<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Hinter den Schlagzeilen &#187; Poesie</title>
	<atom:link href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/category/kultur/poesie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de</link>
	<description>Konstantin Weckers Webmagazin //  Kultur - Gegeninformation - Philosophie</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 08:47:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1.2</generator>
		<item>
		<title>Nelly Sachs: An euch, die das neue Haus bauen</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2012/01/27/nelly-sachs-an-euch-die-das-neue-haus-bauen/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2012/01/27/nelly-sachs-an-euch-die-das-neue-haus-bauen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 08:32:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=7723</guid>
		<description><![CDATA[Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag: Vor 67 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit &#8211; von der 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front. (Quelle: Neues Deutschland) http://www.neues-deutschland.de/artikel/216702.nelly-sachs-an-euch-die-das-neue-haus-bauen.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2012/01/Nelly-Sachs.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2012/01/Nelly-Sachs-150x150.jpg" alt="" title="Nelly Sachs" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-7724" /></a>Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag: Vor 67 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit &#8211; von der 322. Infanteriedivision der 60. Armee der I. Ukrainischen Front. (Quelle: Neues Deutschland)<br />
<a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/216702.nelly-sachs-an-euch-die-das-neue-haus-bauen.html">http://www.neues-deutschland.de/artikel/216702.nelly-sachs-an-euch-die-das-neue-haus-bauen.html</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2012/01/27/nelly-sachs-an-euch-die-das-neue-haus-bauen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Roland Rottenfußer: 2012</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/12/02/roland-rottenfuser-2012/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/12/02/roland-rottenfuser-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 10:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Rottenfußer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=7159</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Dezember 2011, und bald schon beginnt das ominöse Jahr 2012. Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wie es verlaufen wird. In gut einem Jahr, dem 21.12.2012, endet der Maya-Kalender. Endet auch die Welt? Dem Ende des Kapitalismus werden wir jedenfalls ein ganzes Stück näher gerückt sein. Hier eine optimistische Fantasie in Gedichtform. Spürst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_7160" class="wp-caption alignleft" style="width: 253px"><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/12/SiegfriedDrache.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/12/SiegfriedDrache-243x300.jpg" alt="" title="SiegfriedDrache" width="243" height="300" class="size-medium wp-image-7160" /></a><p class="wp-caption-text">Wird der Kapitalismus 2012 besiegt?</p></div>Es ist Dezember 2011, und bald schon beginnt das ominöse Jahr 2012. Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, wie es verlaufen wird. In gut einem Jahr, dem 21.12.2012, endet der Maya-Kalender. Endet auch die Welt? Dem Ende des Kapitalismus werden wir jedenfalls ein ganzes Stück näher gerückt sein. Hier eine optimistische Fantasie in Gedichtform.</p>
<p><span id="more-7159"></span><br />
Spürst du es auch? Es ist kein Drang, eher ein Sog,<br />
Der uns die Zukunft wieder weit zu öffnen scheint.<br />
Wir ahnen jetzt, wie beispiellos man uns betrog.<br />
Und schreien heraus, was schon so lange in uns weint.</p>
<p>Sie wollten Wachstum, doch was wuchs, waren Geschwüre,<br />
Sie nahmen Zinsen und bemäntelten den Raub.<br />
Dies ist gewiss der letzte Tango der Vampire.<br />
Beim Licht der Wahrheit zerfällt ihre Macht zu Staub .</p>
<p>Dahin der Glanz, in dem sich Kleptomanen sonnten.<br />
Der Kehraus naht, unter den Masken schwitzt man Blut.<br />
Niemand versteht mehr, wie wir denen glauben konnten.<br />
Zuerst ist Scham da, dann auf einmal sehr viel Wut.</p>
<p>Und die Verzagten, sie versetzen plötzlich Berge.<br />
Was sie bedrohte, war nur Holoprojektion.<br />
Und all die Scheinriesen im Anzug sind nur Zwerge,<br />
Sie prellen keinen mehr um den verdienten Lohn.</p>
<p><strong>Der neue Mensch macht sich nicht länger klein.<br />
Er ist zu freiheitsliebend, um noch liberal zu sein.<br />
Lass uns zusammen träumen ohne Scheu.<br />
Im Jahr 2012 wird alles neu.</strong></p>
<p>Und an der Wall Street sieht man Mauerspechte hacken,<br />
In ein paar Tagen ist die Räuberhöhle Schutt.<br />
Man sieht die Händler hektisch Geld in Koffer packen.<br />
Doch wohin fliehen? Wo sie auch hingehen, wächst die Wut.</p>
<p>Und aus den Chefetagen fliehen nackte Kaiser.<br />
Der Papst tritt ab, sein Petersplatz bleibt immer leer.<br />
Und die Befehlshaber sind schon vom Brüllen heiser -<br />
Es ist umsonst, denn es gehorcht jetzt keiner mehr.</p>
<p>Der Drache schnaubt, um seine Höhle toben Stürme.<br />
Noch deckt sein Wanst den Schatz, doch bald schon ist es aus.<br />
Und die Missbrauchten strömen in die Bankentürme<br />
Und säen auf den Dächern Krokussamen aus.</p>
<p>In den Ruinen eines Kerkers tanzen Menschen<br />
Froh um ein Feuer, wo man Aktien verbrennt.<br />
Und niemand darbt mehr, weil sich alle alles schenken,<br />
In einer Welt, die keine Schuldscheine mehr kennt.</p>
<p><strong><br />
Kein Herrscher mehr, weil jeder König ist.<br />
Von der Befreiung trennt uns nur noch eine kurze Frist.<br />
Und alle Masken fallen, ihr werdet sehen.<br />
Im Jahr 2012 wird es geschehen.</strong></p>
<p>Und kein Versklavter übertüncht mehr seine Ketten.<br />
Man sieht Versteinerte, die wiederauferstehen.<br />
Und all die Großsprecher, es waren Marionetten.<br />
Man kann die Fäden jetzt nur allzu deutlich sehen.</p>
<p>Über das Pflaster weht der Wind vergilbte Lügen<br />
Und eine Überwachungskamera zerschellt.<br />
Man hat es satt, sich Unerträglichem zu fügen,<br />
