Beiträge von Ellen Dietrich

Israel/Palästina: eine Atmosphäre von Angst und Gewalt

Autorin Ellen Diederich

Autorin Ellen Diederich

Verständigung funktioniert nicht, wenn wir in einer Rhetorik des „Gegeneinander“ verharren. Das gilt erst recht für den verfahreren Israel-Palästina-Konflikt. Ellen Diederich knüpft mit diesem Beitrag an die Diskussion an, die sich anlässlich des Artikels „Israelkritik und der Antisemitismus der Linken“ von Sandra Kreisler auf „Hinter den Schlagzeilen“ entsponnen hat. Sie erzählt von ihrer besonderen Beziehung zu Israel vor dem Hintergrund des deutsch-jüdischen Verhältnisses. Als „68erin“ saß der Schock über die deutsche Schuld am Holocaust bei ihr tief. Im Lauf der Jahre hat sich durch viele Reisen in Krisengebiete und durch Begegnungen mit Jüdinnen und Juden ihre Beziehung zu Israel vertieft. Sie sah auch das Leid und die Diskriminierung, die Palästinenser/innen zu erdulden hatten, sah die Atmosphäre von Angst, Gewalt und Militarisierung und suchte nach Wegen der Versöhnung. Dieser Beitrag ist der erste von mehreren, die wir auf „Hinter den Schlagzeilen“ veröffentlichen werden.
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Pazifismus: das Loslassen von Feindbildern

Fasia Jansen, Liedermacherin und Friedensaktivistin

Fasia Jansen, Liedermacherin und Friedensaktivistin

Es war einmal – die Friedensbewegung. Liest man Ellen Diederichs Erfahrungsbericht, überwiegend aus den 80er-Jahren, so erscheint er einem wie aus einer anderen Zeit. Wie viel Herzblut war da, wie viele kreative Ideen, wie viel Mut und Hoffnung! Wenn uns die Herrschenden Feindbilder einreden wollen, so das Motto der Friedensaktivistinnen, ist es am besten, mit den „Feinden“ persönlich zu reden. Dann zeigt sich schon bald, dass es Menschen sind wie wir, tun sich Wege der Verständigung auf. Mit dem Kosovo- und Afghanistan-Krieg schien sich ein Rollback des Bellizismus anzudeuten, gipfelnd im nunmehr losgetretenen „Kalten Krieg 2.0“. Waren alle Bemühungen der Friedensaktivistinnen umsonst? Es liegt an uns, ihre Arbeit und zu würdigen und von ihnen für die Gegenwart zu lernen. (mehr …)

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Ellen Diederich: Wut und Mut

Ellen Diederich

Ellen Diederich, die unermüdliche Kämpferin für Frieden und Gerechtigkeit, Frauen- und Menschenrechte, gegen Herrschaftsstrukturen, Krieg und Gewalt, wurde am 26. März 70. Wir hatten das Glück, diese warmherzige, engagierte und kenntnisreiche Frau auch als Autorin vielfach für unser Magazin gewinnen zu können und mit ihr in regen Austausch zu treten. Ellen analysiert nicht nur scharfsinnig, sie ist stets mutig an die Orte gereist, wo Konflikte schwelen, hat sich eingemischt, zugehört, geholfen. Sie interessiert sich für politische Lieder und das Anlegen von Gärten ebenso wie für die von ihr stets fair und in sehr persönlichem und ehrlichem Ton geführte Diskussion. Wir von „Hinter den Schlagzeilen“ gratulieren von Herzen und wünschen uns noch viele weitere Artikel, Kommentare und Briefe.
(Quelle: Junge Welt)
http://www.jungewelt.de/2014/03-28/006.php?sstr=diederich

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Widerstand kann auch bunt sein

Ellen Diederich (rechts) mit Ingrid Straube im Internationalen Frauenfriedensarchiv Fasia Jansen in Oberhausen, März 2004
Foto: arbeiterfotografie.com

„Die Hoffnung hat zwei schöne Töchter: Wut und Mut. Wut darüber, wie die Verhältnisse sind. Und Mut, sie zu ändern.“ Im ZAKK, Düsseldorf, startet ab dem 6. März die Ausstellung „Frauen-friedensaktionen, ihre Banner, Symbole und Bilder.“ Die schönen Banner zeigen, dass politische Aktion nicht grau und griesgrämig daherkommen muss. Zugleich gibt die Auseinandersetzung mit ihnen Einblick in ein Stück Zeitgeschichte. (Ellen Diederich) (mehr …)

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Emma, Alice und Angela

SchwarzerBILDAls ob es nur um Steuerhinterziehung ginge! Alice Schwarzer hat längst ihren Frieden mit dem kapitalistischen Establishment und seinen journalistischen Hofberichterstattern gemacht. Ihr Feminismus ist auf dem sozialen Auge blind und übersieht, dass menschenfeindliche Politik, wie sie von der Merkel-Regierung gemacht wird, eben auch frauenfeindlich ist, weil Verarmung, Hartz IV und Krieg ja auch Frauen betrifft. Ein solcher Feminismus freut sich, wenn aus Killern – politisch korrekt – KillerInnen werden. Jede Lüge braucht OpportunistInnen, die helfen, sie zu verkaufen. Ellen Diederich – erfahren in Frauen- und Friedensarbeit – nimmt sich in ihrem erhellenden Artikel das System Schwarzer vor. (mehr …)

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Adrette Botschafterin des Tötens, Teil 2/2

Militärfreundlicher Film "Kongo": "Was ist ein weiblicher Krieg?"

