Beiträge von Konstantin Wecker

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In Konstantin Wecker, Politik (Inland) Posted

«Björn Höcke ist ein Nazi»

Wer AfD wählt, muss nicht unbedingt ein Nazi sein, aber er erhöht die Gefahr, dass wir einmal von Nazis regiert werden – mit allen möglichen grauenvollen Folgen. Das können und sollten wir in Diskussionen mit AfD- und Pegida-Sympathisanten offensiv klar stellen. Nazis gibt ja nach großzügiger Auslegung eigentlich überhaupt nicht mehr, höchstens besorgtbürgerlichen Zuwanderungsskeptizismus, und war warnt, gilt als vergangenheitsfixierter Gutmensch. Spätestens seit der unglaublichen Äußerung Björn Höckes zum Holocaust-Denkmal in Berlin wissen wir aber: die wollen den totalen Sieg und ein Land, dunkler als wir es uns lange Zeit vorstellen konnten. Als Schande empfinden sie nicht die millionenfache Ermordung von Juden und anderen Opfern, sondern die Erinnerung daran. Aber Deutschland, das sind eben nicht nur Goethe und Schiller, die in Weimar ein schmuckes Denkmal zieren, Deutschland, das ist auch Auschwitz, und niemand belegt besser, dass es keinen „Schlussstrich“ unter die Erinnerung geben darf als diese Wiedergänger des Faschismus, diese Bagatellisierer des unvorstellbaren Grauens. Zeit, ihnen die rote Karte zu zeigen! (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Vorwort zur japanischen Ausgabe von «Entrüstet euch»

JapanEs ist schon etwas Besonderes, wenn ein Buch von Konstantin Wecker in japanischer Sprache erscheint. „Entrüstet euch“ – sein pazifistisches Werk aus dem Jahr 2015, zusammen mit Margot Käßmann und GastautorInnen – hat es geschafft. Grund genug für Konstantin, in seinem speziell für die japanische Ausgabe geschriebenen Vorwort über einige brennende Themen nachzudenken. Was haben Japaner und Deutsche aus Hiroshima und Fukushima gelernt? Und warum sind wir immer noch so weit entfernt von jenem universellen Frieden, den sich beide Nationen nach einem schrecklichen Krieg so sehr gewünscht haben. (Konstantin Wecker) (mehr …)

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In Konstantin Wecker, Kultur Posted

Die Poesie ist zweckfrei

Max Frisch

Max Frisch

„Ohne Warum“ heißt die letzte Studio-CD Konstantin Weckers. Die Rose blüht „ohne Warum“, und auch die Poesie ist zweckfrei. Nicht einmal dem Zweck der politischen Veränderung ordnet sie sich unter (obwohl es höchst achtbare politische Literatur gibt). „Zweckfrei“ bedeutet jedoch nicht, dass Poesie wirkungslos ist. Und es bedeutet nicht, dass sie nicht auf ihre besondere Weise subversiv wäre. Max Frisch, der große Schweizer Dichter („Homo Faber“, „Andorra“) hat ein großartiges Manifest über Poesie geschrieben, dem sich Konstantin nicht ohne Grund geistesverwandt fühlt. „Kunst wahrt die Utopie“ und „Kunst als Gegen-Position zur Macht“ sind zeitlose Statements von Max Frisch. (mehr …)

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Konstantin Wecker: Mit Poesie und Widerstand

konstantin-weckerEs wird niemanden überraschen, dass Konstantin zum Neujahrsfest zum Widerstand aufruft: gegen Verhältnisse, die sich 2016 noch schlimmer und bedrängender gezeigt haben: Rassismus etwa, die Verweigerung von Hilfe für Not Leidende, der Abbau von Bürgerrechten und anderes. Überraschende ist die Kombination mit „Poesie“. Versucht ein Liedermacher da nicht, zwei Begriffe zusammenzuzwingen, die nicht zusammengehören? Nein, denn Poesie ist Mehrdeutigkeit, die dem Leser oder Hörer die Freiheit lässt, eine interpretatorische Eigenleistung zu erbringen. Zwangssysteme religiöser oder politischer Art basieren immer auf dem Beharren auf der Eindeutigkeit, wodurch Worte zu Tyrannen werden, anstatt zu sein, wofür sie bestimmt sind: Angebote, sich Sinn und Schönheit zu erschließen. Der politische Widerstand muss zugleich ein poetischer sein. (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Konstantin Wecker: Wir Teddybär-Werfer

