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	<title>Hinter den Schlagzeilen &#187; Gesundheit/Psyche</title>
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	<description>Konstantin Weckers Webmagazin //  Kultur - Gegeninformation - Philosophie</description>
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		<title>Demo »Wir haben es satt!« am Sonnabend</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 07:59:39 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt/Natur]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter dem Motto »Wir haben es satt!« findet am Sonnabend in Berlin zum zweiten Mal die Großdemonstration für eine sozial-ökologische Neuorientierung der Agrarpolitik statt. Ein zentraler Aspekt ist die Forderung nach dem Ausstieg aus der Massentierhaltung. (Quelle: Neues Deutschland) http://www.neues-deutschland.de/artikel/215889.demo-wir-haben-es-satt-am-sonnabend.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Motto »Wir haben es satt!« findet am Sonnabend in Berlin zum zweiten Mal die Großdemonstration für eine sozial-ökologische Neuorientierung der Agrarpolitik statt. Ein zentraler Aspekt ist die Forderung nach dem Ausstieg aus der Massentierhaltung. (Quelle: Neues Deutschland)<br />
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		<title>Neues Erziehungskonzept: keine Erziehung</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 08:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Der dänische Familientherapeut Jesper Juul meint, wir sollten uns von der Idee der Erziehung ganz verabschieden und stattdessen mit unseren Kindern endlich wirklich in Beziehung treten. (Quelle: Sein) http://www.sein.de/gesellschaft/zusammenleben/2011/das-neue-paradigma-der-erziehung-keine-erziehung.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Kinder.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Kinder-150x150.jpg" alt="" title="Kinder" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-7095" /></a>Der dänische Familientherapeut Jesper Juul meint, wir sollten uns von der Idee der Erziehung ganz verabschieden und stattdessen mit unseren Kindern endlich wirklich in Beziehung treten. (Quelle: Sein)<br />
<a href="http://www.sein.de/gesellschaft/zusammenleben/2011/das-neue-paradigma-der-erziehung-keine-erziehung.html">http://www.sein.de/gesellschaft/zusammenleben/2011/das-neue-paradigma-der-erziehung-keine-erziehung.html</a></p>
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		<title>Ich bin introvertiert, und das ist gut so</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 09:57:15 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Rottenfußer]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Wirtschaftsleben herrscht eine «extravertierte Ethik», die stille Wasser zwingt, sich anzupassen oder unterzugehen. Ihre Eigenschaften, Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Scheu, gelten eher als Krankheitssymptom denn als Qualitäten. Zu Unrecht, sagt Buchautorin Susan Cain («Still»). Wir bräuchten eine Emanzipationsbewegung der Introvertierten. (Roland Rottenfußer) &#160; «Ein leerer Topf macht am meisten Lärm». Aber wer der Welt etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_6982" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Munch_Melancholie.jpg"><img class="size-medium wp-image-6982 " title="Munch_Melancholie" src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Munch_Melancholie-300x237.jpg" alt="" width="240" height="190" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Edvard Munch</p></div>
<p>Im Wirtschaftsleben herrscht eine «extravertierte Ethik», die stille Wasser zwingt, sich anzupassen oder unterzugehen. Ihre Eigenschaften, Ernsthaftigkeit, Sensibilität und Scheu, gelten eher als Krankheitssymptom denn als Qualitäten. Zu Unrecht, sagt Buchautorin Susan Cain («Still»). Wir bräuchten eine Emanzipationsbewegung der Introvertierten. (Roland Rottenfußer)<span id="more-6981"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>«Ein leerer Topf macht am meisten Lärm». Aber wer der Welt etwas Bedeutendes schenken will, benötigt Zeit und Sorgfalt, um es in Stille reifen zu lassen. Das Buch «Still» von Susan Cain ist ein Plädoyer für die Stille, die in unserer Welt des Marktgeschreis und der Klingeltöne zu verschwinden droht. Und für leise Menschen, die endlich lernen sollten, zu ihrem «So-Sein» zu stehen. Mehr als ein Drittel aller Menschen sind introvertiert. Ohne sie hätten wir heute keine Relativitätstheorie, keinen «Harry Potter», keine Klavierstücke Chopins, und auch die Suchmaschine «google» wäre nie entwickelt worden. Denn: «Wenn jemand aussergewöhnliche Talente besitzt, setzt das voraus, dass die für andere Gebiete benötigte Energie von diesen abgezogen wird.» (Allen Shawn)</p>
<p>Extravertiert oder introvertiert – dieses Gegensatzpaar bildet laut Susan Cain «Nord- und Südpol» der Temperamentenlehre. Aus Sicht von Extravertierten ist es unerklärlich, warum manche Menschen so reserviert und gedankenverloren wirken. Sie fühlen sich von Introvertierten frustriert und heruntergezogen. Andererseits fühlen sich stille Menschen von dem Überredungstalent und dem Gegockel der Lauten überrannt. Sie verstehen nicht deren Gier, sich vor Publikum zu produzieren. In Gesellschaft fühlen sich Introvertierte schnell gelangweilt und fehl am Platz. Sie vermissen den Freiraum, im Stillen ihren Gedanken nachzugehen zu können oder tief gehende Konversation zu betreiben. Keine der beiden Gruppen macht nach Ansichte der Autorin etwas falsch. Beide tun nur, wofür sie von der Evolution «designed» wurden. «Introvertierte regenerieren sich, wenn sie allein sind, Extravertierte müssen sich regenerieren, wenn sie nicht genug Kontakt haben.»</p>
<p>Introversion geht oft einher mit Gedankentiefe, geistiger Unabhängigkeit und Konzentrationsfähigkeit. Dazu kommen eine Abneigung gegen Oberflächlichkeit und Herdentrieb. Dennoch ist eine solche Veranlagung für viele Betroffenen oft mit Leidensdruck verbunden. Seit ihrer Kindheit empfinden sie ihren Zusammenprall mit der extravertierten Kultur als Versagen. Eine Teilnehmerin einer Internet-Selbsthilfegruppe schreibt: «Als ich endlich alt genug war, um zu begreifen, dass ich einfach nur zu den Introvertierten gehöre, war die Annahme, etwas stimme grundsätzlich nicht mit mir, schon zu einem Teil von mir geworden.» Introvertierten wird gesagt, sie seien «zu ruhig» oder zu sehr «im Kopf». Sie verstehen nicht, warum sie sich durch Meetings quälen sollen, in denen Maulhelden das Wort führen, obwohl sie allein am besten arbeiten. «Uns wird eingeredet, dass Menschen von Bedeutung eine forsche Art haben und dass Glück mit Kontaktfreudigkeit einhergeht.»</p>
