Beiträge von Konstantin Wecker

Besser noch Putin verstehen als diese Kriegstreibermentalität!

Beck Bennet und Alec Baldwin als Trump und Putin in „Saturday Night Live“

Man muss jemanden nicht unbedingt mögen, um strikt davor zu warnen, gegen ihn in den Krieg zu ziehen. Wladimir Putin ist – wie andere Vertreter seines virilen Menschentyps – sicher kein besonders angenehmer Mensch. Deswegen einen Krieg mit Millionen unschuldigen Opfern auf beiden Seiten zu riskieren, wäre jedoch Wahnsinn. Der hierzulande unbeliebte Oberkörper-Entblößer und Syrien-Krieger hält nicht minder schlimmen westlichen Machos lediglich den Spiegel vor. Statt sich auf ein Testosteron-Wettrüsten einzulassen, plädiert Konstantin Wecker für mehr Weiblichkeit und Zärtlichkeit in der Politik. (Konstantin Wecker)

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Wir müssen nun zusammenhalten und zusammen widerstehen

Foto: Annik Wecker

Konstantin Weckers aktuelle Notiz:

Liebe Freunde,

die größte Infamie des Neoliberalismus besteht darin, uns einzureden, alle derzeitigen Ungerechtigkeiten, die Ausbeutung und all die ökonomischen Verbrechen seien alternativlos. Quasi gottgegeben. Und wer sich querstellt, wird im harmlosen Fall als »naiver Träumer« diffamiert oder als »Terrorist« gebrandmarkt. Die Mächtigen halten mit eisernen Zangen an ihrer Macht fest. Sie wissen nichts von der Schönheit. Von der Schönheit des Mitgefühls für alles was lebt, verbunden zu sein, eins zu sein mit den Menschen und Tieren, Wäldern und Wiesen und Seen und Flüssen. Deshalb müssen sie alles zerstören, was ihnen von ihrem Ego getrennt erscheint.

Gegenkultur heißt nicht, gegen Kultur, sondern gegen die Kultur der Herrschenden zu sein. Gegen eine Kultur der Ablenkung, der Verniedlichung und der Zerstörung. Gegen eine Kultur, die uns das Wissen austreiben will, dass wir aufbegehren und die Welt verändern können. (Konstantin Wecker)

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«Tu doch, was dein Herz dir sagt» – die Flüchtlingskrise

Völlig aus der Mode gekommen: der Teddybärwerfer. Heute wirft mal lieber geistige Brandbomben. Bildquelle: www.papiton.de

Flüchtlingsthemen, Pegida, brennende Asylbewerberheime – solche Themen beschäftigen uns heute etwas weniger als noch vor einigen Jahren. Aber wir sollten uns nicht täuschen: Eine relative Ruhe ist diesbezüglich eingekehrt, weil eine „harte Haltung“ gegen Flüchtlinge mittlerweile in den meisten Parteien Konsens geworden ist. Obergrenzen, schnelle Abschiebung, Null Toleranz – solche Ideen sind vom rechten Rand in die Mitte der Gesellschaft gerückt und werden kaum mehr hinterfragt. Staatsräson ist vor allem, die Herzen der abtrünnigen AfD-Wähler für die Altparteien zurückzugewinnen. Und dementsprechend sieht unsere Republik jetzt auch aus. Es tut gut, in diesem Zusammenhang an die konsequent menschliche Haltung zu erinnern, die Konstantin Wecker ab 2014 in seinen Liedern und Tagebucheintragungen in der Flüchtlingsfrage eingenommen hat. (Der Beitrag von Roland Rottenfußer ist ein Auszug aus der großen Biografie „Konstantin Wecker: Das ganze schrecklich schöne Leben“, erschienen im Gütersloher Verlag) (mehr …)

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Laudatio von Götz Neuneck auf Konstantin Wecker

Prof. Ernst Kuper (l.) und Prof. Wolfgang Vogt überreichen den Preis für Konstantin Wecker an dessen Mitstreiter Holdger Platta. (Foto: Peter Heller)

„Er stand und steht in seinen Liedern und seinem Wirken für die alle verbindenden menschlichen Werte. Für Konstantin Wecker ist politisches und soziales Engagement selbstverständliche Pflicht.“ Anlässlich der Verleihung des Göttinger Friedenspreises an Konstantin Wecker am 10 März hielt Professor Dr. Götz Neuneck eine Laudatio, die große Kenntnis des Weckerschen Oeuvres, des liedermacherischen Umfeld und der aktuellen politischen Situation bewies. (mehr …)

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Göttinger Friedenspreis an Konstantin: Text der Urkunde

