen!) hin zu einer ernstzunehmenden GRAPO.

    Ich werde mich – ich bin sicher, mit vielen anderen Initiatoren auch! – dafür einsetzen, daß in ein ggf. gemeinsam zu verabschiedendes Manifest auch ‘Minderheiten’positionen, zum Beipiel die der Veganer, aufgenommen werden, etwa in der Gestalt: “Viele von uns fordern eine ausschließlich vegane Landwirtschaft” (oder so ähnlich).

    Was aber nicht realisierbar wäre (die Frage ist auch, ob dieses demokratisch wäre), daß nun alle MitunterzeichnerInnen, alle GegnerInnen des Neoliberalismus z. B., erst Veganer werden müssen, um hier mitmachen zu können.

    Ich plädiere also jetzt bereits für Differenzierung, was ein ggf. zu verabschiedendes Manifest aller betrifft:

    Es sollten in ihm -blanke Selbstverständlichkeit – die Forderungen enthalten sein, die alle unterstützen;

    Es sollten in ihm die Forderungen enthalten sein, die von klaren Mehrheiten unter uns unterstützt werden;

    Es sollten in ihm aber auch die Forderungen enthalten sein, die ‘nur’ von unterschiedlich großen Minderheiten aufgestellt worden sind (ausgeschlossen alle rassistischen, antidemokratischen, militaristischen, menschenrechtsfeindlichen Forderungen, claro!).

    Und im übrigen: wenn wir uns als lernende Bewegung verstehen – ich plädiere sehr dafür! -, dann sollte auch das hier angesprochene “Manifest” nicht als letztgültiges Evangelium betrachtet werden. Wobei diese Offenheit nicht verwechselt werden muß mit völliger X-Beliebigkeit.

    Kernpunkt: verstehen wir uns alle und agieren wir alle in Augenhöhe miteinander, dann ist in dieser GRAPO ganz gewiss auch Platz für alle “Eulenfedern” der Nation. 😉

  • Benjamin Bücker
    Antworten
    Ich unterschreibe hiermit auch.
    Benjamin Bücker
  • Rolf Wettstädt
    Antworten
    Gern unterzeichne ich diesen Aufruf und danke den Initiatoren.
    Auf die Großdemo in Berlin und -hoffentlich-das Mittun Zehntausender freue ich mich.
  • rr
    rr
    Antworten

    Ich bitte aber, einen zustimmenden Kommentar zu diesem Aufruf nicht mit einer gültigen Unterschrift zu verwechseln. Diese bitte durch kurze Mail an Michael Vilsmeier leisten: hamcha@hamcha.de

    Im übrigen schließe ich mich Holdgers differenzierten Ausführungen an.

  • ellen diederich
    Antworten
    Ich möchte den Aufruf unterschreiben,

    Ellen Diederich, Friedensarbeiterin

  • margarete weiler
    Antworten
    stimme dem Aufruf voll zu
  • Thorsten Bethke
    Antworten
    Ich unterzeichne den Aufruf ebenfalls und erinnere an Georg Schramms Worte: Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.
  • Jonathan Meyns
    Antworten
    Ich unterschreibe und verbreite.
  • Joachim Biermanski
    Antworten
    ich unterschreibe/ unterstütze den aufruf, aber wo kann ich die unterstützung erklären?
    Joachim Biermanski, Untere Fulder Gasse 12, 36304 Alsfeld
  • Martin Hobrecker
    Antworten
    Ich unterschreibe den Aufruf – aus vollstem Herzen. Alle Schritte in die richtige Richtung müssen getan werden und es muss noch viel mehr Bewegung entstehen!
    Mehr Radikalität? … sehr gern! Das wirtschafts-neoliberal gelenkte System muss grundlegend abgeschafft werden, zugunsten einer am gemeinwohl ausgerichteten Zivilgesellschaft! Dies aber wird Zeit brauchen und das – leider – langsam wachsende Verständnis einer noch wenig orientierten Mehrheit.
  • Karl-Heinz Schmidt
    Antworten
    wir brauchen mehr künstlerinnen und künstler vom format eines konstantin wecker.berühmt,kritisch,sozial engagiert und bürgernah.ich hab den aufruf unterzeichnet und den aufruf auch bei meinen politischen freunden bekannt gemacht.
  • PeWi
    Antworten
    Wieso braucht es 100.000 Stimmen dazu? Wer soll die große APO einen? Guter Wille allein wird nichts nützen. Die Interessen – wie man schon hier in den paar Kommentaren sieht – sind zu unterschiedlich. Da würde schon jemand nicht unterzeichnen wollen, nur weil nicht die Tiere rechtlich richtig verankert sind in dieser sich gründenden Bewegung (aber nur wenn 100.000 unterschreiben, vorher wird nicht gegründet). Zorn allein nützt niemanden. Er ist nützlich, sicherlich und es ist besser die xte Vereinigung zu gründen als gar keine. Es klingt aber alles als nur Verbesserung des Kapitalismus. Das wird aber nicht möglich sein. Kosmetik hilft schon lange nicht mehr. Solange eine Handvoll Menschen dank ihrer finanziellen Macht alle Produktionsmittel in der Hand halten, solange wird es keine gerechte Gesellschaft für diejenigen geben, die ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf ihrer Arbeitskraft sichern müssen. Und, ob es einen gefällt oder nicht, ob man nun links steht oder auch nicht, die Verhältnisse sind eben so, auch wenn man sie anders benennen könnte. Es wird solange auch für Tiere kein tiergerechtes Leben geben können. Und falls diese APO, wenn sie denn kommen sollte, sich gegen die gesellschaftlichen Verhältnisse, sprich Eigentumsverhältnisse, wenden sollte (was ich nicht glaube), dann hat der Staat in den letzten 20 Jahren, wo wir sanft entschlafen sind, seine Kräfte im Sinne der einigen Wenigen gesammelt und militärische Kräfte aufgebaut. Es gibt schon eine Menge APO-Gruppen, wie Campact oder auch Occupy. Nur wollen alle am System herumdoktern und werden somit letztendlich kalt gestellt. Die eine Handvoll Mächtigen sind international total vernetzt. Sie verstehen sich als Internationalisten mit gemeinsamen Interessen. Das Manko der kleinen Leute ist, dass sie sich nicht als Internationalisten verstehen und ihr gemeinsames Interesse in der Mehrzahl der Fälle überhaupt noch nicht verstanden haben. Meist interessiert sie es nicht einmal. Nur eine relativ kleine Minderheit in Deutschland liebt Merkel nicht. Das sollte man nicht vergessen. Ich frage mich, wie man die Menschen einen kann, wenn rund 10 % der ganzen Bevölkerung Deutschlands das Dschungelcamp sehen. Es ist viel Enthusiasmus beim Aufruf dabei, das will ich nicht den Menschen, die unterschrieben habe und dabei sein wollen, absprechen. Es ähnelt alles irgendwie den Piraten.
  • Petra Kroeger
    Antworten
    Ich freue mich über diese Initiative. Ich schliesse mich an mit den Worten: Für eine Welt in Kooperation, Toleranz und Frieden.
  • Reinhard Holzhauer
    Antworten
    Gerne schließe ich mich an. Europa ist für mich alles andere als die sogenannte “Euro-Zone”. Ein gräßliches Wort, eine grausame Idee. Und ich glaubte immer, das “Zonen”-Denken sei längst überwunden…
  • Wolf Reineck
    Antworten
    Ich möchte , ja ich will unterzeichnen , denn wer die Hoffnung verliert , verliert sich selbst. Mein Glaube an die Zukunft ist daher stärker als mein Pessimismus . Aber dafür muss man etwas tun!
  • Thomas Schöps
    Antworten
    @ eulenfelder

