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	<title>Hinter den Schlagzeilen &#187; Gesundheit/Psyche</title>
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	<description>Konstantin Weckers Webmagazin //  Kultur - Gegeninformation - Philosophie</description>
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		<title>Brüderchen und Schwesterchen</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 08:25:48 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Inzest bleibt im deutschen Rechtssystem strafbar. Argumentiert wird weiter viel mit Freud und ­Genetik. Passt das noch in Zeiten moderner Wissenschaft? (Quelle: Freitag) http://www.freitag.de/wissen/1216-br-derchen-und-schwesterchen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inzest bleibt im deutschen Rechtssystem strafbar. Argumentiert wird weiter viel mit Freud und ­Genetik. Passt das noch in Zeiten moderner Wissenschaft? (Quelle: Freitag)<br />
<a href="http://www.freitag.de/wissen/1216-br-derchen-und-schwesterchen">http://www.freitag.de/wissen/1216-br-derchen-und-schwesterchen</a></p>
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		<title>Geschwisterinzest: Kann Liebe strafbar sein?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 08:30:46 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gesetzliche Verbot einer sexuellen Beziehung zwischen Geschwistern ist rechtens: Das hat der Europäische Gerichtshof in Straßburg entschieden. Ein Urteil, dass eine heftige Debatte in Gang gesetzt hat &#8211; auch unter den Lesern von Süddeutsche.de. Wie kommt es zu Inzest zwischen Bruder und Schwester? Welche Rolle spielen Erziehung und eine gemeinsam verbrachte Kindheit? Peer Briken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_8457" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2012/04/Walküre.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2012/04/Walküre-300x192.jpg" alt="" title="Walküre" width="300" height="192" class="size-medium wp-image-8457" /></a><p class="wp-caption-text">Berühmtes Inzest-Paar: Siegmund, Sieglinde in &quot;Die Walküre&quot;</p></div>Das gesetzliche Verbot einer sexuellen Beziehung zwischen Geschwistern ist rechtens: Das hat der Europäische Gerichtshof in Straßburg entschieden. Ein Urteil, dass eine heftige Debatte in Gang gesetzt hat &#8211; auch unter den Lesern von Süddeutsche.de. Wie kommt es zu Inzest zwischen Bruder und Schwester? Welche Rolle spielen Erziehung und eine gemeinsam verbrachte Kindheit? Peer Briken ist Leiter des Instituts für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf. Ein Gespräch über eines der letzten Tabus unserer Gesellschaft. (Quelle: Süddeutsche Zeitung)<br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/psychiater-ueber-inzest-unter-geschwistern-aehnliche-psychische-folgen-wie-durch-missbrauch-1.1332160">http://www.sueddeutsche.de/leben/psychiater-ueber-inzest-unter-geschwistern-aehnliche-psychische-folgen-wie-durch-missbrauch-1.1332160</a></p>
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		<title>Abschaffung der Praxisgebühr: Union mauert</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 09:24:02 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Politik (Inland)]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Antrag der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, über die Abschaffung der Praxisgebühr sofort abzustimmen, endete gestern mit der Überweisung in die Ausschüsse. Lediglich die Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen sprachen sich für das Anliegen ihrer Oppositionskollegen aus. (Quelle: Neues Deutschland) http://www.neues-deutschland.de/artikel/222187.abschaffen-nicht-heute.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Antrag der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, über die Abschaffung der Praxisgebühr sofort abzustimmen, endete gestern mit der Überweisung in die Ausschüsse. Lediglich die Abgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen sprachen sich für das Anliegen ihrer Oppositionskollegen aus. (Quelle: Neues Deutschland)<br />
<a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/222187.abschaffen-nicht-heute.html">http://www.neues-deutschland.de/artikel/222187.abschaffen-nicht-heute.html</a></p>