Göttingen, Bildquelle: http://www.erlebnisturnfest.de

„Sein gesellschaftspolitisches Engagement ist getragen von einer zutiefst humanistischen Grundhaltung, einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und einem wachen Gespür für (Fehl-)Entwicklungen, die den Frieden gefährden, die Würde von Menschen verletzen und der Gestaltung einer humaneren, gerechteren, gewaltfreieren Welt entgegenstehen.“ (Siehe zu diesem Thema auch den Veranstaltungsbericht von Holdger Platta sowie die Videobotschaft Konstantins anlässlich der Preisverleihung.) (mehr …)

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«Zum dritten Mal nicht aufgewacht» – neue Kriegsgefahr

Foto: Annik Wecker

Konstantin Wecker hat sich in den letzten Jahren ausführlich mit dem neuen Bellizismus auseinandergesetzt: in Liedern wie „Der Krieg“, in vielen Auftritten und in einem Buch: „Entrüstet Euch“ mit Margot Käßmann. Seine Haltung ist gekennzeichnet durch Treue zum Geist des Pazifimus – die Entschlossenheit, unter keinen Umständen Gewalt anzuwenden. Von „Frieden“ reden ja heute selbst die schlimmsten Kriegstreiber. In diesem Abschnitt aus der großen Wecker-Biografie „Das ganze schrecklich schöne Leben“ fasst Roland Rottenfußer die wichtigsten Statements des Künstlers zum Thema „Neuer Kalter Krieg“ zusammen. (mehr …)

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Aufruf zur Revolution

„Keine Angst vor dem Wort Revolution! Eine Umwälzung ist ja sowieso schon im Gange und wird sich weiterhin vollziehen. Allerdings: wenn wir sie nicht in Angriff nehmen, tun es die anderen. Die Pegidisten aller Art z.B. Und was dann geschähe, wenn die die Oberhand gewinnen würden, mag ich mir in meinen schwärzesten Träumen nicht ausmalen.“ In mehreren Tagebucheintragungen der letzten Jahre beschrieb Konstantin Wecker seine Utopie einer „Revolution des Herzens“. Nicht gewalttätig sollte sie sein, jedoch kraftvoll und „umwerfend“. Roland Rottenfußer fasst in diesem Kapitel aus der großen Wecker-Biografie „Das ganze schrecklich schöne Leben“ Konstantins revolutionäres Gedankengut zusammen. (mehr …)

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Konstantin Wecker über ein Leben «ohne Warum»

Götz Eisenbergs Artikel „Vom Nutzen des Nutzlosen“, der vor zwei Tagen hier veröffentlicht wurde, inspirierte Konstantin Wecker zu eigenen Gedanken: über Poesie und Widerstand, über Bewusstseinsenge und -Weite – und über eine Schönheit, die sich nur jenseits von Zweck und Ziel entfaltet. „Wo sich das Banale, Eindimensionale und Erkaltende zum Herrn der Welt aufschwingt, ist Poesie Widerstand.“ (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Die Bundesregierung: aktiv im Widerstand gegen die Abschaffung von Atomwaffen

Nachdem die EU und Obama Nobelpreisträger sind, musste man schon befürchten, dass das Nobel-Komitee dieses Jahr Donald Trump oder die NATO auszeichnen würde. Zum Glück fiel die Wahl auf die ICAN – eine Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen. Der deutsche Sektion von ICAN rüffelte denn auch gleich die deutsche Politik. Bis heute leugnen und verdrängen Politiker die Tatsache, dass wir alle noch immer in einer entsetzlichen Gefahr schweben  – und, nein, Konstantin meint damit nicht „Flüchtlingsfluten“ oder ein Hinterherhinken Deutschlands in der Digitalisierungsfrage. Die deutsche Regierung sollte sich schämen und endlich umlenken! (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Anstelle einer Wahlempfehlung

Konstantin Wecker zur Bundestagswahl am 24.9.2017 (Text und Video):

Liebe Freunde,

ich werde euch natürlich keine Wahlempfehlung geben, denn ihr wisst selbst, um was es geht bei dieser Wahl.

Und dass man den Nationalisten und Rassisten dringend Einhalt bieten muss.

Ihr werdet selbst entscheiden, wie wichtig eure Stimme ist.

Immer häufiger höre und lese ich von Menschen, die mir eigentlich politisch nahe stehen, dass auch das Nichtwählen eine durchaus politisch bewusste Handlung sei.

Das bleibt natürlich jedem selbst überlassen, aber ich persönlich stehe dieser Haltung in diesen gefährlichen Zeiten skeptisch gegenüber.

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