    ich sag mal so: zumindest schon mal jedes tier mit vier beinen hat ein recht darauf, gut zu schmecken 😉

    Der Kampf um soziale Gerechtigkeit in unserem Land hat nichts mit Sozial-Romantik zu tun. Massentierhaltung muss sein. Nur die Frage des Wie muss diskutiert werden.

  • stille G.
    Antworten
    Hallo allerseits : -)
    ich habe die Petition schon unterschrieben : -))
    war etwas schwierig, aber stille G. ist ja im Neuland erfahren : -)))

    Also entweder über die homepage von Michael Vilsmeier http://hamcha.de/ oder direkt auf change.org

    http://www.change.org/de/Petitionen/die-kritiker-und-gegner-der-groko-wir-wollen-einen-europ%C3%A4ischen-fr%C3%BChling-eine-gro%C3%9Fe-au%C3%9Ferparlamentarische-opposition-grapo-ein-konstituierender-kongress-soll-in-berlin-stattfinden-und-auftakt-f%C3%BCr-protest-und-widerstand-sein

    Grüße von der stillen G. : -) : -)) : -)))

  • Ulrich Boje
    Antworten
    Willi aus Guatemala schrieb:
    Liebe Freunde,
    diesen Aufruf verbreite ich trotz erheblicher Einschraenkungen.
    Es geht nicht um Ruestungsverkleinerung, sondern um die Aufloesung aller militaerischen Einrichtungen und deren Infrastrukturen. Und es geht nicht um die Regulierung der Finanzmaerkte, sondern um deren Aufloesung.
    Beides brauchen wir nicht.
    Das gute an diesem Aufruf ist, dass er die Menschen zum selbstaendigen Handeln aufruft. Und das ist nie schlecht.
    mit lieben gruessen, willi
    Quetzaltenango, Guatemala
  • Fra Tommaso
    Antworten
    Allen zur Erinnerung an und von Erich Fried
    „Was keiner geglaubt haben wird,
    was keiner gewusst haben konnte,
    was keiner geahnt haben durfte –
    das wird dann wieder das gewesen sein,
    was keiner gewollt haben wollte“

    Erich Fried

  • F. Herrmann
    Antworten
    Ich unterzeichne mit Freude diesen Aufruf.
    Wir haben unter der Losung – Wir sind das Volk! – ein ganzes System zum Teufel gejagt und warum soll uns das nicht mit den Neoliberalen gelingen!
    Wir sollten uns nicht weiter einlullen und für dumm verkaufen lassen. Es wird Zeit, dass sich etwas tut.
  • Herbert Hensler
    Antworten
    In den Nachdenkseiten bin ich auf euch aufmerksam geworden und freue
    mich über eine entstehende Gegenmacht, die nicht der Apo des Pamphlets
    mit den großen Buchstaben entspricht.

    Packen wir es an.

    Herbert Hensler

  • Rose Rombold
    Antworten
    Ich bin froh um diese Initiativve!!!
  • Der Souverän
    Antworten
    Den nicht Unterzeichnern weil “ihre Belange” im Text nicht aufgeführt wurden, sei bewusst, daß schon zuviel differenziert wird. Große Veränderung, ein großer Umbau ist nur möglich, wenn eine große Menge Menschen mitmachen.

    Dazu ist es nötig, auf den geringsten gemeinsamen Nenner zu kommen.
    Je mehr differenziert wird, desto mehr Menschen sind mit dem Ein und Anderen nicht einverstanden.

    Das kann dann z.B. so aussehen. Was, die wollen die Massentierhaltung abschaffen? Dann kostet mein Schnitzel nicht mehr 1 €, sondern 7 €. Da bin ich dagegen. Der Zahl der Beispiele sind hier kaum Grenzen gesetzt.

    Wer jetzt glaubt oder denkt, so einen – nennen wir ihn egoistischen mit unterentwickelten ethischen Maßstäben ausgestatteten – Menschen brauchen und/oder wollen wir eh nicht (dabei) haben, der kann sich auch direkt einigeln.

    Wenn man also aufführt das die Massentierhaltung abgeschafft werden soll, dann muß man auch zeigen wie dann das Schnitzel weiterhin für 1 € auf dem Teller landet.

    Ich halte auch diesen – gefühlt miilionsten – Aufruf wenig sinnvoll und keinesfalls Zielführend.

    Dennoch werde ich ihn – wie jeden Anderen der oder ähnlicher Art – NATÜRLICH UNTERSCHREIBEN, weil er insgesamt positiv ist und vielleicht auch eine Wirkung entfaltet bei Menschen die sich bisher – oder immer noch nicht – mit dem Thema, den Themen (großartig) befasst haben.