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		<title>Arno Gruen: Verlust des Mitgefühls</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 09:09:51 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach seiner intensiven Beschäftigung mit dem Werk von Arno Gruen erzählt Jan Moewes, was ihn der große Psychologe über Ursache und Wirkung der Zerstörung der Empathie gelehrt hat und wie sich die Fähigkeit zur Einfühlung zurückgewinnen lässt. (Quelle: Oya) http://www.oya-online.de/article/read/646-Der_Verlust_des_Mitgefuehls.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_8189" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2012/03/ArnoGruen.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2012/03/ArnoGruen-150x150.jpg" alt="" title="ArnoGruen" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-8189" /></a><p class="wp-caption-text">Arno Gruen</p></div>Nach seiner intensiven Beschäftigung mit dem Werk von Arno Gruen erzählt Jan Moewes, was ihn der große Psychologe über Ursache und Wirkung der Zerstörung der Empathie gelehrt hat und wie sich die Fähigkeit zur Einfühlung zurückgewinnen lässt. (Quelle: Oya)<br />
<a href="http://www.oya-online.de/article/read/646-Der_Verlust_des_Mitgefuehls.html">http://www.oya-online.de/article/read/646-Der_Verlust_des_Mitgefuehls.html</a></p>
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		<title>Lebensmittelindustrie macht Kinder zu Junkfood-Junkies</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 09:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Einer aktuellen Studie von foodwatch zum Thema Kindernahrung, in der 1500 Kinderprodukte untersucht wurden. Das Fazit: 79 Prozent aller untersuchten Lebensmittel fallen zumindest teilweise in die Kategorie „rot&#8221; und sollten gar nicht oder nur sehr selten verzehrt werden. Es ist unmöglich, aus dem Angebot, das die Industrie als Kinderprodukte vermarktet, eine ausgewogene Ernährung zusammenzustellen. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2012/03/Süßigkeiten.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2012/03/Süßigkeiten-150x150.jpg" alt="" title="Süßigkeiten" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-8166" /></a>Einer aktuellen Studie von foodwatch zum Thema Kindernahrung, in der 1500 Kinderprodukte untersucht wurden. Das Fazit: 79 Prozent aller untersuchten Lebensmittel fallen zumindest teilweise in die Kategorie „rot&#8221; und sollten gar nicht oder nur sehr selten verzehrt werden. Es ist unmöglich, aus dem Angebot, das die Industrie als Kinderprodukte vermarktet, eine ausgewogene Ernährung zusammenzustellen. Die Hersteller stellen die Ernährungspyramide auf den Kopf: Ihre Produktpalette im Kinder-Segment entspricht ziemlich genau dem Gegenteil der ernährungsphysiologischen Empfehlungen. Das bringt dann auch der Gesundheitsindustrie wieder Profite. (Quelle: Sein)<br />
<a href="http://www.sein.de/koerper/ernaehrung/2012/foodwatch-lebensmittelindustrie-macht-kinder-zu-junkfood-junkies.html">http://www.sein.de/koerper/ernaehrung/2012/foodwatch-lebensmittelindustrie-macht-kinder-zu-junkfood-junkies.html</a></p>
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		<title>Nebenwirkung: Tod</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 08:27:33 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. John Virapen ist ehemaliger Manager von Eli Lilly, einem der weltweit größten Pharmaunternehmen. Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel: &#8220;Nebenwirkung Tod: Korruption in der Pharma-Industrie&#8221;. Das Buch ist ein Bestseller und wurde bisher in 18 Sprachen übersetzt. Die Journalistin und Filmemacherin Anne Blumenthal interviewte Dr. John Virapen über seine Zeit in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. John Virapen ist ehemaliger Manager von Eli Lilly, einem der weltweit größten Pharmaunternehmen. Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel: &#8220;Nebenwirkung Tod: Korruption in der Pharma-Industrie&#8221;. Das Buch ist ein Bestseller und wurde bisher in 18 Sprachen übersetzt. Die Journalistin und Filmemacherin Anne Blumenthal interviewte Dr. John Virapen über seine Zeit in der pharmazeutischen Industrie. (Quelle: Sein)<br />
<a href="http://www.sein.de/archiv/2012/maerz-2012/nebenwirkung-tod.html">http://www.sein.de/archiv/2012/maerz-2012/nebenwirkung-tod.html</a></p>
