Beiträge von Roland Rottenfusser

Die Demokratie der Zukunft 

Das „gesichtslose“ Volk steht auf.
Szene aus „V wie Vendetta“

Mehr Bürgerbeteiligung statt „postdemokratischer Gesellschaft“

Unsere repräsentative Demokratie ist gescheitert, wenn die Repräsentanten das „demos“ (Volk) nicht mehr repräsentieren, sondern es zur Unterwerfung unter die Interessen einer dritten Kraft aus dem Wirtschafts- und Finanzsektor zwingen. Natürlich verkündet kein Politiker offen, er werde jetzt die Demokratie abschaffen. Die Menschen dürfen noch immer wählen, was sie wollen, solange sie nur das denken können, was sie sollen. Die Hauptaufgabe „demokratisch gewählter“ Politikern besteht in einem solchen System paradoxerweise im Demokratieabbau, also in der Begrenzung demokratischer Bürgermacht auf das für die Finanzoligarchie Unschädliche. Dem muss durch einen konsequenten Ausbau der Direkten Demokratie sowie durch neue kreative Lösungsansätze begegnet werden. Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Die Demokratie der Zukunft 

Das „gesichtslose“ Volk steht auf.
Szene aus „V wie Vendetta“

Mehr Bürgerbeteiligung statt „postdemokratischer Gesellschaft“

Unsere repräsentative Demokratie ist gescheitert, wenn die Repräsentanten das „demos“ (Volk) nicht mehr repräsentieren, sondern es zur Unterwerfung unter die Interessen einer dritten Kraft aus dem Wirtschafts- und Finanzsektor zwingen. Natürlich verkündet kein Politiker offen, er werde jetzt die Demokratie abschaffen. Die Menschen dürfen noch immer wählen, was sie wollen, solange sie nur das denken können, was sie sollen. Die Hauptaufgabe „demokratisch gewählter“ Politikern besteht in einem solchen System paradoxerweise im Demokratieabbau, also in der Begrenzung demokratischer Bürgermacht auf das für die Finanzoligarchie Unschädliche. Dem muss durch einen konsequenten Ausbau der Direkten Demokratie sowie durch neue kreative Lösungsansätze begegnet werden. Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Ein Dank an unsere Spenderinnen und Spender …

… für Hinter-den-Schlagzeilen!

Roland Rottenfußer zieht eine erste – und erfreuliche Bilanz – aus dem Spendenaufruf von „Hinter den Schlagzeilen“, der vor gut drei Wochen erstmals online war. Es ist Zeit, dankbar zu sein – und in die Zukunft zu schauen. Durchaus optimistisch übrigens, denn bei allem Negativen, was uns an Weltereignissen aus den Medien erreicht, ist die kritische Medienlandschaft, speziell im Internet, doch gar nicht so schlecht aufgestellt, und es herrscht vielerorts Aufbruchsstimmung: Jetzt noch mal die Anstrengungen bündeln! Jetzt zusammenhalten! Jetzt „weiterkämpfen, auch wenn die ganze Welt den Arsch offen hat“! ( Aus „Willy“ von Konstantin Wecker ) (mehr …)

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Konstantin Wecker – Das ganze schrecklich schöne Leben

Das ganze schrecklich schoene Leben von Konstantin Wecker

„Nur die besten sterben jung“, weil sie dichter und praller leben als andere und sich mutwillig in Gefahr begeben, anstatt gefahrlos zu versauern. Ausnahme: Konstantin Wecker. Nicht jeder hätte darauf gewettet, dass Wecker, diese poetische Kraftnatur, Autor scharfsinniger und glückstrunkener Lieder, seinen 70. Geburtstag (am 1. Juni 2017) so vital erreichen würde. (mehr …)

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Die antastbare Würde – »Bhakti-Bünde« praktizieren selbstloses Dienen als spirituellen Weg

»Basierend auf wahren Ereignissen« heißt es im Abspann einiger Filme. Diese Geschichte ist nicht real, aber wahr; eine Satire, aber ernst. In Teilen der spirituellen »Szene« hat man sich das Auslöschen des Ego auf die Fahnen geschrieben, vermischt kommerzielle Interessen mit einem »Lehrangebot«, Sadismus und Demütigung mit Ideen von »spirituellem Wachstum«. Anstatt aber pauschal mit dem Finger auf »die Spiritualität« zu zeigen, sollten wir sehen, dass Sektenstrukturen von Unterwerfung, Gehirnwäsche und Ausbeutung auch anderswo gang und gäbe sind. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Einfachheit ist Widerstand

Franziskus sagt sich von seinem Vater los
San Francesco
Oberkirche
Assisi
Italien
Franziskuslegende
Giotto

