Beiträge von Konstantin Wecker

By
In Konstantin Wecker, Kultur Posted

«Empfindsamkeit ist die Voraussetzung für Solidarität»

Ein großer Träumer, aber überraschenderweise auch Technik-Freak: Ludwig II. von Bayern

Kultur ist im politischen Diskurs kein Thema. Nicht mal im Wahlkampf darf sie aus ihrem Schattendasein heraustreten und gegen Sicherheit, Wachstum, Arbeit und Flüchtlingsabwehr in einen fairen Wettstreit um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit treten. Warum eigentlich nicht? Stören Sensibilität und der Sinn für das Schöne bei den Vergröberungsprojekten, die von Rechten und neoliberaler „Mitte“ mit Hilfe des Privatfernsehens höchst erfolgreich vorangetrieben wird? Konstantin Weckers Aufsatz stammt vom Oktober 2010. Er lässt an Aktualität nichts zu wünschen übrig. (Konstantin Wecker) (mehr …)

weiterlesen
By
In Konstantin Wecker, Musikvideo/Podcast Posted

Konstantin Wecker: Ich habe einen Traum

Konstantin Wecker im Oberammergauer Passionsspielhaus (Mitschnitt eines Auftritts vor wenigen Tagen) – kommt dies nicht einer Entweihung der hyperfrommen Traditionsveranstaltung gleich? Im Gegenteil. Speziell „Ich habe einen Traum“, das Lied für Flüchlinge, schließt exakt an jene christliche Nächstenliebe an, die so mancher Pro-forma-Christ aus der Union offenbar vergessen hat.
YouTube Preview Image

weiterlesen
By
In Konstantin Wecker Posted

Was Konstantin Wecker am 11. Sept. 2001 in sein Tagebuch schrieb

WeckerAnnikDer 11. September 2001 ist das Urbild aller modernen Attentate. Das Ereignis lief – ähnlich der Wiedervereinigung vor 12 Jahren – eigentlich der Weckerschen Mentalität zuwider. Es begünstige scheinbar rechts-autoritäre „Tugenden“ wie Kriegsbereitschaft, Fremdenhass und Heimattümelei, die Gleichschaltung der öffentlichen Meinung und sozialvergessenes „In-Zeiten-der-Not-gibt-es-nur-noch-Amerikaner“-Pathos. Wie hat der Liedermacher darauf reagiert? Hatte er überhaupt eine Antwort auf das Grauen und seine absehbar noch verheerenderen geopolitischen Folgen? Tatsächlich schrieb er noch am selben Tag eine Notiz in sein Tagebuch – und setzte die Auseinandersetzung mit diesem Thema in den Folgemonaten fort. Er mahnte zu Besonnenheit und Selbtkritik des Westens. Besonnenheit-  ein Wort, das heute bei CSU-Chef Seehofer nicht in hohem Ansehen steht. Von Weckers Betrachtungen damals können wir aber auch in den aktuellen Krisen noch lernen. (mehr …)

weiterlesen
By
In Konstantin Wecker, Politik (Ausland), Politik (Inland) Posted

Konstantin Wecker: Jetzt nicht Flüchtlinge bekämpfen, sondern dieses System

KonstantinFotoAnnikAuch Konstantin Wecker hat der Anschlag in seiner Heimatstadt München erschüttert. Aber seine Schlussfolgerungen sind andere: Versuchen wir uns einzufühlen, selbst in die Täter, denn nur aus Verstehen können Strategien erwachsen, die dergleichen künftig vielleicht verhindern. Lassen wir uns von der Unmenschlichkeit in der Welt nicht unsere eigene Menschlichkeit verdunkeln! Bekämpfen wir jetzt nicht unschuldige Flüchtlinge, sondern ein schuldiges System, das auf Menschen einen unerträglichen Druck ausübt! Und betrachten wir die Anschläge, so schlimm sie sind, in den richtigen Größenverhältnissen – denn wie viele Menschen sterben durch die Kriege, Drohnenangriffe und die Massenverelendungspolitik der „Guten“? Wenn es schon kaum mehr zu verhindern sein wird, dass die öffentliche Meinung im Sinne posthumanistischer Härte „umgedreht“ wird, müssen wir wenigstens verhindern, dass dieser Ungeist bis in unsere Seelen hineinweht und sie deformiert. (Konstantin Wecker) (mehr …)

weiterlesen
By
In Konstantin Wecker Posted

Die Verantwortung des Künstlers in stürmischer Zeit

"Geben Sie Gedankenfreiheit!" Damals war Schillers "Don Carlos" utopische Tendenzkunst. Doch aufrechte Dichter sind nur historisch hoch angesehen.

„Geben Sie Gedankenfreiheit!“ Damals war Schillers „Don Carlos“ utopische Tendenzkunst. Doch aufrechte Dichter sind nur historisch hoch angesehen.