Und schlägt die Zelte auf in dieser Zwischenwelt.</p>
<p>Vielleicht sind Aliens unterwegs, um uns zu retten,<br />
Kosmische Strahlen aus der Tiefe unseres Raums.<br />
Jedoch, ich würde mich nicht trauen, darauf zu wetten,<br />
Es wäre schön, aber wahrscheinlich ist es kaum.</p>
<p>Propheten sagen, diese Welt geht demnächst unter,<br />
Doch ich verspreche, eine neue Welt entsteht<br />
Wenn wir zusammenstehen, erschaffen wir ein Wunder,<br />
Bevor die Menschheit ganz real zugrunde geht.</p>
<p><strong>Wir dürfen hoffen, aber noch nicht ruhen,<br />
Wenn es geschehen soll, dann müssen wir es selber tun.<br />
Was keines Menschen Auge je gesehen,<br />
Im Jahr 2012 wird es geschehen.</strong></p>
<p>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/12/02/roland-rottenfuser-2012/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>12</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Roland Rottenfußer: Der alte Sufi</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/11/11/roland-rottenfuser-der-alte-sufi/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/11/11/roland-rottenfuser-der-alte-sufi/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 09:04:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Rottenfußer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=6886</guid>
		<description><![CDATA[Im Sarrazin-Zeitalter schleicht sich Fremdenfeindlichkeit wieder an &#8211; verbreitet nicht (nur) von Nazi-Glatzen, sondern von scheinbar vernünftigen und moderaten Herrschaften in Anzug und Kostüm. Auch wenn das Thema derzeit scheinbar nicht so aktuell ist, kann die Saat einmal aufgehen. In dieser (fiktiven, aber nicht realitätsfernen) Geschichte trifft es einen alten Sufi, einen islamischen Gelehrten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_6887" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Ibn_Arabi.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/11/Ibn_Arabi-150x150.jpg" alt="" title="Ibn_Arabi" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-6887" /></a><p class="wp-caption-text">Ibn Arabi, ein Sufi-Meister des 13. Jh.</p></div>Im Sarrazin-Zeitalter schleicht sich Fremdenfeindlichkeit wieder an &#8211; verbreitet nicht (nur) von Nazi-Glatzen, sondern von scheinbar vernünftigen und moderaten Herrschaften in Anzug und Kostüm. Auch wenn das Thema derzeit scheinbar nicht so aktuell ist, kann die Saat einmal aufgehen. In dieser (fiktiven, aber nicht realitätsfernen) Geschichte trifft es einen alten Sufi, einen islamischen Gelehrten und Mystiker.</p>
<p><span id="more-6886"></span><br />
Der alte Sufi liegt da und ist sterbensreif,<br />
Sieht auf sein Leben und weiß: es war gut.<br />
Am trüben Himmel verglüht noch ein Silberstreif.<br />
Die Hand sinkt nieder, ist faltig und ruht.<br />
Ach, was hat er ihnen getan,<br />
Was sie nicht ertrugen?</p>
<p>Und sie bespuckten und schlugen ihn todeswund<br />
Zwischen Geranien und Müll hinterm Haus.<br />
Sein Auge brach, und das Blut schoss aus seinem Mund<br />
Hinterm Fenster verstohlen Applaus.<br />
Bis ihn Kinder dort liegen sahen,<br />
Neben ihm in der Pfütze durchweicht sein Koran.</p>
<p>Der alte Geist beginnt sich neu zu regen.<br />
Immer mehr Junge stehen auf, sie haben es satt.<br />
Sie fühlen sich genetisch überlegen<br />
Und machen manchmal einen Migrationshintergründler platt.</p>
<p>Denn was man nicht versteht, muss man zerschlagen.<br />
Bei den Systemverlierern wächst die Angst, es schwillt der Groll.<br />
„Jetzt darf man’s ja auch endlich wieder sagen:<br />
Vom Toleranzgerede haben wir längst die Schnauze voll.“</p>
<p>„Tanz, alter Sufi,<br />
im Kreis, alter Sufi!<br />
Lösch die Hölle mit Wasser, setz den Himmel in Brand!<br />
Tanz, alter Sufi,<br />
wein, alter Sufi!<br />
Nur das Herz versteht, nicht der Verstand. </p>
<p>Tanz alter Sufi,<br />
sing, alter Sufi,<br />
Allah nährt uns wie Milch, er berauscht uns wie der Wein.<br />
Tanz, alter Sufi,<br />
lach, alter Sufi!<br />
Gott ist groß, er kann niemals ein Kleingeist sein.“</p>
<p>Der alte Sufi träumt dem Meer und der Heimat nach,<br />
Dem Oleander und dem tiefblauen Wind.<br />
Er denkt an Konya, wo der Meister sein Herz aufbrach,<br />
Bis der eintrat, dessen Kinder wir sind.<br />
„Nein, die Dummheit tötet mich nicht,<br />
Ich bin längst schon gestorben.“</p>
<p>Und seine Tochter, Aischa, sein Augenstern,<br />
Hält seine Hand, unter Tränen erstickt.<br />
Und sie sagt: Papa, wir müssen uns endlich wehr’n,<br />
Ich hole Männer, dann schlagen wir zurück.<br />
Er sagt: „Glaub mir, Hass fruchtet nie.<br />
Es gibt nichts, was nicht Gott ist, das gilt selbst für die.“</p>
<p>Die Feministin sieht in ihm den Patriarchen.<br />
Und der Minister zeigt jetzt Härte gegen Deutschenfeindlichkeit.<br />
Doch dort im Schatten grinsen reiche Oligarchen,<br />
Die bleiben unbehelligt, ihre Opfer haben sich entzweit.</p>
<p>Und auch ein Starautor sorgt sich christlich um die Werte.<br />
Er schürt den Hass, doch stets vernünftelnd und gepflegt.<br />
Und in den Talkshows giften die Islam-Experten<br />
Was können die dafür, wenn die Pogromstimmung sich jetzt regt?</p>
<p>Und sie riefen:<br />
„Tanz, Ayatollah,<br />
lauf, Ayatollah!<br />
Geh heim nach Kabul, nimm dein Kopftuchmädchen mit!<br />
Haut drauf, Kameraden,<br />
Wir zeigen dem Bin Laden,<br />
Wie einer drauf ist, der die Leitkultur vertritt!</p>
<p>Auf die Knie, Ayatollah,<br />
jetzt oder nie, Ayatollah!<br />
Wir sind obenauf, wir dürfen hassen, ungeniert.<br />
Geh weg, Ayatollah,<br />
Verreck, Ayatollah!<br />
Nur ein toter Moslem ist gut integriert.“</p>
<p>Der alte Sufi singt „Bismillah ar-rahman ar-rahim“.<br />
Gottes Erbarmen reicht unendlich weit.<br />
Und seine Stimme, wie die eines Muezzin,<br />
Dringt ein ins Herz und macht es bereit.<br />
Nein, die Welle fürchtet sich nie,<br />
Sich dem Meer zu vermählen.</p>
<p>Der alte Sufi sagt noch einmal „Astarchfarullah“ –<br />
Allah, verzeih mir! – sinkt nieder, gibt sich hin.<br />
Jetzt ist er endlich und ganz dem Geliebten nah,<br />
der in uns atmet, träumt, Geschichten spinnt.<br />
Und ich wünschte, er bliebe noch hier,<br />
