Beiträge von Christine Wicht

Kostengünstiges und sauberes Trinkwasser in Afrika ist möglich

Weltweit wächst der Absatz von Flaschenwasser. Für die Menschen in armen Ländern stellt dieses oft einen kaum bezahlbaren Luxus dar. Noch lukrativer als das Geschäft mit dem Flaschenwasser wird für die Wasserkonzerne in Zukunft wohl die Übernahme der gesamten Wasserversorgung sein. Weltweit verfolgen diese Konzerne unter dem Stichwort „Liberalisierung der Wassermärkte“ eine Strategie der Privatisierung bisher öffentlicher Wasserversorgung. Umso wichtiger ist eine kostengünstige und selbstbestimmte Wasserversorgung für Menschen, die in Gebieten leben, in welchen das Wasser verschmutzt ist, um nicht mehr auf teures Wasser von Konzernen angwiesen zu sein. (Christine Wicht) (mehr …)

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Kunst in den Alltag bringen

Ein „Salon“ im Freien

Camilla Wittig, Kommuni­kations­designerin mit Schwerpunkt Mode, Schnitt und Design und Mariella Weiss, Kunst­historikerin und ebenfalls Kommuni­kations­designerin mit Schwerpunkt Bewegtbild, haben die Idee der Salondamen des 17./18. Jahr­hunderts wieder aufleben lassen. Sie möchten einen kulturellen Austausch zwischen Menschen und ihrem Umfeld schaffen. Dafür wechseln sie die Räume, ergänzen sie mit Kunst, auch mit Kochkunst, Musik und Literatur, bringen Kunst in den Alltag, um eine Diskussion anzustoßen. Mit der Wahl des Ortes, einer Nische oder der interdisziplinären Arbeitsweise, wollen sie die Erwartungshaltung der Besucher brechen. Die Vermischung des Unterschiedlichen, abseits des ohnehin schon Etablierten, ist das Ziel der Salons. Christine Wicht führte mit der Salondame Mariella Weiß ein Gespräch über die Idee, Kunst in den Alltag zu bringen. (mehr …)

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Offner Brief an Sigmar Gabriel zu CETA und TTP

Sozial zu sein, erwartet ja schon niemand mehr von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Aber für demokratisch hatte man die SPD lange noch gehalten. Auch diesen Minimalkonsens opfern die Mannen und Frauen um Parteichef Gabriel jetzt auf dem Altar des „Freihandels“. CETA hat Gabriel durchgedrückt, und auch TTIP werden seine Befürworter sicher nicht kampflos aufgeben. Damit hat eine lange „sozialdemokratische“ Verratsgeschichte ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht. Statt Gestaltungsmacht für die Bürger und die gewählten Volksvertreter zurückzuerobern, treiben die Genossen einen dann fast unumkehrbaren (Neo)liberalisierungsprozess voran und ketten noch künftige Generationen an das gefährliche Wahnsystem der Schröder- und Merkel-Ära. „Was ist für die SPD eine Demokratie? Ein Hindernis beim Geschäfte machen?“, fragt die Autorin zu Recht. (Christine Wicht) (mehr …)

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„Die Welt ist ohnehin surreal“

Christine Wicht interviewt Mona Harun Mahdevi, die für das Buch „Wir Erdeaner“ sowohl surrealistische Bilder als auch Gedichte beigesteuert hat. Das interessante Gesprächt geht über Kunstdeutungen weit hinaus. Zur Sprache kommen Monas iranische Heimat, fragen des Tierschutzes, des Fleischkonsums und des Pazifismus, der Weltpolitik und Spiritualität. Schließlich die Notwendigkeit, für alle Menschen zu verantwortungsbewussten Erdenbürgern zu werden. „Der Erdeaner ist frei von einem nationalen Verständnis, und sieht sich als globales Wesen. Ein Erdeaner weiß, dass man ohne eine intakte Umwelt und die Achtung jeglicher Lebensform, auf die Dauer nicht überleben kann. Der Mensch hat nur eine begrenzte Zeit auf dieser Welt und sollte sich verhalten wie ein Gast.“ (mehr …)

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Attac und die aberkannte Gemeinnützigkeit – jetzt erst recht

Das Frankfurter Finanzamt hat dem Attac Trägerverein e.V. nun die Gemeinnützigkeit entzogen, weil es der Meinung ist, dass der Schwerpunkt der tatsächlichen Arbeit der Nichtregierungs-organisation wohl mehr auf politischen Einmischungen und politischem Mitgestalten der Bürger besteht, als es die gesetzliche Grundlage, die Abgabenordnung, erlaubt (http://www.attac.de/startseite/detailansicht/news/frankfurter-finanzamt-entzieht-attac-die-gemeinnuetzigkeit/?no_cache=1&cHash=473e9265d59965653fac45ba22cf81af). Anscheinend soll nur unwirksame Opposition gefördert werden. War Attac womöglich zu erfolgreich und soll deshalb nicht mehr gefördert werden? (Christine Wicht)
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Lifelogging – informationeller Totalitarismus oder sinnvolle Selbstvermessung?

