Beiträge von Konstantin Wecker

Heilige Wut und spirituelle Revolution

Ein Gespräch zwischen Thomas Quartierund Konstantin Wecker. Die Zurückgezogenheit eines Klosters und ein Leben auf der Bühne scheinen sich auf den ersten Blick zu widersprechen. Thomas Quartier (45), Benediktinermönch und Theologe, und Konstantin Wecker (70), Sänger und Dichter, treffen dennoch sich regelmäßig: bei Konzerten des gefeierten Liedermachers oder in der Abtei des schreibenden Klosterbruders. Beide verbindet die Sehnsucht nach einer besseren Welt, nach gesellschaftlicher und spiritueller Veränderung. Quartier beschreibt in seinem Buch Heilige Wut (Herder 2018), wie das Kloster ihn zu einem radikalen Leben bringt. Wecker ist seit Jahrzehnten einer der Protagonisten der kulturellen Revolte in Deutschland. Ein Gespräch zwischen Wecker und Bruder Thomas über Wut und Zärtlichkeit, das Wort Gott, Poesie und Widerstand. (mehr …)

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Ist es das was Sie wollten, Herr Seehofer?

Foto: Annik Wecker

Auch wenn rechte Rechthaber derzeit die Debatte beherrschen – Menschen mit Seehofer- und Gauland-Mentalität bilden (noch) nicht die Mehrheit in Deutschland. Das Problem ist nur:  Die selbstbewusste Arroganz, mit der xenophobe Scharfmacher in Deutschland und anderswo auftreten, ist umgekehrt proportional zu ihrer geistigen und menschlichen Substanz. Stimmen der Menschlichkeit, die ein eigentlich selbstverständliches Mitgefühl mit Verfolgten, Verarmten und Entwurzelten hoch halten, sind weitgehend verstummt – so als schämten sie sich vor den herzlosen Scharfmachern wegen ihres offenbar anachronistisch gewordenen Festhaltens an der Güte. Konstantin Wecker ruft weltoffenen und mitfühlende Menschen auf, sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Erst recht im Juni 2018: Den Parolen keine Chance

Konstantin Wecker live am 14.6.2018 im Schlachthof (BR) – den Parolen keine Chance! Klare Worte danach zu Gauland und Seehofer im Talk mit Michael Altinger, Christian Springer und Maxi Schafroth, hier im Link zur BR-Mediathek ca. ab Minute 19:00.

https://www.br.de/mediathek/video/schlachthof-14062018-mit-konstantin-wecker-maxi-schafroth-und-martin-zingsheim-av:5ae1c1bef1f39700189c3a4c

 

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Besser noch Putin verstehen als diese Kriegstreibermentalität!

Beck Bennet und Alec Baldwin als Trump und Putin in „Saturday Night Live“

Man muss jemanden nicht unbedingt mögen, um strikt davor zu warnen, gegen ihn in den Krieg zu ziehen. Wladimir Putin ist – wie andere Vertreter seines virilen Menschentyps – sicher kein besonders angenehmer Mensch. Deswegen einen Krieg mit Millionen unschuldigen Opfern auf beiden Seiten zu riskieren, wäre jedoch Wahnsinn. Der hierzulande unbeliebte Oberkörper-Entblößer und Syrien-Krieger hält nicht minder schlimmen westlichen Machos lediglich den Spiegel vor. Statt sich auf ein Testosteron-Wettrüsten einzulassen, plädiert Konstantin Wecker für mehr Weiblichkeit und Zärtlichkeit in der Politik. (Konstantin Wecker)

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Wir müssen nun zusammenhalten und zusammen widerstehen

Foto: Annik Wecker

Konstantin Weckers aktuelle Notiz:

Liebe Freunde,

die größte Infamie des Neoliberalismus besteht darin, uns einzureden, alle derzeitigen Ungerechtigkeiten, die Ausbeutung und all die ökonomischen Verbrechen seien alternativlos. Quasi gottgegeben. Und wer sich querstellt, wird im harmlosen Fall als »naiver Träumer« diffamiert oder als »Terrorist« gebrandmarkt. Die Mächtigen halten mit eisernen Zangen an ihrer Macht fest. Sie wissen nichts von der Schönheit. Von der Schönheit des Mitgefühls für alles was lebt, verbunden zu sein, eins zu sein mit den Menschen und Tieren, Wäldern und Wiesen und Seen und Flüssen. Deshalb müssen sie alles zerstören, was ihnen von ihrem Ego getrennt erscheint.

