Aufruf zu mehr Menschlichkeit

 In Spiritualität, VIDEOS

Drei erstaunliche Rebellen trafen sich am Dienstag, 17. März 2015 in der Johanneskirche, Luzern. Arno Gruen, Eugen Drewermann und Konstantin Wecker. Diese drei Männer stehen ein für:
EMPATHIE
in allem was sie denken, sagen und tun. Der Mensch steht im Mittelpunkt.
MUT
sie lassen sich nichts verbieten; sagen was sie denken, auch wenn es unbequem ist.
VISION
mit einer rationalisierten – vom Kapitalismus diktierten Welt – finden sie sich nicht ab und mit Leidenschaft stehen sie ein für eine andere, vielfältigere Wirklichkeit.
Dieser außergewöhnliche Abend in seiner Dichtheit soll einem möglichst breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Deswegen wurde er aufgezeichnet und auf Wunsch von Konstantin Wecker steht er nun als kostenloser Download zur Verfügung.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=qljtOJrLOqc[/youtube] Ich möchte mich bedanken bei Arno Gruen. Mit seinem außerordentlichen analytischen Wissen und seinem überragenden Erfahrungsschatz über das Mensch-Sein hat er mich im Gespräch zutiefst berührt. Mein Dank gilt Eugen Drewermann. Beim Zuhören hat er mich an die Tradition der alttestamentlichen Propheten erinnert. Unerschütterlich demaskiert Drewermann die fatalen Machtstrukturen unserer globalen Wirklichkeit und nennt sie unerschrocken beim Namen. Ja und bedanken möchte ich mich bei Konstantin Wecker. Ohne ihn wäre dieser Abend nicht möglich gewesen. Sobald Konstantin am Flügel sitzt, steckt er mich mit seiner Poesie und seinen Liedern immer wieder von Neuem an, dem Aufruf zu mehr Menschlichkeit zu folgen. Seine unermüdliche Geisteskraft lässt mich und gewiss viele seiner Zuhörerinnen und Zuhörer nicht ruhig werden, sich für eine gerechtere Wirklichkeit einzusetzen und an die Vision einer friedlichen Welt zu glauben.
In tiefer Dankbarkeit
Alois Metz, Theologe
P.S: Mit diesem Link finden Sie ein paar Bilder zu diesem einmaligen Abend. http://www.kathluzern.ch/st-johannes/schaufenster-detail/aufruf-zu-mehr-menschlichkeit-1.html
Das Team Wecker dankt Alois Metz ganz herzlich für die Bereitstellung dieses Videodokuments.