    Der Souverän

  • Froschmeier Hans
    Antworten
    ja, aber mir fehlt der Hinweis, dass hinter dem Wortbruch – den auch
    die Grünen zu erdulden haben – die Wichtigkeit war, wieviel Ministerposten gibt´s für Gabriel, Nahles und Co.
  • Froschmeier Hans
    Antworten
    ja, aber mir fehlt der Hinweis, dass hinter dem Wortbruch – den auch
    die Grünen zu erdulden haben – die Wichtigkeit war, wieviel Ministerposten gibt´s für Gabriel, Nahles und Co.
  • Maik Karzke
    Antworten
    Bitte erlauben Sie mir folgenden Vorschlag.
    Der Finanzsektor muss aus meiner Sicht nicht reguliert, sondern komplett reformiert werden. Wir brauchen ein Gesellschaftssystem, eine Demokratie im Rahmen einer Republik, keinen Parteienstaat, ein System der gleichmäßigen Verteilung. Dazu schlage ich bspw. den “Plan B” von http://www.wissensmanufaktur.net oder ein Vergleichbares System vor.
  • Jürgen Häfele
    Antworten
    Wir müssen uns endlich wehren.!!!!!
  • Rainer Hammerschmidt
    Antworten
    Der Aufruf ist dringend notwendig! Wir müssen aktiv werden, wenn wir nicht 4 Jahre parlamentarischen Stillstand, sozialen Rückschritt und weitere Bodengewinne des Neoliberalismus in unseren Land bekommen wollen.
    Wir haben den Aufruf auch gleich auf unserer Webseite gepostet und hoffen, dass die 100.000 Unterstützer erreicht werden.
  • Sonja Schmid
    Antworten
    Vielen Dank für diese tolle Initiative, die ich gerne mit meiner Unterschrift unterstütze.
  • Uli Gellermann
    Antworten
    Ich unterzeichne den Aufruf, Uli Gellermann, RATIONALGALERIE
  • Sally Soon
    Antworten
    Ich unterzeichne den Aufruf natürlich auch und freue mich, dass es ihn überhaupt gibt.
    Jetzt müssen Aktionen folgen.

    Sally

  • Johann Türk
    Antworten
    Es gab zu viele dieser Wortbrüche, darum unterschreibe ich diesen Aufruf, packen wir es an, damit keine Ruhe in diesem Land herrscht!
  • Marvin Applegate
    Antworten
    Ich unterzeichne
  • Volker
    Antworten
    Ich kann diesen Aufruf im Moment noch nicht mitzeichnen, wenn auch die Argumente von Holdger Platta im Kern einleuchtend erscheinen.
    Mit Peditionen/Aufrufe habe ich in der letzten Zeit etwas Probleme, und frage mich (wie auch PeWi in ihrem Kommentar), ob wir auf diesen Wegen überhaupt Veränderungen erreichen könnten, wenn sich die Menschen schon im privaten Umfeld nicht für grundlegende Fragen interessieren, sie einfach verdrängen und aus ihrem Leben ausblenden, da dies auch eine Überlebensstrategie beinhaltet.

    Zum Schluss noch eine Frage zu der Aussage:
    »Wir wollen ein starkes demokratisches Europa und das Zurückdrängen nationalistischer Bestrebungen.«

    Meines Erachtens eine missglückte Formulierung.
    Gruß- Volker

  • Dr. Thomas Lange
    Antworten
    Ich finde es auch ganz schrecklich, dass das Volk immer wieder ganz anders abstimmt als ich. Aber ich vermag nicht zu erkennen, warum Linke und Grüne mit mehr Hinterbänklern eine wirksamere Opposition sein sollen als mit weniger Hinterbänklern. Deshalb ist eine APO überflüssig wie ein Kropf.
  • txxx666
    Antworten
    Ich bin dabei – als umherschweifender Hasch-Rebell…
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralrat_der_umherschweifenden_Haschrebellen
  • Ewald Maurer
    Antworten
    Ich unterstütze den Aufruf voll und ganz! Ewald Maurer

    Funktionär der IGM Salzgitter

  • Enrico
    Antworten
    Klingt gut, wird unterstützt!
  • Udo Paulus
    Antworten
    Als in der DKP organisierter Kommunist stimme ich, wie nicht anders zu erwarten, mit all den aufgeführten Vorschlägen überein, sie gehen mir in ihrer Reformorientierung in vielen gesellschaftspolitischen Bereichen durchaus nicht weit genug. Insbesondere halte ich die Durchsetzung ohne grundlegende Veränderung des Kräfteverhältnisses zugunsten der abhängig Arbeitenden, der großen Masse der Arbeitslosen und unter dem Existenzminimum Ausgebeuteten für völlig illusionär. Ohne die Machtfrage und die dahinter stehende Eigentumsfrage in den Kampf um die Umsetzung des aufgeführten Vorschlagskataloges einzubeziehen, wird, so bin ich überzeugt, alles heiße Luft bleiben. Das gilt selbstverständlich ganz besonders für ein demokratisches Europa, zu dem Lenin bereits vor über 90 Jahren sagte, dass es ohne den Sturz monopolkapitalistischer Verhältnisse kaum zu haben sein wird. Wer mit dem Aufruf verbindet, mit dem Sturz der großen Koalition sei es getan, wird wahrscheinlich erschrocken aus einem falsch verstandenen Traum aufwachen, wie es wohl bald vielen Griechen/innen gehen wird, wenn sie vielleicht noch in diesem Jahr den Sturz der großen Koalition erleben und den “neoliberalen” Entscheidungszwängen einer Tsipras-Regierung ausgeliefert werden.
    Dass der Aufruf das Freihandelsabkommen dem Europäischen Parlament zur Entscheidung überlassen will, suggeriert mir einen politisch “naiven” Glauben an die demokratische Substanz dieser Einrichtung. Den teile ich gegenüber allen Einrichtungen der EU überhaupt nicht und erwarte, dass über jede dieser Maßnahmen, die den Kapital- und Finanzexport regeln, in den Nationalstaaten entschieden wird, was mit Nationalismus ganz und gar nichts zu tun hat. Klar ist dabei, dass wir uns in all diesen Fragen internationalistisch vernetzen müssen. Dass alles ist ja seit den Tagen der Marxchen Internationale zumindest organisatorisch viel einfacher geworden, politisch leider keineswegs.
    Meine kritische Kommentierung heißt folglich keineswegs, dass ich den Aufruf ablehne. Im Gegenteil! Ich werde ihn mit aller beschriebenen Konsequenz unterzeichnen und mich an den Aktionen, die dem Aufruf folgen beteiligen.
    Udo Paulus, Agridi, Westpeloponnes
  • Hardy Krampertz
    Antworten
    Ich unterzeichne: Kulturmanager und Mitglied im Koordnierungskreis Attac Deutschland
  • Michael Heise
    Antworten
    JKlasse Initiative. ich bin gerne bereit mich hier einzubringen
  • ingo Müllers-Steins
    Antworten
    komisch, dassich viele Menschen kenne, aber niemand davon wollte die Groko,- die wenigsten wollten Frau Merkel weiter als Cheffin und keiner möchte eine sooo schwache Opposition.
    Aber was soll eine Apo bewirken?? Ok tun wirs.