Militärfreundlicher Film „Kongo“: „Was ist ein weiblicher Krieg?“

“Soldaten sind, man glaubt es nicht, aufs Sterben gar nicht so erpicht”, sang Reinhard Mey. Das soll sich jetzt ändern, denn Ursula von der Leyen, neue “Mutter aller Schlachten”, möchte den Soldatenberuf attraktiver und familienfreundlicher machen. Dazu gehört auch eine bessere Kinderbetreuung, quasi am Rand der Schlachtfelder. Soldaten soll der Rücken frei gehalten werden, damit sie getrost im Ausland kämpfen – und wenn’s blöd läuft die Frauen und Kinder anderer töten – können. Diesen gefährlichen Wahnsinn entlarvt die langjährige Friedensarbeiterin Ellen Diederich in ihrem leidenschaftlichen, gut recherchierten Artikel. “Nebenbei” deckt sie auf, worum es in Afghanistan eigentlich geht und was Krieg für Betroffene wirklich bedeutet. (Den ersten Teil dieses Artikels lesen Sie ein Stück weiter unten auf dieser Seite.)
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Adrette Botschafterin des Tötens 1/2

B 0201Ursula von der Leyen, die Bundeswehr in Afghanistan und die „Attraktivitäts-offensive“ der Europäischen Union. „Soldaten sind, man glaubt es nicht, aufs Sterben gar nicht so erpicht“, sang Reinhard Mey in „Alle Soldaten wollen nach Haus“. Das soll sich jetzt ändern, denn Ursula von der Leyen, neue „Mutter aller Schlachten“, möchte den Soldatenberuf attraktiver und familienfreundlicher machen. Dazu gehört auch eine bessere Kinderbetreuung, quasi am Rand der Schlachtfelder. Soldaten soll der Rücken frei gehalten werden, damit sie getrost im Ausland kämpfen – und wenn’s blöd läuft die Frauen und Kinder anderer töten – können. Diesen gefährlichen Wahnsinn entlarvt die langjährige Friedensarbeiterin Ellen Diederich in ihrem leidenschaftlichen, gut recherchierten Artikel. „Nebenbei“ deckt sie auf, worum es in Afghanistan eigentlich geht und was Krieg für Betroffene wirklich bedeutet. (mehr …)

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Als Antifaschistin Israel kritisieren

Gideon Spiro, linker israelischer Journalist und Polit-Aktivist

Gideon Spiro, linker israelischer Journalist und Polit-Aktivist

Über Ellen Diederichs Artikel zu Ariel Sharon und der Diskriminierung der Beduinen in der Negev-Wüste entspann sich ein Briefwechsel und eine angeregte Diskussion. Diesen Brief schrieb Ellen an den HDS-Kommentator und -Autor Eulenfeder. Es ist eigener Artikel geworden, der sich fundiert über den Zwiespalt äußert, den sie speziell als „68erin“ empfindet, wenn sie israelische Politik kritisieren wollte. Das Entsetzen über die Nazi-Verbrechen, die nach dem Krieg bekannt wurden, ging bei Ellen Diederich sehr tief und machte sie lange beklommen, wenn es darum ging, die Schattenseiten des neu gegründeten Juden-Staats anzusprechen. Engagierte Jüdinnen und Juden waren es dann, die sie motivierten, auch und gerade als Deutsche zu der Unterdrückung der Palästinenser nicht zu schweigen. (mehr …)

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Ariel Sharon und die Beduinen

sharonAriel Scharon wird – trotz kritischer Töne auch in der Mainstream-Presse – nunmehr als „großer Toter“ geehrt, ein Patriot, der sein Land liebte und es beschützen wollte, ein etwas sperriger Charakter, der allenfalls ein bisschen über sein Ziel hinausgeschossen hat, aber doch am Ende „einer von uns“, Teil der westlichen Wertegemeinschaft. Ellen Diederich, die sich oft selbst in Israel und Palästina aufgehalten hat und dort – zusammen mit israelischen Linken – gegen die entwürdigende Behandlung von Palästinensern protestiert hat, hat Ariel Sharons „Schaffen“ schon eine längere Zeit beobachtet und zieht eine ernüchternde Bilanz. Und sie beleuchtete ein bisher kaum beachtetes Kapitel der israelischen Geschichte: den Umgang der Regierung mit den Beduinen der Negev-Wüste. (mehr …)

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