Beiträge von Monika Herz

Herr Generalbundesanwalt, klagen Sie die USA an!

Waterboarding - von Demonstranten in Island nachgestellt

Waterboarding – von Demonstranten in Island nachgestellt

Unser Rechtsstaat ist streng und konsequent. Manchmal ist das auch lästig. Wenn ich 7 Stundenkilometer zu schnell fahre, kann das 15 Euro kosten, Schwarzfahren kostet 60 Euro, bei Ladendiebstahl gibt es eine Anzeige. Die gute Nachricht: Es gibt auch Gnade und Nachsicht. Foltern z.B., grausames und andauerndes Quälen von Menschen, hat mitunter überhaupt keine strafrechtlichen Konsequenzen. Zumindest kommt es darauf an, wer foltert. Wenn es die USA tun, ist es halb so wild. Keiner schreitet ein, schon gar nicht unser Generalbundesanwalt Range. Monika Herz liest ihm die Leviten. (mehr …)

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Schuldenerlass statt «Null-Summen-Spiel»

logo_erlassjahr_de„Wärst du nicht arm, wär ich nicht reich“, fasst Bertolt Brecht die Prinzipien unserer Wirtschaftsordnung zusammen. Schulden und Vermögen in der Welt wiegen einander auf – ein Nullsummenspiel, aber ein ebenso grausames wie widervernünftiges. Denn Reiche horten weitaus mehr als sie jemals selbst verfuttern können, und Arme dürfen sich im Schuldendienst abrackern. Die griechische Regierung erlebt es gerade eben wieder, wie unduldsam Gläubiger sind, wenn sie ihren Geldspeicher nicht weiter auffüllen dürfen. Dabei war das mal anders. Erlassjahre für Schulden gab es schon im alten Israel. Monika Herz vermischt in der ihr eigenen Art in diesem Artikel Ökonomie, Mathematik und Religionsgeschichte und kommt zu verblüffenden Ergebnissen. (Monika Herz) (mehr …)

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Raif Badawi for Friedens-Nobelpreis

Raif Badawi

Raif Badawi

Barack Obama hat ihn. Die EU hat ihn. Yassir Arafat hatte ihn. Der Friedensnobelpreis ist – obwohl er immer wieder an tolle Leute vergeben wurde – ein recht unzuverlässiger Geselle geworden. Wer kriegt ihn als nächstes: die USA? Mario Draghi? Oder gleich die saudi-arabische Religionspolizei? Nein, wenn das Nobel-Komitee seinen angeknacksten Ruf reparieren möchte, sollte sie den nächsten Preis an Raif Badawi verleihen. Der ist nämlich ein Held, der sich für die Menschenrechte eingesetzt hat und dafür zu einer unfassbar grausamen Strafe verurteilt wurde: 1000 Peitschenhiebe. Monika Herz sympathisiert mit dem Islam und möchte ihn nicht durch derartige „Glaubenswächter“ vertreten sehen. Raif Badawi hat sie besonderns in ihr Herz geschlossen. Also: Wie wär’s mal mit einem Friedensnobelpreis für die Opfer, nicht für die Täter? (mehr …)

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Wie Altersarmut ganz leicht zu beenden wäre

Van Gogh: Schuhe

Van Gogh: Schuhe

„Wir würden ja gern, aber es ist kein Geld da!“ – diesen Stoßseufzer hört man immer wieder von Politikern, wenn es darum geht, nützlichen und kreativen Projekten sowie Not leidenden Menschen die Hilfe zu verweigern. Auf der anderen Seite scheint für bestimmte Zwecke „plötzlich“ unbegrenzt Geld da zu sein. Das muss nicht mal „verdient“ oder Steuerzahlern abgepresst werden. Es wird einfach „geschöpft“, sofern der Schöpfer ein entsprechend mächtiger Mann ist. Die Durchschnittsrenterin lebt an der Armutsgrenze, der Durchschnittsrentner etwas darüber. Und die 80 reichsten Menschen der Welt verdienen so viel wie 3,5 Millarden (!) andere Menschen. Aber Geld ist keins da. Eine bedenkenswerte Rechnung von Monika Herz, die sich wie immer ihres Lieblingsstilmittels der „scheinbar naiven Fragen“ bedient. (mehr …)

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«Lieber Herr Draghi»

Er war's diesmal nicht, Mario Draghi war's.

Er war’s diesmal nicht, Mario Draghi war’s.