Ohne Mut und Barmherzigkeit, sag, was sind wir?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/11/11/roland-rottenfuser-der-alte-sufi/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Roland Rottenfußer: Wie lange willst du warten?</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/07/22/roland-rottenfuser-wie-lange-willst-du-warten/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/07/22/roland-rottenfuser-wie-lange-willst-du-warten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 08:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Rottenfußer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=5771</guid>
		<description><![CDATA[Eine Ermutigung, aufzubrechen und auszubrechen aus selbstgebauten Käfigen &#8211; und aus den Zwängen eines Wirtschaftssystems, das Menschen auf ihre Verwertbarkeit reduziert. Diesmal ausnahmsweise in Gedichtform. (Roland Rottenfußer) Wie lange willst du warten? Dies ist das Zerrbild deines Traums, Die Asche deiner Ambition. Und selbst die Ferne lockt dich kaum, Tahiti liegt im Fernsehraum, Und alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/07/Blick-hinaus.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/07/Blick-hinaus.jpg" alt="" title="Blick hinaus" width="249" height="300" class="alignleft size-full wp-image-5772" /></a>Eine Ermutigung, aufzubrechen und auszubrechen aus selbstgebauten Käfigen &#8211; und aus den Zwängen eines Wirtschaftssystems, das Menschen auf ihre Verwertbarkeit reduziert. Diesmal ausnahmsweise in Gedichtform. (Roland Rottenfußer) <span id="more-5771"></span></p>
<p><strong>Wie lange willst du warten?</strong></p>
<p>Dies ist das Zerrbild deines Traums,<br />
Die Asche deiner Ambition.<br />
Und selbst die Ferne lockt dich kaum,<br />
Tahiti liegt im Fernsehraum,<br />
Und alle Lieder kennst du schon.</p>
<p>Gedanken formen dein Verlies.<br />
Du findest nicht aus dir heraus.<br />
Du schreckst zurück, wenn du genießt,<br />
Ein mattes Grau ist dein Türkis<br />
Und die Verbannung dein Zuhaus’.</p>
<p>Doch in dir lebt dies andere Wesen,<br />
Voll Tränen, voll Stolz und wilder Zärtlichkeit.<br />
Und du kannst nur mit ihm genesen,<br />
Denn wo die Angst ist, ist auch die Lust nicht weit.</p>
<p>Wie lange willst du warten<br />
Und auf der Schwelle stehen?<br />
Da draußen blüht ein Garten<br />
Voll Duft und Orchideen.<br />
Tritt in die Weite, fordere dein Leben ein.<br />
Und nur wer es allen recht macht, bleibt allein.</p>
<p>Wie lange willst du warten,<br />
Wie viel hast du vertagt?<br />
Das Glück legt keine Karten,<br />
Es gibt sich dem, der wagt.<br />
Ob du dich sicher oder unbeholfen fühlst,<br />
Das ist dann egal: Du weiß, du spielst.</p>
<p>Von deiner Zukunft zehrt die Bank,<br />
Und an Vergang’nem trägst du schwer.<br />
Von so viel Kränkung wird man krank,<br />
Für so viel Treue niemals Dank<br />
Und nur die Forderung: gib mehr!</p>
<p>Doch deine Wut ist gut bewacht,<br />
Weil du gekonnt den Milden mimst.<br />
Du wurdest so lang klein gemacht,<br />
Bis du, kastriert von ihrer Macht,<br />
Glaubst, dass du Bess’res nicht verdienst.</p>
<p>Doch in dir formt sich schon die Wende,<br />
Der Ausweg aus deiner Ausweglosigkeit.<br />
Ganz sicher: dies ist nicht dein Ende,<br />
Doch für den Anfang hast du nicht ewig Zeit.</p>
<p>Wie lange willst du warten,<br />
Bevor du dich erhebst?<br />
Die Seele stirbt in Raten,<br />
Wenn du in Knechtschaft lebst.<br />
Entreiß dich denen, die dich nur als Beute sehen.<br />
Denn nur wenn du frei bist, dann bist du auch schön.</p>
<p>Wie lange willst du warten,<br />
Wie viel ist unterdrückt?<br />
Und das Diktat der Smarten<br />
Hat fast dein Licht erstickt.<br />
Und nicht mehr lang, dann bist du Teil von ihrer Welt –<br />
Für immer erkaltet und entstellt.</p>
<p>Wie lange willst du warten,<br />
Bevor du dir vergibst<br />
Und aufhörst, zu verraten,<br />
Was du am meisten liebst?<br />
Du bist kein Irrtum und du bist nicht, was dir fehlt,<br />
Doch wenn du dich hingibst, dann bist du die Welt.</p>
<p>Wie lange willst du warten?<br />
Die Stunden sind gezählt.<br />
Drum zögere nicht zu starten,<br />
Ganz gleich, was dich jetzt quält.<br />
Wenigstens aufrecht treibst du dann dem Ende zu,<br />
Und das, was dann stirbt, bist nicht mehr du.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/07/22/roland-rottenfuser-wie-lange-willst-du-warten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Thomas Schubert: Warum das Leben</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/07/20/thomas-schubert-warum-das-leben/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/07/20/thomas-schubert-warum-das-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 07:25:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=5742</guid>
		<description><![CDATA[Warum das Leben Dich mal unerbittlich hart, mal unbeschreiblich zart berührt? Weil dieser seidene Faden, an dem Du hängst, Dich nur halten kann, wenn er Dich spürt. www.zoolamar.com]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/07/spider-web.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/07/spider-web-150x150.jpg" alt="" title="SONY DSC" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-5748" /></a>Warum das Leben<br />
Dich mal unerbittlich hart,<br />
mal unbeschreiblich zart<br />
berührt?</p>
<p>Weil dieser seidene Faden,<br />
an dem Du hängst,<br />
Dich nur halten kann,<br />
wenn er Dich spürt.</p>
<p>www.zoolamar.com</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/07/20/thomas-schubert-warum-das-leben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Weitere Liedtexte von David Rovics &#8211; deutsch</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/04/19/weitere-liedtexte-von-david-rovics-deutsch/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/04/19/weitere-liedtexte-von-david-rovics-deutsch/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 09:04:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=4884</guid>
