Archiv für die Kategorie „Kurzgeschichte/Satire“

Meine ungehaltene Rede

Dienstag, 20. März 2012

… anlässlich einer nicht erfolgten Kandidatur zur Bundespräsidentin der Bundesrepublik Deutschland. Natürlich, es war schon immer äußerst unwahrscheinlich, dass Monika Herz je das Amt der Bundespräsidentin bekleiden wird. Aber bei Frau Klarsfeld war es das ja auch, und hat sie deshalb gleich aufgegeben? Jedenfalls haben die vorangegangenen Wirren um den Kleibaz (kleinsten Bundespräsidenten aller Zeiten) und seinen nun installierten, schon vorab hoch belobigten Nachfolger die Autorin dazu veranlasst, sich schon mal eine angemessene Antrittsrede auszudenken. Für den Fall. Man weiß ja nie, wie lange es dauert, bis wieder eine Nachfolgerin gesucht wird. Und wenn es Monika Herz nicht tut, spricht ja keiner über die wirklich wichtigen Themen: Z.B. über Regionalwährungen, über Direkte Demokratie, über das Bedingungslose Grundeinkommen, das Verbot von Waffenhandel – und darüber, was Ehre wirklich bedeutet (außer im Zusammenhang mit einem dubiosen Sold) (weiterlesen …)

Die Wahren Konservativen

Donnerstag, 7. Juli 2011

„Wirklich fortschrittlich zu sein, bedeutet heute, konservativ zu sein.“ Klingt kühn! Die neu gegründete Partei „Die Wahren Konservativen“ (DWK) errang bei der Landtagswahl jedenfalls einen Achtungserfolg. Sind die Mannen um Parteichef Giselher Bleibtreu nur technikfeindliche Besitzstandswahrer, wie ihre Gegner höhnen? Oder treffen sie den Nerv einer Zeit, die unter Entfremdung und Beschleunigung stöhnt? Beim Interview hat Bleibtreu jedenfalls einige Überraschungen parat. (Interview: Roland Rottenfußer)
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Satire: Unerwarteter Besuch

Mittwoch, 13. April 2011

Die endgültige Lösung der Sozialschmarotzerfrage. Auf dem Amt zeigen sich Hartz-IV-Empfänger von ihrer Sonnenseite. Daheim, in den eigenen vier Wänden glauben sie sich jedoch unbeobachtet und sinnen Tag und Nacht darüber nach, wie sie den Steuerzahler um sein ehrliches verdientes Geld bringen können. Die Arbeitsagentur weiß jedoch, mit welchen Mitteln der allfällige Missbrauch eingedämmt werden kann: Strengere Kontrollen, härtere Strafen. Wenn Intimität dem Sozialmissbrauch Vorschub leistet, dann darf es eben keine Intimsphäre für Leistungsbezieher mehr geben. Das könnte dann ungefähr so aussehen wie in dieser Geschichte … (Roland Rottenfußer)

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Sarrazin gründet Gen-Bank

Montag, 29. November 2010

Thilo Sarrazin, der sozialdemokratische Zauberlehrling des Finanzkapitals, gründet nach seiner Entlassung bei der Bundesbank jetzt unter dem Motto: “Deutschland soll es besser GEN” seine “Bank der guten Gene”, die Deutsch-Europäische Gen-Bank. Der Ex-Banker: “Man muss verhindern, dass sich die Armuts-HARTZ4-Gene weiter zügellos vermehren. Raus aus der Hängematte, hart arbeiten, schluss mit Luxus, Pullover anziehn und warm arbeiten.” (Satire: Linke Zeitung)
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=9896&Itemid=1

Satire: Tödliche Bewerbung

Dienstag, 12. Oktober 2010

Die Todesstrafe in der Schweiz wird es vorerst nicht geben. Trotzdem wird das Thema heiss diskutiert, und es ist Zeit, sich Gedanken zu machen: Wie könnte professionelles Töten in einem Land verankert werden, das damit keine Erfahrung (mehr) hat? Und vor allem: Wer soll die Drecksarbeit machen? Ein vielleicht gar nicht so fernes Zukunftsszenario. (Roland Rottenfußer)
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Satire: »Kinder für Deutschland«

Dienstag, 28. September 2010

»Die Deutschen sterben aus« heißt es in den Medien immer wieder. Mit Recht, denn unsere »Alterspyramide«, die eher einem Atompilz als einer Pyramide gleicht, lässt für die Renten und für die Zukunft unseres Vaterlands Schlimmes erwarten. Werden »wir« in die Minderheit geraten, während »die Anderen« immer mehr überhand nehmen? Den Klagen von Politikern, Wirtschaftsverbänden und Presse sind bisher kaum Taten gefolgt. Wie kann man es schaffen, aktive Bevölkerungspolitik zu betreiben, die über bloße Appelle an die Zeugungswilligkeit einheimischer Erbgutträger hinausgeheht? (Roland Rottenfußer) (weiterlesen …)

«Straffällig werden ist Bürgerpflicht»

Mittwoch, 15. September 2010

Foto: Indymedia

Privatisierung verstärkt die Effizienz durch Konkurrenz und Unternehmergeist und generiert Wachstum. Alles klar, aber gilt das für jedes Aufgabenfeld? Im Strafvollzug ist die Privatisierung längst angekommen, sie sorgt aber für eine drastische Verschiebung des Blickwinkels. Was bedeutet Wachstum in der Gefängnisbranche? Und was tun, wenn die kriminelle Energie der Bürger nicht ausreicht, um ausreichend Kundschaft zu akquirieren? Eine visionäre, nicht wirklich komische Satire von Roland Rottenfußer. (weiterlesen …)

Babys hungern lassen: der beste Leistungsanreiz

Freitag, 23. Juli 2010

Damit ist jetzt Schluss: Mütter mit Babys ruhen sich in der sozialen Hängematte aus

Elterngeld in Höhe von 300 Euro pro Monat soll nach einem Beschluss der Bundesregierung für BezieherInnen von Hartz IV in Zukunft nicht mehr anrechnungsfrei sein, sondern als Einkommen angerechnet werden. Begründung ist, dass Eltern von Säuglingen Arbeitsanreize brauchen. Das Institut für Innovative Politik (IP) begrüßt diesen Vorstoß der christlich-liberalen Bundesregierung. (Satire, Quelle: Linke Zeitung)
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=9120&Itemid=1

Die Kuppel

Dienstag, 18. Mai 2010

Für Reiche gibt’s keine Erderwärmung. Futuristische Satire von Roland Rottenfußer. (Quelle: Neue Wirklichkeit)

Wir schreiben das Jahr 2060. Überall in Mitteleuropa herrscht wegen der Erderwärmung Wüstenklima. Im bayerischen Oberland stöhnen die Menschen unter Dürre, Hunger und Überbevölkerung – verursacht auch durch zahlreiche Migranten aus den Küstenregionen, die vor dem rapide angestiegenen Meeresspiegel ins Landesinnere flüchteten. Überall in Mitteleuropa? Nein, eine Gruppe Wohlhabenden hat sich unter die „Kuppel“ geflüchtet, eine riesige Kunststoffglocke, die ein Gebiet von 25 Quadratkilometern umspannt und 5 Kilometer in den Himmel ragt.

http://www.neue-wirklichkeit.de/?p=173.html

Eine Geschichte von Gott zum Osterfest 2010

Sonntag, 4. April 2010

Autor der Geschichte ist der holländische Liedermacher Herman van Veen. Empfohlen wurde sie im Newsletter von Bernhard Fricke (Bürgerbewegung “David gegen Goliath”). (weiterlesen …)