„Super Mario“ Draghi hat angekündigt, künftig 60 Milliarden Euro aus dem Nichts zu erschaffen. Bei so viel Macht ist er eine echte Konkurrenz für Gott den Vater, der ja auch das Universum aus dem Nichts geschaffen haben soll. In einer Welt, in der es hinten und vorn an Geld fehlt, ist das eine gute Nachricht, sollte man meinen. Aber wo geht das Geld hin – wirklich dorthin, wo es am nötigsten gebraucht wird? Monika Herz stellt ein paar verzwickte und nachdenkenswerte Fragen. Und sie hat auch einen Vorschlag, wem Draghi das Geld vererben könnte: ihr. (mehr …)

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Gebete: Gottes Selbstgespräch

"Maria Magdalena" von El Greco

„Maria Magdalena“ von El Greco

Gebetsheilung ist eine traditionelle Therapieform aus einer Zeit, als ärztliche Hilfe schwer zugänglich oder unwirksam war. Gerade im Alpenraum vertrauten Menschen den „Abbetern“, die für das Verschwinden von Warzen oder die reibungslose Geburt eines Kalbes zuständig waren. Die Wirkung von Gebeten ist nicht immer erklärbar – aber oft nicht zu leugnen. Auch moderne Menschen können diese Kunst erlernen. (Monika Herz, Mithilfe: Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Heilige – Gottes sanfte Rebellen

Elisabeth von Thüringen (1207-1231) stand für karitatives Engagement und einen radikal nicht-materialistischen Geist

Elisabeth von Thüringen (1207-1231) stand für karitatives Engagement und einen radikal nicht-materialistischen Geist

Angestaubte Statuen in dunklen Winkeln katholischer Kirchen, weltfremde Asketen, „Säulenheilige“ gar – für viele heutige Menschen sind Heilige weiter weg als die Kultur der australischen Aborigines. Dabei waren Gedenktage, Symbole und Bräuche rund um Maria, Josef u.a. für unsere Vorfahren noch ein wichtiger Teil ihres Alltags. Für uns heutige lohnt es sich, die alten Geschichten wieder zu entdecken und ganz moderne Erkenntnisse aus ihnen zu ziehen. Die Geschichten von Heiligen ermutigen uns, unseren Überzeugungen treu zu bleiben und uns nicht für Zwecke einspannen zu lassen, die nicht die unseren sind. Das ist auch heute nicht leicht, obwohl wir für unser Gewissen nicht mehr den Märtyrertod sterben müssen, sondern vielleicht „nur“ unseren Job verlieren. Das Leben von Heiligen, die ihre spirituelle Berufung radikal über die Belange des „Mammon“ setzten, kann auch als Protest gegen den herrschenden Materialismus verstanden werden. (Monika Herz und Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Schloss Elmau 2015 – eine Künstlerin auf dem Weg zum Gipfel

Eigentlich schöner ohne Zaun und Polizei-Hundertschaften: Schloss Elmau

Eigentlich schöner ohne Zaun und Polizei-Hundertschaften: Schloss Elmau

Wenn sich die Mächtigen der Welt treffen, genügt es nicht, dafür die üblichen, ohnehin gut abgesicherten Gebäude zu verwenden – etwa das Weiße Haus. Es müssen hierzu Hotels in schönen Landschaften zu Hochsicherheitszonen umgerüstet werden. Das Volk muss dafür bezahlen, dass es aufwändig daran gehindert wird, sich seinen obersten Zwingherren zu nähern, damit diese keinesfalls aus der Ferne irgendwelche Äußerungen des Unmuts zu hören bekommen – z.B. wegen der militärischen Spannungs- und neoliberalen Umverteilungspolitik, die sie betreiben. Der Zaun von Heiligendamm 2007 kostete 12,5 Millionen Euro. Die Wiederholunge gibt’s, weil’s so schön war, im Juni 2015 auf Schloss Elmau (bayerische Alpen). Monika Herz sucht nach dem juristischen Schlupfloch, um die Festung Elmau zu knacken und den bürgerlichen Freiheiten zu ihrem Recht zu verhelfen. Und sie unterbreitete einen wahrhaft künstlerisch kreativen Vorschlag.
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„Eigentum verpflichtet“ – Wann macht ihr endlich Ernst damit?

Autorin Monika Herz

Autorin Monika Herz

Unerhörte Briefe an mächtige Institutionen sind die Spezialität von Monika Herz. Mit deren Einsichtsfähigkeit hapert es ja meist, und sie brauchen einen kleinen rhetorischen Tritt. Hier geht es um das Erbrecht und die güldenen Worte des Grundgesetzes, Eigentum solle dem Gemeinwohl dienen. Auch Enteignungen seien unter bestimmten Voraussetzungen legitim. Nein, gemeint ist nicht die schleichende Massenenteignung kleiner Leute über Steuern, Gebühren, Strafen und Umverteilung zugunsten der Reichen. Aber manche Artikel des Grundgesetzes – siehe auch Volksabstimmungen – „ruhen“ auf seltsame Weise, bleiben also inaktiv, für das praktische Leben unerschlossen. In diesem Zusammenhang äußert sich die charmante HdS-Bloggerin auch äußerst uncharmant über die Rüstungsindustrie. (Monika Herz) (mehr …)

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