		<description><![CDATA[Der US-amerikanische Songwriter ist ein moderner Exponent des politischen Folksongs in der Tradition eines Pete Seeger oder Bob Dylan. Eine aufrechte Stimme für Pazifismus, Arbeitnehmerrechte und die Befreiung aller Unterdrückten, die zeigt, dass ein amerikanisches Geistesleben abseits von Obama und Tea Party-Bewegung existiert. (Übersetzung ins Deutsche von Ellen Diederich) Fallujah Kann sein, du hörst etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_4888" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/04/david-rovich.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/04/david-rovich-150x150.jpg" alt="" title="david rovich" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-4888" /></a><p class="wp-caption-text">David Rovics</p></div>Der US-amerikanische Songwriter ist ein moderner Exponent des politischen Folksongs in der Tradition eines Pete Seeger oder Bob Dylan. Eine aufrechte Stimme für Pazifismus, Arbeitnehmerrechte und die Befreiung aller Unterdrückten, die zeigt, dass ein amerikanisches Geistesleben abseits von Obama und Tea Party-Bewegung existiert. (Übersetzung ins Deutsche von Ellen Diederich)<span id="more-4884"></span></p>
<p><strong>Fallujah</strong></p>
<p>Kann sein, du hörst etwas über mich in den Abendnachrichten<br />
Darum meine Freunde, schreibe ich Euch diesen Brief<br />
Dann könnt ihr über die Wahrheit entscheiden<br />
In Oxford hatte ich eine gute Zeit<br />
Und auch in der Welt, die ich sah<br />
Am Ende meines Studiums ging ich nach Hause zurück.</p>
<p>Alles was ich wollte, war ein gutes Leben<br />
Land und Freiheit<br />
Und alles wovon wir an der Universität gehört hatten<br />
Ich bin kein Freund von Diktatoren<br />
Mein Motto: Leben und leben lassen<br />
Doch für jene, die meine Familie bedrohen<br />
Gibt es nichts, was ich nicht tun würde</p>
<p>Refrain<br />
Ich werde für mein Land kämpfen<br />
Dieses Land verteidigen<br />
Ich will das Weiße vom Auge des Soldaten sehen<br />
Mit einer Kalaschnikow in meiner Hand</p>
<p>Wenn Ihr die Türen meiner Nachbarn aufbrecht<br />
Behauptet ihr habt das Recht dazu<br />
Wenn ihr sagt, ihr sucht Terroristen<br />
Nachts in ihrem Schlafzimmer<br />
Wenn ihr meinen Bruder mit Waffengewalt foltert<br />
Einen Sack über seinem Kopf<br />
Alles was ich dir sagen kann Soldat<br />
Pass gut auf was hinter deinem Rücken geschieht</p>
<p>Wenn ihr mit Euren Panzern in die Straßen unserer Stadt kommt<br />
Und behauptet diese Straßen gehören euch<br />
Wenn ihr sagt, ihr baut uns mit Bombern wieder auf<br />
Und Öl Tankern an unseren Küsten<br />
Wenn ihr mein Kind in Fallujah erschossen habt</p>
<p>Refrain<br />
Ich werde für mein Land kämpfen<br />
Dieses Land verteidigen<br />
Ich will das Weiße vom Auge des Soldaten sehen<br />
Mit einer Kalaschnikow in meiner Hand</p>
<p>Saint Patrick Battalion  &#8211; Das Bataillion Saint Patrick</p>
<p>Mein Name ist John Riley<br />
Leiht mir mal Euer Ohr für einen Moment<br />
Ich verließ mein geliebtes Zuhause in Irland<br />
Es gab nur Tod, Verhungern oder Exil<br />
Als ich nach Amerika kam<br />
War es meine Pflicht zu dienen<br />
In die Armee zu gehen und mich am Krieg gegen Mexiko zu beteiligen.</p>
<p>Aber in den Pueblos und den Bergen<br />
Wurde mir mein Fehler klar<br />
Ich war Teil einer Eroberungsarmee<br />
Mit der Moral eines Bajonettschwerts<br />
Fand mich wieder inmitten dieser armen sterbenden Katholiken<br />
Schreienden Kindern dem brennenden Geruch von all dem<br />
Ich selber und weitere 200 Iren<br />
Entschieden uns dem Ruf zu folgen</p>
<p>Refrain<br />
Von Dublin bis San Diego<br />
Sahen wir die Freiheit verwehrt<br />
So bildeten wir das Saint Patrick Batallion<br />
Und kämpften an der Seite Mexikos</p>
<p>Wir marschierten unter der grünen Fahne von Saint Patrick<br />
Unter der Losung Irland geh voran<br />
Unter den Zeichen von Harfe und Kleeblatt<br />
Und Freiheit für die Mexikaner<br />
Gerade mal 50 Jahre nach Wolftone<br />
Und fünftausend Meilen entfernt<br />
Die Yankees nannten uns Fremdenlegionäre<br />
Las sie sagen was sie wollen</p>
<p>Wir bekämpften sie in Matamoros<br />
Während ihre Helfer die Nonnen vergewaltigten<br />
In Monterey und Cerro Gordo<br />
Kämpften wir als Söhne Irlands<br />
Wir waren rothaarige Freiheitskämpfer<br />
Zwischen diesen braunhäutigen Frauen und Männern<br />
Seite an Seite kämpften wir gegen die Tyrannei<br />
Und ich sage dir wir würden es wieder machen<br />
Wir kämpften 5 große Schlachten<br />
Die letzte in Churobusco<br />
Überwältigt durch die Kanonen aus Boston<br />
Fielen nach jedem Mörserangriff<br />
Die meisten von uns starben auf den Hügeln<br />
Im Dienste von Mexiko<br />
So weit weg von unserem besetzten Heimatland<br />
Waren wir Helden und Opfer zugleich</p>
<p><strong>We are everywhere – Wir sind überall</strong></p>
<p>Wenn ich sage: Die Hungernden sollen zu Essen haben<br />
Spreche ich für viele<br />
Wenn ich sage niemand soll 7 Häuser haben<br />
Solange andere nicht eines haben<br />
Es könnte sein, daß ich an einigen seltsamen Orten strande<br />
Mit großen Augen auf die unanständigen Zustände starre<br />
Sehe ich doch die Welt klar und weiß<br />
Wir sind überall</p>
<p>Wenn ich sage, die Zeit für die Reichen wird kommen<br />
Las mich die Möglichkeiten mal auflisten<br />
Siege oder Niederlagen in der Zukunft<br />
Havanna, Caracas, Chiapas, Buenos Aires<br />
Wie viele Menschen brauchen und warten<br />
Und kämpfen für ihren Anteil<br />
Die das verhindern verstecken sich in ihrem Elfenbeinturm<br />
Aber wir sind überall</p>
<p>Religionen, Gefängnisse und Rassen<br />
Grenzen und Nationen<br />
FBI Agenten und Abgeordnete<br />
Die manipulierten Medien<br />
Versuchen uns voneinander zu isolieren<br />
Aber wir finden uns<br />
Die Mächtigen wissen genau<br />
Sie sind eine winzige Minderheit<br />
Und wir sind überall</p>
<p>Mit jeder Bombe die sie werfen<br />
Aus jedem Land in das sie einbrechen<br />
Kommt eine neue Generation aus den Trümmern hervor<br />
Die sagt Wir haben keine Angst<br />
Die anderen sagen wir seien wenige<br />
Aber mit jedem Kind das Milliarden Mütter gebären<br />
Kommt die nächste Demonstration<br />
Daß wir überall sind.</p>
<p><strong>Minimum Wage Strike – Streik gegen Minimallohn</strong></p>
<p>Eines morgens als ich aufwachte<br />
Lag etwas in der Luft<br />
Alles war so still<br />
Alles war verändert<br />
Die Aktivisten waren wieder da<br />
Mit Joe Hill am Mikrofon<br />
Alle Niedriglöhner waren im Streik</p>
<p>Niemand briet mehr Hamburger<br />
Alle Imbissbuden blieben kalt<br />
Zwiebelringe blieben in ihren Tüten<br />
Pommes wurden matschig<br />
Bei Starbucks gab es keinen Kaffee<br />
Niemand fragte möchten sie noch einen<br />
Alle Niedriglöhner waren im Streik</p>
<p>An der Tankstelle standen die Pumpen still<br />
Kein Bus fuhr von Ort zu Ort<br />
Niemand an den Maut Stellen<br />