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		<title>Demo »Wir haben es satt!« am Sonnabend</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 07:59:39 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Umwelt/Natur]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Motto »Wir haben es satt!« findet am Sonnabend in Berlin zum zweiten Mal die Großdemonstration für eine sozial-ökologische Neuorientierung der Agrarpolitik statt. Ein zentraler Aspekt ist die Forderung nach dem Ausstieg aus der Massentierhaltung. (Quelle: Neues Deutschland) http://www.neues-deutschland.de/artikel/215889.demo-wir-haben-es-satt-am-sonnabend.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Motto »Wir haben es satt!« findet am Sonnabend in Berlin zum zweiten Mal die Großdemonstration für eine sozial-ökologische Neuorientierung der Agrarpolitik statt. Ein zentraler Aspekt ist die Forderung nach dem Ausstieg aus der Massentierhaltung. (Quelle: Neues Deutschland)<br />
<a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/215889.demo-wir-haben-es-satt-am-sonnabend.html">http://www.neues-deutschland.de/artikel/215889.demo-wir-haben-es-satt-am-sonnabend.html</a></p>
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		<title>Neues Erziehungskonzept: keine Erziehung</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 08:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Der dänische Familientherapeut Jesper Juul meint, wir sollten uns von der Idee der Erziehung ganz verabschieden und stattdessen mit unseren Kindern endlich wirklich in Beziehung treten. (Quelle: Sein) http://www.sein.de/gesellschaft/zusammenleben/2011/das-neue-paradigma-der-erziehung-keine-erziehung.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Kinder.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Kinder-150x150.jpg" alt="" title="Kinder" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-7095" /></a>Der dänische Familientherapeut Jesper Juul meint, wir sollten uns von der Idee der Erziehung ganz verabschieden und stattdessen mit unseren Kindern endlich wirklich in Beziehung treten. (Quelle: Sein)<br />
<a href="http://www.sein.de/gesellschaft/zusammenleben/2011/das-neue-paradigma-der-erziehung-keine-erziehung.html">http://www.sein.de/gesellschaft/zusammenleben/2011/das-neue-paradigma-der-erziehung-keine-erziehung.html</a></p>
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		<title>Ich bin introvertiert, und das ist gut so</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 09:57:15 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Rottenfußer]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Wirtschaftsleben herrscht eine «extravertierte Ethik», die stille Wasser zwingt, sich anzupassen oder unterzugehen. Ihre Eigenschaften, Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Scheu, gelten eher als Krankheitssymptom denn als Qualitäten. Zu Unrecht, sagt Buchautorin Susan Cain («Still»). Wir bräuchten eine Emanzipationsbewegung der Introvertierten. (Roland Rottenfußer) &#160; «Ein leerer Topf macht am meisten Lärm». Aber wer der Welt etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6982" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Munch_Melancholie.jpg"><img class="size-medium wp-image-6982 " title="Munch_Melancholie" src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Munch_Melancholie-300x237.jpg" alt="" width="240" height="190" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Edvard Munch</p></div>
<p>Im Wirtschaftsleben herrscht eine «extravertierte Ethik», die stille Wasser zwingt, sich anzupassen oder unterzugehen. Ihre Eigenschaften, Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Scheu, gelten eher als Krankheitssymptom denn als Qualitäten. Zu Unrecht, sagt Buchautorin Susan Cain («Still»). Wir bräuchten eine Emanzipationsbewegung der Introvertierten. (Roland Rottenfußer)<span id="more-6981"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>«Ein leerer Topf macht am meisten Lärm». Aber wer der Welt etwas Bedeutendes schenken will, benötigt Zeit und Sorgfalt, um es in Stille reifen zu lassen. Das Buch «Still» von Susan Cain ist ein Plädoyer für die Stille, die in unserer Welt des Marktgeschreis und der Klingeltöne zu verschwinden droht. Und für leise Menschen, die endlich lernen sollten, zu ihrem «So-Sein» zu stehen. Mehr als ein Drittel aller Menschen sind introvertiert. Ohne sie hätten wir heute keine Relativitätstheorie, keinen «Harry Potter», keine Klavierstücke Chopins, und auch die Suchmaschine «google» wäre nie entwickelt worden. Denn: «Wenn jemand aussergewöhnliche Talente besitzt, setzt das voraus, dass die für andere Gebiete benötigte Energie von diesen abgezogen wird.» (Allen Shawn)</p>
