Der besondere Hinweis:

Ein Euro pro Monat fĂŒr HdS

Wieso gibt es HdS? Wie lange noch gibt es HdS? /Holdger Platta

Zugegeben: so furchtbar lange ist es nicht her, daß unser stellvertretender Chefredakteur Roland Rottenfußer einen neuen Werbeversuch gestartet hatte, Euch Nutzerinnen und Nutzer unserer Website fĂŒr mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr unser Internetprojekt gewinnen zu wollen. Ich greife diesen Aufruf heute nochmal auf, natĂŒrlich im gleichen Sinne wie er. Aber auch mit einer Reihe neuer Informationen, die bei dieser Thematik von Bedeutung sein dĂŒrften. Ich bitte sehr herzlich um LektĂŒre meines folgenden Briefes an Euch. HP

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Das „Wunder in Portugal“: Widerstand gegen die Verarmungspolitik der EU

Lissabon, Torre De Belém

Das Erstaunen ist im gesamten Europa groß: in Portugal hat eine linkssozialdemokratische Regierung am vergangenen 6. Oktober hervorragend abgeschnitten – und dieses sogar in einer Koalition mit Parteien, die noch weiter links von ihr angesiedelt sind. Die Partei des Premierministers AntĂłnio Costa konnte sogar erhebliche Stimmengewinne erzielen, und mit ihr die erwĂ€hnten Koalitionsparteien. Was aber im gesamten Medienecho fast durchgehend ausgespart blieb: dieses lag daran, dass die portugiesische Regierungspartei seit Beginn ihrer Regentschaft im Jahre 2015 den Bevormundungsversuchen der Euro-Staaten energischen und erfolgreichen Widerstand entgegensetzte, gemeinsam mit ihren Koalitionsparteien. Heißt: in Portugal gab es alles das nicht, was seit 2015 Griechenland mehr und mehr zugrundegerichtet hat – Deregulierungs- und AusteritĂ€tspolitik. In Portugal gab es keine Politik gegen die Armen und keine Politik mit dem Ziel der Verarmung, stattdessen Politik zum Abbau von Verarmung und Armut in Portugal. Nachfolgend kann man im Detail nachlesen, was Portugal stattdessen tat und wie sich dieses grundlegend unterschied und unterscheidet von dem, was seit dem Juli 2015 Griechenland vom Troika-Europa aufgezwungen worden ist. ZurĂŒckgegriffen wird dabei auf Informationen, die bei uns bereits am 17. Januar dieses Jahr zu lesen waren, zu einem Teil jedenfalls, und zwar im 149. Bericht zu unserer GriechInnenhilfe.  Holdger Platta (mehr …)

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BĂŒcher neu gelesen: Kleine Kinder waren das Todesurteil auch fĂŒr ihre MĂŒtter

Cover des Sammelbandes zum Thema „Frauen im Holocaust“.

Laura Hasson aus Rhodos trug ihren kleinen Neffen auf dem Arm. Nach der Ankunft auf dem Bahnhof in Auschwitz flĂŒsterte ihr ein Grieche aus Saloniki zu: „Gib das Kind einer anderen Frau, aber schau genau, ob es eine Alte ist!“ Laura Hasson verstand nicht, was ihr der griechische Mann sagen wollte, und gab stattdessen das Kind seiner Mutter – ihrer zwanzigjĂ€hrigen SchwĂ€gerin. Das Buch „Frauen im Holocaust“ untersucht die spezifischen Bedingungen, Erfahrungen und Schicksale von verfolgten Frauen im Nationalsozialismus. Insbesondere die Berichte und Zeugnisse von ĂŒberlebenden Frauen macht dieses Buch so bedeutend. Michael Backmund

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Eric Bogle, John Munroe: A Reason For It All


Eric Bogle stammt aus Schottland und verbrachte die meisten Zeit seines Lebens in Australien. Unvergessene Antikriegslieder wie „Green fields of France“ (in deutscher Version von Hannes Wader: „Es ist an der Zeit“) stammen aus seiner Feder. Hier singt er bewegend zu einem „privaten“, jedoch auch gesellschaftlich relevanten Thema: dem einsamen, unbegleiteten Tod vieler alter Menschen. Er fragt nach einem Sinn hinter all dem Leid.

