Beiträge von Holdger Platta

Niedertracht in Europa – und leider auch kein Aufschwung bei uns

Yanis Varoufakis

91. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Man kann viel darüber spekulieren, was in den Jahren um 2015 hinter den Kulissen in Griechenland passiert ist. Haben europäische Politiker nicht trotz, sondern gerade wegen der darauf folgenden Verarmung der Bevölkerung eine „harte Linie“ gegenüber dem südeuropäischen Land gewählt? Wollten sie dass die linke Syriza-Regierung scheitert, um vergleichbare Bewegungen in Europa von Anfang an zu entmutigen? Was wie eine Verschwörungstheorie anmutet, kann mittlerweile als furchtbare Wahrheit angesehen werden. Nicht zuletzt durch das Zeugnis des ehemaligen Finanzministers Yanis Varoufakis, der in seinem neuen Buch wörtlich aufgezeichnete Gespräche mit Schäuble & Co. veröffentlichte. Unsere Leserinnen und Leser sollten diesem perfiden Spiel eine Antwort der Menschlichkeit entgegensetzen: durch wieder ansteigend Spendenzahlen. (Holdger Platta) (mehr …)

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Ausflüge in die Poesie (44)

Das Krähen im Wasser, kopfüber (Holdger Platta)

Die leisen Anschläge des Regens jetzt jeden Tag.
Die Fische weiden zwischen den Wolken,
diesige Herden, und die Spitze des Kirchturms
sticht, rotes Getümmel und staksend, in See.

Das Leben, die Spiegel, der Nebel.

Auf dem Kopf geht nun auch Moritz von Schwind,
errötend, erblassend, und probiert das Leben im Konjunktiv.

Jetzt wächst dem Sommer der Herbst über den Kopf.

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Das Bollwerk «Deutsche Leitkultur»

Zu den Anmaßungen einer Integrations-Idee sowie zu einer Alternative dazu. Analyse eines Kampfbegriffs. Nun hat sich auch unser aller Innenminister, Herr Thomas de Maiziere, in den Geschichtsbüchern verewigt. In der BILD-Zeitung, ausgerechnet dort, hat er sich ausgemärt zum Thema „Leitkultur“. Und herausgekommen ist – ein Wunder bei diesem Publikationsort? – ein Sammelsurium von Sprüchen, die jeglicher Beschreibung spotten. „Wir sind nicht Burka!“, heißt es da zum Beispiel, allen Ernstes. Und am liebsten hätte de Maiziere wohl angefügt: „Ich bin Anzug!“ Oder lieber noch, im originalen BILD-Zeitungs-Deutsch: „Wir alle sind“ – immer noch – „Papst!“ Die BILD-Zeitung wählte er dabei als Plattform aus – nomen est omen -, jenes Blatt also, das wir seit langem BLÖD-Zeitung nennen dürfen und das – welch Nachweis von „Leitkultur“! – seit Jahren gegen Arbeitslose hetzen durfte mit Begriffen wie „Parasiten“ und „Sozialschmarotzer“, mit Wörtern, die sich in dieser Häufung nur noch in „Mein Kampf“ von Adolf Hitler finden lassen. (Holdger Platta) (mehr …)

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