    Ingo von Niederlangenberg 3

  • Tim Topf
    Antworten
    Wo kann man denn unterschreiben? Gibt es dafür eine Möglichkeit?
  • Annr
    Antworten
    Ich bin dafür, dass wir die Künstler unterstützen – denn sie unterstützen viele AktivistInnen und Aktionen z.B. gegen Stuttgart 21, gegen Krieg, für eine Umfairteilung, etc…
    Wir brauchen einander, damit sich was BEWEGT und Bewegung in Gang kommt!

    Oben und solidarisch bleiben!!!!

  • Hans Jürgen Hechttfischer
    Antworten
    Es wird höchste Zeit auch die Gleichschaltung der Medien anzuprangern. Radio, Fernsehen und wesentliche Printmedien verbreiten schon lange nur noch eine Einheitsmeinung und gleichgeschaltete Einheitsnachrichten, alles andere wird als Kabarret, o.Ä. bezeichnet.
  • Clas Lehmann
    Antworten
    Moin Dr. Thomas Lange,

    was genau verstehen Sie unter Hinterbänklern? Größere Fraktionen der Opposition würden der nach Geschäftsordnung Rechte geben, die ihnen so jetzt erstmal als Goodwillaktion zugestanden werden sollen. Auch die Debatten könnten weniger langweilig sein, wenn die Oppostion stärker wäre.

    Und inwiefern hat das Volk die GroKo gewählt?

    Das Wahlergebnis hat die möglich gemacht, unter Bruch all dessen, was die Beteiligten vorher angekündigt hatten. Und man verwechsele doch bitte nicht die Einschätzung, es werde leider so kommen mit dem Wunsch oder gar Willen, es möge das so sein.

    Eine Außerparlamentarische Opposition brauchen wir äußerst notwendig. Sie ist genau so wichtig, wie ein Kropf bei einem Vogel.

    Gruß Clas Lehmann

  • Reinhard Neubauer
    Antworten
    Ich unterstütze diesen Aufruf!
    Reinhard Neubauer, Rentner
    Göttingen
  • Helene Klein
    Antworten
    Bitte folgenden Satz aus dem 2. Abschnitt korrigieren:
    “Die Marktwirtschaf werden 16 Millionen Arme und Ausgegrenzte gezählt.”
    Den Aufruf finde ich (ansonsten) unterstützenswert.
  • Piranha
    Antworten
    An die Kommentator-/innen

    Wie Roland schon sagte:

    “Ich bitte aber, einen zustimmenden Kommentar zu diesem Aufruf nicht mit einer gültigen Unterschrift zu verwechseln. Diese bitte durch kurze Mail an Michael Vilsmeier leisten: hamcha@hamcha.de

