Der besondere Hinweis:

Die Welt brennt, bitte helft uns löschen!

Konstantin Wecker, München 2019

Konstantin Wecker bittet um Spenden für die weitere Finanzierung unseres Magazins „Hinter den Schlagzeilen“. Er weist auf die Bedeutung alternativer Medien in Zeiten haarsträubender „Alternativlosigkeiten“ hin und macht auf die Burnout-Gefahr bei den Mitarbeitern aufmerksam. „Der Himmel über Deutschland und der Welt kann politisch nur aufklaren, wenn es auch weiter aufklärende Medien gibt.“  Konstantin Wecker (mehr …)

0

Superimperialistische Globalisierung

Die USA sind durch ihre Hegemonialpolitik zu einer Belastung für die Weltgemeinschaft geworden. Kapitalismus ist nicht gleich Kapitalismus. In den 70ern gab es einen Paradigmenwechsel innerhalb des Systems. Wurden Wachstum und Profite früher vor allem durch Produktivitätssteigerung erreicht, so versuchte man sie in den letzten Jahrzehnten durch Umverteilung von unten nach oben zu erzwingen — mit verheerenden sozialen Folgen. Die Finanzmärkte erhielten überproportionale Bedeutung gegenüber der Realwirtschaft. Die Vermögenskonzentration in den Händen einer kleinen globalen Elite eskalierte. Vorangetrieben wird dieser Prozess noch immer vor allem durch die USA. Die entwickelte eine moderne Form des „Superimperialismus“, gestützt durch den Dollar, der den anderen Staaten als Weltleitwährung aufgedrängt wird. Und durch aggressive militärische Interventionen, die die wirtschaftliche Schwäche der USA zu kompensieren versuchen.  Mohssen Massarrat

(mehr …)

1

Greta Thunberg auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos


Greta Thunberg kann ab 3. Januar nicht mehr „Die 16-jährige“ genannt werden, weil sie jetzt 17 ist. Sonst hat sich nichts geändert. Ernst und ein bisschen bitter schleudert sie ihre Anklage in den Raum: Die Politiker, die ihr seit dem Beginn ihres öffentlichen Auftretens immer wieder beschwichtigend gesagt haben: „Mach dir keine Sorgen, wir kriegen das in den Griff“ – was haben sie seither getan und erreicht? Nichts!

0

Der Blick einer Radikaldemokratin

Daniela Dahns Vermessung des kapitalistisch umgepflügten Ostens. Es gibt zwei Weisen, eine Landschaft zu betrachten. Dem von Erinnerungen gesättigten Blick auf die Heimat scheint alles nah und vertraut. Anders der Blick von Fremden. Er durchmisst einen Landstrich aus der Distanz, würdigt oder missbilligt. Daniela Dahn vereint in ihrer Rückschau auf dreißig Jahre Einheit, auf die versprochenen „blühenden Landschaften“, beide Haltungen. Sie weiß um die Eigenarten der Menschen, ihrer Wünsche und Sorgen. Doch sie erzählt keine melancholisch-klagenden Heimatgeschichten. Vielmehr erkundet sie die Bodenerosionen an den sozialen Abhängen, durchschreitet die Ebenen nationaler Politik, entdeckt die Sturmschäden im Blätterwald, kartografiert die Propagandasümpfe und wilden Strömungen der Anfeindungen und führt zu überwucherten Wegmarken des Protests sowie verschwiegenen Blütenteppichen der Gegeninformation. Es ist der kritische Blick einer Radikaldemokratin, die als einstiges Gründungsmitglied des Demokratischen Aufbruchs viele damalige Forderungen als unerfüllt betrachtet. Und die andererseits bei aller Dringlichkeit von Perestroika und Glasnost darauf beharrt, dass selbst der gescheiterte Realsozialismus emanzipatorische Ansätze hatte, die sie vor allem am Gemeineigentum festmacht.  David Goeßmann (mehr …)

0

Das Gewaltmonopol der USA. Drohungen, Erpressung, Sanktionen

Die gegenwärtige deutsche Politik ist kaum mehr zu ertragen, rational nachzuvollziehen schon gar nicht. Gerade „verwarnen“ Deutschland, Frankreich und Großbritannien den Iran wegen der Nichteinhaltung des Atomabkommens.[1] Aber wenn deswegen jemand verwarnt werden müsste, dann wären es die USA, die das Atomabkommen einseitig gekündigt und damit den Bau einer iranischen Atombombe heraufbeschworen haben. Stattdessen wurde auf Druck der US-Regierung ein Schlichtungsverfahren eingeleitet, das von vornherein zum Scheitern verurteilt ist und zwangsläufig zu einer Verschärfung der Sanktionen im Sinne der USA führen wird. (Wolfgang Bittner, Quelle: Nachdenkseiten)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=57859

Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

1

Der rhetorische Rauswurf der Armen aus Griechenlands Rechtsgemeinschaft

201. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Der Zufall will es so: erneut muss in diesem Bericht über das Wohnen – und Nicht-mehr-wohnen-Können – in Griechenland berichtet werden. Oder steckt mehr als nur Zufall dahinter? Nämlich systematische Rechtsvertreibung von Griechen aus ihrem eigenen Land? Des weiteren: ein markantes Beispiel dafür, wie man auch mit wahren Zahlen lügen kann. Und schließlich (aber klar doch): das neueste Spendenergebnis für unsere Hilfsaktion. Holdger Platta (mehr …)

Niemand hat das Recht zu gehorchen.

(Hannah Arendt)

 

 

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

„Gerne wieder Krieg!“

Mit der Berufung Ursula von der Leyens zur EU-Kommissionspräsidentin dürfte die Militarisierung Europas weiter voranschreiten. Ursula von der Leyen wurde in diesem Jahr ins höchste Amt der EU gehievt. Schon vor ihrer Amtseinführung schwärmte die Presse von einer mitreißenden Rede, in der die Heilige Uschi der Schlachtfelder mehr Klimaschutz gefordert hätte. Keine Rede mehr von dem demokratiewidrigen Verfahren, mit dessen Hilfe sie ausgewählt wurde. Keine Rede davon, dass die Deutsche, die bewiesen hat, dass auch Frauen Krieg „können“, die Lieblingskandidatin des rechten Ostens Europas gewesen ist. Vor allem aber scheint sich niemand daran zu stören, dass von der Leyen die aggressive Kriegspolitik der NATO über Jahre mitgetragen und mitgestaltet hat. Ellen Diederich, Friedensaktivistin seit mehr als 50 Jahren, kann ihr das nicht so leicht vergessen. Sie erinnert an die Anfangszeiten einer Verteidigungsministerin, die das Töten und Sterben so wirkungsvoll verkaufte wie kaum eine andere. Und sie geißelt die Rückkehr des Kriegs nach Europa, der sich kaum jemand ernsthaft entgegenstellt.  Ellen Diederich (mehr …)

Start typing and press Enter to search

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!