Beiträge von Konstantin Wecker

Konstantin Wecker über ein Leben «ohne Warum»

„Die Rose ist ohne Warum“ (Angelus Silesius)

Götz Eisenbergs Artikel „Vom Nutzen des Nutzlosen“, der vor zwei Tagen hier veröffentlicht wurde, inspirierte Konstantin Wecker zu eigenen Gedanken: über Poesie und Widerstand, über Bewusstseinsenge und -Weite – und über eine Schönheit, die sich nur jenseits von Zweck und Ziel entfaltet. „Wo sich das Banale, Eindimensionale und Erkaltende zum Herrn der Welt aufschwingt, ist Poesie Widerstand.“ (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Die Bundesregierung: aktiv im Widerstand gegen die Abschaffung von Atomwaffen

Nachdem die EU und Obama Nobelpreisträger sind, musste man schon befürchten, dass das Nobel-Komitee dieses Jahr Donald Trump oder die NATO auszeichnen würde. Zum Glück fiel die Wahl auf die ICAN – eine Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen. Der deutsche Sektion von ICAN rüffelte denn auch gleich die deutsche Politik. Bis heute leugnen und verdrängen Politiker die Tatsache, dass wir alle noch immer in einer entsetzlichen Gefahr schweben  – und, nein, Konstantin meint damit nicht „Flüchtlingsfluten“ oder ein Hinterherhinken Deutschlands in der Digitalisierungsfrage. Die deutsche Regierung sollte sich schämen und endlich umlenken! (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Anstelle einer Wahlempfehlung

Konstantin Wecker zur Bundestagswahl am 24.9.2017 (Text und Video):

Liebe Freunde,

ich werde euch natürlich keine Wahlempfehlung geben, denn ihr wisst selbst, um was es geht bei dieser Wahl.

Und dass man den Nationalisten und Rassisten dringend Einhalt bieten muss.

Ihr werdet selbst entscheiden, wie wichtig eure Stimme ist.

Immer häufiger höre und lese ich von Menschen, die mir eigentlich politisch nahe stehen, dass auch das Nichtwählen eine durchaus politisch bewusste Handlung sei.

Das bleibt natürlich jedem selbst überlassen, aber ich persönlich stehe dieser Haltung in diesen gefährlichen Zeiten skeptisch gegenüber.

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„Achtung! … Gebt Acht! Das ist die einzige Sache, die ich sagen kann.“

Konstantin Weckers Notizen vor der Bundestagswahl in Deutschland am 24.9.2017:

Liebe Freunde,
Ágnes Heller, die jüdischer Herkunft ist, gelang es, im Holocaust gemeinsam mit ihrer Mutter immer wieder, teils durch geistesgegenwärtiges Handeln, teils aber auch nur durch schieres Glück, einer Deportation und Ermordung zu entgehen.
Ihr Vater und zahlreiche Verwandte wurden Opfer der Judenverfolgung während der Zeit der NS-Diktatur.
1986 wurde sie Hannah Arendts Nachfolgerin auf deren Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in New York.
Ihre Worte mögen sich doch bitte alle WählerInnen am Sonntag zu Herzen nehmen:
„Achtung! … Gebt Acht! Das ist die einzige Sache, die ich sagen kann.“
http://www.ardmediathek.de/…/Prof-Ágnes-He…/Das-Erste/Video…

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Wahrhaftiges, zeitkritisches Theater muss leben können!

Das Metropoltheater, München

Das renommierte Metropoltheater in München, das demnächst wieder eine ergreifende Produktion über Flüchtlingsschicksale auf die Bühne bringt, leidet an seiner knappen finanziellen Ausstattung. Ist solches Theater am Puls der Zeit den Stadt- und LandespolitikerInnen vielleicht zu unbequem? Konstantin Wecker und Roland Rottenfußer bitten um Unterstützung eines Appells des Metropol-Fördervereins. (mehr …)

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Vereint gegen die Barbarei nicht vereint gegen Muslime!