<p>Die Autorin variiert ihr Thema auf kurzweilige und erhellende Weise. Sie reist zu den Epizentren der Grosssprecher-Mentalität, etwa in ein Seminar von Tony Robbins und in die Harvard Business School. Sie ergründet, wie Extroversion zum Kulturideal wurde und entlarvt damit seine kulturelle Bedingtheit. Als Vordenker eines Wertewandeln hin zu einer Überbewertung der Extraversion gilt der US-amerikanische Bestsellerautor Dale Carnegie («Sorge dich nicht, lebe!»). Er erklärte schon 1913 das Redetalent zur Kardinaltugend: «Heutzutage ist uns klar geworden, das es die unentbehrliche Waffe all jener ist, die im unerbittlichen Wettbewerb der Geschäftswelt vorankommen wollen.» Hier sind schon alle modernen «Ideale» der neoliberalen Ära vorweggenommen. Das Berufsleben wird zum Kriegsschauplatz. Ein Wettrüsten mit Hilfe von Mentaltechniken schuf Generationen von Kampfsprechern. Auch hier ist das Private politisch. Wo «Vertretertugenden» dominieren und zurückhaltende Menschen diskriminiert werden, wird eine Gesellschaft auf optimale ökonomische Verwertbarkeit getrimmt.</p>
<p>Amerika wandelte sich von der «Charakterkultur» zur «Persönlichkeitskultur», analysiert Susan Cain. «In der Charakterkultur war der Idealmensch ernsthaft, diszipliniert und ehrbar. Was zählte, war nicht so sehr der Eindruck, den man in der Öffentlichkeit hinterliess, sondern wie man sich verhielt, wenn niemand zugegen war.» Mit dem Wechsel zu Persönlichkeitskultur begannen die Amerikaner dagegen «zu schauen, wie andere sie wahrnahmen. Sie waren fasziniert von Menschen, die forsch und unterhaltsam waren.» Im 19. Jahrhundert war dies noch anders gewesen: «Männer konnten im allgemeinen ein ruhiges Auftreten haben, das Selbstbeherrschung und eine Souveränität demonstrierte, die sich nicht zur Schau zu stellen brauchte.» Soziologisch hängt dieser Wandel auch mit der Verstädterung und einer zunehmend anonymen Berufswelt zusammen. In der traditionellen Dorfgemeinschaft war man nur mit wenigen Menschen konfrontiert, die man meist schon seit der Kindheit kannte. Die moderne Arbeitswelt forderte dagegen, auf immer neue Kontakte mit Fremden flexibel zu reagieren. Dies fördert Oberflächlichkeit und Darstellerqualitäten.</p>
<p>Der Psychoanalytiker Alfred Adler kreierte in den 20er-Jahren die Modediagnose «Minderwertigkeitskomplex». Sie trug viel zur Stigmatisierung zurückhaltender Charaktere bei. «Bis dahin hatten sich die Experten hauptsächlich über frühreife Mädchen und straffällige Jungen Sorgen gemacht, doch nun konzentrierten sich Psychologen, Sozialarbeiter und Ärzte auf das durchschnittliche Kind mit der ‚fehlangepassten’ Persönlichkeit, insbesondere das schüchterne Kind.» Schon der Begriff «fehlangepasst» ist ja entlarvend. Viele Introvertierte haben eine ausgeprägte Abneigung gegen Konformitätsdruck, jedoch auch nicht die Kraft (oder die Motivation), in der Gruppe die «Macht» an sich zu reissen. Rückzug ist die natürliche Schutzreaktion, um integer zu leben – «niemands Herr und niemands Knecht».</p>
<p>Eine gross angelegte Umerziehungskampagne im Sinne extravertierter Ideale fand vor allem seit den 70er-Jahren statt, als die Ratgeberliteratur boomte. Die Unsicherheit, von der Leser angeblich geheilt werden sollten, wurde erst erschaffen, indem man suggerierte, so wie sie seien, dürften sie auf keinen Fall bleiben. Auch die Werbung spielte massiv mit den Ängsten der Menschen, nicht gut anzukommen. In einer Zahnbürstenwerbung («Dr. West») hiess es: «Haben Sie schon mal probiert, sich an sich selbst zu verkaufen? Ein guter erster Eindruck ist für den Erfolg im Geschäftsleben oder bei anderen Menschen das Allerwichtigste.» Ironisch zitiert Susan Cain auch das Motivationsprogramm der Vertriebsmitarbeiter bei IBM. Dort wird morgens ein Lied mit folgendem Text angestimmt: «Wir sind immer gut in Form, und wir arbeiten mit Schwung. Wir verkaufen, ja verkaufen IBM.» Man muss keinen «Minderwertigkeitskomplex» haben, um bei gleichgeschalteten Ritualen in Unternehmen, Burschenschaften oder Fussballclubs Unwohlsein zu empfinden – oder einen unwiderstehlichen Lachreiz.</p>
<p>Trotz mancher Spitzen gegen die Selbstdarstellerkultur, möchte Susan Cain nicht umgekehrt die Extravertierten diskriminieren. Sie rät: Versucht nicht, schlechte Kopien der Extravertierten zu werden, versucht lieber eure Stärken als Introvertierte zu pflegen. «Still» stellt sich gegen den Trend vieler Ratgeber, die «selbstbewusstes Auftreten» verherrlichen. «Introvertierte, die unter dem Ideal der Extraversion leben, sind wie Frauen in einer Männerwelt: Sie werden wegen eines Merkmals gering geschätzt, das sie im Innersten definiert.» Die logische Schlussfolgerung: Wir brauchen eine Emanzipationsbewegung der Introvertierten. Wie bei Frauen gilt: Ihre Persönlichkeitsmerkmale sollten nicht wegtherapiert, sondern als wertvoller Teil des Ganzen akzeptiert werden. Es ist eine Beleidigung für Introvertierte, wie gescheiterte Extravertierte behandelt zu werden. «Still» ist das Kultbuch für Schüchterne, hilft aber auch Selbstsicheren, ihre Mitmenschen besser zu verstehen. Auch Schwierigkeiten auf dem Lebensweg, so zeigt das Buch, können mit Mut und Einsicht positive Wirkungen erzielen. «Dort, wo du stolperst, liegt auch dein Schatz vergraben.»</p>
<p>Buchtipp: Susan Cain: Still – Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt. Riemann Verlag, 2011. 447 S., Fr. …/Euro 19,95</p>
<p>Filmtipp: «Die anonymen Romantiker», Frankreich 2010, Regie: Jean-Pierre Améris, Darsteller: Isabelle Carrè, Benoît Poelvoorde</p>
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		<title>Verschrieben wird, was den Pharmariesen Profit bringt</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 08:14:20 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle Patienten wollen, dass ihr Arzt vernünftige Entscheidungen trifft. Dafür sollte er ausgebildet sein. Auf die Verschreibung von Medikamenten wollen jedoch auch die Hersteller Einfluss nehmen. Sie machen es Ärzten oft schwer, rational im Sinne ihrer Patienten zu handeln. (Quelle: Neues Deutschland http://www.neues-deutschland.de/artikel/209106.ungesundes-marketing.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Patienten wollen, dass ihr Arzt vernünftige Entscheidungen trifft. Dafür sollte er ausgebildet sein. Auf die Verschreibung von Medikamenten wollen jedoch auch die Hersteller Einfluss nehmen. Sie machen es Ärzten oft schwer, rational im Sinne ihrer Patienten zu handeln. (Quelle: Neues Deutschland<br />
<a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/209106.ungesundes-marketing.html">http://www.neues-deutschland.de/artikel/209106.ungesundes-marketing.html</a></p>
