Beiträge von Christine Wicht

Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen ist möglich!

Vorbildlich: der Wiener Gemeindebau

Es wird so getan, als seien Wohnungsnot und ständig steigende Mieten ein neues Thema. Dabei gab es all die Probleme bereits vor langer Zeit. Deutschland war einmal auf einem guten Weg, die öffentliche Hand hat in groß angelegten Projekten bezahlbaren Wohnraum geschaffen. Doch seit etlichen Jahren überlässt der Staat den Wohnungsbau Investoren, mit den bekannten Folgen. Dabei sollten sich unsere Entscheidungsträger zurück besinnen, aus den Erfahrungen lernen und den Bau von Genossenschaftswohnungen und Werkswohnungen im großen Stil wieder vorantreiben und den Markt nicht allein den Investoren überlassen, nach dem Motto „Staat vor privat“. Die Realität zeigt, Investoren schaffen keinen bezahlbaren Wohnraum, das bleibt eine elementare Aufgabe der öffentlichen Hand. (Christine Wicht) (mehr …)

2 weiterlesen

Von Heuschrecken, Investoren und der unersättlichen Gier nach Rendite

Alptraum Wohnungsbesichtigung. Meistens bilden sich entmutigend lange Schlangen

Über das lukrative Geschäft mit Immobilien in Großstädten. Wohnen ist ein Grundrecht und eine Aufgabe der Daseinsvorsorge. Inzwischen verkommt Wohnen zur Ware, die gehandelt und meistbietend weiterverkauft wird. Die Mieter werden gleich mit weiterverkauft und von Investoren und Heuschrecken aufgefressen, denn sie haben meist keine andere Wahl als die hohen Mieten zu zahlen, weil es keine bezahlbaren Alternativen gibt. Grundstücks- und Anlagenverkäufe der öffentlichen Hand an meistbietende internationale Investoren, Zweckentfremdung von Wohnraum, z.B. für Medizintourismus, spekulationsbedingter Leerstand, möblierte Vermietungen, Bau von Luxusimmobilien – all dies führt dazu, dass Bürger, vor allem in Großstädten, keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden. (Christine Wicht) (mehr …)

3 weiterlesen

Kostengünstiges und sauberes Trinkwasser in Afrika ist möglich

Weltweit wächst der Absatz von Flaschenwasser. Für die Menschen in armen Ländern stellt dieses oft einen kaum bezahlbaren Luxus dar. Noch lukrativer als das Geschäft mit dem Flaschenwasser wird für die Wasserkonzerne in Zukunft wohl die Übernahme der gesamten Wasserversorgung sein. Weltweit verfolgen diese Konzerne unter dem Stichwort „Liberalisierung der Wassermärkte“ eine Strategie der Privatisierung bisher öffentlicher Wasserversorgung. Umso wichtiger ist eine kostengünstige und selbstbestimmte Wasserversorgung für Menschen, die in Gebieten leben, in welchen das Wasser verschmutzt ist, um nicht mehr auf teures Wasser von Konzernen angwiesen zu sein. (Christine Wicht) (mehr …)

1 weiterlesen

Kunst in den Alltag bringen

Ein „Salon“ im Freien

Camilla Wittig, Kommuni­kations­designerin mit Schwerpunkt Mode, Schnitt und Design und Mariella Weiss, Kunst­historikerin und ebenfalls Kommuni­kations­designerin mit Schwerpunkt Bewegtbild, haben die Idee der Salondamen des 17./18. Jahr­hunderts wieder aufleben lassen. Sie möchten einen kulturellen Austausch zwischen Menschen und ihrem Umfeld schaffen. Dafür wechseln sie die Räume, ergänzen sie mit Kunst, auch mit Kochkunst, Musik und Literatur, bringen Kunst in den Alltag, um eine Diskussion anzustoßen. Mit der Wahl des Ortes, einer Nische oder der interdisziplinären Arbeitsweise, wollen sie die Erwartungshaltung der Besucher brechen. Die Vermischung des Unterschiedlichen, abseits des ohnehin schon Etablierten, ist das Ziel der Salons. Christine Wicht führte mit der Salondame Mariella Weiß ein Gespräch über die Idee, Kunst in den Alltag zu bringen. (mehr …)

2 weiterlesen

Offner Brief an Sigmar Gabriel zu CETA und TTP

Sozial zu sein, erwartet ja schon niemand mehr von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Aber für demokratisch hatte man die SPD lange noch gehalten. Auch diesen Minimalkonsens opfern die Mannen und Frauen um Parteichef Gabriel jetzt auf dem Altar des „Freihandels“. CETA hat Gabriel durchgedrückt, und auch TTIP werden seine Befürworter sicher nicht kampflos aufgeben. Damit hat eine lange „sozialdemokratische“ Verratsgeschichte ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Statt Gestaltungsmacht für die Bürger und die gewählten Volksvertreter zurückzuerobern, treiben die Genossen einen dann fast unumkehrbaren (Neo)liberalisierungsprozess voran und ketten noch künftige Generationen an das gefährliche Wahnsystem der Schröder- und Merkel-Ära. „Was ist für die SPD eine Demokratie? Ein Hindernis beim Geschäfte machen?“, fragt die Autorin zu Recht. (Christine Wicht) (mehr …)