Franziskanische Spiritualität für Nicht-Mönche und Politaktivisten. Spiritualität wird politisch meist als irrelevant, sogar kontraproduktiv betrachtet. Dabei sehen Aktive meist nur die eine Seite: das Fehlen lauten und auftrumpfenden Protests; wenig wahrgenommen wird dagegen das Widerstandpotenzial, das in der Verweigerung liegt, im Sich-Entziehen und in der radikalen gedanklichen Dekonstruktion des gesellschaftlich Vorgegebenen. Im günstigsten Fall wird daraus eine Lebenshaltung, die den spirituellen Menschen unbestechlich und unerpressbar macht. Er bleibt dann ganz seinem Gewissen verpflichtet und einem Ideal, das teilsweise „überweltlich“ verstanden wird, jedoch gestaltend in diese Welt hineinwirkt. Franziskanische Spiritualität bietet auch für Nicht-Franziskaner ein praktikables Modell, dessen Bausteine helfen können, eine bessere Welt zu erschaffen: eine geschwisterliche Haltung zur Natur, Selbstbeschränkung um des Wesentlichen willen, Macht- und Konsumkritik und der Verzicht darauf, irgendetwas „darstellen“ oder auch nur „werden“ zu wollen. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Eine neue friedliche Politik braucht Spiritualität

Ein politisch höchst streitbarer Theologe: Eugen Drewermann

Spiritualität – meinetwegen, da sind wir tolerant. Das heißt: wir ertragen Menschen, die privat religiöse Vorstellungen pflegen, vielleicht meditieren, beten oder Yogaübungen machen. Aber dann soll das Ganze bitte im stillen Kämmerlein bleiben; auf der politischen Bühne, dort wo es ernst wird, hat Spiritualität nichts zu suchen. So denken viele in „unserer“ Szene. Aber ist das auch wahr? Konstantin Weckers Artikel könnte als heilsame Provokation dienen. Der Theologen Helmut Gollwitzer sagte: „Christen müssen Sozialisten sein“. Umgekehrt müssen Linke nicht spirituell sein, um eine an Menschenrechten und am Gemeinwohl orientierte Politik zu betreiben; aber gerade wenn wir den Frieden wollen, hilft es, sich an Werten zu orientieren, die Verbundenheit von allem was ist erkannt und die Untiefen der eigenen Seele einmal gründlich erforscht zu haben. Freilich taugt nicht jede beliebige Form des Irrationalismus, des Dogmatismus und der Esoterik dafür. „Eine Spiritualität allerdings, die alle Grenzen der Religionen aufhebt, weil sie das Göttliche nicht auf Altären sucht, sondern im Menschen selbst.“ (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Habt Ihr etwas für unabhängigen Journalismus übrig?

Roland Rottenfußer

Spendenaufruf von „Hinter den Schlagzeilen“. In Zeiten des „alternativlosen“ Neoliberalismus, von Kriegspolitik, Rechtsruck und Verdummungskultur sind wirkliche Alternativen nötiger denn je. Kleine unabhängige Medien wie HdS bleiben aber in ihren Wirkungsmöglichkeiten oft eingeschränkt, weil sie chronisch unterfinanziert sind. Die „Großen“ haben es deshalb leichter, uns medial zu übertönen; unsere berechtigten Anliegen bleiben auf einen kleinen Kreis beschränkt. Bisher gab es bei uns nicht einmal die Möglichkeit, HdS finanziell zu unterstützen und für den Erhalt und die Verbesserung der Redaktion zu spenden. Dies soll sich nun ändern, und – keine Angst! – weniger Betuchte werden nicht ausgeschlossen. Wir bleiben die Alten – mit Eurer Hilfe jedoch mit neuem Schwung. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Macht macht Schuld Teil 1/2

Chaplin in „Der große Diktator“

Erdogans Macht, Trumps Macht, Merkels Macht, Putins Macht, die Macht der EU-Länder über Griechenland, die Macht der neoliberalen Globalisierung, die Macht von Autokraten in rechten Diktaturen, die Macht der Partei im „Realsozialismus“, die Macht von Befehl und Gehorsam beim Militär, die Macht der Gefängnisverwaltung über die Gefangenen, die Macht des Arbeitgebers über „abhängig Beschäftigte“, die Macht der Ausländerbehörde über Zuwanderer, die Macht der Hartz IV-Sachbearbeiter über ihre „Kunden“, die Macht von Menschen über ihre „Nutztiere“… Überall können wir die destruktive Wirkung von Macht beobachten, dennoch erhebt sich kaum einmal eine Stimme, die die Macht selbst in Frage stellt. Immer wird die Fiktion aufrecht erhalten, es müsse bloß der „Richtige“ ans Ruder kommen, dem wir uns dann freudig unterwerfen können. Es braucht eine Renaissance libertären Denkens. Im ersten Teil seines Artikels, eines bearbeiteten Kapitels aus dem Buch „Schuld-Entrümpelung“, stellt Roland Rottenfußer die „Macht-Frage“ ganz generell; im zweiten wird er dann näher beleuchtende, wie durch Erzeugung von Schuldgefühlen Macht generiert wird. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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