<p>Extravertiert oder introvertiert – dieses Gegensatzpaar bildet laut Susan Cain «Nord- und Südpol» der Temperamentenlehre. Aus Sicht von Extravertierten ist es unerklärlich, warum manche Menschen so reserviert und gedankenverloren wirken. Sie fühlen sich von Introvertierten frustriert und heruntergezogen. Andererseits fühlen sich stille Menschen von dem Überredungstalent und dem Gegockel der Lauten überrannt. Sie verstehen nicht deren Gier, sich vor Publikum zu produzieren. In Gesellschaft fühlen sich Introvertierte schnell gelangweilt und fehl am Platz. Sie vermissen den Freiraum, im Stillen ihren Gedanken nachzugehen zu können oder tief gehende Konversation zu betreiben. Keine der beiden Gruppen macht nach Ansichte der Autorin etwas falsch. Beide tun nur, wofür sie von der Evolution «designed» wurden. «Introvertierte regenerieren sich, wenn sie allein sind, Extravertierte müssen sich regenerieren, wenn sie nicht genug Kontakt haben.»</p>
<p>Introversion geht oft einher mit Gedankentiefe, geistiger Unabhängigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Dazu kommen eine Abneigung gegen Oberflächlichkeit und Herdentrieb. Dennoch ist eine solche Veranlagung für viele Betroffenen oft mit Leidensdruck verbunden. Seit ihrer Kindheit empfinden sie ihren Zusammenprall mit der extravertierten Kultur als Versagen. Eine Teilnehmerin einer Internet-Selbsthilfegruppe schreibt: «Als ich endlich alt genug war, um zu begreifen, dass ich einfach nur zu den Introvertierten gehöre, war die Annahme, etwas stimme grundsätzlich nicht mit mir, schon zu einem Teil von mir geworden.» Introvertierten wird gesagt, sie seien «zu ruhig» oder zu sehr «im Kopf». Sie verstehen nicht, warum sie sich durch Meetings quälen sollen, in denen Maulhelden das Wort führen, obwohl sie allein am besten arbeiten. «Uns wird eingeredet, dass Menschen von Bedeutung eine forsche Art haben und dass Glück mit Kontaktfreudigkeit einhergeht.»</p>
<p>Die Autorin variiert ihr Thema auf kurzweilige und erhellende Weise. Sie reist zu den Epizentren der Grosssprecher-Mentalität, etwa in ein Seminar von Tony Robbins und in die Harvard Business School. Sie ergründet, wie Extroversion zum Kulturideal wurde und entlarvt damit seine kulturelle Bedingtheit. Als Vordenker eines Wertewandeln hin zu einer Überbewertung der Extraversion gilt der US-amerikanische Bestsellerautor Dale Carnegie («Sorge dich nicht, lebe!»). Er erklärte schon 1913 das Redetalent zur Kardinaltugend: «Heutzutage ist uns klar geworden, das es die unentbehrliche Waffe all jener ist, die im unerbittlichen Wettbewerb der Geschäftswelt vorankommen wollen.» Hier sind schon alle modernen «Ideale» der neoliberalen Ära vorweggenommen. Das Berufsleben wird zum Kriegsschauplatz. Ein Wettrüsten mit Hilfe von Mentaltechniken schuf Generationen von Kampfsprechern. Auch hier ist das Private politisch. Wo «Vertretertugenden» dominieren und zurückhaltende Menschen diskriminiert werden, wird eine Gesellschaft auf optimale ökonomische Verwertbarkeit getrimmt.</p>
<p>Amerika wandelte sich von der «Charakterkultur» zur «Persönlichkeitskultur», analysiert Susan Cain. «In der Charakterkultur war der Idealmensch ernsthaft, diszipliniert und ehrbar. Was zählte, war nicht so sehr der Eindruck, den man in der Öffentlichkeit hinterliess, sondern wie man sich verhielt, wenn niemand zugegen war.» Mit dem Wechsel zu Persönlichkeitskultur begannen die Amerikaner dagegen «zu schauen, wie andere sie wahrnahmen. Sie waren fasziniert von Menschen, die forsch und unterhaltsam waren.» Im 19. Jahrhundert war dies noch anders gewesen: «Männer konnten im allgemeinen ein ruhiges Auftreten haben, das Selbstbeherrschung und eine Souveränität demonstrierte, die sich nicht zur Schau zu stellen brauchte.» Soziologisch hängt dieser Wandel auch mit der Verstädterung und einer zunehmend anonymen Berufswelt zusammen. In der traditionellen Dorfgemeinschaft war man nur mit wenigen Menschen konfrontiert, die man meist schon seit der Kindheit kannte. Die moderne Arbeitswelt forderte dagegen, auf immer neue Kontakte mit Fremden flexibel zu reagieren. Dies fördert Oberflächlichkeit und Darstellerqualitäten.</p>
