Der besondere Hinweis:

Alexanders CD-Tipp der Woche: Konstantin Wecker – Weltenbrand

Von Juni bis Dezember 2019 ist Konstantin Wecker zusammen mit dem Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie unter der Leitung von Mark Mast auf Weltenbrand Konzerttournee durch das deutschsprachige Europa, und die Konzerte in Baiersbronn, Linz und Tulln wurden fĂŒr eine Albumveröffentlichung mitgeschnitten, die im Oktober 2019 in seinem Label Sturm & Klang in den Handel kam (CD, LP und online).  Alexander Kinsky

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Der Öko-Papst 1/2

Die Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus gesteht jedem Geschöpf einen Eigenwert zu und kritisiert die Verdinglichung der Natur durch den Ökonomismus. Ein Statement des Papstes zur Umweltdebatte. Braucht es das? WĂ€re es, anstatt auf diese „ewig gestrige“ Instanz zu hören, nicht vielmehr notwendig, endlich die Warnungen der Wissenschaft ernst zu nehmen, die auf Fakten beruhen, nicht auf Jahrtausende alten GlaubenssĂ€tzen? Ja und nein. Auch der betont bescheidene und soziale Papst hat seine blinden Flecken. Und, ja, diese Enzyklika ist ein Weg weisendes MeisterstĂŒck. Sie ist notwendig im wahrsten Sinn des Wortes. Wir können die fundamentale Krise dieser Zivilisation nicht mit den Mitteln lösen, die sie herbeizufĂŒhren halfen: nicht mit Zynismus und GefĂŒhllosigkeit, nicht mit dem kalten Effizienzdenken unserer BĂŒro- und Technokratien, nicht mit ĂŒberheblichem „Krone der Schöpfung“-Getue. Denn es ist eine Krise des Geistes, in der wir feststecken, ausgelöst auch durch eine fatale Umwertung aller Werte. Franziskus – hier ein SchĂŒler seines Namensgebers Franz von Assisi – setzt die richtigen Akzente, indem er den Menschen in ein geschwisterliches VerhĂ€ltnis zur Natur setzt und indem er dieser einen Eigenwert jenseits ihres „Nutzwerts“ fĂŒr die Menschen zugesteht. Die Papst-Enzyklika setzt Poesie gegen die Prosa vermeintlicher SachzwĂ€nge. Sie setzt GenĂŒgsamkeit gegen Konsumrausch und fordert die Politik auf, den „Schrei der Armen“ ebenso wie jenen der misshandelten Erde zu hören. Wir mĂŒssen aufhören, uns irgendetwas „untertan machen“ zu wollen. Wir mĂŒssen wieder lernen, Liebende zu sein, oder wir werden bald nicht mehr sein.  Roland Rottenfußer (mehr …)

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FĂŒr den Kampf gegen wirklichen Antisemitismus – gegen den Missbrauch des Begriffs

Unter Antisemitismusverdacht: der Einsatz fĂŒr die Rechte von PalĂ€stinensern

Die Bundesregierung schweigt zu den antisemitischen AusfĂ€llen Viktor Orbans und lĂ€sst sich statt dessen fĂŒr eine Diffamierungkampagne gegen die israelische Opposition einspannen. Das Gutachten von Peter Ullrich fĂŒr die Rosa-Luxemburg-Stiftung macht klar: Einsatz fĂŒr palĂ€stinensische Rechte ist nicht antisemitisch. Da Politik und Medien sich weiterhin dieser simplen Erkenntnis verschließen und tatsĂ€chliche Antisemiten sogar weiter hofieren, wird der Hauptwert dieses Gutachten darin liegen, als Argumentationshilfe fĂŒr kommende Gerichtsverfahren zu dienen.  Quelle: BIP Jetzt (mehr …)

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Jacques Brel: L’homme dans la citĂ©


Hier kĂŒndigt Jacques Brel einen neuen Messias an, einen mit durchaus auch sozialer Agenda. Die Liebe ist sein Königreich und sein Blick wie ein Psalm. Er beugt seine Knie nicht vor allem Gold der Herrscher, aber manchmal, um eine Blume zu pflĂŒcken. Und aus dem Tempel vertreibt er die „Schriftsteller ohne Meinung“. Ansprechendes, lyrisch sehr dichtes Chanson zum Rhythmus von Ravels Bolero und mit der fĂŒr Brel typischen Klimax (Steigerung).

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Auf Seiten der Menschlichkeit: Melanie Katz

Poesie und Widerstand: Die Lyrik-Reihe auf „Hinter den Schlagzeilen“

Grafik: Franz Wassermann ‚SMOKE AND MIRRORS‘

 

 

 

3. Es ist (niemals) genug

Scham bedeutet, sich
zustĂ€ndig zu fĂŒhlen
M. VidlĂĄkovĂĄ

Sie ist gegangen

Siehst du ihren Schatten,
erinnere dich
an die BĂ€ume
an den Dunst deiner Stadt

und keiner weiss

So bin ich stets auf der Suche
nach jemandem der diese Welt
rettet in jenen Worten
wohnt ein unbedingter Wille
zu tragen

denn keiner weiss

wie viele Töchter
die Zierde ihrer VĂ€ter waren
die wir nun zu vermissen haben

uns fehlen die Zahlen

 

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Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

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Im SĂŒden nichts Neues – ausnahmsweise einmal

Insel Kaparthos

192. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ TatsĂ€chlich: dieses Mal ist mein ‚Bericht‘ fast nur ein neuer Spendenaufruf – mit Angabe des Betrages natĂŒrlich, der von Euch wĂ€hrend der letzten Woche gespendet worden ist. Allerdings: mein heutiges Schreiben an Euch ist verbunden mit der Bitte, eine nachrichtenarme Woche, was das Elend in Griechenland betrifft, nicht zu verwechseln mit dem Ende des Elends in Griechenland! Selbst wenn die Armut ausnahmsweise einmal keine neuen Meldungen produziert, hĂ€lt sie dennoch in diesem sĂŒdlichen Mittelmeerstaat fĂŒr Millionen von Menschen an. Weshalb wir ihnen auch in diesen Wochen nicht den RĂŒcken zukehren.  Holdger Platta (mehr …)

Wer frei sein will, befreie!
Liebe, dann wirst du geliebt.
Willst du Vergebung? Verzeihe!
Und empfangen wird nur, wer gibt.

(Konstantin Wecker)

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

„Der Krieg ist Wahnsinn“

„Wozu sind Kriege da?“, ist ein Lied, das nicht von Konstantin Wecker stammt, sondern von seinem Kollegen Udo Lindenberg. Konstantin hat diese Frage jedoch glaubwĂŒrdig beantwortet: Kriege entstehen durch „geopolitische PlĂ€ne, Geldgier, Machthunger und die Interessen der Waffenindustrie.“ USA-hörige Politiker und eine Presse, die den eigentlichen Auftrag des politischen Journalismus verrĂ€t, spielen das böse Spiel mit. Es befehlen immer Herren und Damen von ihren weichen Sesseln aus; es bluten und sterben dumme, missbrauchte Soldaten. Die Wiedergeburt einer mĂ€chtigen Friedensbewegung ist ĂŒberfĂ€llig.  Konstantin Wecker (mehr …)

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