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Podcast: TĂŒrkische Invasion in Nordsyrien

Radio-Flora-Interview mit einer kurdischen Aktivistin. Seit dem letzten Mittwoch, dem 9. Oktober zerstören tĂŒrkische Bomben und Granaten wahllos StĂ€dte und Dörfer in Nordsyrien, um den Einmarsch der Bodentruppen vorzubereiten. Unter dem Vorwand einer terroristischen Bedrohung greift Erdogan nun mit schweren Waffen und auf breiter Front die Rojava-Gebiete an, die als „Insel des Friedens“ inmitten des Kriegsgeschehens in Syrien bekannt geworden sind. Sein erklĂ€rtes Ziel ist die Vertreibung und Vernichtung der dort ansĂ€ssigen kurdischen Bevölkerungsteile und die Annektierung einer Sicherheitszone fĂŒr die TĂŒrkei im Nachbarland Syrien. Radio Flora, Redakteur und Interviewer: Axel Kleineke
http://radioflora.de/podcast/tuerkische-invasion-in-nordsyrien-interview-mit-einer-kurdischen-aktivistin/
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Es ist kein Antisemitismus, an die Leiden der PalÀstinenser zu erinnern

Die Wanderausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der PalĂ€stinenser 1948“ sorgte auch wegen AntisemitismusvorwĂŒrfen fĂŒr Furore. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter von Baden-WĂŒrttemberg, trat auf Seiten der Kritiker besonders hervor. Er verfasste fĂŒr die Landesregierung einen Antisemitismus-Bericht, in dem die Nakba-Ausstellung ausdrĂŒcklich erwĂ€hnt wird. Die Ausstellung will nach Auffassung ihrer Initiatoren die Perspektive der PalĂ€stinenser in den Blick nehmen. In Nachkriegsdeutschland habe man „ganz ĂŒberwiegend das israelische VerstĂ€ndnis dieses Zeitabschnitts verinnerlicht“. Der Anschlag von Halle und der allgemein eher wieder wachsende Antisemitimus in Deutschland hat dem Thema zusĂ€tzliche Brisanz verliehen. Die Frage, die jetzt zu diskutieren ist, lautet: Stellt der inflationĂ€re Gebrauch des Begriffs „Antisemitismus“, der in Anbetracht der deutschen Geschichte eine besonders diffamierende Wirkung erziehlt, eine Lösung dieses sicher virulenten Problems dar? Sollten aktuelle, destruktive Formen des Antisemitismus dazu fĂŒhren, dass der israelischen Regierung ein Freibrief fĂŒr weitere Menschenrechtsverletzungen an PalĂ€stinesern ausgestellt wird? Sollte die unmittelbare Schlussfolgerung aus Halle darin bestehen, dass ĂŒber die Nakba, die Flucht und Vertreibung der PalĂ€stinenser anlĂ€sslich der israelischen StaatsgrĂŒndung, nicht mehr geredet wird? Peter Pawelka, langjĂ€hrigem Leiter des Arbeitsbereich Vorderer Orient am Institut fĂŒr Politikwissenschaft der UniversitĂ€t TĂŒbingen, bemĂŒht sich in einem offenen Brief an Blume „um TrennschĂ€rfe zwischen Verunglimpfung des Judentums und der kritischen Analyse des Staates Israel“.  Peter Pawelka (mehr …)

Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

Es geht los mit dem Krieg gegen die Armen in Griechenland

188. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Wahrlich, dieses Mal gibt es wieder einiges zu berichten aus Griechenland: einige Neuigkeiten, was unsere Hilfsaktionen betrifft, einige Neuigkeiten, was unternehmerinterne RivalitĂ€tskĂ€mpfe betrifft, einige Neuigkeiten, die mit den Streiks in Griechenland zu tun haben und mit den reaktionĂ€ren Reaktionen der konservativen Regierung darauf. Und natĂŒrlich: auch die neuesten Spendenzahlen teile ich unseren Lesern mit. HP (mehr …)

Der Dilettant fĂŒhlt sich mit Recht beneidet,
Wenn er in schlechten Versen stöhnt und klagt:
Ihm gab ein Gott, zu sagen, was er leidet;
Uns gab ein Gott, zu leiden, was er sagt.

Ludwig Fulda (1862-1939)

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

„Heldentod fĂŒrs Vaterland“

Propaganda-Postkarte, Erster Weltkrieg

Wie tausende junge Menschen immer wieder „motiviert“ werden können, in den Krieg und in den wahrscheinlichen Tod zu ziehen – das bleibt fĂŒr uns Nachgeborene trotz vieler Analysen noch immer rĂ€tselhaft. Eine mögliche ErklĂ€rung ist: Es waren im vollen Wortsinn keine Menschen mehr, weil ihnen ihre Menschlichkeit – das Verlangen nach Leben, GlĂŒck und Liebe – systematisch ausgetrieben worden war. Übrig blieben leere HĂŒllen, die mit den ideologischen Inhalten der Kriegstreiber und -gewinner gefĂŒllt wurden. Die Ursachen fĂŒr derart gut „funktionierende“ Kriege liegen im Frieden und in den dort fĂŒr Jahrzehnte ausgeĂŒbten Unterwerfungsritualen der Schwarzen PĂ€dagogik. In Zeiten, in denen der BundesprĂ€sident eine „glĂŒckssĂŒchtige“ Gesellschaft geißelt und der Ton an Schulen, in Ämtern und auf Polizeirevieren StĂŒck um StĂŒck autoritĂ€rer wird, tun wir gut daran, uns zu erinnern, wie es damals so weit kommen konnte.  Holdger Platta (mehr …)

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