Ada Colau

Es ist eben nicht alternativlos, nach schrecklichen Anschlägen in europäischen Städten die Bürgerrechte zu schleifen, nach neuen Kriegen zu rufen und Muslime pauschal zu beleidigen (wie es Donald Trump getan hat). Es wäre fatal, mit den Verächtern der Freiheit zugleich die Freiheits selbst zu entsorgen. Die spanische Kommunalpolitikerin Ada Colau bewies in ihrem Statement zum Anschlang von Barcelona, dass es auch anders geht – sehr zur Freude von Konstantin Wecker. (mehr …)

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«Wer an das Hakenkreuz glaubt, glaubt an den Hass»

Liebe Freunde! Bei einer der letzten Demos gegen Nazis, an der ich zusammen mit meiner Mama Dorothea in München teilgenommen habe, stand sie Auge in Auge mit gepanzerten Bereitschaftspolizisten und rief: „Ich hab das braune Pack im Rathaus erlebt und ich werde alles tun, damit das nie wieder passiert!“ Sie war erregt und konnte nicht verstehen, warum die Polizei so heftig gegen uns vorgegangen war. Und dann sagte sie: „Eigentlich sind diese Neonazis doch noch viel dümmer als die Nazis zu meiner Zeit. Sie könnten doch nachlesen, was alles verbrochen wurde unter dem Zeichen des Hakenkreuzes.“ Genau das könnte Trump auch. Wenn er lesen könnte. (Konstantin Wecker)

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Konstantin Wecker: Augenblicke der Freiheit im Gefängnis

Herausgeber Ludwig Schumann

Ludwig Schumann gab Schreibkurse für Strafgefangene. Die Talentproben fasst er nun in einem Buch zusammen: „Der Heilige Stolperer. Literatur aus dem Knast“. Für das Vorwort zu dieser Sammlung gewann Schumann einen ausgewiesenen Experten. Konstantin Wecker nämlich blickt auf bereit zwei Knastaufenthalte zurück, einen hatte er mit 19, einen mit 39 Jahren absolviert. Sein Erfahrungsbericht gibt seltene Einblicke in eine sonst (zum Glück) für die meisten verschlossene Welt. Von dunklen Stunden und überraschenden Lichtblicken berichtet der Liedermacher hier. (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Konstantin Wecker auf Inseltournee

Aktuelle Konzerthinweise: Von 3. bis 9.8.2017 ist Konstantin Wecker mit Jo Barnikel im Norden und Nordosten Deutschlands auf Konzertreise unterwegs. „Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen.“ Entsprechend diesem Motto und dieser Philosophie freut er sich, die Besucherinnen und Besucher auf seinen Konzerten in Isernhagen, Neumünster, Cuxhaven und auf Spiekeroog, Sylt und Amrum begrüßen zu dürfen. Die Abende werden geprägt sein von Wut und Zärtlichkeit, Mystik und Widerstand – und immer auch von der Suche nach dem Wunderbaren. Übersicht:

https://www.facebook.com/pg/maccmanagement/events/?ref=page_internal

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Unterstützt die tapferen Leute in Themar!

Foto: Thomas Karsten

Ein Aufruf von Konstantin Wecker: Ihr Lieben! Gerne möchte ich Euch ein paar Zeilen nach Südthüringen schreiben – schon, weil ich die Gegend in den letzten Jahren ein bisschen kennengelernt habe und weiß, dass es dort viele gute Leute und einige sehr tolle Projekte gibt. Ich verfolge auch die Situation in Themar. Es ist schrecklich, was dieser kleinen Stadt in den vergangenen Wochen angetan wurde und wird. Über die Rolle unserer Gerichte und Eurer Versammlungsbehörde im Landkreis kann ich nur den Kopf schütteln. Dass in Deutschland Veranstaltungen, die den Faschismus verherrlichen, einfach so erlaubt und offensichtlich geradezu begünstigt werden, hinterlässt mich fassungslos.
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