<p>Der Psychoanalytiker Alfred Adler kreierte in den 20er-Jahren die Modediagnose «Minderwertigkeitskomplex». Sie trug viel zur Stigmatisierung zurückhaltender Charaktere bei. «Bis dahin hatten sich die Experten hauptsächlich über frühreife Mädchen und straffällige Jungen Sorgen gemacht, doch nun konzentrierten sich Psychologen, Sozialarbeiter und Ärzte auf das durchschnittliche Kind mit der ‚fehlangepassten’ Persönlichkeit, insbesondere das schüchterne Kind.» Schon der Begriff «fehlangepasst» ist ja entlarvend. Viele Introvertierte haben eine ausgeprägte Abneigung gegen Konformitätsdruck, jedoch auch nicht die Kraft (oder die Motivation), in der Gruppe die «Macht» an sich zu reissen. Rückzug ist die natürliche Schutzreaktion, um integer zu leben – «niemands Herr und niemands Knecht».</p>
<p>Eine gross angelegte Umerziehungskampagne im Sinne extravertierter Ideale fand vor allem seit den 70er-Jahren statt, als die Ratgeberliteratur boomte. Die Unsicherheit, von der Leser angeblich geheilt werden sollten, wurde erst erschaffen, indem man suggerierte, so wie sie seien, dürften sie auf keinen Fall bleiben. Auch die Werbung spielte massiv mit den Ängsten der Menschen, nicht gut anzukommen. In einer Zahnbürstenwerbung («Dr. West») hiess es: «Haben Sie schon mal probiert, sich an sich selbst zu verkaufen? Ein guter erster Eindruck ist für den Erfolg im Geschäftsleben oder bei anderen Menschen das Allerwichtigste.» Ironisch zitiert Susan Cain auch das Motivationsprogramm der Vertriebsmitarbeiter bei IBM. Dort wird morgens ein Lied mit folgendem Text angestimmt: «Wir sind immer gut in Form, und wir arbeiten mit Schwung. Wir verkaufen, ja verkaufen IBM.» Man muss keinen «Minderwertigkeitskomplex» haben, um bei gleichgeschalteten Ritualen in Unternehmen, Burschenschaften oder Fussballclubs Unwohlsein zu empfinden – oder einen unwiderstehlichen Lachreiz.</p>
<p>Trotz mancher Spitzen gegen die Selbstdarstellerkultur, möchte Susan Cain nicht umgekehrt die Extravertierten diskriminieren. Sie rät: Versucht nicht, schlechte Kopien der Extravertierten zu werden, versucht lieber eure Stärken als Introvertierte zu pflegen. «Still» stellt sich gegen den Trend vieler Ratgeber, die «selbstbewusstes Auftreten» verherrlichen. «Introvertierte, die unter dem Ideal der Extraversion leben, sind wie Frauen in einer Männerwelt: Sie werden wegen eines Merkmals gering geschätzt, das sie im Innersten definiert.» Die logische Schlussfolgerung: Wir brauchen eine Emanzipationsbewegung der Introvertierten. Wie bei Frauen gilt: Ihre Persönlichkeitsmerkmale sollten nicht wegtherapiert, sondern als wertvoller Teil des Ganzen akzeptiert werden. Es ist eine Beleidigung für Introvertierte, wie gescheiterte Extravertierte behandelt zu werden. «Still» ist das Kultbuch für Schüchterne, hilft aber auch Selbstsicheren, ihre Mitmenschen besser zu verstehen. Auch Schwierigkeiten auf dem Lebensweg, so zeigt das Buch, können mit Mut und Einsicht positive Wirkungen erzielen. «Dort, wo du stolperst, liegt auch dein Schatz vergraben.»</p>
<p>Buchtipp: Susan Cain: Still – Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt. Riemann Verlag, 2011. 447 S., Fr. …/Euro 19,95</p>
<p>Filmtipp: «Die anonymen Romantiker», Frankreich 2010, Regie: Jean-Pierre Améris, Darsteller: Isabelle Carrè, Benoît Poelvoorde</p>
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		<title>Verschrieben wird, was den Pharmariesen Profit bringt</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 08:14:20 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle Patienten wollen, dass ihr Arzt vernünftige Entscheidungen trifft. Dafür sollte er ausgebildet sein. Auf die Verschreibung von Medikamenten wollen jedoch auch die Hersteller Einfluss nehmen. Sie machen es Ärzten oft schwer, rational im Sinne ihrer Patienten zu handeln. (Quelle: Neues Deutschland http://www.neues-deutschland.de/artikel/209106.ungesundes-marketing.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Patienten wollen, dass ihr Arzt vernünftige Entscheidungen trifft. Dafür sollte er ausgebildet sein. Auf die Verschreibung von Medikamenten wollen jedoch auch die Hersteller Einfluss nehmen. Sie machen es Ärzten oft schwer, rational im Sinne ihrer Patienten zu handeln. (Quelle: Neues Deutschland<br />
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