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		<title>Zocken Psychopathen an den Börsen?</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 07:14:31 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer Studie agieren professionelle Börsenhändler egoistischer und sogar weniger erfolgreich als kriminelle Psychopathen. (Quelle: Telepolis) http://www.heise.de/tp/blogs/8/150520]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/09/AnthonyPerkins.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/09/AnthonyPerkins-300x163.jpg" alt="" title="AnthonyPerkins" width="300" height="163" class="alignleft size-medium wp-image-6423" /></a>Nach einer Studie agieren professionelle Börsenhändler egoistischer und sogar weniger erfolgreich als kriminelle Psychopathen. (Quelle: Telepolis)<br />
<a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/150520">http://www.heise.de/tp/blogs/8/150520</a></p>
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		<title>Die Psychopathen kommen</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Oct 2011 07:30:10 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter der Überschrift Das Buch des Wahnsinns berichtet die Süddeutsche Zeitung vom 9./10. Juli 2011 über die neue Ausgabe des Diagnosemanuals DSM. Dieses Diagnose-Handbuch existiert seit 1952 und wird von der American Psychiatric Association herausgegeben. Es will und soll weltweit die Kriterien dafür festlegen, wann ein Mensch im psychiatrischen Sinn für gestört zu erklären ist. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter der Überschrift Das Buch des Wahnsinns berichtet die Süddeutsche Zeitung vom 9./10. Juli 2011 über die neue Ausgabe des Diagnosemanuals DSM. Dieses Diagnose-Handbuch existiert seit 1952 und wird von der American Psychiatric Association herausgegeben. Es will und soll weltweit die Kriterien dafür festlegen, wann ein Mensch im psychiatrischen Sinn für gestört zu erklären ist. Die neue Version will unter den Persönlichkeitsstörungen aufräumen und „ausmisten“, denn von den elf bislang aufgelisteten werden nur zwei regelmäßig diagnostiziert: die „Borderline“- und die „antisoziale Persönlichkeitsstörung“. Welche Kränkung für die Narzissten: Es gibt sie gar nicht, oder demnächst nicht mehr, jedenfalls nicht in ihrer Reinform! (Quelle: Nachdenkseiten)</p>
<p>http://www.nachdenkseiten.de/?p=10832#more-10832</p>
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		<title>Zeitbombe Arbeitsstreß</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 07:20:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Betriebsrätebefragung bestätigt dramatische Zunahme psychischer Erkrankungen. IG Metall startet Initiative und fordert gesetzliche Maßnahmen. (Quelle: Junge Welt) http://www.jungewelt.de/2011/09-28/045.php]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Betriebsrätebefragung bestätigt dramatische Zunahme psychischer Erkrankungen. IG Metall startet Initiative und fordert gesetzliche Maßnahmen. (Quelle: Junge Welt)<br />
<a href="http://www.jungewelt.de/2011/09-28/045.php">http://www.jungewelt.de/2011/09-28/045.php</a></p>
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		<title>Sexuelle Intelligenz – Die Transformation männlicher Macht 2/2</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 06:16:09 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Im zweiten Teil seines Artikels zeigt Gerd Soballa Wege aus der Misere, die sich in mehreren Vergewaltigungsfällen der letzten Zeit manifestierte. Sex und Macht im Spiegelsaal der Menschheit – Auf dem Weg in ein neues Zeitalter „So eben beenden wir einen Kreislauf unseres Lebens als Menschheit und des Lebens des Planeten Erde. Schmerzhafte und leidvolle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_6252" class="wp-caption alignleft" style="width: 165px"><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/09/HeiligeHochzeit.png"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/09/HeiligeHochzeit-155x300.png" alt="" title="HeiligeHochzeit" width="155" height="300" class="size-medium wp-image-6252" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Heilige Hochzeit&quot; - sumerisches Relief</p></div>Im zweiten Teil seines Artikels zeigt Gerd Soballa Wege aus der Misere, die sich in mehreren Vergewaltigungsfällen der letzten Zeit manifestierte.<br />
<strong>Sex und Macht im Spiegelsaal der Menschheit – Auf dem Weg in ein neues Zeitalter</strong></p>
<p>„So eben beenden wir einen Kreislauf unseres Lebens als Menschheit und des Lebens des Planeten Erde. Schmerzhafte und leidvolle Erfahrungen sind nicht länger das Mark unseres Daseins. &#8230;<br />
Der neue Kreislauf heißt: Liebe – Bewusstsein der Einheit – Lebensfreude – Fülle &#8230;“<br />
(Nah Kin, Mayapriesterin und Psychologin &#8211; bürgerlicher Name Dr. Eugenia Casarin &#8211; in dem Buch „2012“)</p>
<p>Die Welt scheint wie ein Spiegelsaal geworden zu sein, in dem unsere Schatten als Menschheit sichtbar werden und das Ganze neigt dazu, zum Alptraum oder absurden Theater zu gerieren. Doch das täuscht. Es geht darum, dass Phänomene erkannt werden können, damit sie geheilt, transformiert und transzendiert werden können, um die Menschheit auf eine neue qualitative Ebene zu bringen,<br />
Unsere Zeit ist hoch verdichtet und beschleunigt. Die Ereignisse jagen sich, tauchen auf, verschwinden wieder – vor allem in den Medien. Was gestern Tagessensation war, ist morgen vergessen oder steht im Hintergrund. Und dennoch: Es handelt sich bei vielen Ereignissen und Phänomen um Superlative und Megaereignisse: Größte Umweltkatastrophen, noch nie da gewesene Erregerkombinationen, Skandale höchsten Ausmaßes usw. Dieser Spiegel lässt nichts aus, nichts unbeleuchtet, nichts verborgen, alles kommt ans Licht. Wir selbst schauen in diesen Spiegel und sind uns darin oft sehr fremd, vor allem, wenn unsere Schatten und inneren Abgründe darin zum Ausdruck kommen. Doch wir sehen darin vor allem auch unser Licht, unsere Stärken und Potentiale – unsere neue Identität.<br />
Die indigenen Völker, die Maya, die Tibeter, die Zukunftsforscher, die Kulturkreativen, die New Age`ler und Holisten und viele andere mehr spüren, dass es um einen Sprung in eine neue Dimension und planetarische Kultur geht. Das Datum 2012 kommt hier ins Spiel – das Ende und der Neubeginn eines Zeitalters nach dem Mayakalender und „zufälliger Weise“ war das „Old Age“ in etwa zeitgleich mit dem Patriarchat. Geld, Macht und Sex waren darin Schlüsselthemen, gekoppelt an Angst und Männermacht. Die Maya sprechen von einem Zeitalter der Angst, das zu Ende geht und davon, dass ein Dimensionssprung in ein Zeitalter der Liebe stattfinden wird, in der das Weibliche eine starke Rolle spielt. Und, last not least, eine weitere Botschaft von ihnen: Es liegt an uns &#8211; als Einzelne und als  Menschheit im Gesamten &#8211; ob uns dieser Sprung gelingt.    </p>
<p><strong>Paradoxes Lerntheater – Die Transzendierung von Macht und Sexualität</strong></p>
<p>„Allem kann ich wiederstehen, nur der Versuchung nicht“ (Oscar Wilde)</p>
