Archiv für die Kategorie „Blogger auf HdS“

Weckers Rede an die Nichtgutmenschen

Donnerstag, 12. Januar 2012

Für Leser/innen dieses Magazins besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, in eine derzeit sehr unbeliebte Kategorie zu fallen: die des Gutmenschen. Was aber sollten wir statt dessen sein? Schlechte Menschen? Konstantin Wecker wendet sich in einem lyrischen Pamphlet an jene Menschengruppe, die derzeit den Diskurs dominiert: die Nichtgutmenschen.
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Wecker liest Hofmannsthal

Montag, 9. Januar 2012

Konstantin Wecker liest und begleitet Hugo von Hofmannsthals Gedicht “Manche Freilich”, eines seiner bekanntesten lyrischen Werke, da in keiner Anthologie fehlt. Man kann einen Kommentar zum gespannten Verhältnis zwischen sprituellen “Überfliegern” und der arbeitenden Bevölkerung sehen. Auch einen Hinweis auf die Verbundenheit aller Aspekte des Lebens, der materiellen wie der geistig-reflektierenden. Wie bei den meisten bedeutenden Gedichten ist die Aussage vieldeutig, und gerade das ist das Schöne daran.
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Polanski – Opfer, Büßer und Genie

Donnerstag, 5. Januar 2012

Roman Polanski

Roman Polanski hat einen neuen Film gedreht – und wieder geht es um die Aufarbeitung von Schuld. In „Gott des Gemetzels“ streiten sich zwei Elternpaare um Gewalt auf dem Schulhof. Das scheint harmlos, verglichen mit den Problemen, die die Protagonisten in „Rosemary’s Baby“, „Tess“ oder „Der Tod und das Mädchen“ haben. Aber es ist charakteristisch für einen Regisseur, der sich hartnäckig an Themen wie Verbrechen, Buße und Vergebung abarbeitet. Wer ist dieser Besessene auf dem Regiestuhl? Leistet er filmisch Abbitte für eine Vergewaltigung, die 34 Jahre zurück liegt? Oder war sein Werk stets überschattet von seiner Kindheit als Jude im von Nazis besetzten Polen? Eine Spurensuche in die Seelenlandschaft eines der faszinierendsten Künstler unserer Zeit. (Roland Rottenfußer)
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Engagierte Spiritualität

Dienstag, 3. Januar 2012

Thich Nhat Hanh

Die alten Grabenkämpfe zwischen der politischen „Linken“ und den Vertretern einer spirituellen „Innerlichkeit“ müssen beendet werden. Sie nützen nur denjenigen, die an einer – im doppelten Wortsinn – unbewussten Bevölkerung interessiert sind. Eine undogmatische, mystische Spiritualität ist ihrem Wesen nach befreiend, bewusstseinserweiternd, solidarisch und ökologisch. Man könnte mit ihr in jeder Hinsicht Staat machen. Anmerkung: Ich wiederhole hier einen Artikel aus dem Jahr 2006, auch um Fragen zu beantworten, die in letzter Zeit von Lesern kamen: ob wir nun unter die esoterischen Wirrköpfe gegangen seien oder noch politische Kämpfer, wie es sich gehört. (Roland Rottenfußer)
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Konstantin Wecker: Zeit für Stille

Freitag, 30. Dezember 2011

Konstantins Text ist keine gewöhnliche “Neujahrsansprache”. Er plädiert dafür, sich wieder mehr Zeit zu nehmen für wunderbare klassische Musik und für die Stille, die auch in seinem turbulenten Leben oft zu kurz kam. (weiterlesen …)

2012 – auf der Schwelle

Freitag, 30. Dezember 2011

Maya-Kalender

Wir dürfen hoffen, aber noch nicht ruhen, denn das kommende Jahr wird heftig. Auch wenn sich esoterische Prophezeiungen nicht bewahrheiten, dürfte 2012 durch beschleunigte Entwicklungsprozesse geprägt sein, durch Eskalation und Enthüllungen. Während die Untauglichkeit der alten Systeme überdeutlich wird und sich die Wut der Missbrauchten in Protesten entlädt, baut eine Avantgarde schon an den Modellprojekten einer neuen Wirklichkeit. (Roland Rottenfusser) (weiterlesen …)

Babaji und der Mythos Unsterblichkeit

Dienstag, 27. Dezember 2011

„Babaji wurde von Gott auserwählt, um für die Dauer dieses speziellen Weltenzyklus in seinem Körper zu verbleiben. Zeitalter werden kommen und gehen – doch der unsterbliche Meister (…) wird gegenwärtig sein auf dieser irdischen Bühne“. Babaji, der „Yogi-Christus“ vom Himalaya, wurde durch Paramahansa Yogananda und seine „Autobiografie eines Yogi“ weltbekannt. Doch ist er nur eine literarische Kunstfigur, oder solle wir den zahllosen Zeugen glauben, die ihm begegnet sein wollen? Die Spurensuche führt zu exotischen Plätzen und skurrilen Menschen – aber auch ins eigene Herz. (Roland Rottenfußer) (weiterlesen …)

Die Verantwortungslüge

Freitag, 16. Dezember 2011

"Große Macht birgt auch große Verantwortung". Wir haben nur die Verantwortung, nicht die Macht

Im Neoliberalismus wird der schöne Begriff “Verantwortung” missbraucht. Der Einzelne soll durch Konsum-entscheidungen auf eigene Kosten das Versagen der Politik korrigieren. Von “Eigen-verantwortung” wird immer dann gesprochen, wenn sich die Institutionen aus der Verantwortung zurückziehen. Und wenn sie uns eine Verschlimmerung unserer Situation aufzwingen wollen. Trotzdem gibt es eine wirkliche Verantwortung des Bürgers: Sie besteht darin, die Macht dieser Institutionen zu brechen. (Roland Rottenfußer) (weiterlesen …)

Roland Rottenfußer: 2012

Freitag, 2. Dezember 2011

Wird der Kapitalismus 2012 besiegt?

Es ist Dezember 2011, und bald schon beginnt das ominöse Jahr 2012. Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wie es verlaufen wird. In gut einem Jahr, dem 21.12.2012, endet der Maya-Kalender. Endet auch die Welt? Dem Ende des Kapitalismus werden wir jedenfalls ein ganzes Stück näher gerückt sein. Hier eine optimistische Fantasie in Gedichtform.

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Verzweifelt gesucht: die Realität

Freitag, 25. November 2011

Unsere Wirklichkeit ist nichts Gegebenes, sie ist im besten Fall ein Rätsel. Und, glaubt man grossen Philosophen, ein fast unlösbares. Wenn wir nach ihr suchen, finden wir, wie in einem Spiegel, immer wieder uns selbst. Ein Streifzug durch die Welten der Spiritualität, Wissenschaft, Filme und Computerspiele zeigt: Wir interpretieren, verzerren, ja erschaffen andauernd, was wir wahrzunehmen glauben. (Roland Rottenfußer) (weiterlesen …)