    Beste Grüße an alle!
    Piranha

  • eulenfeder
    Antworten
    es gibt leute, bürger, die in politischem denken und handeln keine lösung sehen – mit recht – denn fast 70 jahre bundesrepublikanische politik hat das elend und das unrecht geschaffen das wir derzeit haben, also sehnen sich viele nach einer anderen lösung, einer sozialen revolution durch und mit der macht die die bürger hätten, einem neuaufbau für eine gesellschaft die recht und freiheit tatsächlich für sich in anspruch nehmen kann. — da kommt plötzlich ein ‘aufruf zur revolte’ – endlich ! und jene, wie ich auch, folgen diesem selbstverständlich, sind mit herz dabei und zu der tat die zu einem gelingen dann nötig ist, bereit, weil sie daran glauben, eine revolution die gehabte zerstörerische politische strukturen erstmal durchbricht, ersetzt. — dann wird dieser aufruf zu einer revolte durch einen neuen rein politisch pragmatischen ersetzt, gegenstandslos gemacht – ‘ dann machma halt koa revolution ‘. die aufrufer müssen sich da die frage gefallen lassen ob sie sich einer verantwortung bewusst sind die mit einem solchen aufruf verbunden sein muss, ob es ihnen bewusst ist dass man viele getäuscht hat, sich einige – wie ich auch – missbraucht und auch in gewisser weise verraten fühlten. die revolte als ein ‘versuchslauf’ – mal schaun wies läuft – ‘hat nicht gezündet, probieren wir was neues.’ jene, die einem solchen aufruf zu einer revolte mit herz folgen sind überwiegend bürger die nach ganz unten getreten wurden – von der politik – umsomehr ihre hoffnung in eine revolte setzen. können die aufrufer nachvollziehen dass man diese einer hoffnung beraubt hat, ein vertrauen in andere aufrufe nun ? in einem wirtschaftlich abgesicherten modus lässt sich leicht und unbeschwert aufrufen – dieser gedanke kam mir in meiner enttäuschung, geschah es zu einer künstler-promotion ? – auch diesen gedanken hatte ich, zugegeben. – nicht gerechtfertigt solche einschätzungen wie ich inzwischen weiss, Konstantin Wecker und Prinz Chaos engagieren sich vielfältig und stark. —– abhaken, geschichte, nach vorne schaun.
    nun also ein neuer aufruf – zu einem politischen frühling ! – politisch weil solchen strukturen folgend. eine APO war die hoffnung damals – und soll es nun wieder sein ! da habe ich immer noch Rudi Dutschke’s mahnende worte im ohr: ‘ passt auf dass ihr bei eurem marsch durch die instanzen nicht darin hängen bleibt ( ob wort für wort so – weiss ich nicht mehr genau, jedenfalls sinngemäß ). aber man hat den sinn nicht begriffen und sich im system verstrickt, zu staatsdienern etabliert, diese einmalige chance vertan. ernst nehmen könnte ich diesen neuen aufruf und vielleicht auch unterschreiben – obwohl für mich als antipolitiker ein riesiger eigener schatten zu überspringen – wenn dieser verbindlich forderungen beinhaltet die bedingungslos gestellt werden und nicht eienem pragmatischen vielleicht unterworfen werden. eine ‘mission open ended ‘ – der unterzeichner bekommt für seine unterschrift eine wundertüte ! ‘erst mal allgemein aufrufen’ – um damit so viele unterschriften wie möglich zu bekommen – wenns dann geschafft ist die ziele neu definieren, ‘abwägen also erstmal was politisch machbar sein kann, forderungen die kaum aussicht auf eine politische durchsetzbarkeit haben – lieber erstmal weglassen,’ deshalb wird auch das recht der tiere auf leben gar nicht erst erwähnt, ‘wohl eher ein stolperstein, kein politisches kapital daraus zu schlagen. ‘ – aber ich möchte meine persönliche oberste priorität – den erhalt dieses planeten mit allem was lebt – nicht weiter breittreten. nenne ich also mal eine forderung stellvertretend für alle anderen unbedingt notwendigen – die mindestens halbierung der mieten ! ein politisch machbares einfrieren auf den status quo ( was ja in der politik als erfolg gefeiert würde ) hilft jenen nicht die bis zu 300 stunden im monat schuften müssen nur um ihr dach über den kopf und eine heizung damit erhalten zu können. wer die seele-auffressende angst vor dem verlust der wohnung kennt – dem hilft ein mögliches durchsetzen einer nicht mal genauer bestimmten forderung nix, also muss in einem solchen aufruf eindeutug und verbindlich auch die halbierung der mieten gefordert werden. gleiches gilt dann selbstveständlich für die anderen lebenshaltungskosten. ebenso muss eine eindeutige forderung nach einer abschaffung von militär und rüstung enthalten sein, diese damit verschwendeten milliarden gehören dem volk ! eindeutig in einer forderung formuliert muss die entmachtung der banken, konzerne, versicherungen enthalten sein u.s.w. also muss auch konkreter angeklagt werden, nicht ein allgemein vielleicht machbares ziel erstmal formulieren – um damit die nötigen unterschriften zusammen zu bekommen. eine gewisse kompromisslosigkeit für längst notwendige reformen muss sich zeigen in einem solchen aufruf.
    und wieder werden viele tatsächlich betroffene ihre hoffnungen in diesen aufruf setzen, also nicht nur jene die es schick finden – sich aus dem fenster lehnen weil sie nicht rausfallen können, abgesichert sind – jene die dabei sein wollen und es ‘abnicken’ deshalb – jene für die politik ein ‘kitzel’ ist, ein schachspiel mit tarnen und täuschen und dehalb ihren gefallen daran haben – und deshalb unterschreiben.
    so wie er ist, derzeit, ist dieser aufruf halbherzig, nicht eindeutig genug in forderungen definiert. dabei geht es nicht um eine erfassung aller wünsche, sondern darum die wichtigsten notwendigen veränderungen im gesamten ausmass deutlich und genau zu fordern ! wenn man ja aus erfahrung weiss dass politische wege am ende nur zu pragmatischen lösungen führen, dies gleichbedeutend mit abstrichen bis hin zu einem nichterreichen der ziele ist – dann muss eben mal mit einer kompromisslosigkeit gefordert werden und diese muss auch in einem vorläufigen entwurf enthalten sein ! die aufrufer müssen sich ihrer verantwortung für die hoffnenden ganz unten bewusst sein, müssen sich also dann auch wirklich für genauer definierte forderungen einsetzen, die gesetze pragmatischer politik verlassen können – gleiches gilt für die unterzeichner, sonst bleibt es eben eine wundertüte – schau ma mal – was drin ist !
    in dieser mageren form ist er für mich nicht zu unterschreiben !
    auch an Sie geschrieben, Herr Vilsmeier – damit ihnen die arbeit nicht ausgeht ( smile )
  • Esben Koehn
    Antworten
    Auch ich unterstütze die Tendenz des Aufrufes, jedoch verpuffen die durch Einzelveranstaltungen, wie dieser gebündelten Kräfte oft zu schnell. Daher mache ich auf das Erfordernis weitergehender Aktivität aufmerksam. Zusammen mit einigen anderen Menschen gehöre ich einer Gruppe an, die eine Charta für ein Europa der Regionen entwickelt hat. Diese Charta ist auf der Internetseite http://www.demokratiekonferenz.org einsehbar. Die Charta enthält ein Konzept, wie sich die Europäer demokratisch, in kleineren Einheiten und den Menschen dienlicher organisieren könnten. auf der Seite wird auch zu einer Konferenz eingeladen, die vom 14. bis 16.2. in Berlin stattfindet. Ergänzung: der Rahmen der Teilnahmegebühr ist auf 30 bis 150 € erweitert worden.
  • Roland Rottenfußer
    Roland Rottenfußer
    Antworten
    Ich finde Eulenfeders Ausführungen sehr interessant, weil sie mich auf einige Punkte gebracht haben, die ich zuerst nicht gesehen habe. Generell gesagt, finde ich nicht, dass es dem Aufruf an Radikalität fehlt und dass er in einem Widerspruch zum “Aufruf zur Revolte” von Konstantin Wecker und Prinz Chaos II. steht, der vor Wochen hier veröffentlicht wurde. In einige Details meine ich aber, die Zugeständnisse an den Status Quo sind doch zu groß. Z.B. wenn es heißt, Geheimverhandlungen müssten der Kontrolle des Europäischen Parlaments unterworfen werden. Woher dieses Vertrauen in das Parlament, in dem dieselben Parteien wüten wie überall – ab 2014 wahrscheinlich noch angereichert durch eine größere Zahl von Rechtsextremen?