<p>All das, was sich in diesem alten Zeitalter an Müll. an Ungeheiltem, an Trümmern aufgehäuft hat, sitzt auch in uns selbst und harrt der Befreiung &#8211; wie Kinder, die in einem Keller eingeschlossen sind. Vorher scheint dieser Sprung ins Neue nicht möglich zu sein. </p>
<p>Im Bereich der Sexualität, vor allem in ihren Schattenbereichen, spielt sich in diesem Kontext Paradoxes ab: Wir neigen dazu, nicht nur auf etwas sexuell zu reagieren, was wir wollen, sondern auch, was wir nicht wollen. Der Sexualforscher und Therapeut  Jack Morin aus San Francisco bringt dieses Phänomen auf eine erotische Formel, die lautet: Erregung = Anziehung und Widerstand. Nicht nur das, was erlaubt ist, macht uns scharf, sondern auch das, was verboten ist. Scham, Macht, Schmerz sowie Grenzüberschreitungen aller Art können eine genau so große aphrodisierende und stimulierende Wirkung haben wie Schönheit, Anmut und Lebenslust.<br />
Die Gruppe der Menschen, die sich als Dom oder SubDom in BDSM – Ritual-Szenarien bewegen ist mittlerweile um ein Mehrfaches größer als diejenigen, die zu Tantragruppen gehen. Wir sind im Bereich der Sexualität Wiederholungstäter und neigen dazu, ein Muster so lange beizubehalten, bis sich etwas gelöst hat, was in uns unheil war, bis etwas heil und ganz geworden ist. Ob dies jetzt karmisch ist, mit dem kollektiven Unbewussten zu tun hat und /oder als Information in unseren Genen steckt, ist Glaubens- und Ansichtssache und spielt im Endeffekt in bezug auf die zu lösenden Phänomen keine Rolle.</p>
<p>Dominique Strauß–Kahn, um hier nochmals darauf zurück zu kommen, hatte das Pech oder besser gesagt, wurde von sexueller Unintelligenz überrannt, seinen Eskapaden, Obsessionen und Begierden in einem Szenario nachzugehen, das ungeschützt war und vor allem nicht einvernehmlich war. Hätte er diese Spielerfahrung im Rahmen eines Szenario in einem tantrischen Kurs, einem experimentellen katharsischen Satyrtheater oder sexualexperimentellen Institut gemacht, so hätte er die Chance gehabt, in seinen eigenen Spiegel zu schauen und seine Sexualität zu transzendieren und darin intelligenter und kompetenter zu werden. Doch leider sind die Mächtigen dieser Erde weit von diesen Möglichkeiten entfernt, vielleicht weil sie darum nicht wissen oder weil sie es bisher nicht nötig hatten, sich damit auseinander zu setzen und alternative Erfahrungen zu machen. Aus diesem Grund bleiben ihre unbewussten Schattenanteile ungeklärt und sie bleiben in ihren Mustern gefangen   </p>
<p>Unsere Epoche, die sich im Übergang zu etwas Neuem befindet, lässt derlei Stagnation und das Verharren in alten Mustern nicht mehr zu – und es ist etwas Kollektives, was da am Wirken ist.<br />
Es hat den Anschein, als ob es sich im Fall Dominique Strauß-Kahn wie um eine „paradoxe Intervention“ eines wie auch immer gearteten tantrischen Weltgeistes gehandelt hat, der den Phänomen Geld, Macht und Sex einen Spiegel vorgehalten hat und: Dominique Strauß-Kahn hat sich dem – in unbewusster Weise – zur Verfügung gestellt.       </p>
<p>Lebens- und Liebesakademien für die Mächtigen der Welt</p>
<p>„Erotik und Intelligenz müssen nicht unbedingt Feinde sein.“<br />
(Hildegard Knef)</p>
<p>Machen wir ein Gedankenexperiment: Wie wäre es, wenn die Mächtigen der Welt  Lebens- und Liebesakademien besuchen würden, bevor sie in einflussreichen Positionen Machtfunktionen ausüben. Sollten sie diese schon eingenommen haben, ist es natürlich auch möglich, ein Fortbildung in diesen Akademien zu machen<br />
So eine Art Liebes– und Lebens-Audit, vergleichbar mit dem Öko Audit, könnte dann als Abschlusszertifikat dem jeweiligen Absolventen als  Nachweis für Sexuelle Intelligenz und Kompetenz, Liebes – und Lebensweisheit sowie eine hohes ethisches Bewusstsein dienen </p>
<p>Der Hieros Gamos, die „Heilige Hochzeit“, die in alten Zeiten als Staatsakt die Einheit von Macht, Spiritualität und Liebe garantierte, gehört der Vergangenheit an und wäre in dieser Form sowieso nicht mehr vorstellbar und auf die heutige Zeit übertragbar.<br />
Aber es wäre möglich, dass über diese Schulen die Macht der Liebe mit der Macht der Welt wie in einer Heiligen Hochzeit vermählt werden würde.</p>
<p>„Amo ergo sum“, ich bin also liebe ich, heißt die Weltformel für das Neue Zeitalter. Die Kulturanthropologin Christine Klessler hat unter diesem Titel ein Weg weisendes Buch geschrieben. Und darin würden die Teilnehmer dieser Akademie unterrichtet werden. Im „Cogito ergo sum“ eines Descartes sind mächtige Männer ja sehr stark, sie baden sich förmlich darin und diese Formel war ja auch ein wichtiger Schlüssel ihres Erfolges. Warum jetzt nicht in der Liebe baden – nicht zu verwechseln mit purem Sex – der Herzensliebe und Menschenliebe, der Liebe zur Welt und alles, was darin geschieht in Liebe, Wertschätzung und Achtung neu zu erfahren und berühren zu lernen.<br />
Das bedeutet ja nicht, dass das Denken ausgeschaltet wird, nein im Gegenteil, es wird reicher und blühender werden, wird als integriertes Denken mit allen anderen Ebenen des Seins verbunden werden und Heilsames auf den Weg bringen. Es richtet dadurch vor allem nicht mehr so viel Ungemach an wie bisher. Es dient der Menschheit und  letztendlich auch dem Denkenden selbst, denn dieser wird glücklicher aussehen als ein denkender Nietsche oder jener Denker, den Auguste Rodin in Stein gemeißelt hat</p>
<p>Der Umgang mit unerklärlichen Begierden, Ungeheiltem, Obsessionen aller Art wäre z.B. ein weiteres Thema, das die Absolventen dieser Akademien gelernt hätten. Im sogenannten „Maskenrad der Liebhaber“ einem Spielszenario aus dem indianisch-schamanischen Wissen, lernen die Teilnehmer, alle Spielarten und Ritualformen der Sexualität zu durchleben, zu durchschauen und zu transzendieren. In morphogenetischer Gestaltarbeit werden ungeheilte Situationen aus der Vergangenheit gelöst. Rituelle Atem- und Klangarbeitarbeit, die alle Körperebenen verbindet und hilft, sich zu ganzheitlichem Sein hin zu entwickeln, wäre eine weitere Lern- und Erfahrungsebene. Neue Rituale und Muster, die dazu verhelfen Sexualität, Körper, Herz und Seele zu verbinden, werden daraus abgeleitet<br />
Ein neues Männer- und Frauenbild, das in aller polaren Verschiedenheit der Geschlechter, die Einheit, Harmonie und  das Zusammenspiel fördert, wäre ein weiteres Thema.<br />
Übergreifende Themen für eine Neue Ethik im Zusammenwirken der Geschlechter werden entwickelt, ja sogar die Grundlage für eine Neue Weltethik. Ein wichtiger Bestandteil darin ist das polare Zusammenspiel und die Balance des Männlichen und Weiblichen, das in allen Dingen wirkt. Das hat Auswirkungen auf andere Themen, wie z.B. die Geldwirtschaft, wo erkannt wird, dass das weiblich fürsorgliche Moment, das in antiken Tauschsystem noch vorhanden war und verkörpert wurde durch den Archetyp der versorgenden Großen Mutter im Lauf der Geschichte in Vergessenheit geriet. Impulse für eine sozialgerechte Währungsreform werden daraus gewonnen. Und Vieles, Vieles andere mehr, das hier gar nicht alles aufgezählt werden kann,  wird dort gelehrt.</p>