Anzeige von 10 kommentaren
  • Wolfgang Bittner
    Antworten
    Vielen Dank für die Veröffentlichung dieses „Aufrufs zu mehr Menschlichkeit“ – ein berührender, enorm wertvoller Beitrag für den Frieden.
  • eulenfeder
    Antworten
    ..ich hätte es kaum für möglich gehalten dass ich den worten Arno Gruen’s ‚folgen‘ könnte – aber er hat hier meine kindheit komplett aufgeschlossen – und jeder satz ist richtig ! – das ist sehr erstaunlich.
    und ebenso richtig stellt er fest, dass es drauf ankommt wo und wie man ein weiteres leben führen kann, um das völlige fehlen von nähe auffüllen zu können.
    was Konstantin bezüglich eines baumes oder der natur anfügte, ist ebenso richtig – hätte es die bäume, den wald, die felder und wiesen, den bach – mit allem was wächst und lebt – nicht gegeben, dann hätte nie ein so starkes kraftschöpfen in der immer gebenden natur geschehen können.
    aber – das muss ich leider bis heute feststellen – ein leben reicht niemals aus um all den mangel den du in der kindheit erfahren musstest auszugleichen, trotz einem ständigen arbeiten an dir selbst – dieser mangel an nähe, liebe, wird ( auch nach mehr als 60 jahren diesbezüglicher erfahrungen )von ‚anderen‘ gespürt und sie weichen letztendlich zurück vor dir, lassen tiefere freundschaften nicht zu, man macht ihnen irgendwie angst( unbewusst ) oder sie begegnen dir mit skepsis und misstrauen. es bedeutet letztlich dass du die immer wiederkehrende erfahrung ‚abgewiesen‘ zu werden, immer wieder erleben musst – kannst aber an dir selbst keine ursache dafür finden, gehst mit offenen händen und wesen auf andere zu und es erscheint anderen als zu sehr offensiv.
    das ist ein dilemma das du nicht loswirst, es sei denn du triffst auf menschen die es verstehen und dadurch wäre eine brücke gebaut. aber auch dann ruft dein zeigen des glücklichen erlebens – was ja nicht wundert wenn solche erfahrungen stark empfunden werden – sogar bei menschen die verständiger sind das gefühl des bedrängtseins hervor. schliesslich, wenn sich das immer wieder wiederholtkommt die erkenntnis: all das was du als kind nicht bekommen hast, diesen mangel musst du mit ins grab nehmen, keiner wird dir das geben können auch.
    es ist schon ein kunststück trotz allem fröhlich, humorvoll, zuversichtlich und auch herzlich zu bleiben, vor allem den mut zu behalten immer wieder trotzdem auf andere zuzugehen, – also gibst du dich auch mit ein bischen freundschaft zufrieden. was andere an zwischenmenschlichem glück erfahren, das kannst du nur als beobachter erkennen, selbst erfahren kaum.
    auf diesem weg gelangst du zu der erkenntnis, dass du völlig offen sein musst um überhaupt zwischenmenschlich etwas erfahren zu können – diese dann für andere ungewöhnliche offenheit bringt dir aber wieder misstrauen ein….‘ mit dem stimmt etwas nicht ‚,’sonderbares verhalten…‘ sehr schwierig auch mit der verletzlichkeit umzugehen, die ständiges zwischenmenschliches abweisen hervorrufen.

    soweit und ein stückchen weiter noch kommst du an selbsterkenntnissen in einem leben..

    dies sei den erstaunlich wahren worten Arno Gruen’s hinzugefügt – aus einer individuellen praxis heraus.

  • Angela Ebert
    Antworten
    DANKE, so wundervolle offene und ehrliche Menschen, ein großes Geschenk, ein großartiger Beitrag für die Heilung meiner Seele UND die noch wundervollere Erkenntnis:

    Ich bin nicht allein auf dieser großen weiten Welt, auf dieser Erde, habe gleiche Gedanken, gleiche Empfindungen und gleiche gute Absichten.
    Ich wachse gerade um ein gutes Stück durch diese nährenden und ehrlichen Worte, danke!

    Eulenfeder, Du, mit MIR stimmt dann auch was nicht 😉 manche nennen es Individualität, manche auch Persönlichkeit, wie schön das Du kein folgsamer Soldat in Kriegseinsätzen geworden bist, welch ein Glück für DICH!!! Glück empfinden zu können ist ein großes Glück, soll ich noch mehr brauchbare Argumente vortragen?

    Offenheit ist etwas wunderbares, ohne Schutz ist die Offenheit gefährdet, an-greifbar, aus-nutzbar, und böse Menschen gibt es überall, wie wir nicht er seit heute wissen, nicht nur in den obersten mächtigsten Positionen.