Die Autobahnen waren gesperrt<br />
Die Autos blieben in der Garage<br />
Geschäftsleute angewiesen aufs Fahrrad<br />
Alle Niedriglöhner waren im Streik</p>
<p>Das Obst fiel von den Bäumen<br />
Keiner belud die LKW’s<br />
Das Korn verrottete auf dem Halm<br />
Keine Erntehelfer zu sehen<br />
Arbeiter auf Abruf hingen zuhause rum<br />
Verbrachten ihren Tag mit tykes(?)<br />
Alle Niedriglöhner waren im Streik</p>
<p>Yuppie Eltern waren ans Haus gebunden<br />
Kein Kindermädchen stand zu Diensten<br />
Wal Mart Verkäufer sagten es reicht<br />
Unsere Arbeit raubt uns aus<br />
Die Fächer für Sportkleidung wurden geöffnet<br />
Die Bosse mussten zu Fuß gehen<br />
Alle Niedriglöhner waren im Streik</p>
<p><strong>Hang a flag in the window – Häng eine Fahne ins Fenster</strong></p>
<p>Wir wollen ein sicheres Land im Vertrauen auf Gott<br />
So bomben wir Euch während des Ramadan<br />
Bis eure Welt in Staub zerfällt<br />
Zieh deine Armeestiefel fest<br />
Halt dich auf deinen 2 Beinen<br />
Wir jagen sie hoch mit Splitterbomben<br />
Die als Essenspäckchen getarnt sind</p>
<p>Refrain<br />
Häng eine Fahne ins Fenster<br />
Jubelt den Bossen zu<br />
Folgt dem Führer<br />
Hört auf zu zweifeln<br />
Ob unser Land richtig oder falsch geht<br />
Du weißt was zu tun ist<br />
Gott schütze Amerika<br />
Oh das rot-weiß-blaue Land</p>
<p>Wir stehen für Freiheit und Entwicklung<br />
Bomben eure Schulen und Krankenhäuser<br />
So sichern wir Euer miserables Leben<br />
All ihr Bösewichte<br />
Und eure Kinder und eure Frauen<br />
Mit all unseren B 52 Bombern<br />
Zeigen wir euch<br />
Wie wir die Zivilbevölkerung achten</p>
<p>Gebt uns die Hungrigen eure Ruhelosigkeit<br />
Wir zeigen euch Demokratie<br />
Ein Militärgericht<br />
Unbestimmte Haftzeit<br />
Wir werden Heimatland Sicherheit haben<br />
Thomas Ridge hat ein Heilmittel für alle<br />
Auch wenn wir keine Terroristen finden<br />
Können wir zumindest die Linken einsperren</p>
<p>Und wir werden alle sicher sein<br />
Brauchen keine Angst zu haben<br />
Wenn erst unsere Netzhaut eingescannt ist<br />
Und alle Wände Ohren haben<br />
Sind wir alle in guten Händen<br />
Wenn das FBI alles über uns weiß<br />
Können wir sicher sein sie werden sich um uns kümmern<br />
So wie sie es mit COINTELPRO gemacht haben</p>
<p>Und wir geben 50 Billionen aus<br />
Für Bomber und Raketen<br />
Wir sind ein Leuchtfeuer<br />
Unsere Lösung heißt<br />
Die Steuern der Reichen zu kürzen<br />
Und die Armen verantwortlich zu machen</p>
<p>Wir helfen den Fluglinien aus der Patsche<br />
Zieht eure grünen Boas an<br />
Und für alle rausgeschmissenen Arbeiter<br />
Haben wir Maquiladoras<br />
Ja der Kapitalismus wird uns retten<br />
Oder hast du jemals<br />
Einen überzeugenden Beweis gesehen<br />
Als Enron und Argentinien</p>
<p>Die Achse des Bösen<br />
Wir bomben sie bis sie ins Schleudern kommen<br />
Terroristen wird es nicht mehr geben<br />
Weil wir ihre Kinder morden<br />
Menschen werden verhungern<br />
Ökonomien zusammenbrechen<br />
Aber diese Leute müssen endlich lernen<br />
Demütig zu sein</p>
<p>Und gib uns dein Geld<br />
Schuldenrückzahlung mit Gelassenheit<br />
Während wir die Landkarte untersuchen<br />
Welche Ziele zur Bombardierung noch offen sind<br />
Und wenn eine weitere Stadt fällt<br />
Auf unserer geheiligten amerikanischen Erden<br />
Haben wir zumindest die Daisy Cutters<br />
Und das Öl aus Alaska</p>
<p><strong>Jenin</strong></p>
<p>Kind woran erinnerst du dich<br />
Wenn du deine 16 Jahre vorbeiziehen lässt<br />
Der entsetzliche Lärm der Hubschrauber, der Kriegsschiffe<br />
Das Dröhnen der Panzer wenn sie näher kommen<br />
Die Welt ging ihren normalen Gang<br />
Ich verbrauchte eine weitere Tankfüllung<br />
Der Dow Jones verlor einige Punkte<br />
Und du weintest in der Stadt Jenin</p>
<p>Gaben sie deinen Eltern jemals eine Vorwarnung<br />
Bevor sie eure Fenster zerschossen<br />
Du versuchtest dich im Keller der Schule zu verstecken<br />
Überall Kirchengeläute<br />
Du sahst deinen Lehrer den Flur entlang kriechen<br />
Und in England erhoben sie das Glas auf die Königin<br />
Du warst so weit entfernt von den Gedanken der Anderen<br />
Kauernd in der Stadt Jenin</p>
<p>Dachtest du an die Verhöhnung durch die Soldaten<br />
Oder den Kot mit dem sie die Wände beschmierten<br />
Dachtest du an deinen Cousin als er aus der Folter kam<br />
Oder an Tel Aviv und die glitzernden Einkaufszentren<br />
Als der fette Mann in seinem Herrenhaus sagte<br />
Du wolltest ja keinen Frieden<br />
Wundertest du dich nicht wovon sie redeten<br />
Als du mitten im Gestank in der Dunkelheit warst<br />
In der zerstörten Stadt mitten in Jenin</p>
<p>Wen sollte es verwundern<br />
Als du den überfüllten Bus betratest<br />
In der Jacke spürtest du die Zündschnur<br />
Hast du an die begrabenen Körper deiner Nachbarn gedacht<br />
Als du die letzte Vorbereitung trafst<br />
Um den Sprengstoffgürtel um deine Hüfte zu zünden<br />
Dachtest du da an die Stadt Jenin</p>
<p><strong>More gardens song – Lied für mehr Gärten</strong></p>
<p>Dieses Stadtviertel hat keine Zukunft<br />
Sagten die Leute<br />
Der Großteil der Häuser ist baufällig. Alles ist grau<br />
Die Hälfte der Kinder hat Asthma<br />
Dank der Müllverbrennungsanlage um die Ecke<br />
Den Bürgermeister schert es nicht<br />
Ob wir leben oder sterben</p>
<p>So sah es aus<br />
Schauen wir das Zentrum<br />
Das Herz des Viertels an<br />
Viele zerbrochene Fenster<br />
Bestimmen seit Jahren das Bild<br />
Jetzt kommen wir Nachbarn zusammen<br />
Und sagen genau hier werden wir anfangen</p>
<p>Wir werden den Dreck untergraben<br />
Säen und pflanzen<br />
Den Beton abtragen<br />
Die Erde darunter freilegen<br />
Wir werden einen Garten anlegen<br />
Und Essen für uns wird wachsen<br />
Sonnenblumen werden sich zum Himmel strecken<br />
Und sagen wir erobern uns die Straße zurück</p>
<p>An einem Tag haben wir geschafft<br />
Was der Bürgermeister nur versprach<br />
Als er versuchte uns mit seinen Methoden<br />
Von oben nach unten zu dirigieren<br />
Das Viertel ist sauber<br />
Die Rauschgifthändler sind verschwunden<br />
Wir haben gut Nahrung zu Essen<br />
Und es gibt Platz für die Kinder zum Spielen</p>
<p>Zweimal kamen die Leute von der Stadt<br />
Sagten das sei nicht unser Land<br />
