Archiv für die Kategorie „Roland Rottenfußer“

Verzweifelt gesucht: die Realität

Freitag, 25. November 2011

Unsere Wirklichkeit ist nichts Gegebenes, sie ist im besten Fall ein Rätsel. Und, glaubt man grossen Philosophen, ein fast unlösbares. Wenn wir nach ihr suchen, finden wir, wie in einem Spiegel, immer wieder uns selbst. Ein Streifzug durch die Welten der Spiritualität, Wissenschaft, Filme und Computerspiele zeigt: Wir interpretieren, verzerren, ja erschaffen andauernd, was wir wahrzunehmen glauben. (Roland Rottenfußer) (weiterlesen…)

CD-Kritik: Die Bandbreite: Reflexion

Dienstag, 22. November 2011

„Wojna“ ist das russische Wort für Krieg, und Marcel Wojnarowicz, Spitzname Wojna, befindet sich im Dauerkrieg. Vor allem mit der Gruppierung der „Antideutschen“, die seit Jahren eine Kampagne gegen die Band führen. Angeblich wegen antisemitischer und frauenfeindlicher Äußerungen. Dies müssen aber nicht die wirklichen Gründe sein für den Hass, der Wojna und seinem Bandgefährten DJ Torben mancherorts entgegenschlägt. Die Bandbreite verarbeitet in ihren Liedern brisante Themen und behauptet Dinge, die in den großen Medien nicht gesagt werden dürfen – z.B. dass die Anschläge vom 11.09. 2001 vom amerikanischen Establishment inszeniert wurden („Habt ihr das vielleicht selbst gemacht?“). (Roland Rottenfußer) (weiterlesen…)

Ich bin introvertiert, und das ist gut so

Freitag, 18. November 2011

Bild: Edvard Munch

Im Wirtschaftsleben herrscht eine «extravertierte Ethik», die stille Wasser zwingt, sich anzupassen oder unterzugehen. Ihre Eigenschaften, Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Scheu, gelten eher als Krankheitssymptom denn als Qualitäten. Zu Unrecht, sagt Buchautorin Susan Cain («Still»). Wir bräuchten eine Emanzipationsbewegung der Introvertierten. (Roland Rottenfußer) (weiterlesen…)

Roland Rottenfußer: Der alte Sufi

Freitag, 11. November 2011

Ibn Arabi, ein Sufi-Meister des 13. Jh.

Im Sarrazin-Zeitalter schleicht sich Fremdenfeindlichkeit wieder an – verbreitet nicht (nur) von Nazi-Glatzen, sondern von scheinbar vernünftigen und moderaten Herrschaften in Anzug und Kostüm. Auch wenn das Thema derzeit scheinbar nicht so aktuell ist, kann die Saat einmal aufgehen. In dieser (fiktiven, aber nicht realitätsfernen) Geschichte trifft es einen alten Sufi, einen islamischen Gelehrten und Mystiker.

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Was steckt hinter dieser Maske?

Freitag, 28. Oktober 2011

Auf “Occupy”-Demonstrationen wurde in letzter Zeit häufig eine grotesk wirkenden Maske gesehen. Sie ist mittlerweile Kult und wird von den Herstellern massenweise im Internetversand angeboten. In Kommentaren aus der Mainstream-Presse heißt es oft, es handle sich um eine “Guy Fawkes”-Maske, benannt nach einem Revolutionär, der 1605 versuchte, das englische Parlament ihn die Luft zu sprengen. Die Medien suggerieren damit, dass die Demonstranten mit Terroristen sympathisieren. Tatsächlich dürften sich die Maskenträger aber vor allem auf den Film “V wie Vendetta” mit Natalie Portman beziehen, den ich vor Jahren einmal rezensiert habe. Hier eine aktualisierte Version meines Artikels, der vielleicht zur Aufklärung beiträgt (Roland Rottenfußer) (weiterlesen…)