<p><strong>Sciences Fictives &#8211; Ein Transformationsszenario aus einer alternativen Parallelwelt</strong></p>
<p>„Der phallische Politiker lässt sich wirklich berühren von den Problemen in seinen Städten, er denkt nicht nur an seine Position, wenn er entscheiden muss. Er entscheidet unabhängig von seiner Angst, nicht mehr geliebt zu werden, die nächste Wahl zu verlieren, er entscheidet so, wie die Ahnen es erfordern, die Welt, die Gemeinschaft. Der phallische Politiker ist ein dienender König.“<br />
(aus Peter A. Schröter „Die Kraft der männlichen Sexualität“)</p>
<p>Betreten wir zum Abschluss ein fiktives Szenario, um das ganze Dilemma um Dominique Strauß-Kahn wenigstens symbolisch, in einer erfundenen Geschichte,  zu einem glücklichen Abschluss zu bringen.</p>
<p>Dominique Strauß Kahn befindet sich in seinem luxuriösen Bad im Sofitel Hotel und exerziert seine morgendlichen tantrischen Rituale und eine Schönheitspflege, die ihn für seine 62 Jahre jung und elastisch halten und ihm Zufriedenheit und Ausgeglichenheit schenken.<br />
Er hat übrigens vor längerer Zeit schon eine dieser Lebens- und Liebesakademien mit Bravour durchlaufen. Dies war notwendig, da sich in der jüngeren Geschichte Dramen und Machtmissbräuche prominenter Männer im Zusammenhang mit Sexualität gehäuft hatten. Es kam auch schon vor, dass diesen Persönlichkeiten vereinzelt „erotische Fallen“ gestellt wurden, um ihre Positionen zu sabotieren. Die Schulung in sexueller Intelligenz und Lebenskompetenz beugte dem vor.<br />
Doch nicht nur er hat diese Akademie besucht, sondern auch die 32jährige Dame aus Guinea, die als dienstleistende Hostess im Sofitel Hotel für die Anmut und Schönheit der Zimmer zuständig war.<br />
Der Begriff „Dienstmädchen“ oder „Maidservant“ auf englisch, wurde schon seit längerer Zeit abgeschafft. Übrigens hat auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel, die er noch heute in Berlin besuchen wird, diese Akademie erfolgreich besucht.</p>
<p>Voller Elan und Lebenslust rannte er nackt aus seinem Bad, um sich anzukleiden, denn die Zeit drängte und der Flieger stand bald bereit. Doch plötzlich erschrak er kurz, denn eine große elegant gekleidete Dame in der Uniform einer Hostess stand  vor ihm und sie war nicht minder überrascht.  Sie musterten sich kurz, hielten dann inne, nahmen einige tiefe Atemzüge und klärten die Situation. Er wusste nicht , dass sie schon kam, um das Zimmer in Ordnung zu bringen  und sie wusste nicht dass er noch da war. Die Situation hatte dennoch etwas leicht Prickelndes, ja fast Unheimliches und Absurdes&#8230; doch dann&#8230;. brachen beide in schallendes Gelächter aus und verabschiedeten sich freundlich mit ein paar humorvollen und wohlwollenden Worten und Gesten.<br />
Er fühlte sich als „phallischer Mann“ , nicht mehr als der Penis fixierte Mann, der er in kritischen Situationen vor seiner Lebens- und Liebesakademiezeit war.<br />
Er erinnert sich an einen Kurs innerhalb der Akademie, an dem er teilnahm und ein Buch „Die Kraft der männlichen Sexualität“, das er dort empfohlen bekam: „&#8230; der phallische Mann hat seine weibliche Seite, seine Königin, seine Anima, angeschaut und angenommen, er kann sich abgrenzen ihr gegenüber und bleibt stets verbunden mit seinem Selbst. Der phallische Mann lebt seine vollständige Männlichkeit.</p>
<p>Er freute sich schon auf Angela Merkel, der er die Geschichte erzählen wird und wusste schon, dass sie sich lachend auf dem Boden wälzen werden. Sie hatten beide zur gleichen Zeit die Lebens- und Liebesakademie und hatten immer wieder Freude daran, sich auszutauschen und zu beraten. Heute Abend noch werden sie gemeinsam den Film „Die Eroberung“ von Xavier Durringer, eine „Komödie der Macht“ – wie der aktuelle Spiegel schrieb &#8211; über Nicolas Sarkozy, den amtierenden französischen Präsidenten, anschauen.<br />
Sarkozy war übrigens einer der wenigen Spitzenpolitiker, die es sich verwehrt hatten diese Akademie zu besuchen, da er seiner Selbstversonnenheit eines Louis XIV glaubte, derartiges nicht nötig zu haben, was vielleicht auch stimmte, denn er lebte – wenigstens zur Zeit – eine glückliche Phase in seiner Ehe mit seiner Gattin Bruni.<br />
Nachdem Angela Merkel und Dominique Strauß-Kahn sich den Film über Sarkozys Machtspiele angeschaut hatten, blickten sie sich in die Augen und wussten:<br />
Dominique Strauß-Kahn wird im Jahre 2012 als Kandidat und Hoffnungsträger der Sozialisten der neue Präsident von Frankreich werden.<br />
Wenn dies so weit ist, werden er und Angela Merkel eine Gipfelkonferenz zum Thema „Liebe und Lebensweisheit in Politik und Wirtschaft“ einberufen. Auch der erste neue demokratisch gewählte Präsident von Libyen in der Nach–Gaddafi–Ära hat dafür höchstes Interesse angemeldet.  </p>
<p>Alle weiteren Worte erübrigen sich &#8230;   </p>
<p>Autor: Gerd Soballa, Freiburg – La Palma, Juni 2011</p>
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		<title>Sexuelle Intelligenz – Die Transformation männlicher Macht (Teil 1/2</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 06:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit/Psyche]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Fall Dominique Strauß-Kahn und andere Vergewaltigungsfälle haben gezeigt: Männliches Machtgebaren und ungelenkte sexuelle Energie hängen oft zusammen. Diese Vorkommnisse sind nur die Spitze eines Eisbergs und verweisen auf ein tieferliegendes Problem: Die Heraufkunft des Patriarchats und die Zerstörung der ursprünglichen Einheit von Religion und Sexualität. Gerd Soballa geht der Geschichte und dem Mythos männlicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/09/Susanna_im_Bade.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/09/Susanna_im_Bade.jpg" alt="&quot;Susanna im Bade&quot;, Van Dyck" title="Susanna_im_Bade" width="220" height="281" class="alignleft size-full wp-image-6249" /></a>Der Fall Dominique Strauß-Kahn und andere Vergewaltigungsfälle haben gezeigt: Männliches Machtgebaren und ungelenkte sexuelle Energie hängen oft zusammen. Diese Vorkommnisse sind nur die Spitze eines Eisbergs und verweisen auf ein tieferliegendes Problem: Die Heraufkunft des Patriarchats und die Zerstörung der ursprünglichen Einheit von Religion und Sexualität. Gerd Soballa geht der Geschichte und dem Mythos männlicher Sexualität nach und macht Vorschläge, wie heilen kann, was auseinandergefallen ist.<span id="more-6248"></span></p>
<p>„Die frohe Botschaft lautet: Sexuelle Intelligenz ist erlernbar“<br />
(Zitat aus einer Buchrezension zu SQ – Sexuelle Intelligenz von Sheree Conrad)</p>
