Beiträge von Thomas Quartier OSB

Der Mönch in den Songs (2/2)

Bruder Thomas Quartier

Spiritualität in Lied und Leben Bob Dylans. Ein „amoralische Moralist und Märtyrer, der aufbegehrt gegen den universalen Verblendungszusammenhang von Macht, Korruption, Eitelkeit und Selbstgerechtigkeit“ – so wurde Bob Dylan beschrieben. Dem vielleicht wirkungsmächtigsten Songwriter des 20. Jahrhunderts wurden viele Etikette aufgeklebt: Rebell, Poet, Sonderling. Aber ein „Mönch“? Um die Denkweise von Bruder Thomas Quartier, selbst Mönch eines niederländischen Klosters, nachzuvollziehen, muss man einmal vom Modus des Stationären und Zölibatären absehen und andere Eigenschaften des Sängers ins Auge fassen. Der Autor nennt ihn einen „heiligen Outlaw“. Immer in Bewegung befindlich („wie ein rollender Stein“), löst er sich aus gesellschaftlichen Zusammenhängen, erprobt dauerhafte Statuslosigkeit und öffnet sich so für das Transzendente. (Thomas Quartier osb, erster Teil dieses Artikels hier.) (mehr …)

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Der Mönch in den Songs (1/2)

Bob Dylan

Spiritualität in Lied und Leben Bob Dylans. Ein „amoralische Moralist und Märtyrer, der aufbegehrt gegen den universalen Verblendungszusammenhang von Macht, Korruption, Eitelkeit und Selbstgerechtigkeit“ – so wurde Bob Dylan beschrieben. Dem vielleicht wirkungsmächtigsten Songwriter des 20. Jahrhunderts wurden viele Etikette aufgeklebt: Rebell, Poet, Sonderling. Aber ein „Mönch“? Um die Denkweise von Bruder Thomas Quartier, selbst Mönch eines niederländischen Klosters, nachzuvollziehen, muss man einmal vom Modus des Stationären und Zölibatären absehen und andere Eigenschaften des Sängers ins Auge fassen. Der Autor nennt ihn einen „heiligen Outlaw“. Immer in Bewegung befindlich („wie ein rollender Stein“), löst er sich aus gesellschaftlichen Zusammenhängen, erprobt dauerhafte Statuslosigkeit und öffnet sich so für das Transzendente. (Thomas Quartier osb) (mehr …)

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Hauschka: Boiler Room in Stereo

Hier mal etwas wirklich Innovatives. Verglichen mit dem Klavierspiel Hauschkas sind die üblichen Musikbeiträge dieser Seite – von Schubert bis Wecker – wirklich Easy Listening. Natürlich möchten wir mit diesem Musikbeitrag einen sehr interessanten Beitrag von Bruder Thomas Quartier illustrieren, der hier nachzulesen ist: „Der verspielte Sonderling – Hauschka präpariert die Welt“. http://hinter-den-schlagzeilen.de/2016/12/19/resonanzen-musik-der-romantik-und-spiritualitaet-des-klosters-im-einklang-3/

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Resonanzen: Musik der Romantik und Spiritualität des Klosters im Einklang (3)

3) Der verspielte Sonderling – Hauschka „präpariert“ die Welt. Ein Pianist, der, bevor er zu spielen beginnt, erst mal an seinem Instrument rumbastelt, um ihm „unerhörte“ Töne zu entlocken – geht das nicht zu weit? Und was hat das Ganze mit dem Möchstum zu tun, dem Lieblingsthema von Thomas Quartier? Lassen Sie sich von der Lektüre überraschen. Beredt wie immer zeichnet Bruder Thomas das Porträt eines Künstlers, der sich als „Alchemist“ versteht – einer, der die Welt in Klängen nicht nur abbildet, sondern neu zu erschaffen hilft. Einer, der uns „spielend“ ganz in die Gegenwart katapultiert und so diese nüchterne Wirklichkeit ganz im Sinn von Novalis romantisiert.
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Resonanzen: Musik der Romantik und Spiritualität des Klosters im Einklang (2)