Zweimal zerstörte die Polizei all das<br />
Was wir mit unseren Händen geschaffen haben<br />
Ausgerissene Pflanzen und zerbrochenes Werkzeug<br />
Lagen überall herum<br />
Aber was du am nächsten Tag sehen konntest<br />
Waren unsere Hände, die den Boden wieder bearbeiteten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/04/19/weitere-liedtexte-von-david-rovics-deutsch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Drei Songtexte von David Rovics (deutsch)</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/04/15/drei-songtexte-von-david-rovics-deutsch/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/04/15/drei-songtexte-von-david-rovics-deutsch/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 09:08:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=4840</guid>
		<description><![CDATA[Der US-amerikanische Liedermacher ist textet hart, zeitnah, schonungslos. Er sagt einfach die Wahrheit und traut sich, Akteure wie Coca Cola beim Namen zu nennen. Rovics gehört zu den wenigen Liedermachern, in deren Werk Protestlieder den größten Anteil haben. Ellen Diederich übersetzte seine Texte ins Deutsche. Es lohnt sich, hinzuhören. Shut them down &#8211; Wir werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_4841" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/04/Rovics.jpg"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/04/Rovics-150x150.jpg" alt="" title="Rovics" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-4841" /></a><p class="wp-caption-text">David Rovics</p></div>Der US-amerikanische Liedermacher ist textet hart, zeitnah, schonungslos. Er sagt einfach die Wahrheit und traut sich, Akteure wie Coca Cola beim Namen zu nennen. Rovics gehört zu den wenigen Liedermachern, in deren Werk Protestlieder den größten Anteil haben. Ellen Diederich übersetzte seine Texte ins Deutsche. Es lohnt sich, hinzuhören.<span id="more-4840"></span></p>
<p><strong>Shut them down &#8211; Wir werden sie schließen</strong><br />
(Nämlich: den IWF; die Weltbank und die WHO) </p>
<p>Wir bekämpfen sie an Stränden<br />
Wir bekämpfen sie an Küsten<br />
Sie haben Ausbeutung im Gepäck<br />
Zeigen wir ihnen, was Klassenkampf ist.<br />
Lasst uns die Tore schließen,<br />
daß sie ihre Lügen nicht mehr verbreiten können.<br />
Sie wollen die Welt dominieren,<br />
wir sehen klar  </p>
<p>Sie agieren wie ein großer Multi<br />
Breiten die Fahne der Konzernherrschaft aus.<br />
Sie sind auf der Suche<br />
wo sie den niedrigsten Lohn zahlen müssen.<br />
Wir aber bilden eine große Gewerkschaft<br />
Von Melbourne über Prag bis Seattle,<br />
Wo immer sie hingehen,<br />
wir werden sie bekämpfen.</p>
<p>Und CNN wird lügen<br />
Das kennen wir schon.<br />
Sollen sie doch ihr CNN haben,<br />
wir haben Alternativen.<br />
Wir werden die Wahrheit verbreiten<br />
Auch wenn sie sie nicht hören wollen.<br />
Versucht nur, unser Radio mundtot zu machen,<br />
wir kennen eure Angst vor der Wahrheit.</p>
<p>Ihr wollt eine Welt voll von strip malls<br />
Pflanzen aus Biotechnologie.<br />
Solange sie ihren Profit machen<br />
Kümmert es sie einen Dreck.<br />
Wir wollen ihren Ökozid nicht<br />
Aber eine Welt, die lebenswert ist.<br />
Darum stehen wir hier<br />
Und geben nicht klein bei.</p>
<p>Sie werden uns unterwandern,<br />
Selbst Provokateure in unseren Reihen<br />
Können uns nicht spalten,<br />
selbst wenn sie ihre Panzer schicken.<br />
Denn wir stehen zusammen<br />
Pazifisten, Zapatisten,<br />
Arbeiter, Bauern, Urbevölkerung<br />
Vom Baumschützer bis zur Bedienung im  Café.</p>
<p>Wir werden eine andere Welt schaffen<br />
Ohne die Konzernleliten<br />
Wir werden ihren internationalen<br />
Zusammenbruch noch erleben.<br />
Wir werden selber bestimmen,<br />
Gleichheit für alle haben.<br />
Was sonst wäre die Alternative<br />
Als aufzustehen und ihr Scheitern zu sehen?</p>
<p><strong>Drink of the Death squads</strong><br />
Das Getränk der Todesschwadronen</p>
<p>Coke kam nach Kolumbien<br />
Suchte billige Arbeit (niedrige Löhne)<br />
Sie fanden, wonach sie suchten.<br />
Als wir genauer hinsahen<br />
Merkten wir, die Arbeiter konnten das Weinen<br />
ihrer hungrigen Kinder nicht mehr ertragen.<br />
Sagten: Schluss, jetzt gehen wir in die Gewerkschaft<br />
Und begannen, sich zu organisieren.</p>
<p>Coke fand eine Terrorgruppe<br />
Mit Namen AUC.<br />
Sagte ihnen: Es gibt Probleme<br />
Im Betrieb.<br />
Die Terrorgruppe kam ins Werk<br />
Schlugen zwei Gewerkschafter tot.<br />
Drohten: Verlasst die Gewerkschaft<br />
Oder wir kommen wieder!</p>
<p>Coca Cola war nicht traurig<br />
Über die dreckige Tat.<br />
Für was höhere Löhne zahlen?<br />
Alles was sie brauchen ist Coca Cola.<br />
Sie sprachen mit der AUC<br />
Danke, ohne euch ging’s uns schlecht.<br />
Ihr wollt wissen wie sehr wir euch schätzen?<br />
Hier sind hundert Dosen Coca Cola!</p>
<p>Doch die Arbeiter nahmen<br />
das nicht einfach hin.<br />
Einige gingen nach Georgia zur Zentrale<br />
Zeigten den Kollegen, was im Konzern passiert.<br />
Hier in USA werden viele entlassen<br />
Wir werden abgeknallt (Uns erschlägt man einfach).<br />
Und denen, die überleben<br />
Verrotten die Zähne im Mund.</p>
<p>So ist die Lage.<br />
Was können wir tun?<br />
Kolumbien wird von den Todesschwadronen regiert,<br />
für die wir alle auch noch bezahlen!<br />
Wir können Coke die Welt regieren lassen,<br />
warten, was die Zukunft bringt<br />
oder wir steigen um auf Saft, zerschlagen diese Art Staat<br />
Wie wär’s denn damit?</p>
<p>Chorus:<br />
Das Baby trinkt’s aus seiner Flasche<br />
Wasser ist schlecht!<br />
Der Hund trinkts<br />
Schmeckt ihm nicht so recht<br />
Manche nennen Coke<br />
Den Nektar vom lieben Gott<br />
Doch Coke ist das Getränk der Todesschwadronen</p>
<p><strong>After we torture our prisoners – </strong><br />
Aber erst foltern wir unsere Gefangenen.</p>
<p>Wir vertreiben die Diktatoren, bauen euer Land wieder auf<br />
Sorgen dafür, daß all eure Kinder zur Schule gehen<br />
Wir säubern die Städte, die Müllentsorgung wird geregelt<br />
Parlamentarische Regeln werden institutionalisiert.<br />
Wir bringen Euch Autonomie, Senatoren, Richter,<br />
eine neue glänzende blaue Fahne<br />
Wir geben Euch Stolz und Wirtschaftswachstum, Nahrung für Eure Bäuche<br />
Jedes Haus bekommt ein Telefon, Fax und Scanner<br />