    Und was den Naturschutz betrifft, so scheint der eher am Rande zu interessieren, wenn es etwas heißt, im Kapitalismus würden Mensch und Natur dem Profit unterworfen. Freilich ist es auch notwendig, eine Bewegung zu gründen, die sich speziell auf das im öffentlichen Diskurs oft ausgeblendete Soziale fokussiert. Es gibt auch die Tendenz zu einem schwarz-grün-elitären Öko-Neoliberalismus, der die sozial Abgehängten ignoriert und naturschützerisches Verhalten z.B. hauptsächlich über Preise erzwingen möchte (was die Ärmeren stärker trifft). Dem müssen wir uns entgegenstellen, aber ohne das Element “Öko” unsererseits zu verleugnen. Angriffspunkt ist immer der neoliberale Weltputsch gegen Demokratie und soziale Gerechtigkeit.

    Im Gegensatz zu Eulenfeder sehe ich das Problem am Aufruf allerdings nicht darin, dass die hart um ihr Überleben Kämpfenden (die z.B. um ihre Wohnung Bangenden) darin nicht gesehen werden. Mindestlöhne und Bürgergeld könnten diese Angst lindern. Die Senkung der Arbeitszeit würde zu einer sinnvollen Arbeitsverteilung führen (weniger Arbeit für alle, die es wollen, statt mehr Arbeit für immer weniger und repressive Verfolgungsbetreuung für Arbeitslose). In der vom Aufruf entworfenen “Welt” würde allein die Umverteilung von Mitteln von den Rüstungsausgaben zu sinnvollen Ausgaben und die Zähmung der Finanzmärkte sehr viele Probleme lösen. Freilich sind radikalere Entwürfe denkbar und wurden schon (auch in diesem Magazin) gedacht. Die gesetzlich geregelte Reduzierung der Mietpreise ist etwas, was selten gedacht wird und wofür ich Eulenfeder als Anregung dankbar.

    Wie beim Bündnis “UmFairTeilen”, bei dem eher “biedere” Vereine wie der VDK und katholische Arbeitnehmervereinen beteiligt waren, scheint dem Aufruf das Konzept zugrunde zu liegen, möglichst viele einzubinden. Das birgt die Gefahr der kompromisslerischen Verspießerung – wie im umgekehrten Fall sektiererische Radikalisierung droht, die den an sozialer Gerechtigkeit interessierten “Normalbürger” nicht mehr erreicht und eher abschreckt. Ein Dilemma, das schwer durch ein paar einfache und flotte Formulierungen aufzuheben ist, das es das Grunddilemma jeder Revolution ist.

    Ich finde es nach wie vor richtig, den Aufruf zu unterschreiben, damit er einmal starten kann und ein breites “Feld” von Interessierten schafft. Gleichzeitig aber sollte jeder auf den Charakter der angestrebten “Großen Außerparlamentarischen Opposition” Einfluss nehmen. Die weitgehende Umweltblindheit ist das größte Manko, diesbezügliche Forderungen würden den genannten “Normalbürger” ja nicht abschrecken, sondern durchaus motivieren können. Freilich ist der Tierschutz eine Frage, die Fleischesser und Vegetarier/Veganer spalten kann, denn ein “Fleisch essender Tier- und Umweltschutz” erscheint – freundlich ausgedrückt – halbherzig. Für dieses Dilemma habe ich auch keine Lösung, denn, wie Holdger richtig sagte, kann eine Zwangsbekehrung zum Veganismus nicht Zugangsvoraussetzung zu einer Außerparlamentarischen Opposition sein. Hier kann nur durch Vorbild und hartnäckige Aufkärung darauf hingewirkt werden, dass die Aktiven den inneren Zusammenhang zwischen sozialem Mitgefühl und dem Mitgefühl für nicht-menschlich Lebewesen zunehmend erkennen – ein Prozess, der im übrigen bei Konstantin Wecker schon stattgefunden hat, was mich freut.

    Eulenfeders Formulierung, aufrechte Oppositionelle seien durch den Aufruf “verraten” oder “missbraucht” worden, kann ich so nicht zustimmen. Ich meine aber: Wenn der Aufruf nicht nur ein paar Detailfragen lösen will, sondern “die” Außerparlamentarische Opposition als ganzes repräsentieren will, muss er auch noch ein Stück “ganzer”, also vollständiger werden. Ich hoffe, dies wird im weiteren Prozess noch geschehen.

  • Holdger Platta
    Antworten
    Als Mit-Ur-Urheber dieser Initiativresoution kann ich Roland in allen Punkten stimmen – auch dort, wo er den Text dieser Initiativresolution kritisiert.

    Es fehlt – aber natürlich – in diesem Text noch einiges; und ganz bestimmt gehört die “grüne” Lücke dazu.

    Es sollte auch noch einiges korrigiert werden. Roland hat sehr gut die Schwierigkeit beschrieben, vor dem Erstinitiatoren stets stehen: den Weg zu finden zwischen wegstoßendem Extremismus und allzu angepaßtem Kompromißlertum. Ich meine: alleine auf dieser Website hier sind dazu schon viele sehr akzeptable Korrekturvorschläge gemacht worden.

    Ich werde mich also dafür einsetzen, daß wir alle – gemeinsam also – diesen Weg einschlagen. Um eine frühere Formulierung aufzugreifen: uns als lernende Bewegung zu verstehen, bei der sich keiner die Rolle des Oberlehrers anmaßt.

    Ich sehe nicht, daß ich mit dieser Auffassung alleine stehe im Initiatorenkreis.

