Der besondere Hinweis:

Die Welt brennt, bitte helft uns löschen!

Konstantin Wecker, München 2019

Konstantin Wecker bittet um Spenden für die weitere Finanzierung unseres Magazins „Hinter den Schlagzeilen“. Er weist auf die Bedeutung alternativer Medien in Zeiten haarsträubender „Alternativlosigkeiten“ hin und macht auf die Burnout-Gefahr bei den Mitarbeitern aufmerksam. „Der Himmel über Deutschland und der Welt kann politisch nur aufklaren, wenn es auch weiter aufklärende Medien gibt.“  Konstantin Wecker (mehr …)

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Weil der Mensch ein Mensch ist

… erhebt er sich gegen Unterdrückung, Ausbeutung, korrupte Eliten: in Indien, Frankreich, Chile, Irak, Tschechien, Algerien, Libanon. Aber es gibt auch „autoritäre Nationalradikale“ (W. Heitmeyer), die nicht für ihre Würde und für Gerechtigkeit kämpfen, sondern ihre Wut abreagieren: durch aggressive Abgrenzung, Hass gegen Feinde und alle, die sie zu solchen erklären. Verrohung nimmt zu, Zusammenhalt schwindet – als Folge einer verrohten Politik? So sehr es Machteliten zu bemänteln suchen: Ziele und Methoden der global vorherrschenden Politik fördern eine desolate gesellschaftliche Stimmung. Das neoliberale Dogma zerstört das soziale Zusammenleben. Georg Rammer (mehr …)

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Der Spekulation den Boden entziehen

Eine Stiftung will verhindern, dass Grundstücke zur Ware werden und sie dem Gemeinwohl zur Verfügung stellen. Wie viel kostet die Luft, die wir atmen? Dumme Frage — sie ist kostenlos, weil sie allen gehört. Warum sollte das mit der Erde, auf der wir stehen, anders sein? Mit unserem Grund und Boden wird viel Schindluder getrieben. Er wurde zum Objekt von Bereicherung und Spekulation. Mit seiner Hilfe wurde die Schere zwischen Arm und Reich weit geöffnet, werden Menschen ausgegrenzt und in Miet-Knechtschaft gezwungen, während andere lebenslang ein leistungsloses Einkommen verfrühstücken können. Eine Initiative will das jetzt wenigstens für einige Grundstücke ändern. Die werden aufgekauft und den Mietern zu menschenwürdigen Preisen zur Verfügung gestellt. Statt des Kapitalwerts zählt der Nutzwert, und auch die Verwaltung erfolgt gemeinschaftlich. Ein Modellprojekt für eine gerechtere Zukunft.  Jonathan Keller (mehr …)

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Die Anstalt: Rechte Netzwerke


Max Uthoff kann diesmal nicht kommen. Für Claus von Wagner scheint das aber gar nicht schlimm zu sein, er wirkt sogar erleichtert und fühlt sich wohl als Platzhirsch. Das Thema ist wie immer im Grund ernst: rechte Netzwerke reichen bis hinein in Bundeswehr und Polizei. Siehe dazu auch den Artikel gleich darunter.

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Maria 2.0: Götterdämmerung auf Katholisch

Kann eine Frauenbewegung in der katholischen Kirche erfolgreich sein? Diese Frage steht auf dem Tapet, seit die Initiative Maria 2.0 im vergangenen Jahr begonnen hat, das Unterste zu oberst zu kehren. Zu Recht: Denn an der Frauenfrage hängt die Reform der Kirche. Es nützt nichts, dass ein paar Kardinäle noch immer sagen, man möge sich um Wichtigeres kümmern. Nicht nur die sich oft wie Götter gebärdenden Herren im Ornat, sondern so ziemlich alle wissen: Die Lösung der Frauenfrage bedeutet den Untergang der alten katholischen Welt – und markiert den Aufbruch in eine neue Zeit. (Quelle: Blätter für deutsche und internationale Politik)
https://www.blaetter.de/ausgabe/2020/januar/maria-20-goetterdaemmerung-auf-katholisch

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Ralph McTell: After rain


„Die Erde riecht süßer nach dem Regen.“ Der britische Songwrite („Streets of London“) spendet mit diesem Lied Seelentrost. Wenn man etwas Leidvolles durchlebt hat, kann man in der Erholungsphase das angenehme Gefühl der Erleichterung genießen. Da dem Regen hat sich die Luft gereinigt, und wir spüren, dass wir mit unserem Kummer nicht allein sind.

