Beiträge von Egon W. Kreutzer

1969 – das Jahr, in dem es bergab ging

Schalterbeamter in der „guten alten Zeit“

Wer es noch erlebt hat, empfindet die 50er- und 60er-Jahre teilweise als „gute alte Zeit“. Jedenfalls in mancher Hinsicht. Die Servicewüste hatte sich noch nicht über das Land ausgebreitet, Menschen wurden noch nicht von komplizierten Automaten „bedient“; ein Arbeiter konnte mit seinem Einkommen eine Familie ernähren, oft sogar ein Haus bauen; öffentliche Dienstleistungen wie Schwimmbäder waren noch geöffnet. All das hatte in der „alten Bundesrepublik“ gut funktioniert. Bis 1969. Was ist da geschehen? Die Produktivität hat sich seither vervielfältigt, die Zusatzgewinne flossen aber ausschließlich in die Taschen der Reichen. Die Vermögen explodierten, während Armut, die es wegen der guten Wirtschaftslage eigentlich schon nicht mehr hätte geben dürfen, quasi künstlich beatmet wurde. Ein wieder sehr erhellender Aufsatz von Selberdenker Egon W. Kreutzer (http://www.egon-w-kreutzer.de) (mehr …)

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Das US-Welt-Boykott-Erzwingungsgesetz

Das war wieder great, Donald!

Man hatte schon geglaubt, Donald Trump würde wenigstens eine Sache richtig gut machen: nämlich ein besseres Verhältnis zu Russland pflegen. So mancher Putin-nahe Kommentator im linken Spektrum meinte schon, die Güte des russischen Präsidenten könnte sich veredelnd auch auf seinen amerikanischen Kollegen übertragen und es käme zu einem wahren Honeymoney des testesterongeblähten Duos. Ausgeträumt, es gibt neue Sanktionen gegen Russland, und das greate Imperium gedenkt seine global leadership auch gegenüber den „Verbündeten“ hemmungslos durchzusetzen. Papa USA droht den ungezogenen europäischen Kindern jetzt Strafen an, wenn sie nicht spuren. Autor Egon W. Kreutzer denkt über die möglichen Folgen nach. (Egon W. Kreutzer, http://www.egon-w-kreutzer.de) (mehr …)

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Das Zauberwort heißt Gewalt.

Wissen ist Macht? Nein, Macht ist Macht.

Deutschland ist nicht souverän, zum großen Teil hat sich das Land übernationalen Strukturen zu fügen. Diese Erkenntnis ist nicht neu, und sie hat auch nichts mit Reichsbürger-Kappes zu tun. Mit der Analyse von Formalia wie völkerrechtlichen Verträgen werden wir der historischen Realitäten nicht Herr. Wir müssen politische Prozesse auf ihren so banalen wie schäbigen Kern zurückführen: Macht – immer gestützt durch die Androhung massiver Gewalt.  Gesetze richten sich nach der Macht wie Kompassnadeln nach Norden; sie dienen dazu, staatliche Gewaltanwendung gegenüber den Bürgern zu rechtfertigen. (Egon W. Kreutzer, http://www.egon-w-kreutzer.de/004/pad232017.html) (mehr …)

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Die Vollbeschäftigungs-Union

Vollbeschäftigung? Vielleicht für Roboter, die in Zukunft (noch) mehr menschliche Aufgaben an sich reißen werden. Anstatt den Tatsachen ins Auge zu schauen und an kreativen Lösungen (z.B. Grundeinkommen) zu basteln, hält die Union unbeirrt das Ziel Vollbeschäftigung hoch (als hätte sie nicht lange genug regiert, um diesbezüglich etwas zu bewegen). Warum noch diese realitätsferne Quälerei? Wohl, um den Arbeitslosen verstärkt die Alleinschuld an ihrer „Schmarotzerexistenz“ in die Schuhe schieben zu können. „Die Wirtschaft“ – der Götze unserer Zeit – würde sich im übrigen bedanken. Weniger Arbeitslose bedeutet weniger Erpressungspotenzial gegenüber denen, denen man gnädigerweise noch Arbeit gibt. Der Autor mischt das Wahlprogramm von CDU und CSU wie immer höchst kreativ und bissig auf. (Egon W. Kreutzer) (mehr …)

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Können Emotionen strafbar sein?

Besonders im Visier der Correctness-Wächter: Hater und Trolle

(… und was is Hass, wenn nicht Emotion?) Heiko Maas – wie wir aus der Boulevard-Presse wissen, frisch verliebt in die Schmonzetten-Darstellerin Natalia Wörner – hat derzeit vor allem eines im Sinn: die Verschärfung von Gesetzen. Es ist wohl der Pawlowsche Reflex aller Innen- und Justizminister der jüngeren Geschichte: Ihr Denken kreist um die Frage „Wo ich kann ich noch in irgendeinem Bereich möglichst hart, streng oder scharf agieren?“ Statt der Schutz der Grundrechte steht seit einiger Zeit deren Abbau auf der politischen Agenda. Früher hatte man aber wenigstens vor den Essentials noch Respekt: der Meinungsfreiheit z.B. Oder dem Recht auf eigene Gefühle. Hass ist ein solches Gefühl. Es ist nicht schön, aber geht es den Staat was an, ob einige Menschen ihm Ausdruck geben wollen? Und sollten ein paar facebook-Schnösel künftig per Privat-Justiz darüber befinden können, was veröffentlicht werden darf? Egon W. Kreutzer kämpft gegen den maaslosen Bürgerrechtsabbau mit dem Florett der geschliffenen Sprache. (Egon W. Kreutzer) (mehr …)

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