Beiträge von Ludwig Schumann

Ludwig Schumann: Es ist angerichtet

Der Politclown als Zwingherr der Welt. Donald Trump lässt derzeit überall die Muskeln spielen und agiert nach dem Motto: „Warum sollte ich mich mit euch einigen? Es bleibt euch eh nichts anderes übrig als zu parieren.“ Nicht nur der Iran wird gemobbt, auch den europäischen „Verbündeten“ (= Untergebenen) wird beschieden, sie hätten sich von den unliebsamen Ayatollahs fern zu halten – zum Schaden des Friedens und ihrer eigenen Wirtschaft. Das schrumpft die Vernunft mangels ausreichender Nahrungsaufnahme wie einst Heinrich Hoffmanns „Suppenkaspar“ aus dem Kinderbuch-Klassiker „Der Struwwelpeter“. (Ludwig Schumann) (mehr …)

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«Das Leben ist ein Born der Lust»

Bartträger Nietzsche regte Ludwig Schumann zu seinem Artikel an

Es gibt Hoffnungsvolles zu berichten. Aus Deutschland. Aus den USA. Eine Generation beginnt sich zu wehren. Eine der größten deutschen Wochenzeitungen schreibt über drei sächsische Schülerinnen, die sich für ein Austauschstipendium in die USA im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) des Bundestags beworben hatten und nun ausgerechnet den AfD-Parteinik Jens Maier als Pate bekommen sollten. Die Damen schlossen sich zusammen, um gemeinsam Bundestagspräsident Norbert Lammert zu unterrichten, dass sie keinesfalls in dieses Stipendium einwilligen würden, müssten sie dafür Maier als Paten erdulden. Die andere Hoffnung machende Nachricht kommt aus den USA, wo die Schüler aus Parkland ihren Schock in Energie umwandeln und so das ganze Land anstecken. Sie wollen die letzte Generation sein, die in Schulen Angst um ihr Leben haben muss. (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Sie waren alle beim Arzt

Sich von schwarzem Personal pflegen lassen? Nie und nimmer! Dann lieber weiter weißer Pflegenotstand! (Bildquelle: http://www.gruppomissionariomerano.it)

Was in den Medien nicht vorkommt, gibt es eigentlich gar nicht, zum Beispiel afrikanische Krankenpfleger, die – obwohl im deutschen Gesundheitswesen dringend gebraucht – gnadenlos abgeschoben werden. Was die Medien dagegen fleißig hypen, muss von enormer Bedeutung sein. Wer hätte z.B. in jüngster Zeit nicht von Sigmar Gabriels Tochter und Martin Schulz Schwester gehört, deren Wirken die bundesdeutsche Parteienlandschaft mächtig durcheinander gewirbelt hat. Journalismus ist in unseren Zeiten zum großen Teil auch ein gezieltes Ablenkungsmanöver – um die wirklich wichtigen Themen zu verstecken (z.B. die geplante massive Erhöhung des Wehretats, die die Großkoalitionäre im Schatten des asozialdemokratischen Königsdramas unauffällig durchgewunken haben). Und auch was politische Entscheidungen für die Menschen „unten“ bedeuten, darüber gleiten eingebettete Medien gern großzügig hinweg. Ludwig Schumann, der „langsame Leser“, beleuchtet auch hier wieder gewitzt einige dunkle Flecken auf der politischen Landkarte . (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Vom Zorn in Zeiten moralischer Masturbation

Die „Meile der Demokratie“, Magdeburg

Stadtpolitik wird manchmal nicht wichtig genug genommen – vor allem von Menschen, die anderswo leben. Dabei spiegelt sich das Große oft im Kleinen. Auf regionaler und urbaner Ebene entscheidet sich z.B. ob Demokraten vor Rechtsauslegern zurückweichen oder ob sie sich ihnen stellen. Der überzeugte Magdeburger Ludwig Schumann plädiert eher für Letzeres: „Ein Vakuum füllt sich immer – und sei es mit Mist!“ Nebenbei gibt er auch der künftigen Splitterpartei SPD noch was mit auf den Weg. (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Mutabor

Sind muslimische Männer alle Gruppenvergewaltiger? Eigentlich wäre dieser Anwurf zu unsinnig, um sich mit ihm zu befassen, würde er nicht von gewählten „Volksvertretern“ stammen – aus einer Partei, die nicht nur das Wort „völkisch“, sondern auch einige Umgangsformen rehabilitieren will, die in Deutschland Tradition haben. Gegen RattenfängerInnen dieser Färbung wäre Bildung das probate Gegenmittel, ginge es nicht mit der Bildung – analog zur politschen Kultur – in diesem Land rapide abwärts. Vom Kalif Storch und einer gleichnamigen AfD-Politikerin handelt dieser Artikel. „Mutabor heißt im Lateinischen ‚Ich werde mich verwandeln‘. Das würde ich mir zum neuen Jahr für dieses Land wünschen.“ (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Frohes Fest!

