Beiträge von Ludwig Schumann

Mutabor

Sind muslimische Männer alle Gruppenvergewaltiger? Eigentlich wäre dieser Anwurf zu unsinnig, um sich mit ihm zu befassen, würde er nicht von gewählten „Volksvertretern“ stammen – aus einer Partei, die nicht nur das Wort „völkisch“, sondern auch einige Umgangsformen rehabilitieren will, die in Deutschland Tradition haben. Gegen RattenfängerInnen dieser Färbung wäre Bildung das probate Gegenmittel, ginge es nicht mit der Bildung – analog zur politschen Kultur – in diesem Land rapide abwärts. Vom Kalif Storch und einer gleichnamigen AfD-Politikerin handelt dieser Artikel. „Mutabor heißt im Lateinischen ‚Ich werde mich verwandeln‘. Das würde ich mir zum neuen Jahr für dieses Land wünschen.“ (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Frohes Fest!

„Ja, ich bin ratlos. Und wütend“, gibt unser Autor Ludwig Schumann zu. Das ist ehrlich – und wenig vereinbar mit dem von den Medien und von Schaufensterauslagen verordneten „Weihnachtsfrieden“. Dabei gehören heimische Kabbeleien unter „Sondierern“ und die Frage, welcher der „Fifty shades of neoliberalism“ demnächst die Macht im Land übernimmt, noch zu den Luxusproblemen. In den Lagern hungern und frieren Menschen, die bei uns eine Bleibe suchen, während die Krone der Schöpfung fleißig Küken schreddert und Wölfe abschießt. Die Äcker stinken, und die Vögel schweigen, könnte man in Anlehnung an ein Lied von Konstantin Wecker zusammenfassen. Und weihnachtlich glänzen die frisch polierten Gewehre, die von deutschen Waffenschmieden an jedes hanebüchene Regime der Welt geliefert werden.  (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Ein Wort gegen die Verkümmerung

Sterben ist unvermeidlich. Wir wissen es – haben es zumindest im „Hinterkopf“ -, aber wirklich in unser Leben hineinlassen wollen wir den Tod denn doch nicht. Säuberlich wird er von unserem Alltag abgetrennt, aufbewahrt in einer separaten Schublade ganz unten im Schrank, in die wir nur wenn’s unbedingt sein muss einmal hineinschauen. Autor Ludwig Schumann hatte gerade einen Todesfall in der Familie zu verarbeiten. Er beschreibt, wie das Sterben in einer Familie menschlich gestaltet werden kann: auf eine, wie man leider heute sagen muss, „altmodische“ Art und Weise. (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Das Erbe der friedlichen Restauration

„Wir müssen noch mal über 1989 reden. Sie wissen, die Tage der friedlichen Revolution. Etliche Leute skandierten „Wir sind das Volk“. Etliche Zeit später, als deutlich wurde, die Bewegung lässt sich nicht mehr aufhalten, als die Bananeros auf die Plätze kamen, schlug die friedliche Revolution in die friedliche Restauration um: „Wir sind ein Volk!“ hieß es dann. Man muss sich den Unterschied schon noch vor Augen halten. Denn das hat auch etwas mit unserer Zeit zu tun. Die friedliche Revolution scheiterte. Sie scheiterte mit denen, die sich als freie Bürger in einem sozialistischen Land verstehen wollten. Die Restaurateure hingegen waren mehrheitsfähig. Sie lenkten den leckgeschlagenen Tanker DDR in den sicheren Hafen der alten Gesellschaft.“ (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Unsere Freiheit ist Verpflichtung, die Schöpfung zu bewahren