<p>Rituale aus der archaischen Zeit – Einheit von Liebe, Sexualität und Macht</p>
<p>Es gab einmal eine Zeit, in der die Sexualität als heilige schöpferische Kraft nicht nur im privaten Bereich verehrt wurde, sondern in Ritualen und Zeremonien auf höchster gesellschaftlicher Ebene zelebriert wurde. Diese Zeit ist uns überliefert als die matriarchale Zeit oder auch die Zeit der Großen Göttin.<br />
Sexualität und Spiritualität, öffentliches und privates Tun, Wirtschaft und Politik waren noch nicht in dem Maße getrennt, wie wir es heute kennen.<br />
In fast allen Mythen der archaischen Völker &#8211; wie der indigenen Völker, der pazifischen und der drawidischen Industalvölker – entstand die Welt und das Leben aus einer Vereinigung der männlichen und weiblichen schöpferischen göttlichen Kraft.<br />
Im Ritual der Heiligen Hochzeit, dem Hieros Gamos, wurde dieser göttliche schöpferisch-sexuelle Akt zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten wie ein „Staatsakt“ – aus heutigem Verständnis &#8211; zelebriert. Die himmlischen Sphären und die irdischen wurden mit diesem Ritual vermählt.<br />
„Die Erhaltung der Welt obliegt den Menschen durch eine ständige Wiederholung der Kosmogonie im Kultdrama der Heiligen Hochzeit“ schreibt der Theologe Heinz Hunger in seinem Buch „Die Heilige Hochzeit“ und die Kulturanthropologin Barbara Walker verweist in das „Geheime Wissen der Frauen“ darauf, dass nur durch den Hieros Gamos dem jeweiligen König das Herrschaftsrecht verliehen wurde. Diese Macht war von einer Heiligen Liebe durchströmt und von Liebe sollte alle Handlung des Königs getragen sein. Die Große Göttin,<br />
repräsentiert durch die Priesterkönigin, initiierte den König in diesem Hohen Auftrag der vereinigenden Liebe mit ihrer Energie als Shakti. Macht verstand sich in diesem Sinne nicht als „Macht über“ Mensch und Natur, sondern als wohlwollend – fürsorgliche „Macht für“ die Welt und ihre Geschöpfe. Das weiblich-mütterliche und männlich-väterliche Prinzip sorgten im Idealfall in ihrem Zusammenwirken und ihrer Balance für ein von Empathie und Kraft durchwirktes Staats- und Gesellschaftswesen.<br />
Im kollektiven Un- und Vorbewussten – und auch in jeder und jedem von uns selbst &#8211; ist diese längst vergessene Zeit mit ihren Ritualen gespeichert und erst seit einigen Jahrzehnten auch gut erforscht.</p>
<p><strong>Der Übergang ins Patriarchat &#8211; am Beispiel der griechischen Mythologie</strong></p>
<p>Mit dem historischen Übergang ins Patriarchat entstanden neue Weltbilder. Dieser Prozess vollzog sich nicht plötzlich sondern bedurfte einer längeren Übergangsphase, die ungleichzeitig stattfand. Besonders in Mythen, Sagen und Märchen sowie in neuen Ritualen und Festlichkeiten,  kam dieses neue Weltbild &#8211; gekoppelt an eine neue patriarchale Weltordnung &#8211; bildhaft zum Ausdruck. Auf die archaische, unschuldige mütterlich-paradiesische Zeit wurde zwar noch verwiesen, doch deutlich wurde, dass jetzt männliche Götter und Herrscher den Gang der Welten bestimmten.<br />
Insbesondere aber auch das Thema sexuelle Gewalt, Vergewaltigung und Besitznahme von Menschen, Tieren und materiellen Gütern rücken ins Zentrum des Geschehens.</p>
<p>„Vergewaltigung ist gleichsam die 3. Säule der patriarchalen Herrschaft &#8230; Die griechische Mythologie ist besonders reich an Vergewaltigungsmotiven. Hades raubt Persephone, Apollon die Nymphen, Kastor und Pollux entführen die Töchter des Leukippos. Die euphemistische Beschreibung als „Raub“ verdeckt, dass es sich um Vergewaltigung handelt.<br />
(Bulletin Lexikon, Verlag Opus Magnum)</p>
<p>Vergewaltigung war eines der neuen kollektiven Rituale der Patriarchats &#8211; vor allem in Kriegen &#8211; um Macht zu demonstrieren. Das hat sich bis heute nicht geändert, wie die jüngsten Vorfälle in Libyen zeigen, wo nachgewiesen werden konnte, dass dort der tyrannische Herrscher Gaddafi sogar zu Massenvergewaltigungen von Zivilistinnen durch die Armee angestiftet hat.  </p>
<p>In den Matriarchaten, auch jenen, die bis in die heutige Zeit reichten, waren Vergewaltigung und Gewaltakte, vor allen gegen Frauen, so gut wie nicht bekannt und spielten, wenn überhaupt, eine marginale Rolle. Die griechische Mythologie und Ritualkunst knüpfte zwar noch an die alte Zeit an, war jedoch schon geprägt von diesem neuen Geist. Die Heilige Hochzeit von Gaia und Uranos, die aus dem Weltenchaos heraus  entstanden sind, gehört noch der matriarchalen Tradition an. Doch schon Uranos trat gegenüber Gaia als Vergewaltiger auf und wurde später von seinem Sohn Kronos entmannt, der seine Mutter damit rächte.</p>
<p>„Uranos hatte Freude daran, jede Nacht auf Mutter Erde herunterzukommen (&#8230;) Das jedoch, was Uranos tat, war Vergewaltigung: Er kam jede Nacht herunter auf Mutter Erde und zwang sie, seine Geschöpfe hervorzubringen.“<br />
(Hannelore Goos, Griechische Mythologie)</p>
<p>In den späteren Mythen um Zeus wird dieses Thema auf die Spitze getrieben. Hera, die sich mit Zeus vermählt, tritt zwar noch als dreifache Göttin auf, ist aber nach neuem Recht Zeus schon untergeordnet. Und dieser mächtige Zeus treibt seine sexuellen Spiele munter und über alle Grenzen hinaus. Er verwandelt sich trickreich in Tiere, wie z.B. in einen Schwan oder in einen Blitz, um zu überwältigen und mit Macht und Gewalt sich das zu nehmen, was seine sexuelle Lust einforderte.</p>
<p>„Zeus erfüllt das neue Gesetz, indem er seine Frau in jeder bekannten Verkörperung seinem Willen unterwirft, denn alle diese Frauen sind Verkörperungen der Großen Mutter“<br />
(Hannelore Goos, Griechische Mythologie)</p>
<p>Hier liegt ein mythologischer Verständniskern für das, was auch heute noch in der Verquickung von Macht, Sex und Geld in der patriarchalen Männerwelt geschieht, denn diese Mythologien beschränkten sich nicht darauf, Mythologie zu sein, sondern fanden auch in der realen Lebenswelt ihren Ausdruck. </p>
<p><strong>Susanna im Bade – Das biblische Beispiel für männliche Machtmissbräuche</strong></p>
<p>„Susanna im Bade“, auch bekannt als „Susanna und die beiden Alten“, ist eines der bekanntesten Motive in der Kunst-, Kultur- und Kriminalgeschichte. Die Erzählung gehört zu den apokryphen Schriften der Bibel und steht als frühes Beispiel für männlichen Machtmissbrauch im Zusammenhang mit Sexualität.</p>
<p>Die Geschichte:<br />
Susanna, eine schöne und begehrenswerte verheiratete Frau wurde von zwei hoch angesehenen älteren Richtern in ihrem Garten beim Baden beobachtet. Diese lauerten ihr auf und wollten sie zum Sex zwingen. Sie weigerte sich, worauf die Richter ihre Machtposition ausnutzten und sie beschuldigte, Ehebruch begangen zu haben. Man glaubte den Richtern und verurteilte Susanna zum Tode. Durch eine weise Intervention des Propheten Daniel, der die Richter der Lüge überführen konnte, wurde Susanna gerettet und die Richter wurden bestraft.<br />