Kehraus – die Masken fallen

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Der Begriff „Apokalypse“ wird oft ungenau verwendet. Eigentlich bedeutet er nicht „Weltuntergang“, sondern „Offenbarung“, „Enthüllung der Wahrheit“. In diesem Sinn leben wir tatsächlich in apokalyptischen Zeiten – 2012 hin oder her. Wir wissen nicht präzise, ob und wann uns die Finanzmärkte, falsche Politik und Umweltmissbrauch in Katastrophen stürzen wird. Wir können aber fast jede Woche beobachten, wie Wahrheiten offenbar werden, die lange unter dem Deckel gehalten wurden. Die Party ist nicht vorbei, aber sie neigt sich ihrem Ende zu. Den nahenden Kehraus ahnend, drehen die Akteure die Musik noch mal lauter, um die warnenden Stimmen in ihrem Inneren nicht zu hören. Sie verdrängen die Angst vor dem Kater, indem sie sich noch mal kräftig besaufen: an ihrer Macht, ihrem Geld, ihrer Selbstgerechtigkeit. Aber wie lange noch? (Roland Rottenfußer) (weiterlesen…)

Der Anfang vom Ende einer Ära

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Sturm auf die Bastille

Die „Occupy“-Proteste der letzten Wochen sind noch zu klein, um die Welt zu ändern. Aber sie könnten der Anfang von etwas sein, worauf viele Menschen schon seit Jahren warten. „Stuttgart 21“ war nur eine Fingerübung, die Anti-Atom-Proteste nur ein Vorspiel im Vergleich zu dem, was jetzt kommen könnte – und was kommen muss, wollen wir nicht zulassen, dass Spekulanten, Bankster und deren Bauchrednerpuppen aus der Politik die Welt gegen die Wand fahren. Worauf es jetzt ankommt, ist den historischen Moment nicht (wie 2008) zu verpassen, dranzubleiben, das Feuer zu schüren. Es könnte die letzte Chance auf einen Spiel entscheidenden Aufstand sein, der noch vor dem großen Finanzcrash stattfindet. (Roland Rottenfußer)
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Ein Verleger wird Politiker

Dienstag, 4. Oktober 2011

Christoph Pfluger aus Solothurn (Schweiz) gibt seit 1992 den „Zeitpunkt“ heraus, ein Blatt, das aus der gleichgeschalteten Presselandschaft angenehm hervorsticht: freiheitlich, umweltfreundlich, bodenständig, konstruktiv-kritisch. Jetzt beteiligt er sich als unabhängiger Kandidat an den Nationalratswahlen am 23. Oktober 2011. Dies ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Die Plattform „parteifrei.ch“ stellt ein willkommenes Gegengewicht zur erdrückende Dominanz der Parteien dar. Und ein politisches Programm, gespeist aus dem Geist des „Zeitpunkt“, ist nicht weniger als eine Sensation. Besonders im Fokus des Kandidaten: Geld gehört in die Hände der Gemeinschaft, es darf nicht länger von Privatbanken herausgegeben und kontrolliert werden. (Roland Rottenfußer)
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Das Tahiti-Projekt, Teil 2/2

Montag, 3. Oktober 2011

Das Tahiti-Projekt ist mehr als ein spannender Öko-Thriller: Es ist eine Vision, die darauf drängt, Realität zu werden. Anknüpfend an die Ideale des Equilibrismus – Gleichgewicht, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit – soll ein Modellprojekt geschaffen werden: auf einer Südseeinsel oder anderswo. (Roland Rottenfußer. Bitte lesen Sie auch den ersten Teil dieses Artikels, ein Stück weiter unten auf dieser Seite) (weiterlesen…)

Das Tahiti-Projekt, Teil 1/2

Freitag, 30. September 2011

Von der Theorie über die Fiktion zur Realität. “Gute Idee, aber das klappt ja doch nicht“, bekommen kreative Menschen oft zu hören, wenn sie Auswege aus der Sackgasse von Umweltzerstörung und Sozialdumping suchen. Oder: „Der Kapitalismus ist Mist, aber wir haben nun mal nichts Besseres.“ Wirklich? Der beste Gegenbeweis wäre eine Alternative, die funktioniert. Das Tahiti-Projekt ist mehr als ein spannender Öko-Thriller: Es ist eine Vision, die darauf drängt, Realität zu werden. Anknüpfend an die Ideale des Equilibrismus – Gleichgewicht, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit – soll ein Modellprojekt geschaffen werden: auf einer Südseeinsel oder anderswo. (Roland Rottenfußer)
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