    Lass Dich mal in den Arm nehmen
    nur müssen musst Du nicht, höchstens auf Clo 😉
    Angela

  • eulenfeder
    Antworten
    Danke Angela – also nacha – lass Di a amal druckn… smile
  • Birgid
    Antworten
    Es sind wirklich 3 bemerkenswerte Menschen, die hinter die oberflächliche Fassade schauen ..
    Das erste Buch, was ich z.B, von Arno Gruen gelesen habe: “ Die Politik der Gleichgültigkeit“(Das Ende des Mitgefühls)
    Franz Alt hätte auch gut in diese Runde gepasst oder Gerald Hüther(Anleitung an ein menschliches Gehirn)…
  • Heidrun Mohr
    Antworten
    auch ich möchte mich als erstes für das noch gar nicht richtig verarbeitete positive fast zweieinhalb stündige feuerwerk an impulsen, eindrücken, auffrischungen hinsichtlich der wichtigkeit der ersten kindlichen erlebenszeit und deren auswirkungen im guten und schlechten, etc., von ganzem herzen bedanken.
    in dieser dichte mit lange er- und bedachten gedankenwegen, resultaten, erklärungen regelrecht beschenkt zu werden, ließ mich nachher zum schluss kommen, es mir noch einige male, dann auch wieder ohne jede störung ansehen und hören zu wollen.
    arno grün, hab ich bis gestern nicht gekannnt, dachte bislang immer, wenn hier der name genannt wurde, der jesuit gleichen namens sei gemeint.
    es tat mit weh, wie wichtig es dem so fragilen, zarten, physisch schwachen alten herren ist, seine unglaublich wichtige zusammenfassung des themas, -ich nenn es mal menschwerdung, – unter einbringung seiner ganzen kraft, in einer bildhaften schlichten ausdrucksweise, die einprägsam zusammenhänge plastisch werden ließ. ein wirklich bewunderungswürdiger mensch, der zudem einen herrlichen humor hat. das gerade geschriebene kompliment gilt aus meiner sicht auch bei den anderen drei akteuren des abends.
    – gerade jetzt, wo oft kaum zeit zum verschnaufen ist, die dichtigkeit von unru ja lichtgestalten,hen, unglücken, sich mehrenden menschlichen und auch naturkatastrophen nicht abreißt, waren diese 2,5 stunden goldrichtig um aufzutanken, wie angela schon schrieb, die aufbauende gewissheit, wir sind doch recht viele, die die gleiche gesinnung und den glauben an eine menschlich-gerechte, f r i e d l i c h e welt haben und uns- jeder in seiner ureigensten form und kraft einbringen.
    insofern waren und sind die herren grün, wecker, drewermann leuchtende beispiele, im wahrsten sinne des wortes, nicht nachzulassen, bei rückschlägen weiter beharrlich das ziel anzustreben, keine weltweite menschliche eiszeit zuzulassen.
    – hab ich wirklich noch nie gemacht, und bin mit entsprechen äusserungen eh sehr zurückhaltend.
    vor diesem trio zieh ich ehrerbietig, jedem einzeln ehrerbietig zunickend, demütig den hut. die kraft, nicht nachzulassen, immer damit beschäftigt, ich weiß nicht wie oft, privates dafür geopfert werden mußte, und ob man gerade selbst eine kraft-injektion nötig, sich nicht abzukehren, unermüdlich und zäh, dafür ist das chapeau.