„Ja, ich bin ratlos. Und wütend“, gibt unser Autor Ludwig Schumann zu. Das ist ehrlich – und wenig vereinbar mit dem von den Medien und von Schaufensterauslagen verordneten „Weihnachtsfrieden“. Dabei gehören heimische Kabbeleien unter „Sondierern“ und die Frage, welcher der „Fifty shades of neoliberalism“ demnächst die Macht im Land übernimmt, noch zu den Luxusproblemen. In den Lagern hungern und frieren Menschen, die bei uns eine Bleibe suchen, während die Krone der Schöpfung fleißig Küken schreddert und Wölfe abschießt. Die Äcker stinken, und die Vögel schweigen, könnte man in Anlehnung an ein Lied von Konstantin Wecker zusammenfassen. Und weihnachtlich glänzen die frisch polierten Gewehre, die von deutschen Waffenschmieden an jedes hanebüchene Regime der Welt geliefert werden.  (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Ein Wort gegen die Verkümmerung

Sterben ist unvermeidlich. Wir wissen es – haben es zumindest im „Hinterkopf“ -, aber wirklich in unser Leben hineinlassen wollen wir den Tod denn doch nicht. Säuberlich wird er von unserem Alltag abgetrennt, aufbewahrt in einer separaten Schublade ganz unten im Schrank, in die wir nur wenn’s unbedingt sein muss einmal hineinschauen. Autor Ludwig Schumann hatte gerade einen Todesfall in der Familie zu verarbeiten. Er beschreibt, wie das Sterben in einer Familie menschlich gestaltet werden kann: auf eine, wie man leider heute sagen muss, „altmodische“ Art und Weise. (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Das Erbe der friedlichen Restauration

„Wir müssen noch mal über 1989 reden. Sie wissen, die Tage der friedlichen Revolution. Etliche Leute skandierten „Wir sind das Volk“. Etliche Zeit später, als deutlich wurde, die Bewegung lässt sich nicht mehr aufhalten, als die Bananeros auf die Plätze kamen, schlug die friedliche Revolution in die friedliche Restauration um: „Wir sind ein Volk!“ hieß es dann. Man muss sich den Unterschied schon noch vor Augen halten. Denn das hat auch etwas mit unserer Zeit zu tun. Die friedliche Revolution scheiterte. Sie scheiterte mit denen, die sich als freie Bürger in einem sozialistischen Land verstehen wollten. Die Restaurateure hingegen waren mehrheitsfähig. Sie lenkten den leckgeschlagenen Tanker DDR in den sicheren Hafen der alten Gesellschaft.“ (Ludwig Schumann) (mehr …)

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Unsere Freiheit ist Verpflichtung, die Schöpfung zu bewahren

Wird es sie bald nicht mehr geben? Die Elbeauen bei Magdeburg

Wieder soll eine schöne Flussauenlandschaft dem Profit geopfert werden: an Elbe und Saale, die der Schifffahrt zugänglich gemacht werden. Dagegen formiert sich Widerstand, und unser Autor Ludwig Schumann ist dabei. Noch sehr gut erinnert sich der Sachsen-Anhalter an die Freiheits-Euphorie der Wendezeit. Doch welche Freiheit ist gemeint? Nur Reisefreiheit oder die Freiheit des Kapitals, sich maßlos auf Kosten der Menschen zu vermehren? Nach Karl Marx ist Freiheit sinnvollerweise nur in Gemeinschaft mit Anderen möglich. Interessanterweise sieht das die Bibel nicht viel anders. Wir sind der Schöpfung nicht als etwas Fremdem gegenübergestellt, wir sind ein Teil von ihr. Sie zu bewahren, bedeutet manchmal Widerstand zu leisten. (Ludwig Schuman) (mehr …)

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