Gegenkultur heißt nicht, gegen Kultur, sondern gegen die Kultur der Herrschenden zu sein. Gegen eine Kultur der Ablenkung, der Verniedlichung und der Zerstörung. Gegen eine Kultur, die uns das Wissen austreiben will, dass wir aufbegehren und die Welt verändern können. (Konstantin Wecker)

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«Tu doch, was dein Herz dir sagt» – die Flüchtlingskrise

Völlig aus der Mode gekommen: der Teddybärwerfer. Heute wirft mal lieber geistige Brandbomben. Bildquelle: www.papiton.de

Flüchtlingsthemen, Pegida, brennende Asylbewerberheime – solche Themen beschäftigen uns heute etwas weniger als noch vor einigen Jahren. Aber wir sollten uns nicht täuschen: Eine relative Ruhe ist diesbezüglich eingekehrt, weil eine „harte Haltung“ gegen Flüchtlinge mittlerweile in den meisten Parteien Konsens geworden ist. Obergrenzen, schnelle Abschiebung, Null Toleranz – solche Ideen sind vom rechten Rand in die Mitte der Gesellschaft gerückt und werden kaum mehr hinterfragt. Staatsräson ist vor allem, die Herzen der abtrünnigen AfD-Wähler für die Altparteien zurückzugewinnen. Und dementsprechend sieht unsere Republik jetzt auch aus. Es tut gut, in diesem Zusammenhang an die konsequent menschliche Haltung zu erinnern, die Konstantin Wecker ab 2014 in seinen Liedern und Tagebucheintragungen in der Flüchtlingsfrage eingenommen hat. (Der Beitrag von Roland Rottenfußer ist ein Auszug aus der großen Biografie „Konstantin Wecker: Das ganze schrecklich schöne Leben“, erschienen im Gütersloher Verlag) (mehr …)

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Laudatio von Götz Neuneck auf Konstantin Wecker

Prof. Ernst Kuper (l.) und Prof. Wolfgang Vogt überreichen den Preis für Konstantin Wecker an dessen Mitstreiter Holdger Platta. (Foto: Peter Heller)

„Er stand und steht in seinen Liedern und seinem Wirken für die alle verbindenden menschlichen Werte. Für Konstantin Wecker ist politisches und soziales Engagement selbstverständliche Pflicht.“ Anlässlich der Verleihung des Göttinger Friedenspreises an Konstantin Wecker am 10 März hielt Professor Dr. Götz Neuneck eine Laudatio, die große Kenntnis des Weckerschen Oeuvres, des liedermacherischen Umfeld und der aktuellen politischen Situation bewies. (mehr …)

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Göttinger Friedenspreis an Konstantin: Text der Urkunde

Göttingen, Bildquelle: http://www.erlebnisturnfest.de

„Sein gesellschaftspolitisches Engagement ist getragen von einer zutiefst humanistischen Grundhaltung, einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und einem wachen Gespür für (Fehl-)Entwicklungen, die den Frieden gefährden, die Würde von Menschen verletzen und der Gestaltung einer humaneren, gerechteren, gewaltfreieren Welt entgegenstehen.“ (Siehe zu diesem Thema auch den Veranstaltungsbericht von Holdger Platta sowie die Videobotschaft Konstantins anlässlich der Preisverleihung.) (mehr …)

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«Zum dritten Mal nicht aufgewacht» – neue Kriegsgefahr

Foto: Annik Wecker

Konstantin Wecker hat sich in den letzten Jahren ausführlich mit dem neuen Bellizismus auseinandergesetzt: in Liedern wie „Der Krieg“, in vielen Auftritten und in einem Buch: „Entrüstet Euch“ mit Margot Käßmann. Seine Haltung ist gekennzeichnet durch Treue zum Geist des Pazifimus – die Entschlossenheit, unter keinen Umständen Gewalt anzuwenden. Von „Frieden“ reden ja heute selbst die schlimmsten Kriegstreiber. In diesem Abschnitt aus der großen Wecker-Biografie „Das ganze schrecklich schöne Leben“ fasst Roland Rottenfußer die wichtigsten Statements des Künstlers zum Thema „Neuer Kalter Krieg“ zusammen. (mehr …)

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