Aber erst foltern wir unsere Gefangenen.</p>
<p>Wir bringen Euch Jahrzehnte des Friedens, spirituelle Entlastung<br />
Freie Religionswahl<br />
In den Zeitungen freie Meinungsäußerung<br />
Zwingen euch zu keinem Bekenntnis<br />
Aber erst foltern wir unsere Gefangenen.</p>
<p>Das Öl wird fließen und zwar dorthin wo es soll<br />
Quer durch die Wüste und über das Meer<br />
Ihr werdet Gott und der CIA danken<br />
Daß ihr letztendlich frei seid<br />
Aber erst foltern wir unsere Gefangenen.</p>
<p>Ihr werdet alle in Sicherheit sein, denn wir werden Euch beschützen<br />
Alles Unglück halten wir von Euch fern<br />
Ihr dankt der Schöpfung und Eurer Befreiung<br />
Aus dem Dunkeln  in einen neuen Tag<br />
Aber erst foltern wir unsere Gefangenen.</p>
<p>Ihr könnt vor Freude springen, jeder Junge, jedes Mädchen<br />
Schaut kühn in die Ferne<br />
Ihr werdet froh sein über alles, was wir gemacht haben<br />
Diese unschätzbare Unterstützung<br />
Aber erst foltern wir unsere Gefangenen.</p>
<p>Über Tyrannen müsst ihr euch keine Sorgen machen<br />
Denn jetzt seid ihr ja souverän<br />
Ihr könnt den Kopf hoch tragen, küsst Saddam und Tschüs<br />
Sagt hallo zur Demokratie<br />
Aber erst foltern wir unsere Gefangenen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/04/15/drei-songtexte-von-david-rovics-deutsch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Thomas Schubert: Gebot und Gebet der Stunde</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/03/17/thomas-schubert-gebot-und-gebet-der-stunde/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/03/17/thomas-schubert-gebot-und-gebet-der-stunde/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 08:57:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Poesie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=4490</guid>
		<description><![CDATA[Ein lyrischer Aufruf anlässlich der Atomkatastrophe, entnommen aus der empfehlenswerten Webseite www.zoolamar.com Jetzt Mensch musst Du zum Kraftwerk werden zum Brennstab von Verantwortung, Vernunft und Mut Jetzt Mensch braucht jeder Mitmensch deine Energie gegen den Strom der Dummheit, Heuchelei und Gier Jetzt bist du die einzige Alternative der Kern der Klugheit der sich spalten muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein lyrischer Aufruf anlässlich der Atomkatastrophe, entnommen aus der empfehlenswerten Webseite <a href="http://www.zoolamar.com">www.zoolamar.com</a><br />
<span id="more-4490"></span></p>
<p>Jetzt Mensch<br />
musst Du zum Kraftwerk werden<br />
zum Brennstab<br />
von Verantwortung, Vernunft und Mut<br />
Jetzt Mensch<br />
braucht jeder Mitmensch<br />
deine Energie<br />
gegen den Strom<br />
der Dummheit, Heuchelei und Gier<br />
Jetzt bist du<br />
die einzige Alternative<br />
der Kern der Klugheit<br />
der sich spalten muss<br />
in viele<br />
Jetzt Mensch<br />
musst Du Sonne sein<br />
Wind und Wasser der Wende<br />
Schöpfe aus den Ressourcen<br />
deiner Natur<br />
bis zur Neige<br />
Deine Kinder haben das Recht,<br />
dass du dich verschwendest<br />
damit sie angesichts<br />
der Zukunft<br />
vor Freude und Hoffnung strahlen<br />
und nicht<br />
vor unendlichen Qualen</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/03/17/thomas-schubert-gebot-und-gebet-der-stunde/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wecker: Vertreten wir uns endlich selbst!</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/03/09/wecker-vertreten-wir-uns-endlich-selbst/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/03/09/wecker-vertreten-wir-uns-endlich-selbst/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 09:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konstantin Wecker]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=4401</guid>
		<description><![CDATA[Konstantins neues Gedicht ist kurz, aber inhaltsreich. wird diese welt von den schönsten regiert? sicher nicht, aber das ist nun wirklich nicht so wichtig. oder vertreten uns die klügsten? ich wüsste viele, deren klugheit ich mich lieber anvertrauen würde. werden wir von den liebevollsten regiert? da erübrigt sich jede antwort. nun, was berechtigt diese menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/03/kronen.png"><img src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2011/03/kronen-150x150.png" alt="" title="kronen" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-4402" /></a>Konstantins neues Gedicht ist kurz, aber inhaltsreich.<span id="more-4401"></span></p>
<p>wird diese welt von den schönsten regiert?<br />
sicher nicht, aber das ist nun wirklich nicht so wichtig.<br />
oder vertreten uns die klügsten?<br />
ich wüsste viele, deren klugheit ich mich lieber anvertrauen würde.<br />
werden wir von den liebevollsten regiert?<br />
da erübrigt sich jede antwort.<br />
nun, was berechtigt diese menschen eigentlich<br />
die wirklichkeit in unserem namen zu gestalten?<br />
ist es allein rücksichtslosigkeit und machtgier?<br />
die kunst, genau zu spüren woher der wind kommt,<br />
um danach seine fahne auszurichten?</p>
<p>wenn das die herrausragende eigenschaft unserer volksvertreter ist<br />
anstatt mitgefühl, besonnenheit und weisheit -<br />
wen wundert da noch der erbärmliche zustand dieser welt?<br />
wir sollten jetzt schleunigst unseren unseligen hang überdenken<br />
ausgerechnet egomanen und soziopathen großartig zu finden!<br />
begegnet ihnen mit mitleid.<br />
helft ihnen schwach zu sein.</p>
<p>aber:</p>
<p>vertreten wir uns endlich selbst.</p>
<p>Konstantin Wecker</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2011/03/09/wecker-vertreten-wir-uns-endlich-selbst/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Weckers «Willy» wird Grieche</title>
		<link>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2010/05/21/weckers-%c2%abwilly%c2%bb-wird-grieche/</link>
		<comments>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2010/05/21/weckers-%c2%abwilly%c2%bb-wird-grieche/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 May 2010 08:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rr</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konstantin Wecker]]></category>
		<category><![CDATA[Poesie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://hinter-den-schlagzeilen.de/?p=1853</guid>