Mir geht für diese ewige Fragerei, ob Kunst politisch sein soll oder darf oder eigentlich sein müsste, inzwischen immer mehr das Verständnis ab. Wer bitte soll denn die Stimme der seitlich Umgeknickten, der Hartz IV-Empfänger, der Unangepassten, der Spinner und Schwärmer sein, wenn schon die Künstler Besseres zu tun haben als sich mit den Problemen der Menschen und den Gemeinheiten der Welt zu befassen? Was wir brauchen, ist das, was man früher als engagierte Kunst bezeichnet hat und was nun schon seit langem als „Gutmenschentum“ oder „Alt-Achtundsechziger-Attitüde“ desavouiert wird. In meinem Verständnis heißt Relevanz, dass Kunst eine bewusste humanistische Tendenz hat. Immer schon war die Kunst auf Seiten der Unterdrückten – und immer schon sahen kluge Geister in der Kunst und Kultur den Schlüssel zur schöpferischen Fortentwicklung der menschlichen Gesellschaft. Ein Plädoyer für utopische Tendenzkunst. (Konstantin Wecker) (mehr …)

weiterlesen
By
In Konstantin Wecker Posted

Was haben die Tabaklobbyisten nur falsch gemacht?

Auch das ist wahr!

Auch das ist wahr!

Liebe Freunde,
nur mal so kurz gefragt:
auf Zigarettenschachteln müssen abstoßende Bilder gezeigt werden. Zur Warnung.
Man könnte sich durch das Rauchen selbst schaden.
Auf Waffen werden meines Erachtens keine Warnhinweise angebracht. Zum Beispiel: Mit dieser Waffe schaden Sie Anderen. Schießen ist tödlich.
Auf Schnapsflaschen könnte man Bilder verprügelter Kinder und Frauen abbilden.
Auf Deutschlandfahnen während Europa- und Weltmeisterschaften könnte man Warnhinweise anbringen:
das Schwenken dieser Fahne kann Nationalismus und Rassismus fördern.
Was haben die Tabaklobbyisten nur falsch gemacht?
(Konstantin Wecker)

weiterlesen
By
In Konstantin Wecker, Über diese Seite Posted

Wir würden uns auch über eure Hilfe sehr freuen

Konstantin Wecker unterstützt in diesem Blog-Eintrag noch einmal explizit unsere Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland“. Und er liefert wertvolle Zusatzinformationen zum Thema: Weniger als fünf Prozent der Gelder aus den „Griechenlandhilfspaketen“ landete tatsächlich bei den Menschen in Griechenland. Der Rest, 95 Prozent, „half“ lediglich den ohnehin schon Überfütterten, sich an Steuergeldern weiter zu mästen. „Wirtschaftsverbrechen“ nennt das der online-Redakteur Moreau. Der Stein, auf den wir unsere Hilfsgelder zu tröpfeln versuchen, wird von den Akteuren in der EU mutwilliger immer weiter angeheizt. Trotzdem ist Hilfe gut: um wenigstens einigen Menschen dort ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Um ein Zeichen zu setzen, wie ein „Anderes Europa“ aussehen könnte. Und als humanitärer Protest gegen die antihumane Politik der herrschenden Kräfte. (Konstantin Wecker) (mehr …)

weiterlesen
By
In Konstantin Wecker, Politik (Inland) Posted

SPD: «Genossen, warum rebelliert ihr nicht?»

Schröder, Müntefering, Gabriel und bald Scholz? Die Generation Hartz IV hat den Verrat der SPD an den Arbeitern nicht erfunden, jedoch zur Vollendung gebracht.

Schröder, Müntefering, Gabriel und bald Scholz? Die Generation Hartz IV hat den Verrat der SPD an den Arbeitern nicht erfunden, jedoch zur Vollendung gebracht.

Man mag über die derzeitige desolate Lage der SPD höhnen – traurig ist sie für viele von uns, in deren Biografie sich eine Phase der Sympathie mit den „Sozis“ findet, z.B. in der Ära Brandt. So ist es auch für Konstantin Wecker. Er sieht, wie das Versagen der Sozialdemokratie europaweit mitverantwortlich für den entsetzlichen Rechtsruck ist und welche Verantwortung die SPD demnach trägt, dass es wieder heller wird in diesem Land. Die SPD nicht aufgeben, sondern an die derzeit unterdrückten positiven Kräfte in ihrer Mitte appellieren, sich endlich zu erheben – nicht jeder und jede wird diesen Weg für Erfolg versprechend halten. Konstantin versucht es trotzdem. (mehr …)

weiterlesen
By
In Konstantin Wecker, Kultur Posted

Pfeif auf den Eurovision Song Contest!

Frau mit Bart hatten wir schon. Mit welchen Kostümen kann man sonst noch von dünner Musik ablenken?

Frau mit Bart hatten wir schon. Mit welchen Kostümen kann man sonst noch von dünner Musik ablenken?

Dass Konstantin Wecker kein Fan des Eurovision Song Contests ist, hätte man sich denken können. Aber er macht auch deutlich, warum es so schade ist, dass das „Fest der Völker“ musikalisch Jahr für Jahr mit einheitlicher Kommerzsauce übergossen wird – geträllert meist von Gecasteten statt von echten Künstlerpersönlichkeiten. Es gäbe in den europäischen Ländern so gute, glutvolle und eigenwillige Sängerinnen und Sänger, die den Charakter ihres Landes prägnant zum Ausdruck bringen könnten. (Konstantin Wecker) (mehr …)

weiterlesen
page  3  of  29