3 weiterlesen

„Die Welt ist ohnehin surreal“

Christine Wicht interviewt Mona Harun Mahdevi, die für das Buch „Wir Erdeaner“ sowohl surrealistische Bilder als auch Gedichte beigesteuert hat. Das interessante Gesprächt geht über Kunstdeutungen weit hinaus. Zur Sprache kommen Monas iranische Heimat, fragen des Tierschutzes, des Fleischkonsums und des Pazifismus, der Weltpolitik und Spiritualität. Schließlich die Notwendigkeit, für alle Menschen zu verantwortungsbewussten Erdenbürgern zu werden. „Der Erdeaner ist frei von einem nationalen Verständnis, und sieht sich als globales Wesen. Ein Erdeaner weiß, dass man ohne eine intakte Umwelt und die Achtung jeglicher Lebensform, auf die Dauer nicht überleben kann. Der Mensch hat nur eine begrenzte Zeit auf dieser Welt und sollte sich verhalten wie ein Gast.“ (mehr …)

0 weiterlesen

Attac und die aberkannte Gemeinnützigkeit – jetzt erst recht

Das Frankfurter Finanzamt hat dem Attac Trägerverein e.V. nun die Gemeinnützigkeit entzogen, weil es der Meinung ist, dass der Schwerpunkt der tatsächlichen Arbeit der Nichtregierungs-organisation wohl mehr auf politischen Einmischungen und politischem Mitgestalten der Bürger besteht, als es die gesetzliche Grundlage, die Abgabenordnung, erlaubt (http://www.attac.de/startseite/detailansicht/news/frankfurter-finanzamt-entzieht-attac-die-gemeinnuetzigkeit/?no_cache=1&cHash=473e9265d59965653fac45ba22cf81af). Anscheinend soll nur unwirksame Opposition gefördert werden. War Attac womöglich zu erfolgreich und soll deshalb nicht mehr gefördert werden? (Christine Wicht)
(mehr …)

0 weiterlesen

Lifelogging – informationeller Totalitarismus oder sinnvolle Selbstvermessung?

Unter Lifelogging versteht man die digitale Selbstvermessung, eine ununterbrochene Protokollierung und Überwachung des eigenen Körpers und des persönlichen Verhaltens mit dem Ziel, sich selbst zu „optimieren“. Lifelogging ist praktisch eine personenbezogene Informatik. Stefan Selke, Soziologieprofessor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Furtwangen, hat wieder ein äußerst lesenswertes Buch geschrieben. Nach seinem Buch „Schamland“, in welchem er sich ausführlich mit der Vertafelung der Gesellschaft befasste, ist er nun in die Welt des Lifeloggins eingetaucht. Daraus ist ein spannendes und alarmierendes Buch entstanden, in dem der Soziologe einen neuartigen gravierenden Wandel in der Gesellschaft detailliert durchleuchtet. (Christine Wicht) (mehr …)

1 weiterlesen

Der große Beutezug

Effizient, aber wenig anheimelnd: moderner chinesischer Städtebau (hier: Shanghai)

Chinas stille Armee erobert den Westen Das Buch mit dem oben genannten Titel ist ausgesprochen informativ und äußerst lesenswert. Es enthält von Anfang bis Ende spannende Daten und Fakten über Chinas wirtschaftliche Aktivitäten in der Welt. Hier können nur einige Bereiche angerissen werden, um dem Leser das Ausmaß der chinesischen Aktivitäten ins Bewusstsein zu bringen. Die zwei Journalisten Juan Pablo Cardenal und Heriberto Araújo bereisten auf eigene Kosten 25 Länder in zwei Jahren und begaben sich auf die Spuren chinesischer Investoren. Ihre Recherchen sind aufschlussreich und schockierend zugleich. Während Europa und USA ihr Augenmerk auf Russland richten, erobert China im Stillen mit großen Schritten die Welt, um seinen unbändigen Rohstoffhunger zu befriedigen. (Christine Wicht) (mehr …)

0 weiterlesen

Die Instrumente des neoliberalen EU-Orchesters

Bei der Hydra (einer Gestalt der Herakles-Sage) wachsen abgeschlagene Köpfe immer nach

Das geplante Freihandelsabkommen „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP) ist nur die Fortführung einer jahrzehntelangen konsequenten und massiven Liberalisierungs-, Deregulierungs- und Privatisierungspolitik innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union sowie darüber hinaus. (Christine Wicht, Quelle: Nachdenkseiten)
http://www.nachdenkseiten.de/?p=21044

2 weiterlesen
Seite 1 von 2

Start typing and press Enter to search