  • eulenfeder
    Antworten
    hallo lieber Roland –
    zuerst einmal freue ich mich sehr dass Du Dich hier für den schutz der tiere und umwelt insgesamt stark machst.
    natürlich kann es nicht sein dass solche ethischen überzeugungen in bezug auf ein recht auf leben bei den tieren aufgezwungen wird – da bin sogar ich dagegen ! eine moralisch-ethische diktatatur ist mehr als verwerflich. sowieso wächst eine solche achtende einstellung nur durch eine freiwillig innere überzeugung und nur dann ist sie ‘fest’. jedoch kann trotz allem die unsagbar grausame massentierhaltung nicht weiterhin geduldet werden. wenn dieser 1. schritt hin zu einer achtung der tiere nicht als unbedingt notwendig gesehen wird – dann gibt es keine hoffnung auf mehr recht auf leben.
    da habe ich eine von mir gewohnt radikale lösung trotzdem anzubieten:
    wer auf fleisch nicht verzichten will der muss eben selbst schlachten, bei sich zu hause im keller oder sonstwo – niemand zwingt ihn dazu – kann er frei entscheiden, eine demokratische lösung also.
    mal sehen wer dann noch blut und angst, die gedärme, das morden überhaupt für eine mahlzeit in kauf nimmt und ob sie ihm dann noch schmeckt !

    in bezug auf die kriminelle bereicherung durch mieteinnahmen: was soll denn ein mindestlohn, weniger arbeit und bürgergeld ( was an sich natürlich eine gute sache ist! ) helfen, wenn die mieten nicht halbiert werden !? rein gar nichts unterm strich !
    das gleiche gilt für die ausbeutung durch bahn, verkehrsbetriebe, post u.s.w. – krankenversicherung ! je mehr diese ausbeutungs-institutionen einnehmen, desto mehr erhöhen diese die beiträge !
    es MUSS also erheblich reduziert werden als 1. hilfe zunächst mal.
    keinerlei verbesserungen für die schwachen bringt das enfrieren auf status quo !
    diesbezüglich freue ich mich auch auf Deine hinweise.

  • Piranha
    Antworten
    Für mich ist das Wesentlichste im Aufruf enthalten.
    Dass sich Inhalte und Präzisierungen weiterentwickeln werden, ist geradezu selbstverständlich.
    Irgendjemand hatte weiter oben gesagt, man dürfe solche Aufrufe nicht in aller epischen Breite und Länge formulieren um nicht Gefahr zu laufen, dass es nicht mehr gelesen würde.
    Die einzelnen Aufgabenfelder sind beschrieben; jede-/r bringt seine Spezifika im folgenden Prozess weiter ein – und – bleibt dran!

    Beste Grüße,
    P.

  • eulenfeder
    Antworten
    …für Dich – geehrte Piranha – für Deine ansprüche ist alles zur genüge enthalten ! für andere eben nicht ! das solltest Du bedenken, denke ich….
  • Piranha
    Antworten
    Hallo Eulenfeder,

    mithin wirst Du ja einer sein, der dran bleibt 😉

    Viele Grüße,
    Piranha

  • eulenfeder
    Antworten
    ..dass sch ‘inhalte und präzisierungen weiterentwckeln werden, ist geradezu slbstverständlich!’ — auweia – Piranha – wenn Du diesem Deinem satz positives beimisst ( gehe ich davon aus ) – dann bräuchten wir diesen aufruf ja gar nicht – wäre ein blindes vertrauen in das gute politischer wege…..
  • eulenfeder
    Antworten
    Leute ! – ihr müsst etwas radikaler werden im wortgefecht der forderungen und anklagen! – ersetzt ja die waffen ! – mit moderatem flüstern wirds nix bringen am end – und der einsatz gilt zuerstmal jenen die unten im dreck festsitzen ! – abgesicherte sollten für jene sich einsetzen zunächstmal !
  • Peter Kristukat
    Antworten
    Ich schließe mich hiermit dem Protest von Konstatin Wecker an.
    Meine wichtigsten Kritikpunkte:
    8 Millionen Arbeitslose haben wir. Denn 8 Millionen suchen eine Arbeit von der sie leben können. Die Zahlen des Bundes sind geschönt. Straßen, Brücken, Schulen verkommen; Arbeit wäre also da.

    12 Millionen müssen von 700€ im Monat leben. Ihre Altersrente wird keine 300€ betragen. Wir haben 10000 Tafelgänger.
    22 % der Bevölkerung können von ihrer Entlohnung nicht leben, geschweige eine Familie ernähren.
    40% der Bevölkerung haben200€ brutto oder weniger. Ihre Altersrente wird keine 800€ betragen.
    Die durch Umlage finanzierte Rente zu zerstören, ist ein Verbrechen am Volk.

    Der Staat akzeptiert, daß etliche Arbeitgeber miserabel entlohnen, und der Steuerzahler aufstocken darf. (=Unternehmersozialismus; diese Firmen bekommen Sozialunterstützung).

    Deutschland geht es gut; 99% der Bevölkerung erarbeiten die Gewinne der 1% Gesellschaft

    Ein Systemversagen liegt vor die individuelle Verantwortung ist nicht mehr gegeben, nach einer gewissen “Einarbeitungszeit” tauchen die Akteure ab und haben dann sehr lukrative Posten in der Wirtschaft.

    Ich schäme mich für unsere “soziale” Politik.