So weit die Geschichte. Nicht immer gingen ähnliche Übertretungen gegen Frauen so aus.<br />
Oft werden die Frauen, nachdem sie missbraucht wurden, als Ehebrecherinnen verurteilt, als Huren beschimpft oder man glaubte ihnen nicht und zu ihrer Qual kamen noch Schimpf und Schande dazu.<br />
Diese doppelte Verquickung von Lüge und Macht – vor allem bei jenen mächtigen und angesehenen Männern, die zu Verfehlungen neigen &#8211;  ist ein „klassisches“ männliches Machtritual.<br />
Die positive Seite der Geschichte: Es gibt eine Männerseite – in diesem Fall verkörpert durch den Propheten Daniel &#8211; die Frauen liebt, achtet, schützt und ihnen Gerechtigkeit widerfahren lässt. Um diese Qualität von Männlichkeit wird es in Zukunft vor allem gehen, wenn das Männliche und Weibliche wieder in Balance und Harmonie kommen soll.<br />
Doch so weit ist es noch nicht – oder besser gesagt noch nicht ganz, denn alles, was zur Zeit in der Welt aktuell in diesem Zusammenhang passiert, führt uns in diese Richtung, auch wenn es uns anfänglich eher als das Gegenteil erscheint.    </p>
<p><strong>Verkommene Rituale heute – Machtmissbräuche, Abstürze, Skandale </strong></p>
<p>„Es geht um die Frage, was den Menschen zum Wolf und Männer zum potentiellen Feind der Frau macht.“ (Spiegel 21 / 2011 zum Thema „Sex und Macht“) </p>
<p>Affären und Machtmissbräuche sowie Entgleisungen und Übertretungen im Zusammenhang von Sexualität und Macht häufen sich – vor allem gegen das weibliche Geschlecht oder auch gegenüber Kindern und Jugendlichen, wie der aktuelle Fall von Dominique Strauß-Kahn oder die Kirchenskandale der letzten Monate zeigen. Nicht mehr Wohlergehen und Heil für das große Ganze entstehen aus dem Zusammenhang von Sexualität und Macht, wie in den alten Kulturen der Großen Göttin, sondern Abgründiges. Die heutigen Rituale der Macht werden vielfach manipulativ und medienbewusst eingesetzt. Sie spielen sich auf einer sehr niederen, an das Ego gebundenen Ebene ab und sind von einer schöpferischen Lebensenergie und von Spiritualität stark getrennt. Geld spielt in diesem modernen Kultspiel im Kontext von Macht und Sex eine wichtige Rolle. Die Rituale und Kulthandlungen scheinen gut dafür eingespielt zu sein und laufen nach folgender Formel ab:</p>
<p>„In diesem Land“, gemeint ist natürlich Amerika, „musst du zuerst Geld machen. Wenn Du das Geld dann hast, bekommst du die Macht . Und wenn Du die Macht hast, kriegst du die Frauen.“  (Zit. nach Spiegel 21 /2011)</p>
<p>Kommt Sexualität in diesen Sphären der Macht mit ins Spiel, so endet das Ganze oft in Skandalen und Affären. Persönliche Abstürze und Verstrickungen, verbunden mit Schuld, Schimpf und Schande &#8211; sind die Folge. Ganze Nationen können da betroffen und erschüttert werden und mit Wut, Enttäuschung und Trauer reagieren, wie aktuell in Frankreich.<br />
Die Medien mit ihrer Hype und Sensationsgier tun das ihre,  geschehene Unglücke zu vergrößern und neigen oft zu Vorverurteilungen. Jedes noch so kleine Detail aus der Intimsphäre von Menschen werden an die Öffentlichkeit gezerrt.<br />
Das Positive daran ist, dass heute nichts mehr im Verborgenen bleiben kann, vertuscht werden kann. Die Menschheit hat in einer neuen Weise Lernfelder offeriert zu bekommen, die seit langem im Schatten lagen und gelöst werden wollen.</p>
<p><strong>Der Fall Dominique Strauß–Kahn  </strong></p>
<p>„Wenn Männern gefällt, was sie sehen, können hormonelle Stimulatoren, die im Gehirn freigesetzt werden, es ihnen erschweren, ihre Aufmerksamkeit wieder auf ein anderes Ziel zu lenken.“  (Kim Cattrall in „Sexual Intelligence“)</p>
<p>Am Beispiel der aktuellen Ereignisse um den 62-jährigen Dominique Strauß–Kahn, abgekürzt DSK, den ehemaligen Managing Direktor des Internationalen Währungsfonds und gescheiterten Hoffnungsträger der Sozialisten für die nächsten Präsidentschaftswahlen in Frankreich, wird deutlich, was es bedeutet, wenn die Sexualität von der Gesamtpersönlichkeit einer mächtigen und prominenten Person abgespalten ist.<br />
So wie die schöpferische Lebensenergie und Sexualität im Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat von allen anderen Sphären abgetrennt wurde, so fand dieser Prozess auch uns Menschen selbst statt. Kopf und Herz, Sexualität, Körper und Gefühl  haben keine Verbindung mehr  und führen ein Eigenleben. Wird Sexualität innerhalb dieser Kontexte isoliert und abgespalten, bleibt sie unintelligent und blind.<br />
Und genau dies scheint bei Dominique Strauß-Kahn passiert zu sein, als er in seiner Luxussuite im Softitel Hotel in New York nackt aus einer Badezimmertüre herausstürmte – sofern sich dies wirklich so zugetragen hat &#8211; und sich über ein Dienstmädchen hermachte und zum Oralsex gezwungen hat. Sein Ziel war ja eigentlich, sein Flugzeug zu erreichen und die Bundeskanzlerin Frau Merkel in Berlin zu treffen, mit der er als hochkarätiger Finanzchef die Griechenlandkrise besprechen sollte. In diesem Moment, als er herausstürmte, muss er wohl alles vergessen haben, wo er ist, wer er ist und wohin er wollte. Ein Teil seiner Persönlichkeit muss ihn vollkommen überrannt haben und alles andere verdrängen lassen: Frau, Tochter, Frau Merkel, Rang, Stellung, Aufgabe, und Ziel. Oder es war so, dass er in seiner mächtigen Selbstherrlichkeit davon ausging, er könne sich alles erlauben, wie schon des öfteren in seiner Biographie und seine Machtposition würde ihm schon aus der Patsche helfen.<br />
Dieser ungeschriebene Codex von sexueller Grenzüberschreitung, die durch Macht legitimiert wird, funktionierte ja auch in vergangenen Zeiten. Viele dieser „Kavaliersdelikte“ wurden vertuscht, die Opfer zum Schweigen gebracht oder bestochen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Dieses absurde, schwer vorstellbare Theater, das sich in der Realität abspielte, entwickelte sich zum Fanal für etwas, was nicht nur die ganze Welt der Mächtigen erschüttert hat, sondern uns alle wachgerüttelt hat – wie andere Ereignisse auch, die zur Zeit in der Welt passieren. Und selbst dann, wenn sich herausstellen sollte, dass es sich um einvernehmlichen Sex gehandelt hat und DSK eine Falle gestellt wurde, bzw. das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt wird, ändert das nicht daran, dass hier eine zentrale Problematik von Sex und Macht ans Licht gebracht wurde, die einer kollektiven Heilung bedarf und uns alle – Männer und Frauen &#8211; angeht.<br />
<strong><br />
Der Aufstand der Frauen &#8211; „Wir sind alle Dienstmädchen“</strong></p>
<p>Was wahr ist, darf angeblich nicht wahr sein. Und falls es doch wahr war, war es wohl nicht so schlimm. So reagierte die offizielle Männerwelt in Frankreich. Es gilt zwar die Unschuldsvermutung, doch der Fall wurde in Frankreich heruntergespielt: Schlüpfrige Witze, sexistische Anspielungen und einseitige Verteidigungen von DSK brachten Tausende Frauen in Frankreich auf den Plan, die sich mit Demonstrationen und Petitionen Gehör verschafften.<br />