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„Es lohnt sich, für die Utopie zu kämpfen“

Norman Paech

Laudatio auf Prof. Dr. Norman Paech. „Gerade in einer Zeit, in der der NATO-Staat Türkei Nordsyrien militärisch überfällt, ethnische Säuberungen propagiert und Hunderttausende Menschen vertreibt, gerade in einer Zeit, in der wir eine fortschreitende Militarisierung der Außen- und Innenpolitik zu beklagen haben, gerade in einer Zeit, in der der deutsche Waffenhandel fast ungebremst floriert und nach wie vor die autokratische Türkei mit Waffen und Rüstungsgütern versorgt, soll von dieser Verleihung hier in Köln ein Signal ausgehen: gegen völkerrechtswidrige Kriegseinsätze und deutsche Beihilfe dazu, gegen deutsche Rüstungs­exporte in Krisen- und Kriegsgebiete und an Diktaturen, gegen den türkischen Krieg gegen Kurden und ihr Autonomie- und Selbstverwaltungsprojekt, gegen den menschenverachtenden EU-Flücht­lings­deal mit der Türkei und dessen Erpressungspotential. Und für eine friedliche und gerechte Lösung der kurdischen Frage, für Menschenrechte, Demokratie und Autonomie, wie sie auch die PKK anstrebt.“ Prof. Dr. Norman Paech ist im Dezember 2019 im Kölner Museum Ludwig mit dem 2. Ehrenpreis des Netzwerkes kurdischer AkademikerInnen e.V. (Kurd-Akad, Dortmund) ausgezeichnet worden – und zwar für herausragende wissenschaftliche Expertise und zivilgesellschaftliches Engagement. Das 2009 gegründete Netzwerk setzt sich zum Ziel, HochschulabsolventInnen und AkademikerInnen zu vernetzen und ein Forum des Austausches von AkademikerInnen und der kurdischen Community zu bilden. „Denn es gilt, den sozialen, kulturellen und politischen Belangen der KurdInnen in Kurdistan und Europa auch auf akademischer Ebene Ausdruck zu verleihen“, so Kurd-Akad e.V. (http://www.kurd-akad.com/de/). Rolf Gössner
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Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

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„Zwei-Drittel-Gesellschaft“ in Griechenland? – Abschied von einem allzu freundlichen Begriff

205. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Erneut ist großer Dank zu sagen den SpenderInnen unter Euch! Wobei mir dieses Mal ganz besonders am Herzen liegt, das auf sehr intensive und differenzierte Weise zu tun. Und zum anderen wichtig: ein weiterer Blick auf Griechenland, der – Dank neuester Zahlen – noch deutlicher als vorher zeigt, wie gespalten dieses Land ist. Und: wie schlecht es um die Verhältnisse in diesem Land bestellt ist, viel schlechter noch, als ich bislang zu formulieren vermochte! Eine Selbstkorrektur also… Holdger Platta (mehr …)

Wer heute den extremen Rechten hinterherläuft,

läuft morgen den eigenen Rechten hinterher.

(Holdger Platta)

 

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

„Gerne wieder Krieg!“

Mit der Berufung Ursula von der Leyens zur EU-Kommissionspräsidentin dürfte die Militarisierung Europas weiter voranschreiten. Ursula von der Leyen wurde in diesem Jahr ins höchste Amt der EU gehievt. Schon vor ihrer Amtseinführung schwärmte die Presse von einer mitreißenden Rede, in der die Heilige Uschi der Schlachtfelder mehr Klimaschutz gefordert hätte. Keine Rede mehr von dem demokratiewidrigen Verfahren, mit dessen Hilfe sie ausgewählt wurde. Keine Rede davon, dass die Deutsche, die bewiesen hat, dass auch Frauen Krieg „können“, die Lieblingskandidatin des rechten Ostens Europas gewesen ist. Vor allem aber scheint sich niemand daran zu stören, dass von der Leyen die aggressive Kriegspolitik der NATO über Jahre mitgetragen und mitgestaltet hat. Ellen Diederich, Friedensaktivistin seit mehr als 50 Jahren, kann ihr das nicht so leicht vergessen. Sie erinnert an die Anfangszeiten einer Verteidigungsministerin, die das Töten und Sterben so wirkungsvoll verkaufte wie kaum eine andere. Und sie geißelt die Rückkehr des Kriegs nach Europa, der sich kaum jemand ernsthaft entgegenstellt.  Ellen Diederich (mehr …)

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