Immer noch ein Paradebeispiel für “bessere” Popmusik: Toller Text, tolles Akustik-Gitarren-Solo. Und natürlich eine “spirituelle Lehre”: Gewalt führt zu nichts, und vergessen wir nie, wie zerbrechlich wir sind!

Archiv für die Kategorie „Kultur“
Sting: Fragile
Mittwoch, 11. April 2012Prinz Chaos II: Unser Berlin
Dienstag, 10. April 2012Wagner: Karfreitagszauber aus «Parsifal»
Freitag, 6. April 2012In dem an großen Szenen nicht armen Werk von Richard Wagner, ist dies eine der schönsten. Oberflächlich handelt es sich um impressionistische Naturschilderung: Eine Blumenwiese in der Frühlingssonne, zufällig an einem Karfreitag. Dahinter steht aber ein umfassendes Konzept von Liebe, Vergebung, Erlösung. Da am Karfreitag nach christlicher Auffassung Jesus “für uns” gestorben ist, merken das nicht nur Protagonist Parsifal, der Grals-Guru Gurnemanz und die erlöste Verführerin Kundry – die ganze Natur erscheint wie erlöst. Die Musik drückt aus, wie die Seele nach schwerem Alpdruck Erleichterung erfährt und sich der Schönheit der Schöpfung wieder öffnen kann.
Matti Salminen: Gurnemanz, Christopher Ventris: Parsifal, Waltraut Meier (hier stumm): Kundry, Dirigent: Kent Nagano

Interview mit Liedermacher Sebastian Lohse
Donnerstag, 5. April 2012
Sebastian Lohses Album „Erfolg!“ entwickelte sich zum Überraschungsalbum 2010. Mit Stilistischer Vielfalt und lyrischem Tiefgang überzeugt der Dresdener auf ganzer Linie. (Quelle: Die Kopfhörer)
http://diekopfhoerer.eu/2012/04/interview-mit-sebastian-lohse-zum-album-erfolg/
Grass-Kritiker schießen über das Ziel hinaus
Donnerstag, 5. April 2012Was gesagt werden muß« – 383 Worte kurz ist die Stellungnahme des
Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Günter Grass, in der er Israel wegen dessen Haltung im Atomkonflikt mit Iran und die deutschen Waffenexporte in die Krisenregion kritisiert. Sein Text erschien am Mittwoch in der Süddeutschen Zeitung, der New York Times, El Pais und La Repubblica. Das Prosagedicht, inhaltlich deckungsgleich mit Dutzenden Aufrufen der Friedensbewegung zu den bevorstehenden Ostermärschen, schlug ein wie eine Bombe. Binnen Stunden brach sich ein anschwellender Bocksgesang Bahn, der in massive Antisemitismusvorwürfe gipfelte. (Quelle: Junge Welt)
http://www.jungewelt.de/2012/04-05/058.php
Konstantin Wecker: Chor der Kriegerwaisen
Donnerstag, 5. April 2012In unserer lockeren Reihe mit Wecker Liedern von einst bis jetzt ist heute die LP „Wecker“ von 1982 dran, vielen unvergesslich allein schon wegen des Coverbildes – Konstantin am Klavier in seinem Haus in der Toskana. Auf dieser LP findet sich eine der wenigen Fremdtextvertonungen, die Konstantin (bis 1998, „Brecht“) selbst gesungen hat, der „Chor der Kriegerwaisen (geschrieben zwischen zwei Kriegen)“ von Mascha Kaléko, einer der großen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts, die so wie viele andere das Emigrantenschicksal durchleben musste. Hier noch einige Hinweise auf Konstantins Zusammenarbeit mit anderen Textautoren (Auswahl): Maurus Pacher (Lieder für Margot Werner und die Schwabinger Gisela), Bettina Wegner, André Heller, Sigi Maron (für deren LPs zur Zeit der Friedensbewegung 1982 bis 1985), Jutta Richter („Es lebte ein Kind auf den Bäumen“, 1999). Für die Fernsehserie „Kir Royal“ (1986) hat Konstantin übrigens auch „Die blauen Husaren“ von Heinrich Heine vertont. Und in seinem aktuellen Konzertprogramm singt er seine Erich Kästner Vertonung „Ansprache an die Millionäre“.
(Alexander Kinsky, Wecker Archiv)

Wie Raumkino zur Bühne für Opern wird
Mittwoch, 4. April 2012
James Camerons Film »Titanic«, die perfekte Verbindung von Liebesgeschichte und Katastrophen-fantasie, kommt nun, rechtzeitig zum, nun ja, »Jubiläum« des großen Schiffbruchs, in einer dreidimensionalen Fassung zurück in die Kinos. Der Untergang der »Titanic« ist in diesem Film das Bild der Entstehung der modernen bürgerlichen Gesellschaft, nicht mehr und nicht weniger. Die »alte« europäische Bürgerschicht, das alte Geld und die Aristokratie beziehungsweise. das die Aristokratie imitierende snobistische englische Bürgertum wird verurteilt oder wenigstens als dem Untergang geweiht geschildert. (Quelle: Neues Deutschland)
http://www.neues-deutschland.de/artikel/223341.titanic-3d-oder-wie-raumkino-zur-buehne-fuer-opern-wird.html
Torsten Riemann: Wenn im Dunkel kalter Zeiten
Mittwoch, 4. April 2012Ein schönes, menschliches Lied, bei dem man unwillkürlich die politischen, ökonomischen Verhältnisse unserer Zeit mit denkt. Eigentlich Torsten Riemanns “Inwendig warm”. Dem aufrechten Liedermacher wurde der ganz große Durchbruch leider noch nicht zu teil, so dass ich mich freue, einen kleinen Beitrag zu seiner Bekanntheit zu leisten. Für die Bebilderung des Videos – da muss ich ihn ihn Schutz nehmen – kann er nichts. Sie entspricht auch gar nicht seinem unprätentiösen Auftreten auf der Bühne. Am besten wegklicken und das Lied im Hintergrund hören.

Teure Waffenromantik
Dienstag, 3. April 2012
Hier ein etwas anderer Kultur-Artikel. Die mexikanische Narcocorrido-Musik ist ein enormer Wirtschaftszweig. Sie klingt wie harmlose Volksmusik, doch die Lieder verherrlichen Drogendealer, Schmuggler und Morde. (Quelle: Freitag)
http://www.freitag.de/kultur/1213-teure-waffenromantik
Brothers Undergroove, Stevie Maine: To all you masters of war
Dienstag, 3. April 2012Stevie Maine ist der Deutsche Stefan Ecker. Das Video überzeugt vor allem durch erschütternde, hochwertige Fotos aus Kriegsgebieten. Stevie schreibt, er wolle mit seiner Musik kein Geld machen. Allein das wäre ungewöhnlich. Bei anderen Liedern des Künstlers gibt es auch mehr Text. Er ist grundsätzlich eher Liedermacher als Elektronik-Musiker.