Die wichtigste Botschaft, die wie ein Ritual gesehen werden kann, welche  von den Frauen in diesem Zusammenhang thematisiert wurde, heißt: Wenn eine Frau „Nein“ sagt, dann heißt das „Nein“.<br />
Das Opfer, eine 32-jährige schwarze Frau, eine Muslimin, sei vergessen worden und als unglaubwürdig hingestellt worden. „Der Fall schaffe eine unerträgliche Konfusion zwischen sexueller Freiheit und Gewalt gegen Frauen“ Es herrscht ein allgemeines „Gesetz des Schweigens“, das dazu neigt, derartige Vorfälle zu verniedlichen, so die Vereinigung „Paroles de Femmes“, denn schon einmal hätte DSK eine Schriftstellerin wie ein „brünstiger Schimpanse“ sexuell genötigt und der Fall sei vertuscht worden.<br />
Nicht nur in Frankreich, auch in Italien gab es massenhaft Proteste und Demonstrationen – dort gegen Silvio Berlusconi, einem der mächtigsten Männer in Italien, dem Sexorgien und Sex mit Minderjährigen nachgesagt wird. Es scheint jetzt über all eine Zeit gekommen zu sein, in der die zwiespältigen Beziehungen zwischen politischer Macht und Sex nicht nur offen gelegt werden, sondern das Patriarchat sich durch seine anmaßenden Handlungen selbst abschafft.</p>
<p><strong>Die Selbstzertrümmerung und Demaskierung des Patriarchats</strong></p>
<p>„Strauß-Kahns Fall geht ans Eingemachte, an Abgründige, es ruft die dunklen Zusammenhänge von Gewalt und Entgrenzung wach, von Sex und Macht.“<br />
(Spiegel 21 / 2011)</p>
<p>Dominique Strauss-Kahn steht als aktuelles Synonym für den Fall und die Verstrickung mächtiger oder prominenter Männer durch eigennütziges Fehlverhalten, Machtmissbräuche und Irritationen im Bereich der Sexualität. DSK steht als Synonym nicht allein. Es könnte auch heißen: BC &#8211; Bill Clinton, SB &#8211; Silvio Berlusconi, MK – Moshe Katzav oder AS – Arnold Schwarzenegger, wobei die Schwere der Vorfälle und Ereignisse differieren.<br />
Doch bei all diesen ehemals mächtigen oder angekratzt mächtigen Männern geht es um das verhängnisvolle Zusammenspiel von Geld, Macht, Sex sowie Lügen, Intrigen und Irritationen. Und es scheint nur die Spitze eines Eisberges zu sein, denn diese Themen um Sex, Macht und Geld spiegeln sich in allen Facetten hunderttausendfach auch dort wieder, wo die Berühmtheit und Macht von Männern geringer ist, d.h. auf niederen Hierarchien: Chefetagen, Büros, Hotels, Institutionen und beim Militär d.h., überall dort, wo es ein männliches Oben und ein weibliches Unten gibt.<br />
Die verzerrte Verquickung von Sexualität, Geld und Macht ist ein Thema des Patriarchats überhaupt. Und betroffen davon sind nicht nur die Frauen, sondern wir alle – auch wir  Männer,  ob als Opfer, Täter, passive Zuschauer oder Kritiker. Wir alle scheinen etwas Unerlöstes in uns zu haben, etwas was unsere Sexualität nicht nur unintelligent werden lassen kann, sondern auch gefährlich für uns selbst und andere.</p>
<p>„Macht ist das stärkste Aphrodisiakum“, sagte einmal Henri Kissinger – und er wusste es natürlich aus eigener Erfahrung, doch Macht und Ohnmacht sind sich schon von jeher sehr nahe gekommen. Der Fall von Helden und Mächtigen mit all ihren Intrigen und Schattenspielen – vor allem im Zusammenhang mit Liebe und Sexualität -war nicht nur bei Shakespeare eines der Hauptthemen auf seinen Bühnen, sondern diese Tragödien spielten sich auch im Leben selbst ab, wie nicht nur das aktuelle Beispiel DSK zeigt, sondern unzählige andere auch.. Es sind Rituale der Macht, die unbewusst ablaufen und sich verselbständigt haben.</p>
<p>„Die Bilder aus Amerika haben den ungeschriebenen Kodex der Pariser Machtclique zertrümmert“ (21 / 2011) </p>
<p>Mit diesen Worten bringt der „Spiegel“ ein Phänomen auf den Punkt, das sich wohl nicht nur allein auf Frankreich bezieht, sondern dabei ist, die ganze Welt zu ergreifen – wie die aktuellen Bürgerbewegungen gegen Mächtige der Welt, die ihre Macht missbrauchen, zeigen.</p>
<p>Die andere Seite der Medaille ist Hilflosigkeit und Depression. Diese scheinen zu Impotenz oder auch Aggression und Gewalt zu führen – solange die Ohnmächtigen in der Ohnmacht. bleiben. Dies betrifft die Verliererseite der Männerwelt, oder auch die Jugend, die oft ohne Perspektiven in die Zukunft schaut. Entstehen jedoch Perspektiven, sich daraus zu befreien, entfesselt dies eine gewaltige Kraft der Veränderung.  Auch das ist ein Thema des Patriarchats: Es gibt Gewinner und Verlierer, Übermänner, Untermänner und Entmannte, Täter und Opfer, wobei die Rollen schnell wechseln können, wie das Beispiel DSK zeigt. </p>
<p>Aus dem mächtigen Helden, auch Frauenhelden, der in den Machtzentralen, Luxussuiten und Salons der Welt zu Hause ist – intelligent, brillant, glänzend  auf fast allen Ebenen &#8211; kann schnell ein in sich zusammengekauertes, hilfloses Häufchen Elend werden.<br />
Paradies und Hölle kommen hier nahe zusammen. Doch es war ja kein wirkliche Paradies auch vorher nicht, denn der Sieg des Patriarchats, nicht nur über die Frauen, sondern auch über die Männer und die Welt überhaupt, war in Wirklichkeit ein Pyrrhussieg. Es hat in der heutigen Zeit den Anschein, dass diese durch „Sieg“ bewirkten Niederlagen auf die Spitze getrieben werden – wie in einem absurdem Theaterstück, wo der „Held“ sich gegen Ende selbst zerstört:  Dem Patriarchat wird seine Maske weggerissen und es zeigt sein wahres Gesicht.  </p>
<p>(Teil 2 dieses Artikels morgen auf dieser Seite)</p>
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		<title>Die große Wut der Überzähligen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 08:38:58 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/09/Riots.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/09/Riots-300x200.jpg" alt="" title="Riots" width="300" height="200" class="alignleft size-medium wp-image-6169" /></a>Wer immer sich einen halbwegs klaren Blick bewahrt hat, muss die Verwahrlosung und moralische Verwilderung der herrschenden Klassen und ihre Auswirkungen auf die Masse der Bevölkerung thematisieren und ihre Mitschuld beim Namen nennen. Eine Gesellschaft, deren einziger kategorischer Imperativ der der Bereicherung ist, darf sich nicht beklagen, wenn die wertzynische Motorik des Geldes und die Imperative der Flexibilisierung die Fähigkeit zu Empathie und Mitleid erodieren lassen und zerstören. Warum sind wir nicht in der Lage, das oft stumme Leiden der Menschen beredt werden zu lassen und kämpferisch gegen seine Verursacher zu wenden? (Meiner Meinung nach einer der besten Artikel der letzten Zeit: anspruchsvoll, umfassend, rhetorisch brillant und bewegend/ Roland Rottenfußer) (Quelle: Nachdenkseiten)<br />
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