		<description><![CDATA[Für diejenigen, die es in den &#8220;Notizen&#8221; noch nicht gelesen haben, hier noch mal das neueste Gespräch Konstantins mit seinem alten Freund Willy. Die Liederlist auf wecker.de zählt bisher sechs &#8220;Willys&#8221; http://www.wecker.de/lieder.html. Dieser handelt von der aktuellen &#8220;Griechenlandkrise&#8221;. Da Konstantin gerade an einem Musical &#8220;Alexis Sorbas&#8221; arbeitete, mag ihn das zusätzlich inspiriert haben.WILLY MAI 2010 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2010/05/Sorbas.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1854" title="Sorbas" src="http://hinter-den-schlagzeilen.de/wp-content/uploads/2010/05/Sorbas-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Für diejenigen, die es in den &#8220;Notizen&#8221; noch nicht gelesen haben, hier noch mal das neueste Gespräch Konstantins mit seinem alten Freund Willy. Die Liederlist auf wecker.de zählt bisher sechs &#8220;Willys&#8221; <a href="http://www.wecker.de/lieder.html" target="_blank">http://www.wecker.de/lieder.html. </a>Dieser handelt von der aktuellen &#8220;Griechenlandkrise&#8221;. Da Konstantin gerade an einem Musical &#8220;Alexis Sorbas&#8221; arbeitete, mag ihn das zusätzlich inspiriert haben.<span id="more-1853"></span>WILLY MAI 2010</p>
<p>Mei Willy. Du weißt es ja eh schon. Immer wenn ich richtig wütend bin, kumm i wieder zu dir und hol mir deinen Rat. Und i bin wieder mal stocksauer, denn was da zur Zeit mit unseren Freunden den Griechen getrieben wird spottet jeder Beschreibung.<br />
Wieder mal schafft es eine Clique superreicher Soziopathen, ihre Gewinne auf Kosten derer zu vermehren, denen sie diese Gewinne überhaupt erst verdanken.</p>
<p>Lohnabhängige, kleine Gewerbetreibende, Bezieher von Renten und Transferleistungen – in Geiselhaft genommen für die Machenschaften der Kapitalfunktionäre und Regierenden.<br />
Und uns wird das so verkauft, als wäre die einzige Möglichkeit, den Euro zu retten, wenn man uns das Wenige aus der Tasche zieht, das sie uns noch gelassen haben.</p>
<p>Und jetzt kommen all diese angepassten Volks- und Betriebswirtschaftler und erzählen immer denselben verlogenen Blödsinn, anstatt endlich mal das auszusprechen, was schon lange fällig ist: Nehmt es den Reichen, bevor sie sich an jeder Krise weiter bereichern und hört auf, uns zu verarschen.</p>
<p>Den Auftakt für die stärker werdenden Turbulenzen an den Finanzmärkten bilden stets die Ratings der namhaften Agenturen am internationalen Kapitalmarkt. &#8220;Standard and Poors&#8221; hat diesmal gleich doppelt zugeschlagen. Erst wurden griechische Staatsanleihen auf Junk-Bond-Niveau (BB+) herabgestuft und dann die portugiesischen gleich um zwei Stufen runter von A+ auf A-</p>
<p>Das hatte zur Folge, dass die Kapitalmärkte heute verrückt spielen.</p>
<p>Abgesehen davon, dass man sich fragt, woher die Ratingagenturen ihre Informationen beziehen, müssten uns die Folgen dieser Herabstufungen endgültig wachrütteln.</p>
<p>Wer sind wir eigentlich, dass wir uns von diesen Kaspern am Nasenring durch die Arena ziehen lassen?</p>
<p>Wer glaubt denn noch an die Unabhängigkeit solcher Informationen? Das ist doch nichts anderes als gezieltes Kristallkugellesen.</p>
<p>Das Selbstbewusstsein der Spekulanten ist schon wieder groß. Sie machen die Vorgaben, und die Politik wird zum Handeln gezwungen.</p>
<p>Die Deutsche Bank meldete neulich das beste Quartalsergebnis aller Zeiten und erreichte vor allem durch ihre Investmentabteilungen eine Eigenkapitalrendite von 30%. Ackermann hat sein Ziel von 25% Rendite bei weitem übertroffen.</p>
<p>Mach dich doch vom Acker, Mann!</p>
<p>Aber zusammen mit dem Großteil aller Medien verschweigt ja Merkelwelle ein ganz entscheidendes Detail dieser griechischen Tragödie:</p>
<p>Im Zeitraum von 1990 bis 2008 kaufte Griechenland Kriegsmaterial im Werte von 75 Milliarden Dollar. Und die Rüstungskäufe Ankaras lagen doppelt so hoch!<br />
Athen erhält den Großteil seiner Waffen aus Deutschland und Frankreich. Leopard Panzer von Krauss Maffei und Kriegsschiffe von Thyssen- Krupp.</p>
<p>Davon hat uns Mövenpickguido noch nie was erzählt.</p>
<p>Und wo soll jetzt gespart werden in Griechenland?</p>
<p>Ganz einfach: Steuern rauf, Löhne und Renten runter.</p>
<p>Ist das denn nicht seit Jahrzehnten das erklärte Ziel der neoliberalen Verbrecherbande?</p>
<p>Und wir sollen glauben, dass das nicht hausgemachte, bewusst inszenierte Krisen sind, die nur einen einzigen Sinn und Zweck verfolgen: Uns so zu lähmen dass wir nie mehr aufbegehren und ihnen aus der Hand fressen wie brave Haustiere, verunsichert und verängstigt und dankbar für jeden Brocken Brosamen, der vom Tisch der Gewinner nach ihrem üppigen Festmahl zu Boden fällt &#8211; oder uns verächtlich hingeschmissen wird.</p>
<p>Dieser Kapitalismus ist nicht mehr zu retten, er ist ein Zerstörungsprojekt, das auf der Erniedrigung der Frauen und Armen basiert und durch Kriege immer neue Märkte schaffen und bereits erschaffene Werte künstlich wieder zerstören muss.</p>
<p>Und diese Kriege? Nichts anderes als die Rache alter Männer an der Jugend. Denn die ganzen Geistesgestörten aus dem „Deutschland wird am Hindukusch verteidigt“ Club bleiben doch fett grinsend in ihren Chefsesseln und Kommandozentralen sitzen, während junge Männer und Frauen sich gegenseitig abschlachten. Und 70% der jungen Leute, die als Kanonenfutter eingesetzt werden, kommen aus der ehemaligen DDR!</p>
<p>Die Welt ist wahnsinnig geworden Willy, und dieser Wahnsinn wird uns auch noch als Demokratie verkauft.</p>
<p>Und drum werd ich jetzt Grieche.</p>
<p>Das ist ihr größter Trick: sie wollen Solidarität verhindern &#8211; und hoffen, uns zu spalten.</p>
<p>Und diese Solidarität ist auch ihre größte Angst. Denn für Mitgefühl ist kein Platz in den verhärteten Herzen der Superreichen.</p>
<p>Ja, drum werd ich jetzt Grieche.</p>
<p>Die wehren sich nämlich. Und sie wehren sich auch stellvertretend für uns.</p>
<p>Lasst uns solidarisch sein mit den wütenden und zornigen Griechen.<br />
Und dann geht es auch bei uns los, dann wehren wir uns &#8230; wie richtige Griechen!<br />
Und jetzt tanzen wir den Sorbas-Sirtaki, Willy!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://hinter-den-schlagzeilen.de/2010/05/21/weckers-%c2%abwilly%c2%bb-wird-grieche/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