Lubomyr Melnyk

Eine Suche nach dem Grenzverkehr zwischen Musik und Spiritualität, zwischen Inspiration und Mystik. 2) Die Grotte des Klaviermönchs. Lubomyr Melnyk spielt ohne Unterlass, in einer ununterbrochenen Reihung von Tönen, wobei er Pianist und Komponist zugleich ist. Dies erinnert an die mönchische Vorstellung vom „Gebet ohne Unterlass“. Ist der in der Ukraine geborene Lubomyr etwa ein „Mönch des Pianos“? Er selbst betrachtet gute Musik jedenfalls als „Dienst an Gott“ – speziell auch im Geist der Romantik, die laut Rüdiger Safranski die „Fortsetzung der Religion mit ästetischen Mitteln“ ist. (Thomas Quartier OSB) (mehr …)

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Resonanzen – Musik der Romantik und Spiritualität des Klosters im Einklang (1)

Johannes Brahms

Was verbindet die Musik der Romantik mit der Spiritualität des Klosters? In beiden Bereichen kann unsere Andacht gedeihen: unsere Offenheit für Gott und die Welt. Musik und Spiritualität bringen etwas zum Schwingen, erzeugen Resonanzen. Darunter versteht man „jene Momente, in denen unsere Weltbeziehung durch Synchronisation im Einklang ist“ (Hartmut Rosa). Musikalische Performance synchronisiert, Musiker und Zuhörer befinden sich im Einklang und streben nach dem Höchsten. Ist das schon spirituell? Bruder Thomas Quartier OSB, Benediktiner und Professor für Spiritualitätsstudien, macht die Probe aufs Exempel und besucht als Mönch Konzerte, führt Dialoge mit Musikern. Gibt es auf den klassischen Bühnen und in der Klosterzelle die Erfahrung, dass das Weltverhältnis Wirklichkeit ist und kein bloßer Schein? Ist das ein Motor für Musiker und Mönche, die sich ganz der Resonanz verschreiben? Was erklingt davon auf der Bühne? Was hört das monastische Ohr? Eine Suche nach dem Grenzverkehr zwischen Musik und Spiritualität, zwischen Inspiration und Mystik. (Thomas Quartier OSB) (mehr …)

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Deo gratias: Die unscheinbare Willkommenskultur

Klosterpförtner im Kapuzinerkloster, Passau

„Willkommenskultur“ ist ein Begriff, der zum Glück seit 2015 im kollektiven Sprachschatz angekommen ist. Selbst gutwillige Menschen betrachten es aber oft noch immer als eine besondere Gnade ihrerseits, Fremden die Tür zu öffnen. Zu wenig wird gesehen, was der Ankömmling dem Öffnenden geben kann. In Klöstern herrscht sei Jahrhunderten eine ganz unspektakuläre Willkommenskultur. Einen Schutz- und Hilfesuchenden einzulassen wird dort als heiliger Akt verstanden und steht unter dem besonderen Schutz Gottes. Bruder Thomas Quartier, Angehöriger einer benediktinischen Mönchsgemeinschaft in den Niederlanden, erinnert an diesen Brauch, der heute auch eine politische Dimension hat. (Thomas Quartier osb) (mehr …)

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Liturgie ohne Warum 2/2

Klosterpförtner im Kapuzinerkloster, Passau

„Was sucht so jemand in einem Kloster?“ Leser von Konstantin Weckers Buch „Mönch und Krieger“ können sich die Antwort auf diese Frage denken. Alle anderen staunen vielleicht schon bei Anblick des Aufmacherfotos: Konstantin mit Mönchen im Altarraum einer Klosterkirche. Warum? Die Frage lässt sich mit Blick auf die neue CD beantworten: „Ohne warum“. Damit enden allerdings nicht alle Überlegungen, sie beginnen erst. Der Benediktiner Bruder Thomas Quartier aus Holland beschreibt, welche Ähnlichkeiten er zwischen der Regel des Heiligen Benedikt von Nursia und dem Werk des oft eher regel- und zügellos lebenden Wecker gefunden hat. (Thomas Quartier, 1. Teil dieses Artikels hier) (mehr …)

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