Beiträge von Ellen Dietrich

Ellen Diederich zum Tod von Roger Willemsen

Roger Willemsen

Obwohl der Tod Roger Willemsens schon eine Weile her ist (7. Februar), tut es gut, dieses sehr persönliche und kenntnisreiche Würdigung seiner Person zu lesen. Ellen Diederich, selbst über Jahrzehnte Aktivistin an verschiedenen „Fronten“, sieht in Willemsen den großen Stilisten, der durch Sprachkunst und Beobachtungsgabe aus scheinbar unwesentlichen Details Wesentliches herausdestilliert. Die Absurdität unserer politischen und medialen Realität wird so besonders deutlich. Willemsen begab sich aber auch – abseits seines Erscheinungsbilds als gepflegter Intellektueller – in Gefahr und setzte sich an Brennpunkten des Weltgeschehens (z.B. Afghanistan) verstörenden Eindrücken aus. Sie machten das, was er an die Adresse der Deutschen zu sagen hatte, noch glaubwürdiger. (Ellen Diederich) (mehr …)

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Eduardo Galeano: «Ich hoffe …»

Eduardo Galeano

Der große uruguayische Schrifsteller und Journalist musste mehrfach vor Militärjuntas ins Ausland fliehen. Er war einer der hellsten Köpfe und leidenschaftlichsten politischen Autoren der südamerikanischen Linken. Ellen Diederich erinnert an einen, der ihr Bild der lateinamerikanischen Befreiungsbewegungen entscheidend mitgeprägt hat. Und sie zitiert ein bewegendes Manifest der Hoffnung. (mehr …)

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Tag der offenen Tür im Flüchtlingslager

Tanzen verbindet. Foto: Andrea-Cora Walther

Ellen Diederich berichtet von Aktionen, die die Integration von Flüchtlingen in ihrer Heimatstadt Oberhausen erleichtern und die Bevölkerung informieren sollten. Höhepunkt war ein vielbeachtetes Event im Flüchtlingslager Weierstraße am 21. März 2015. Während für Flüchtlinge sonst verschlossene Türen Alltag sind, war hier für Betroffene wie für die einheimische Bevölkerung nun endlich Öffnung angesagt. (Ellen Diederich) (mehr …)

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Offener Brief an Wolf Biermann

Wolf Biermann und Rudi Dutschke: Würden sie sich heute noch verstehen?

Ellen Diederich schreibt an Wolf Biermann unter dem noch frischen Eindruck von dessen Auftritt vor dem Deutschen Bundestag. Ellen kannte Wolf schon sehr lange, seine Lieder gaben ihr einmal Mut und Trost im politischen Kampf. Das scheint jetzt vorbei. Streicheleinheiten holt sich Biermann mittlerweile von CDU und SPD, in deren Konzept des Linken-Bashings sich der Liedermacher perfekt einfügt. Was ist nur aus dir geworden, Wolf? „Uns bleibt, was gut war und klar war“ – und es leider nicht mehr ist. (mehr …)

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Volkstrauertag – als Aufruf zum Frieden nutzen!

Fasia Jansen

Ein Tag im trüben Monat November, ein Tag, „offiziell“ dazu bestimmt, der Kriegstoten zu gedenken. Früher waren damit überwiegend unsere gefallenen „Ahnen“ im Ersten und Zweiten Weltkrieg gemeint. Heute ist uns der Krieg entsetzlich nahe gerückt. Überall auf der Welt marschieren wieder deutsche Soldaten, so als wollten die Kriegstreiber sicher stellen, dass es bis in alle Ewigkeit Anlass zum Trauern geben wird. Ellen Diederich macht sich höchst politische Gedanken zum Volkstrauertag 2014 und erinnert an die tapfere Friedensarbeit ihrer Freundin Fasia Jansen. (mehr …)

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Protest, Lieder und mystische Erfahrungen

Ellen Diederich hat Konstantin Weckers Buch „Mönch und Krieger“ gelesen. Für sie der Anlass, ihm einen Brief zu schreiben. Bei Religionen sieht sie überwiegend deren deformierende Wirkung auf den menschlichen Geist. Aber auch sie kennt das Gefühl, „in etwas Größerem aufgehoben“ zu sein: in weiter Landschaft, beim Singen von Liedern und in der Gemeinschaft mit gleichgesinnten Aktivist/innen, die – oftmals unter großen Gefahren – für eine gerechte Sache eintreten. Freilich ist der größte Feind mystische Gipfelerlebnisse die unbarmherzige politische Realität. (mehr …)

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Wir weigern uns, Feinde zu sein

WirweigernunsWo ist sie hin, die Friedenssehnsucht von Millionen Menschen, die der Kriegsmaschinerie in den 80ern zumindest kleine Niederlagen beibringen konnte und schließlich zur Besänftigung der Ost-West-Konfrontation beitrug? Wie konnte es passieren, dass der Friedensbewegung der Mut abhanden kam, die Kreativität und die Zuversicht, dass das eigene Engagement einen Unterschied machen konnte? Wie konnte es dazu kommen, dass der Krieg, ein gefährlicher Irrsinn, dessen Grausamkeit in Zeiten der bewegten Bilder wahrhaft kein Geheimnis mehr ist, heute eine triumphale Renaissance feiert? Das Bewusstsein, keinen Krieg zu wollen, ist bei der Mehrheit trotz anschwellender Propaganda noch vorhanden, die Entschlossenheit, selbst etwas dagegen zu tun, ist jedoch müder Resignation gewichen. Eine, in deren Vokabular „Aufgeben“ nicht vorkommt, ist Ellen Diederich. Sie besuchte die Aktionskonferenz der Friedensbewegung am 11. 10. 2014 in Hannover. Gut, dass es so etwas gibt. Dennoch vermisst Ellen bei den sehr sachlichen Gesprächen Gefühle. Und Musik. (mehr …)

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Krieg löst keine Probleme, Krieg ist das Problem.

Autorin Ellen Diederich

Autorin Ellen Diederich

Gewalt erzeugt Gegengewalt und Hass, was wiederum Gewalt und Hass erzeugt. Hier ist der Text der Rede von Ellen Diederich beim Friedensfest in Bielefeld, in der sie besonders auf sehr unterschiedliche weltweite Aktionen von Frauen für Frieden eingeht. Ergebnis des Vortrags war, daß sich in Bielefeld eine Gruppe von Frauen gründen wird, die konkrete Aktionen planen.
Dazu noch eine positive Information von Ellen: Vor kurzem war auf HdS ein Bericht von ihr über eine Roma Flüchtlingsfamlie aus Mazedonien, die zur Zeit in Oberhausen ist und von Abschiebung bedroht war. Es gibt eine gute Nachricht zu melden: Am Donnerstag ist der Gerichtsbeschluß gekommen, die Familie kann erst mal hier bleiben, sie wird auch nicht mehr auseinander gerissen, d.h. der Vater der drei Kinder darf jetzt bei seiner Familie in Oberhausen bleiben. Ellen schreibt: Wir können es kaum fassen, können jetzt konkrete Pläne machen, die Familie zu unterstützen.
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