teddyNach dem Anschlag von Berlin, dessen Ursachen im übrigen noch nicht geklärt sind, haben sich ganz harte Kerle vom rechten Rand in einem Akt der publicatio präcox einem neuen/alten Feindbild verschrieben: dem Teddybärwerfer (Synonym: Bahnhofsklatscher). Der ist durch übermäßige Weichlichkeit Schuld daran, dass wir jetzt so viele dunkle Gestalten im Land haben. Konstantin Wecker meint: ja wir sind als Teil eines gewalttätigen Kollektivs mitschuldig an einer zunehmend gefährlichen Welt – aber wir sind es nicht aufgrund übermäßiger Menschlichkeit. (Konstantin Wecker)
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Konstantin Wecker: Ein revolutionärer Gedanke

Frauen Mangelware: In Neonazi-Kreisen teilen sich oft sogar zwei Männer eine Frau. (Foto: Recherche Ost)

Frauen Mangelware: In Neonazi-Kreisen teilen sich oft sogar zwei Männer eine Frau. (Foto: Recherche Ost)

„Der Mann ist das Problem“, sang nicht etwa unser Autor, Konstantin Wecker, sondern Udo Jürgens. Immer wieder zeigt sich bei Theme Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus: Betrachtet man nur die Stimmung unter den Frauen, ist alles nur halb so wild. Was tun? Konstantin macht einen wahrhaft provokanten Vorschlag. (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Konstantin Wecker: Über die Zerbrechlichkeit

weckerneuesfoto„Ich möchte weiterhin verwundbar sein“ heißt ein Klassiker Konstantins aus den 80er-Jahren. In einem brandneuen Prosagedicht verstärkt er diese Botschaft noch und behauptet: „Die Schönheit gehört den Zerbrechlichen“. Sicher ist einer der Anlässe für seine Inspiration die unerträgliche Kraftmeierei bestimmter Selbstbewusstauftreter in der Politik, der Erdogans und Trumps, die auf den Schatten, den sie werfen, auch noch treten. (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Konstantin Wecker: Let’s start right now!

Naomi Klein: "Let’s set aside whatever is keeping us apart and start right now."

Naomi Klein: „Let’s set aside whatever is keeping us apart and start right now.“

Konstantin Wecker hatte sich arg in die Nesseln gesetzt, als er auf facebook darüber räsonierte, ob nicht manchmal die falschen Leute sterben bzw. überleben. Leonard Cohen ist tot, Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt. Nett und konsequent pazifistisch ist so eine Äußerung nicht. Aber wer denkt an die zukünftigen Opfer Trumps, an diejenigen, die aufgrund der jetzt schon absehbaren Politik des Rüpel-Milliardärs Armut, Ausweisung oder gar den Tod erleiden werden? Rechte Kreis formen da heutzutage Entrüstungs-Pressure-Groups, die sich auf die jeweils angreifbarste Formulierung eines Künstlers stürzen. Tenor der Kritik: „Du, Konstantin, ich habe dich bisher immer geschätzt, aber nach dem, was du dir jetzt geleistent hast, bist du für mich gestorben.“ So sollen Kritiker rechter Ideologien unter Druck gesetzt werden, indem sie Angst bekommen, ihre Fanbasis zu verlieren. Keine aufrechte, vielleicht auch mal zornige und sarkastische Äußerung im Netz, für die man nicht massenweise mit einer braunen Substanz beworfen wird. Zum Glück knickt Konstantin da nicht ein. Sein Appell: jetzt nicht in Schockstarre verharren, sondern eine Bewegung formieren: gegen alles, wofür Trump und Konsorten stehen. (mehr …)

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Wir fordern Taten statt leerer Worte

Romain Rolland

Romain Rolland

Atomwaffen – man hat fast das Gefühl, das sei seit der Ära Gorbatschow kein Problem mehr. Noch immer hält jedoch eine Hand voll verantwortungsloser und machtgeiler Staaten die ganze Welt – und die eigene Bevölkerung – in Geiselhaft, indem sie Massenvernichtungswaffen mit dem Potenzial zu einem nicht vorstellbaren Grauen bunkern. Die Mehrheit der atomwaffenfreien Länder in der UN hat jetzt begonnen, sich gegen diese Bedrohung zu wehren und fordert ein Atomwaffen-Verbot. Und wen finden wir an der Seite der Atomlobby wieder? Deutschland, Musterschüler des Welt-Zwingherren USA. Eine Schande, meint Konstantin Wecker. (mehr …)

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