  • Astrid Suggs
    Antworten
    Ich habe schon gemeinsam mit vielen zehntausenden MitstreiterINNEN gegen vieles unterschrieben (Waffenexporte, keine Kriegseinsätze der BW im Ausland, Finanzmarktregulierung, Atomkraft, Mindestlöhne, faire Besteuerung, schließen von Steuerschlupflöchern und hunderte mehr) und nichts davon wurde jemals durchgesetzt. Dennoch unterschreibe ich, da ich auch dieses mal mit dem Inhalt übereinstimme. Gefüllte Unterschriftenlisten werden in unserem Land nicht das Geringste verändern. Aber vielleicht können sie dazu beitragen, das Bewusstsein der Menschen zu schärfen und möglicherweise so zu einer breiten Diskussion darüber führen, wie man außerparlamentarisch auf eine Veränderung hinarbeiten kann. Alles was möglich ist sollte man tun, auch wenn es eben nur eine Unterschriftenliste ist 🙁 Eine Unterschrift zu leisten ist keine Kunst, aber wenigstens ein Anfang. Was darüberhinaus an Aktionen mit den Menschen noch machbar bzw. durchsetzbar ist, werden wir sehen……
  • eulenfeder
    Antworten
    ja – Astrid – man/frau weiss aus erfahrung dass es nix bringt, machts aber trotzdem, mit der begründung man/frau müsse jede möglichkeit nutzen.
    zu einer breiten diskussion kann es führen – ja – aber dabei wird es bleiben. um ein derart negativ verkrustetes system erstmal aufzubrechen – eine vorraussetzung für tatsächliche veränderungen – bedarf es der aktion, der tat ! – einer revolte eben, eines aufstandes gegen unrecht und ausbeutung. fordernde demonstrationen werden von der staatsgewalt nur soweit zugelassen insofern sie das unterdrückungs-system nicht gefährden, geht es aus sicht der unterdrücker darüber hinaus – bestünde also eine gefahr für die herrschenden – dann werden demonstrationen niedergeschlagen, mögliche veränderungen im keim erstickt. wir haben es also auch mit einem totalitären system zu tun. eine demokratie und ein grundgesetz haben wir nur zur aufrechterhaltung des scheins, das bundesverfassungsgericht wird keine entcheidungen treffen die veränderungen zu ungunsten des systems bringen könnte. sie haben uns im griff – in jeder hinsicht – uns aber die scheinbare möglichkeit gegeben durch das wählen etwas zu verändern, der wohl am weitesten verbreitete irrglaube.
    Herr Kristukat hat es richtig gesagt – das ausmass der betroffenen ist weitaus grösser – es sind also mindestens 20 millionen die allen grund hätten und auch bereit wären nun endlich gegen das system aufzustehen und dann können veränderungen durchgesetzt werden, mit dieser macht der bürger ! man muss also dieses system verlassen erstmal, dagegen aufstehen, um neues gerechtes und soziales zu bauen, von grund auf. keine staatmacht kann 20 millionen niederknüppeln. die aktion, die tat, ist das mittel für verändrungen, da darf man eine revolution nicht scheuen. veränderung für das menschenrecht wurden nie durch das sammeln von unterschriften erlangt, die bürger mussten tatsächlich aufstehen, da die herrschenden ihre macht nicht freiwillig abgeben, wird es immer auch zu einem kampf werden. die bürger haben oder hätten die macht für alle veränderungen.
    das spezielle deutsche brügerherz ist aber sehr träge, will erst eine versicherung, das risiko ohne nicht eingehen.
    eine ausserparlamentarische opposition ist ansich gut – freilich – aber nur wenn sie auch ausserparlamentarisch bleibt, sich nicht in eine parlamentarische einem politichen system dienende verwandelt – sich diesen gehabten regeln des systems unterwirft. ein kreislauf der unterdrückung und des unrechts wiederum als automatismus politischer strukturen.
    also muss man sich die frage stellen: was ist demokratie im eigentlichen sinne !? – und darauf neues aufbauen – von grund auf !
    damit es eine demokratie dann bleibt, ist ein soziales bewusstsein und gewissen nötig, bei jedem einzelnen. ein verzicht zugunsten anderer und auch ein einsatz für andere. materielles denken muss in den hintergrund bei allen.
    sozialismus und demokratie müssen sich zu einer einheit verbinden die nach diesen ethischen werten handelt.
    wieviele bürger sind bereit abzugeben, sich einzusetzen zugunsten anderer, für andere ??
  • Wolfgang Lörcher
    Antworten
    Als Mitglied der Partei DIE LINKE und Vorsitzender der Erwerbsloseninitiative Fulda e.V. unterzeichne ich diesen Aufruf selbstverständlich.
  • Helga Hase - Tranelis
    Antworten
    ich unterzeichne, da diese Verhältnisse die Schwachen schwäche und die Starken stärker machen. es sollte endlich ein Ausgleich im Sinne des Aufrufes herbeigeführt werden.
  • Tim Engels
    Antworten
    Liebe Freundinnen und Freunde,

    bitte setzt doch meinen Namen, wenn Ihr mögt mit Berufsbezeichnung, unter den Aufruf:

    Tim Engels, Rechtsanwalt, Düsseldorf

    Mit solidarischen Grüßen

    Tim

  • Piranha
    Antworten
    Guten Morgen Herr Engels,

    bitte senden Sie Ihre Zustimmung an Michael Vilsmeier, der Mitinitiator des Aufrufs ist : hamcha@hamcha.de

    Beste Grüße,
    Piranha

  • Gaby Vallentin
    Antworten
    ich unterzeichne, damit MENSCH und NATUR wieder eine Zukunft bekommen.
  • ww
    Antworten
    Ich unterzeichne nicht

    Denn wenn wahlen und Demos etwas bewirken würden wären sie verboten

    wir sollten uns dringend etwas Neues überlegen,sagt ein ehemaliger RAF Jäger, bevor esbeim nächsten terroranschlag wieder wie im Maizière Chor klingt……….denn der nächste anschlag kommt bestimmt und trifft sicher mal wieder die falschen

     

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  • […] Aufruf zu einem Europäischen Frühling Es wird Zeit für eine Große Außer-parlamentarische Opposition (GrAPO). Als Reaktion auf die gefährliche Macht-konzentration in den Händen eines neoliberalen Kartells aus Union, SPD und Wirtschaft hat Konstantin Wecker neben anderen Initiatoren diesen Aufruf verfasst. Wer mit ihm im Wesentlichen übereinstimmt und ihn gern unterschreiben möchte, wende sich bitte per Mail an den Mitverfasser Michael Vilsmeier. Die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD basiert auf einem Wortbruch. Der Politikwechsel wurde verhindert, das Versprechen der SPD-Führung, Angela Merkel als Kanzlerin abzulösen, erwies sich als Wahlbetrug. Das neoliberale Bündnis aus Union, SPD und Wirtschaft spaltet und polarisiert die Gesellschaft. Die Marktwirtschaf werden 16 Millionen Arme und Ausgegrenzte gezählt. Union und SPD verharmlosen diese Realität als Missstand. Quelle: Hinter den Schlagzeilen […]

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