    @ eulenfeder: liebes federchen, den schwur darfst du sehr ernst nehmen, der dir aufs eindringlichste herüberbringen möchte, daß du – ganz genau so, w i e du bist, goldrichtig, an nix mangelnd, von nix zu viel oder zu wenig bist.
    – doch, mit einem arg traurigem grinsen, weils mitschmerzt, die fehlende selbstgewißheit, unerschütterlich daran festzuhalten, das dein fühlen und denken, s o wie es von dir erlebt wird, nicht falsch ist, nicht zu vereinnahmend.
    – überbordende freude, mensch, welche idioten lässt du an dich heran, die einen doch weiß gott intelligenten, scharfsinnigen, sensiblen, mit- und feinfühligen menschen, mit humor so wuschig und konfus machen?? echte freunde waren das mit 100 &-iger gewißheit nicht, eher neider, die mit integren, authentischen menschen auf kriegsfuss sind, da du das verkörperst, was sie nie sein werden: echt und menschlich.
    – wer dich nicht so annehmen will, wie du bist, hat ein gewaltiges problem, nicht du. der dich in form quetschen wollende ist mit sich selbst unfertig, ob bewusst oder nicht, weiß ich nicht. statt an seiner eigenen unzufriedenheit zu schrauben, geht er den leichteren weg, des ausgestreckten fingers, du musst dich ändern.
    ne,ne, fingerrichtung drehen, den finger zur klammer für die eigenen nasenflügel machen und dort ändern. dein seelenstripp hängt mir ganz schön inne knochen, wie die kurzen geschriebenen einblicke in deine kinderzeit, die ich auch nicht in einem rutsch lesen konnte. ich hoffe, das meine botschaft genau so bei dir ankommt, wie ichs hier herüberbringen kann. trösten und aufmuntern möchte ich damit natürlich auch, aber der schwur soll verdeutlichen, daß in erster linie eine nackte tatsache, ohne beschönigung, schönfärberei die botschaft ist. nochmal, du bist in keinster weise befremdlich, komisch, angstauslösend, zu überbordend.
    ne, lieber vor freude juchzend, wildes tänzchen machend, erleben, als ein eingefrohrenes gesicht, was ich freu mich ja so nuschelt. lass diese roboter nicht mehr zu nah ran, und wenn doch einer näher kam, als für dich gut, freischuß, im wortsinn, ab durch die mitte, sicht frei für dich. die passen nicht zu dir, weil diese mängel haben, die sie dir einreden. nicht gut, weg damit, kräftig durchatmen und besser aufpassen, solche hirnis reißen jeden kritikfähigen herunter.

  • Angela Ebert
    Antworten
    Nach Arno Grün`s Überzeugung ist es immer die Angst die eine Abwehr produziert, da schließe ich mich an. Gehen wir dieser Angst nach und können erkennen woher die Angst kommt und was diese Angst hervorgerufen hat ist ein wichtiger Teil der Aufarbeitung gemacht. Dies ist eine Voraussetzung um überhaupt im Leben voran zu kommen. Und besser spät als nie, sag ich immer 😉

    Den Mangel in der Kindheit zu erkennen, die eigenen Ansprüche, die Anspruchs-Haltung!, zu reduzieren, ist eine gute Möglichkeit diesen belastenden Mangel loszulassen, um eine innere Zufriedenheit zu entwickeln. Es geht nur mit Eigen-Verantwortung im besten Sinne! Man kann nicht einfordern was nicht möglich ist/war, ganz einfach. Man darf darüber traurig sein, das hilft auch sehr.

  • Susann Beecken
    Antworten
    Danke!!!!!
  • eulenfeder
    Antworten
    Danke Heidrun – für liebe worte…
  • Andreas
    Antworten
    An alle lieben Menschen hier und anderswo 🙂
    Überlegt doch mal, diese unsere Welt, so wie sie ist, ist doch in Jahrtausenden, ja, Jahrtausenden so geformt und konditioniert worden.
    Da können wir doch gar nicht erwarten, das so offenen und lieben, liebenswerten Menschen gleich ALLE Herzen genauso offen und liebevoll gegenübertreten. Und diejenigen, die die Welt so formen, immer weiter noch, um ihre Macht zu erhalten, die haben doch ein Problem mit Offenheit und Liebe. Teilweise, weil sie auch in ihrer Kindheit Schlimmes bei ihrer Formung erlebt haben, teilweise, weil sie selbst schlimm sind.
    Deshalb DÜRFEN wir nicht nachlassen, so zu sein, wie wir sind. Es muss das Gute in die Welt. Je mehr es wird, desto vertrauter wird es allen.
    Und so vernetzt wie heute waren die guten, offenen, liebevollen Menschen weltweit doch nie.
    Bitte lasst nicht nach!!!

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