Unter Lifelogging versteht man die digitale Selbstvermessung, eine ununterbrochene Protokollierung und Überwachung des eigenen Körpers und des persönlichen Verhaltens mit dem Ziel, sich selbst zu „optimieren“. Lifelogging ist praktisch eine personenbezogene Informatik. Stefan Selke, Soziologieprofessor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Furtwangen, hat wieder ein äußerst lesenswertes Buch geschrieben. Nach seinem Buch „Schamland“, in welchem er sich ausführlich mit der Vertafelung der Gesellschaft befasste, ist er nun in die Welt des Lifeloggins eingetaucht. Daraus ist ein spannendes und alarmierendes Buch entstanden, in dem der Soziologe einen neuartigen gravierenden Wandel in der Gesellschaft detailliert durchleuchtet. (Christine Wicht) (mehr …)

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Der große Beutezug

Effizient, aber wenig anheimelnd: moderner chinesischer Städtebau (hier: Shanghai)

Chinas stille Armee erobert den Westen Das Buch mit dem oben genannten Titel ist ausgesprochen informativ und äußerst lesenswert. Es enthält von Anfang bis Ende spannende Daten und Fakten über Chinas wirtschaftliche Aktivitäten in der Welt. Hier können nur einige Bereiche angerissen werden, um dem Leser das Ausmaß der chinesischen Aktivitäten ins Bewusstsein zu bringen. Die zwei Journalisten Juan Pablo Cardenal und Heriberto Araújo bereisten auf eigene Kosten 25 Länder in zwei Jahren und begaben sich auf die Spuren chinesischer Investoren. Ihre Recherchen sind aufschlussreich und schockierend zugleich. Während Europa und USA ihr Augenmerk auf Russland richten, erobert China im Stillen mit großen Schritten die Welt, um seinen unbändigen Rohstoffhunger zu befriedigen. (Christine Wicht) (mehr …)

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Die Instrumente des neoliberalen EU-Orchesters

Bei der Hydra (einer Gestalt der Herakles-Sage) wachsen abgeschlagene Köpfe immer nach

Das geplante Freihandelsabkommen „Transatlantic Trade and Investment Partnership“ (TTIP) ist nur die Fortführung einer jahrzehntelangen konsequenten und massiven Liberalisierungs-, Deregulierungs- und Privatisierungspolitik innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union sowie darüber hinaus. (Christine Wicht, Quelle: Nachdenkseiten)
http://www.nachdenkseiten.de/?p=21044

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Vertafelung und Angstgesellschaft

Scherl:
Berlin 1924
Speisung für arme Kinder in Berlin.
1051-24

Stefan Selke ist Soziologiprofessor an der Hochschule Furtwangen mit dem Lehrgebiet “Gesellschaftlicher Wandel”. Er befasst sich seit Jahren mit der Armut in Deutschland, hat Suppenküchen, Kleiderkammern, Tafelausgabestellen besucht, mit Betroffenen gesprochen und über seine Erfahrungen ein Buch mit dem Titel „Schamland – Die Armut mitten unter uns“ geschrieben. Christine Wicht interviewte ihn zu sozialen Situation in Deutschland. Dabei geht Selkes Analyse über die Kritik an der „Arbeitsteilung“ zwischen Hartz IV, Lohndumping betreibender Wirtschaft und Almosensystem hinaus. Zu hinterfragen ist die dahinterliegende, entsolidarisierende Philosophie des „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Unsere „Angst- und Kontrollgesellschaft“ markiert den Übergang zu einem negativen Bild vom Menschen, der angeblich nur durch Druck, Überwachung und Unterwerfung zu bändigen ist.
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TTIP: Freie Fahrt für Räuberbarone

Feudalherrschaft, mittelalterliche Illustration

1873 schrieben Mark Twain und Dudley Warner die gesellschaftskritische Satire „Das vergoldete Zeitalter – Eine Geschichte von heute“. Über 140 Jahre später ist die Geschichte so aktuell wie damals im sog. „Gilded Age“. Der amerikanische Soziologe Charles Derber stellt in seinem Buch „One World“ Verbindungslinien zwischen dem Kolonialismus und der Globalisierung her und er sieht das “Gilded Age“ als das Fenster zur Seele der Globalisierung. Für Gerber ist mit der Globalisierung die Leiche des „Vergoldeten Zeitalters“ wieder ausgegraben worden, einer Wirtschaftsepoche während der auf der einen Seite sich der Reichtum einiger „Räuberbarone“ auf unglaubliche Weise vermehrt und sich auf der anderen Seite Massenarmut und Korruption verbreitet hat. Mit dem Freihandelsabkommen TTIP könnte sich die Geschichte des „vergoldeten Zeitalters“ wiederholen und tatsächlich eine „Geschichte von heute“ werden. (Christine Wicht, Quelle: Nachdenkseiten)
http://www.nachdenkseiten.de/?p=20266

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