Wird es sie bald nicht mehr geben? Die Elbeauen bei Magdeburg

Wieder soll eine schöne Flussauenlandschaft dem Profit geopfert werden: an Elbe und Saale, die der Schifffahrt zugänglich gemacht werden. Dagegen formiert sich Widerstand, und unser Autor Ludwig Schumann ist dabei. Noch sehr gut erinnert sich der Sachsen-Anhalter an die Freiheits-Euphorie der Wendezeit. Doch welche Freiheit ist gemeint? Nur Reisefreiheit oder die Freiheit des Kapitals, sich maßlos auf Kosten der Menschen zu vermehren? Nach Karl Marx ist Freiheit sinnvollerweise nur in Gemeinschaft mit Anderen möglich. Interessanterweise sieht das die Bibel nicht viel anders. Wir sind der Schöpfung nicht als etwas Fremdem gegenübergestellt, wir sind ein Teil von ihr. Sie zu bewahren, bedeutet manchmal Widerstand zu leisten. (Ludwig Schuman) (mehr …)

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Mystik, Poesie und Widerstand

Der Autor von „Revolution“ im Gespräch über einen Reformator

Die Reformation als Prozess im Spiegel eines bekennenden Bewunderers des Mannes aus Nazareth Am 27. Mai 2017, zum Evangelischen Kirchentag anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Reformation gab neben der Gruppe City auch Konstantin Wecker ein Konzert in der Lutherstadt Wittenberg. Ludwig Schumann nahm die Tatsache des Konzerts zum Anlass, mit Konstantin Wecker über Prägungen, die wiedergefundene Spiritualität, über Poesie, Mystik und Widerstand zu sprechen. (mehr …)

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Ludwig Schumann: Rauchzeichen

Die Qualität von Politiker- und Medienkommunikation bemisst sich nicht nur danach, was gesagt wird; mindestens ebenso wichtig ist, was nicht gesagt wird. Die wichtigste Frage im Zusammenhang mit den Krawallen von Hamburg, so unser Autor Ludwig Schumann, wurde jedenfalls von niemandem gestellt: Warum radikalisieren sich junge Menschen derart, und wo liegt bei all dem die Verantwortung der Politik? Natürlich stellt man nicht gerne Fragen, wenn man die Antworten scheut. Lieber geht man den bequemeren Weg, schwärmt von Hartstraferei und konsequentem Durchgreifen. Und in Folge dieser Ignoranz brennt es weiter – nicht nur in Hamburg, sondern fast überall auf der Welt. (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Der heilige Stolperer

Zunge trifft Decolleté: Die Stones mit Neumitglied Lisa Fischer

Was haben Donald Trump, der Papst, die Rolling Stones und die Soulsängerin Lisa Fischer gemeinsam? Antwort: Alle kommen sie in einem neuen Text von Schumann vor: Ludwig Schumann. Ein launiger, fast surrealer Kurztext von anarchischer Kraft. Nur eine harmlose Träumerei Schumanns? Oder doch ein Werk, das eine ernst zu nehmend Kritik birgt? „Mit allem kann er umgehen, Franziskus, mit den Vögeln, mit der Schöpfung, mit den Armen und manchen anderen auch“, schreibt der Autor. „Aber er ist machtlos gegenüber der Dummheit.“ (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Die Reformation – eine dauerhafte Beunruhigung der Gesellschaft

Friedrich Schorlemmer, Bildquelle: „Stiftung ÜBERBRÜCKEN“

Ludwig Schumann im Gespräch mit Friedrich Schorlemmer. Luthers Antisemitismus ist ein gar nicht so geheimes peinliches Geheimnis, das man bei Reformationsfeierlichkeiten gern unter den Tisch fallen lässt. Ohne, dass dies eine Entschuldigung wäre, steht die Verirrung des Reformators im Kontext einer mit Antisemitismus stark kontaminierten Gesamtgeschichte Deutschlands, die bis in die Gegenwart reicht. In seinem ausführlichen und tief gehenden Gespräch mit dem renommierten Theologen Friedrich Schorlemmer spricht Ludwig Schumann aber auch noch andere Aspekte an: das Ende der DDR und die Folgen, AfD und Flüchtlingsfrage, Bildung als gesellschaftliche Aufgabe sowie eine „romantische Weltsicht“, die Ehrfurcht vor dem Leben miteinschließt. (Ludwig Schumann) (mehr …)

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