Beiträge von Prinz Chaos II.

Prinz Chaos II. startet neue Internetradiosendung

Prinz Chaos II.

„Radio Lotte, Weimar“ – dieser Name lässt die Herzen von Bildungsbürgern höher schlagen, spielt er doch subtil auf einen Roman von Thomas Mann und eine Liebschaft Goethes an. Nicht klassisch, sondern noch weitaus anspruchsvoller, nämlich avantgardistisch, gestalten sich die ersten 3 1/4 Minuten der neuen Internetradio-Show von Prinz Chaos II. Der macht nämlich sehr deutlich, dass es ihm mit seinem gewählten Künstlernamen bitter ernst ist. Wer die ersten Minuten überstanden hat, wird mit toller Liedauswahl und irritierend-hintersinniger Conférence belohnt. Hierzu bitte den Link anklicken und die Radiosendung auf der Webseite starten.
https://soundcloud.com/k-nigliches-chaos/konigl-chaos-01-radio-lotte-07-januar-2016

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Prinz Chaos II.: Thränen des Vaterlands

Mitten in den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges schrieb Andreas Gryphius dieses Portrait einer zerstörten Welt voller zerstörter Seelen. Diese „Thränen des Vaterlands“ wurden seither zu einem der bedeutendsten Antikriegsgedichte in deutscher Sprache. Wecker hatte ja unlängst ein anderes Meisterwerk vertont: Georg Heyms „Der Krieg“. Man braucht nicht viel interpretatorische Phantasie, um zu sagen: beide zielen auf die Kriege unserer Zeit, wo Menschen wiederum „der Seelenschatz abgezwungen“ wird. Das gruftige Ambiente dieses Videos (Schloss Weitersroda in Thüringen) passt bestens. Am Kontrabass: Ferdinand Roscher.

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Prinz Chaos II.: Volker Pispers muss bleiben!

Volker Pispers

Es sind oft die falschen, die bleiben und die falschen, die gehen. Nach Georg Schramm hat nun auch Volker Pispers seinen Abschied von der Kabarett-Bühne verkündet. Mit Weckers „Willy“ möchte man da sagen: „Mir hätten di doch noch so braucht. Mir alle brauchen solche wie du oana bist!“ Prinz Chaos II. will dem Flüchtigen sein Verhalten nicht so einfach durchgehen lassen. (Blog von PCII: https://prinzchaos.wordpress.com/)

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Die Sprache der Mörder von morgen

Ausgabe des NS-Propagandablatts „Stürmer“: Die Sprache der Mörder von gestern

Die Entmenschlichung der Sprache ist momentan das alarmierendste Anzeichen einer allgemeinen Barbarisierung. Ich war auf einer Veranstaltung, da sprach der CDU-Integretationsbeauftragte wiederholt davon, so und so viele Flüchtlinge bis da und dahin “abarbeiten” zu müssen. Ein vergleichsweise harmloses Beispiel für einen technischen Diskurs über die Verwaltung von Menschen, dessen eisige Kälte jedoch ahnen lässt: nur ein paar Umdrehungen weiter, nur noch ein paar Attentate oder „Jahrhundertherausforderungen”, dann kannst Du auch den meisten unserer heutigen Bürokraten befehlen was Du willst, sie werden es sachlich und nüchtern – exekutieren. (mehr …)

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Zum Beispiel Vietnam: Die Macht der Bilder und was jetzt noch fehlt

Prinz Chaos II.

Das Bild eines toten Kindes am Mittelmeerstrand erschütterte Millionen von Menschen. Wie aber kann die Empörung in Aktion umgesetzt werden? Ein historisches Beispiel dafür ist der Vietnamkrieg, hier vor allem das Massaker von amerikanischen Soldaten an der Bevölkerung eines vietnamesischen Dorfes in My Lai. Durch die Fotos engagierter Reporter wurde aus der Verdrängung ein öffentlicher Skandal. Dieser trug zur Formung einer starken Bewegung gegen den Krieg bei. Wir können aus rechtlichen Gründen hier keine Fotodokumente zeigen und empfehlen deshalb, in Google Bild das Stichwort „My Lai“ einzugeben. (mehr …)

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Prinz Chaos II. berichtet direkt aus Athen

Athen abseits der Hochglanz-Sehenswürdigkeiten

Über „die Griechen“ reden derzeit alle, mit ihnen – d.h. außer vielleicht Hotel- und Restaurantpersonal – viel zu wenige. Prinz Chaos II., singender Anarcho-Blogger und Akivis, ist derzeit „dort“ und tummelt sich insbesondere in der linken Szene Griechenlands. Dort trifft er auf viel Frust, Ratlosigkeit – aber auch auf einen angesichts der Lage kaum begreiflichen Lebensmut. Webseite von Prinz Chaos II. hier. (mehr …)

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Yanis Varoufakis und das Denkmal des unbekannten Aktivisten der Pariser Sektionen

Sturm auf die Bastille, 1789

Prinz Chaos II. beschäftigt sich in dieser anarchischen Thronrede mit Potenzialen und Grenzen des linken Denkers Yanis Varoufakis, gerade zurückgetretener Finanzminister Griechenlands und Gottseibeiuns aller kapitalismusfrommen EU-Politiker. Er erinnert an das Volk als eigentliches Subjekt der Geschichte, wie es sich während der Französischen Revolution gezeigt hat. Könnte dergleichen wieder geschehen? (Quelle: Webseite von Prinz Chaos II.) (mehr …)

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Wenn die Lebenden kommen: Akte politischer Häßlichkeit!

Prinz Chaos II meldet sich zu Wort:
Schon im Deutschunterricht gab es diese Stunden, in denen ich wünschte, das Werk stünde einfach ganz alleine da: starr und einsam. Wortlos, selbst wenn es ein Text sei. Dass Gedichte etwa bei ihrem Gang durch die Walkmühlen widerstreitender Interpretationen an Kraft gewinnen, erlebte ich so selten, dass sich mir ein Studium der Literaturwissenschaft verbat, obwohl mich mein Leben lang nichts so sehr beschäftigt hat wie die Literatur. Auch was Autoren über ihr eigenes Werk zu sagen hatten, empfand ich meistens nicht als Gewinn. Ich liebe die Werke. In ihnen liegt alle Schönheit.
Jetzt also kamen die Toten nach Berlin, und ich wünschte dieser Aktion, sie stünde ganz alleine da, eben so: starr und einsam und wortlos in der Landschaft, nur Bilder von Menschen und Bilder von Gräbern, und im Hintergrund der Reichstag. So ähnlich immerhin werde ich wieder dastehen am Ende dieses Textes: in allen Lagern entfernt aus der Liste zuverlässiger Verbündeter, allein, starr und wortlos auf meinem Thron zwischen den Stühlen.
Weiter geht´s hier:
https://prinzchaos.wordpress.com/2015/06/23/wenn-die-lebenden-kommen-akte-politischer-haslichkeit/

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